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Pyramiden in Gizeh

7.806 Beiträge, Schlüsselwörter: Pyramiden, Gizeh

Pyramiden in Gizeh

26.07.2019 um 10:06
perttivalkonen schrieb am 22.07.2019:Yepp, tut er. Aber nicht mehr lange, ich wechsle demnächst wieder mal.
Danke, das ist besser. :)

@Off Topic

Rainer Stadelmann hat ja "Die großen Pyramiden von Giza" (ISBN 13: 9783201014809) geschrieben, ist das ein Vorgänger/Nachfolger/anderer Verlag von seinem Buch "Die ägyptischen Pyramiden: Vom Ziegelbau zum Weltwunder" (ISBN 13: 9783805311427)? Auf ZVAB.Com war es zumindest nicht als zur Reihe gehörend aufgelistet. Googlebooks hat es auch nicht. Hat hier jemand zufällig beide Exemplare und kann dazu etwas sagen?


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Pyramiden in Gizeh

26.07.2019 um 16:55
Etwas irritierend die letzten Seiten für den interessierten Laien.
Da ist also immer noch Platz für verschiedene Pyramidenbau-Theorien. Auch wenn die hier bespochene wohl zurückgewiesen werden muß.
Daraus bilde ich mir als interessierter Laie die Meinung: Es steht immer noch nicht 100%ig fest, wie sie die Dinger grundsätzlich gebaut haben. Ist das denn so?
Ich bitte meine Frage nicht mißzuverstehen. Ich bin schon der Meinung, dass sie es alleine und mit ihren Mitteln hinbekommen haben. Ohne Hilfe von Außerirdischen. Nur wie?

Dazu noch einige Zusatzfragen: Die Pyramide mußte doch wohl beim Tode des Herrschers fertig sein. Das bedeutet, dass sie ein verzweifelt kleines Zeitfenster hatten. 50 Jahre mit viel Glück, oft viel weniger. Gibt es Hinweise was sie gemacht hätten, wenn der erlauchte Herrscher schon nach kurzer Zeit von ihnen gegangen wäre? Ein provisorisches Begräbnis? Oder haben sie in der Phase der Großbauten einfach Glück gehabt?
Und wie haben sie das Wissen über Pannen und Erfolge beim Bau weitergegeben? Der Nachwuchs-Kathedralenbauer konnte sich in vorhandene Bauten hineinbegeben und die Konstruktion studieren. Nicht so bei den Pyramiden. Die waren doch wohl zu nach dem Begräbnis. Nach einigen Jahren, wenn die Konstukteure tot waren, eine große Black Box. Auf die Idee der Intlastungskammern muß man z.B. zuerst mal kommen. Typischerweise nach einem Desaster (was das Zeitfenster übrigens noch kleiner gemacht hätte, räum mal hunderte von Steinen und -zig Tonnen Füllmaterial weg). Wenn da eine Kontinuität ist beim Pyramidenbau (alle nach dem gleichen, sich verbessernden Baumuster), dann müssen sie Aufzeichnungen oder Modelle gehabt haben.


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26.07.2019 um 19:21
@Thorsteen
@perttivalkonen
@Stephenson
@Spöckenkieke
Also mal echt Respekt!! So wie ihr die Diskusion geführt habt, ohne persönliche Befindlichkeiten und ohne "von Oben herab" argumentieren - ganz saubere Sache. Das war für JEDEN verständlich gehalten. Auch wurde nicht alles mit Fachbegriffen zugeschüttet, und wie @Stephenson
es geschrieben hat: man hat wieder etwas dazu gelernt, und wenn es auch nur der vernünftige Umgang miteinander hier :-)
Und weil @perttivalkonen gut erklärt hat was man unter Hohlräume verstehen sollte in den Pyramiden, kann ich auch den Satz von Z. Hawas verstehen, der nach der Auswertung des Myonen Scan meinte : Da ist kein Hohlraum ! Das sind nur Wissenschaftler, die verstehen nichts von Pyramidenbau !
Und auch J.P Houdin kann ich nun etwas neutraler betrachten. Wenn ich bedenke, wie viele Bücher ich hätte lesen müssen um an all die Informationen zu kommen ...... und hier liegen sie frei verfügbar rum :-)


