Nun ja wenn es um die Entstehung von Lebewesen geht, wird automatisch davon ausgegangen er muss erdähnlich sein. Habe mal einige Theorien gelesen wonach Leben sehr wohl in für uns absolut unvorstellbare Verhältnissen existieren soll. Diese Theorien sind allerdings relativ alt 90er Jahre oder sowas. Etwas neuere Theorien benutzen die Wahrscheinlichkeitsrechnung... mit was für einer Wahrscheinlichkeit eine erdähnliche Welt entsteht und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das dieser Leben hervorbringt scheinen willkürlich gesetzt zu sein, mal abgsehen davon dass man nicht so richtig weiß wie viele Sonnen wirklich existieren.
Neulich hatte ich eine Diskussion mit meinem Physiklehrer, es ging 1. genau um dieses Thema 2. um einen Artikel in der "Bild der Wissenschaft".
Nach zwei Schulstunden Diskussion hatten wir herausbekommen das Leben eigentlich nur in einem Sonnensystem entstehen kann das dem unseren entspricht. Der Planet müsste dieselbe Umlaufbahn haben wie die Erde. Eine andere erfordert z.B. eine andere Sonne deren Spektrum dann anders wäre.
Die Rotationsachse muss ebenfalls geneigt sein und es darf nicht mehr als ein Mond vorhanden sein, weil sonst Chaos bei den Gezeiten herrschen würde.
Der 2. Punkt betrifft das Thema der Mars ist erkaltet. Es gibt einen Saturnmond von ca. 500km durchmesser, also relativ klein welcher ununterbrochen Wasserdampf ins All schießt, ein Teil kehrt als Schnee zurück, der andere bildet einen Saturnring. Auf Grund seiner Winzigkeit werden thermale Aktivitäten ausgeschlossen, seine Energiequelle um das Wasser zu verdampfen ist noch unentdeckt. Jemand aus meiner Klasse meinte das dort evtl. Kernspaltungsprozesse stattfinden (AlienAKW) ^^.
Erinnere mich gerade daran das es auch eimal hieß der Titan (ebenfalls ein Saturnmond) könne Leben auf Basis von Kohlenwasserstoffen haben, dort soll flüssiges Methan als Ersatz für Wasser dienen, das es dort nur gefroren gibt sein. Einige der Kohlenwasserstoffe die in seiner Atmosphäre zu finden sind, können unter irdischen Verhältnissen garnicht existieren. Der Bericht stammt von 2002 die Sonde ist glaub ich erst 2005 angekommen....
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,414626,00.html (Archiv-Version vom 18.02.2011) Google sei dank. Auch hier schließt der Bericht damit das der Monde der Erde sehr ähnlich sei. Ich glaube das Methan soll dort einen weitgehenden Kreislauf (ähnlich dem Wasserkreislauf) unterworfen sein. Allerdings ist die dortige Atmosphäre so dicht, dass Photosynthese und damit auch aerobe Energiegewinnung unmöglich sind. Also werden dort bestenfalls Hefezellen entstehen (und andere anaerob lebende Mikroorganismen)