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26.07.2019 um 21:19
Lupo54 schrieb:Da ist also immer noch Platz für verschiedene Pyramidenbau-Theorien. Auch wenn die hier bespochene wohl zurückgewiesen werden muß.
Daraus bilde ich mir als interessierter Laie die Meinung: Es steht immer noch nicht 100%ig fest, wie sie die Dinger grundsätzlich gebaut haben. Ist das denn so?
Das ist so ungefähr korrekt. Gilt freilich auch für irgendein hundert Jahre altes Haus in Deiner Nähe. Haben sie die Bausteine über Leitern, Bohlen, Treppen nach oben getragen, oder haben sie die Steine mit Seilen bzw. kleinen Lastenkränen auf die bereits erreichte Etage hochgezogen? Wurden die Steine mit Handwagen angekarrt, mit einem Pferdefuhrwerk oder mit nem frühen Lastkraftwagen? Weiß man nicht, kann man aber schön mutmaßen. Das kannst Du "ungelöst" nennen, aber nicht "Rätsel". Denn wir wissen ja, was damals möglich war, und eins davon werdense halt gemacht haben.

Ähnlich isses auch mit den Pyramiden. Wir wissen von Schlitten, Seilen, Außenrampen, alles belegt und bezeugt. Kriegt man hin, ne Pyramide auf diese Weise zu bauen. Aber wie sie es nu konkret gemacht haben, das wissen wir nicht.

Was Leute wie Kerres oder EvD machen, das ist übertragen auf mein Häusle-Beispiel: Wir denken uns Technologien aus, die für die Zeit vor 100 Jahren überhaupt nicht belegt sind, und sagen, so ha'm se's gemacht. Oder wir überlegen, ob nicht vielleicht Aliens ihre Hand im Spiel hatten beim Häuslebau vor hundert Jahren.


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27.07.2019 um 01:04
Lupo54 schrieb:Da ist also immer noch Platz für verschiedene Pyramidenbau-Theorien. Auch wenn die hier bespochene wohl zurückgewiesen werden muß.
Daraus bilde ich mir als interessierter Laie die Meinung: Es steht immer noch nicht 100%ig fest, wie sie die Dinger grundsätzlich gebaut haben. Ist das denn so?
Leider ja, es gibt einfach nicht genug Funde um sagen zu können WIE genau man das gemacht hat. Zum einen liegen ja gut 4.500 Jahre dazwischen in denen nicht nur die Natur sondern auch Steinräuber oder Souvenirjäger oder sogar religiöse Fanatiker an den Pyramiden rumgemacht haben. Man hat genau zwei Schlitten (Louvre & Kairo sind mir bekannt, wenn noch jemand Funde kennt kann er mich gern berichtigen!) gefunden, bei denen geht es schon los das man nicht wirklich sagen kann das die zum Steintransport genutzt wurden. Man hat einfach alles damit transportiert was schwer war. Allerdings haben wir auch Grafitis und Zeichnungen die Transporte mit Schlitten darstellen, also man kann zu 100% sagen DAS es genau so gemacht wurde, nur nicht ob GENAU diese Schlitten/Schlittenart dafür verwendet wurde. Rampenreste hat man ja an einigen Pyramiden gefunden, also auch die sind zu 100% belegt (Borchardt, https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/borchardt1928/0028/image ). Für die Rampen gibt es auch ein Rechenbeispiel wo die ägyptischen Schreiber das Volumen der benötigten Ziegel ausrechnen mussten, 5 Grad Steigung bei 730m Länge, also eine Rampe die auf etwa 64m Höhe kommt. Man kann also vermuten das Rampen auch in der Länge gebaut wurden, nur kommen wir damit nicht bis auf die großen Pyramiden das Material drauf. Arnold hat für die Baurampe an der Meidum-Pyramide 6% berechnet, Borchardt hatte 11% angenommen, aber das wäre etwas zu viel des guten :) ). Man kann also ausschließen das eine kontinuierlich ansteigende Rampe verwendet wurde, zum einen weil man keine Funde oder Spuren für so eine Rampe hat, und zum anderen weil die durch die Höhe und Länge wohl auch massiv einsturzgefährdet gewesen wäre. Man kommt also mit normalen Rampen auf maximal 70m, hat dann gewaltige Klopper in der Landschaft stehen. Und ab da geht es ja eigentlich los und wird spannend, nur ab hier kann man einfach nur spekulieren. So lange man sich an Fakten und die damals verfügbare Technik hält sehe ich da persönlich auch kein Problem drin.
Lupo54 schrieb:Ich bitte meine Frage nicht mißzuverstehen. Ich bin schon der Meinung, dass sie es alleine und mit ihren Mitteln hinbekommen haben. Ohne Hilfe von Außerirdischen. Nur wie?
Für die Antwort würden einige Leute ihr erstgeborenes geben! :D
Ich denke wir werden auf die Frage wohl leider niemals eine vollständige Antwort bekommen, aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
Lupo54 schrieb:Dazu noch einige Zusatzfragen: Die Pyramide mußte doch wohl beim Tode des Herrschers fertig sein. Das bedeutet, dass sie ein verzweifelt kleines Zeitfenster hatten. 50 Jahre mit viel Glück, oft viel weniger. Gibt es Hinweise was sie gemacht hätten, wenn der erlauchte Herrscher schon nach kurzer Zeit von ihnen gegangen wäre? Ein provisorisches Begräbnis? Oder haben sie in der Phase der Großbauten einfach Glück gehabt?
Nach dem Tod hatte man noch 70 Tage Zeit, in der Zeit fand ja die mumifizierung statt. Von einigen Teilen der Cheopsanlage wird vermutet das sie erst nach dem Tod schnell mit Schlammziegeln hochgezogen wurden. Es gab wohl auch den Fall das ein folgender Pharao das Grabmal seines Vorgängers fertig baute, ansonsten hat man halt das genutzt was schon da stand, so lange es eine Grabkammer hatte war es wohl Ok.
Lupo54 schrieb:Und wie haben sie das Wissen über Pannen und Erfolge beim Bau weitergegeben? Der Nachwuchs-Kathedralenbauer konnte sich in vorhandene Bauten hineinbegeben und die Konstruktion studieren. Nicht so bei den Pyramiden. Die waren doch wohl zu nach dem Begräbnis. Nach einigen Jahren, wenn die Konstukteure tot waren, eine große Black Box. Auf die Idee der Intlastungskammern muß man z.B. zuerst mal kommen. Typischerweise nach einem Desaster (was das Zeitfenster übrigens noch kleiner gemacht hätte, räum mal hunderte von Steinen und -zig Tonnen Füllmaterial weg).
Die Entlastungskammern wirst du genau einmal finden. :) Die Königinnenkammer hat ja ein Stemmplattendach, das war die Neuerung gegenüber Snofru oder Djoser. In der Königskammer hast du dagegen eine flache Decke, um den Druck der Gesteinsmassen über der Kammer abzuleiten benötigt man also eine Hilfskonstruktion, genau diese stellt die Entlastungskammer dar.

2019-07-27 00 39 56-maragioglio piramidi

Anmerkung: Die beiden großen Kraftpfeile müssten durch die Längs/Querbalken-Kreuzungs/Auflagepunkte verlaufen, ich denke man kann das Prinzip erkennen, wenn nicht mache ich morgen nochmal eine bessere Grafik davon, Bett ruft schon. :)

Bei Snofru findet man das erste Kraggewölbe in einer Pyramide (Arnold, Lexikon der ägyptischen Baukunst), das hat man ja für die Große Galerie verwendet, die Neuheit ab Cheops war das Stemmplattendach. Das wurde ab dann fast zum Standart im Pyramidenbau. Die Baumeister haben also ihr Wissen definitiv untereinander weiter gegeben, nur wird man wenig bis gar nichts schriftlich notiert haben. Zum einen war Papyrus kostbar und zum anderen ist Wissen im Kopf nicht kopierbar von anderen Baumeistern. Die Baumeister der Pyramiden, weil man kann ausschließen das es nur einen gab, kann man wohl als die Rockstars des altägyptischen Bauwesens ansehen (ist meine persönlich Meinung).
Lupo54 schrieb:Wenn da eine Kontinuität ist beim Pyramidenbau (alle nach dem gleichen, sich verbessernden Baumuster), dann müssen sie Aufzeichnungen oder Modelle gehabt haben.
Modelle der Kammersysteme gab es wirklich! Borchardt hat eines davon gefunden, ich schau mal wann ich morgen Zeit habe, dann mache ich mal ein Foto davon. Wobei bei Arnold nicht so viel dazu steht im Baulexikon, es gibt einen Text wo das ganze besser beschrieben ist. Ich weiß das ich es schon gelesen habe, nur nicht mehr wo. Sollte mir es einfallen das liefere ich es nach.
3.v.l. schrieb (Beitrag gelöscht):15 Jahre Diskussion wie im Kinderkarussel, auf fast 400 Seiten. Und ihr seid noch nicht weiter gekommen, als Erich von Däniken bereits 1975 war.
Falsch! Der gute Erich ist komplett in seiner Zeit stehen geblieben, die Wissenschaft mag ihre Irrwege gegangen sein, aber im Gegensatz zum Erich hat die Wissenschaft keine Probleme damit diesen Fehler einzugestehen und zu korrigieren.


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Pyramiden in Gizeh

27.07.2019 um 09:19
Thorsteen schrieb:Thorsteen
Zunächst einmal vielen Dank für die Informationen "vom feinsten". Es ist mir erst jetzt richtig klar geworden, dass sie mit einer 140 Meter hohen Rampe wirklich ein Problem gehabt hätten.
Da wo ich wohne steht eine nur etwa 12 Meter hohe Rampe in der Gegend für eine nie gebaute Eisenbahnüberführung und das ist schon ein gewaltiges Ding.
Also mußten sie sich ab Höhenmeter 60 was einfallen lassen. In einem von diesen Wissenschafts-Filmen, die im Fernsehen laufen (und die ich mit Misstrauen schaue) wurde mal dargestellt, dass sie die Pyramide in einem ersten Bauabschnitt wie eine Stufenpyramide gebaut haben mit einer durchgehenden aufsteigenden Rampe "außenrum". Müssten davon nicht Spuren zu sehen sein (schräg gebaute Steinschichten) jetzt wo die Verkleidung nicht mehr vorhanden ist ?
Ich frage mich sowieso, wie sie die Verkleidung hinbekommen haben. Raufklettern ist da ja wohl nicht mehr, sobald sie fertig ist. Sie könnten natürlich von oben nach unten gearbeitet haben, aber das stelle ich mir konstuktiv äußerst schwierig vor. Hatten sie -zumindest für die letzte Phase - ein 140 Meter hohes Gerüst?

Wenn man sich solche Fragen stellt und sieht, dass sie damals gelöst worden sind mit einem Stand der Technik der die Steinzeit gerade erst verlassen hatte und z.B. noch keinen Stahlträger kannte wächst der Respekt vor der Leistung gewaltig.


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 00:34
Lupo54 schrieb:wurde mal dargestellt, dass sie die Pyramide in einem ersten Bauabschnitt wie eine Stufenpyramide gebaut haben mit einer durchgehenden aufsteigenden Rampe "außenrum". Müssten davon nicht Spuren zu sehen sein (schräg gebaute Steinschichten) jetzt wo die Verkleidung nicht mehr vorhanden ist ?
Aber auch nur wenn man annimmt das man auf den Backing Stones die Rampen aufgesetzt hat, hat man die auf die Stufen des Kernmauerwerkes aufgesetzt wird man keine Spuren finden. Und es wird wohl schwierig die Spuren auch als solche zu erkennen. Immerhin würde man immer nur kleine Abschnitte zu sehen bekommen und könnte an den eigentlichen Spuren vorbei wandern weil man sie als solche vieleicht gar nicht einordnen kann.
Lupo54 schrieb:Ich frage mich sowieso, wie sie die Verkleidung hinbekommen haben. Raufklettern ist da ja wohl nicht mehr, sobald sie fertig ist. Sie könnten natürlich von oben nach unten gearbeitet haben, aber das stelle ich mir konstuktiv äußerst schwierig vor. Hatten sie -zumindest für die letzte Phase - ein 140 Meter hohes Gerüst?
Die Verkleidungssteine sind ja mit vielen Bossen überzogen, ich persönlich kann mir schon vorstellen das man ohne große Sicherungen im Stehen gearbeitet hat oder durch kleine Hilfsgerüste sich einen Stand besorgt hat. Mit nackten Füßen sollte man einen relativ guten Stand haben, allerdings könnte man so eine Position nicht sehr lange einnehmen. Ist wohl eines der vielen Fragezeichen. :)

Bosse/Bossen an der Mykerinos-Pyramide:

guizeh20252
(Quelle: http://ancienegypte.fr/guizeh/page10.html )
Lupo54 schrieb:Wenn man sich solche Fragen stellt und sieht, dass sie damals gelöst worden sind mit einem Stand der Technik der die Steinzeit gerade erst verlassen hatte und z.B. noch keinen Stahlträger kannte wächst der Respekt vor der Leistung gewaltig.
Stahlträger sind oft gar nicht nötig! Man muss sich nur mal die Bambusgerüste in Asien ansehen mit denen man gewaltige Hochhäuser baut. Wir denken heute oft zu komplex und versuchen Lösungen zu finden für die wir uns die komplexesten Gerätschaften ausdenken. Einige Dinge kann man aber auch einfacher lösen.


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30.07.2019 um 06:50
Thorsteen schrieb:Mit nackten Füßen sollte man einen relativ guten Stand haben, allerdings könnte man so eine Position nicht sehr lange einnehmen.
Bei dem Winkel ist schon Klettern grenzwertig, nur noch was für sehr geschickte/geübte. Und wie sollten sie die Verblendungssteine mitgenommen haben? Das einzige, was mir dazu einfällt, ist ein Gerüst. Von unten aufliegend auf der schrägen, fertigen Wand und sukzessive verlängerbar.
Thorsteen schrieb:Man muss sich nur mal die Bambusgerüste in Asien ansehen mit denen man gewaltige Hochhäuser baut.
Kenne ich von Abbildungen und wäre hier der ideale Werkstoff gewesen. Ich habe im Netz leider keine genauen Angaben gefunden, wie die afrikanischen Bambusarten aussehen, ob sie für Bauzwecke taugen und ob die Agyter an sie herangekommen wären.
Nehme aber mal an, dass sie mit ganz gewöhnlichen Holz gearbeitet haben. Wenn sie denn ein Gerüst benutzt haben.


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 12:27
Lupo54 schrieb am 27.07.2019:mit einem Stand der Technik der die Steinzeit gerade erst verlassen hatte
Das ist leider so eine Halbwahrheit. Nach der europäischen Dreiperiodensystem sind die Ägypter quasi in der Kupfersteinzeit gewesen, als sie die Pyramiden gebaut haben.

AAAber. Das System funktioniert nicht wirklich außerhalb von Mitteleuropa. Wie willst du in die Eisenzeit kommen, wenn du kein Eisen zur Verfügung hast? Nach dem System sind die Ägypter erst in die Eisenzeit gekommen, als die Griechen sie erobert haben. Entsprechend verwendet man hier andere Kulturmaßstäbe und Kulturbezeichnungen. Die große Pyramidenbauphase war um 2500 vor Christus. Die "Steinzeit" ist eigentlich hier schon 4000 spätestens aber 3200 zu Ende, eigentlich viel früher. Denn das sind die ersten Schriftfunde, die aber schon eine ausgereifte Schrift zeigen, also gab es die Schrift sicherlich schon ein paar hundert Jahre vorher. Ab da redet man also eigentlich nicht mehr von einer Steinzeitkultur schon gar nicht von Jägern und Sammlern oder sowas.

In diesem Sinne ist die Aussage, dass die Ägypter gerade die Steinzeit verlassen haben eher ein Abwertungsversuch aus der Prä Astronautik. Däniken und Ähnliche wollten mit diesem Begriff suggerieren, dass es unmöglich ist, dass eine Kultur, die noch mit Fellen behängt in der Höhle sitzt, als nächstes Pyramiden baut, ohne außerirdische Hilfe. Ich denke man tut den Ägyptern damit unrecht.

Aber "Eingeweihte" wissen ja, wie die Pyramiden wirklich gebaut wurden.
Youtube: En Sabah Nur (Apocalypse) - X-Men: Days of Future Past


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 12:42
Lupo54 schrieb:Nehme aber mal an, dass sie mit ganz gewöhnlichen Holz gearbeitet haben.
Die Ressourcen waren da eher knapp und ggf. ein teures Handelsgut, je nach dem über wleche Epoche wir reden. War nicht die libanesiche Zeder nachgewiesen? Das Reich hatte aber nicht zu allen Zeiten die Ausdehnung.

...das wird Pertti aber ganz Sicher was Qualifizierteres zu sagen können. Oder einer der anderen. Sorry ;)

Im Übrigen kann man, wenn man den Blick entsprechend einstellt, alle möglichen "Rampenspuren" an den Flanken der Cheops sehen ;)


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30.07.2019 um 12:48
Hatten wir doch letztens bei den Holzschlitten. Palmen eignen sich nicht für solche Konstruktionen und so viele Bäume gab es in Ägypten nicht. Das gute Konstruktionsholz musste importiert werden und war entsprechend sehr wertvoll und teuer.
Stephenson schrieb:Im Übrigen kann man, wenn man den Blick entsprechend einstellt, alle möglichen "Rampenspuren" an den Flanken der Cheops sehen
Musst du mal hier suchen FrankD (RIP) hat hier mehrfach Pyramiden genannt, wo man die Rampenspuren sehen kann.


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30.07.2019 um 12:52
Und die Steinzeit, die man sich vorstellt als
Spöckenkieke schrieb:eine Kultur, die noch mit Fellen behängt in der Höhle sitzt
ist auch nicht das, was man in den Jahrtausenden vor den ersten Hochkulturen finden kann. In der sogenannten Jungsteinzeit, pi mal Daumen ab Ende der Eiszeit, bauten die Menschen schon Häuser, Dörfer und Städte, errichteten Heiligtümer wie Göbekli Tepe, webten Kleidung, brannten Ton zu Keramik, bauten Pflanzen an und züchteten Tiere... Die Zeit von Faustkeil und Wohnhöhle liegt da nochmals um Jahrzehntausende weiter zurück. Bereits vor knapp 400.000 Jahren lebte der Homo erectus/heidelbergensis auch in Hütten, so z.B. in Terra Amata bei Nizza oder im thüringischen Bilzingsleben unweit des Kyffhäusers.

Die Jungsteinzeit jedenfalls hat mit der Altsteinzeit außer dem namengebenden Werkzeugmaterial kaum noch was zu tun. Die Megalithik ist eine würdige Vorstufe der ersten Großbauten der frühen Hochkulturen. Da hockte niemand mehr "halb auf den Bäumen" oder grunzte im Fellgewand.


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30.07.2019 um 12:54
Spöckenkieke schrieb:Musst du mal hier suchen FrankD (RIP) hat hier mehrfach Pyramiden genannt, wo man die Rampenspuren sehen kann.
Ja, mir war es die Tage nochmal ganz explizit an der Cheops aufgefallen. In der britischen TV-Doku zu den Laser-Scans mit Steve Burrows etc. kamen auch Luftaufnahmen, die auf den ersten Blick durchaus "so aussahen, wie ...". Was auch immer das heißen mag.


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30.07.2019 um 13:24
Stephenson schrieb:In der britischen TV-Doku zu den Laser-Scans mit Steve Burrows etc. kamen auch Luftaufnahmen, die auf den ersten Blick durchaus "so aussahen, wie ...". Was auch immer das heißen mag.
Habs nicht gesehen. Aber die zeremoniellen Pyramidenaufwege könnten womöglich durchaus solch ein "sieht aus wie" auslösen. Jedenfalls bei Laien; in der Ägyptologie dürfte man Aufweg und Rampe zumeist recht gut auseinanderhalten können.

Wikipedia: Aufweg

6260


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 13:51
@perttivalkonen
Ich meinte schon die Flanken.
Und die Serie, wo einige legendäre Gebäude (u. a. auch Petra, Jerusalem...) gescannt werden, heißt Time Scanners.
Unbedingt empfehlenswert, weil der 3D-Laserscan eine ganz neue Betrachtung der Bauwerke ermöglicht.
Die Präsentation ist natürlich populär gehalten, da muss man ein paar Abstriche machen.

Die diagonalen Verwerfungen, die ich meinte, sind hier zu erahnen (das stammt hierher: http://www.natgeotv.com/int/time-scanners/galleries/architectural-achievements/1)

105810

Die Folgen von Time Scanners sehe ich ständig im TV. Online habe ich nicht so recht eine Gratis-Langverson finden können.
Hier ist immerhin Petra (wobei nicht die Dame auf dem Startbild gemeint ist ;) bei YT zu sehen:
Youtube: Time Scanners - Geheimnisse in 3D: Petra Doku (2017)


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 13:59
Stephenson schrieb:Die diagonalen Verwerfungen, die ich meinte
Weiß grad nicht, auf welche frühere Äußerung von Dir Du Dich da grad zurückbeziehst. Oder was Du überhaupt mit "diagonalen Verwerfungen" meinst. Doch nicht etwa das:

14b8bb 8Pyramid


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Pyramiden in Gizeh

30.07.2019 um 14:01
@perttivalkonen
Nicht die konkave Bauweise, sondern die über die Fläche und Kanten auf dem Foto schräg verlaufenden Riefen.
Siehst du da keine diagonalen Strukturen?


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30.07.2019 um 14:14
@perttivalkonen
@Stephenson

Anmerkung 2019-07-30 141239

meinst du das hier? Da glaube ich eher, dass das eine optische Geschichte ist. Wäre mir neu, dass da so ne Struktur zu erkennen ist.


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30.07.2019 um 14:22
@Spöckenkieke
Ja, exakt die meine ich.

Ist von da doch - "optisch" -nicht weit zu so was:
https://www.welt.de/wissenschaft/article789475/Neue-Theorie-zum-Bau-der-Cheops-Pyramide.html

... und ganz schnell mal rausgegoogelt, daher zufällig wieder Welt:
https://www.welt.de/wissenschaft/article158886100/Dem-letzten-Geheimnis-der-Cheops-Pyramide-auf-der-Spur.html
Auf dem Standbild sieht man die Strukturen ja auch.


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30.07.2019 um 14:29
@Stephenson

Aber das sind doch schlicht die Grenzen der Steinlagen.

Das hier sind "Riefen" (links bzw. unterhalb der roten Linien):

Riefen


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