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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

5.768 Beiträge, Schlüsselwörter: Sterben, Jenseits, Leben Nach Dem Tod, Nahtod, Nahtoderfahrungen
Phantomeloi
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 15:56
@geeky
geeky schrieb:wie lebhaft und klar man ohne alle seine Sinne wahrnehmen kann,
Ja, aber nur, wenn man vorher eine bestimmte Sinneserfahrung hinter sich hatte. Eine Sinneserfahrung, ob das nun "Fliegen" ist oder sonst eine sinnliche Wahrnehmung. Man muss es vorher schon mal gemacht haben.

Viele Kinder schaukeln oder springen von einem Sprungbrett ins Wasser. Fliegen ist nichts außergewöhnliches. Da muss man nicht erst Fallschirmspringen, um zu wissen, wie sich Fliegen anfühlt.


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 16:06
@geeky
Laß uns einfach beim Beispiel NTE bleiben, um die geht es hier ja schließlich. Fangen wir mit den als real empfundenen Traumvorstellungen an, die ja laut Rick Strassman mit denen vergleichbar sind, die sich nach der Verabreichung von Tryptamin einstellen. Daß die Zirbeldrüse Tryptamin produziert ist ja mittlerweile nachgewiesen.
Welcher deiner Ansätze erklärt diesen Punkt besser als der biochemische?
Der Tryptamin Ansatz ist gut, er wird ja bei van Lommel, hier speziell DMT, auch breit diskutiert.
Warum eine Substanz jemanden befähigt Dinge zu sehen, die man aus der Perspektive nicht sehen kann, erklärt er nicht.

Geht man pragmatisch ran und würde sich erweisen, dass man durch DMT Gaben seine Angst vor dem Tod verliert, könnte man das in einigen Fällen einsetzen.
Van Lommels These ist, dass Bewusstsein ein lokal nicht gebundenes Phänomen sein könnte.
Diese These hätte den Vorteil, dass sie Beobachtungen erklärt, die bei anderen Erfahrungen, wenn Menschen das Gefühl haben ihren Körper zu verlassen und von Ereignisse berichten, die von anderen bestätigt werden.
Der Nachteil ist, dass man keine Idee hat, was Bewusstsein ist und an welche materiellen Träger es gebunden ist.


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 16:25
@Phantomeloi
Phantomeloi schrieb:Wenn das Hirn sich mit sich selbst beschäftigen muss - ja was dann? Es zieht die Erinnerungen raus. Wenn ein Mensch zu lange in Dunkelhaft, womöglich auch noch mit Stille eingesperrt ist, was dann? Es geht bis zum Verlust der Sprachagilität. Der Mensch verliert Zeit und Raum. Manchmal bekommen solche Menschen auch "Halluzinationen" jedweder Art. Je nachdem, wie viel Zeit man in dem dunklen Raum verbringt.
Erinnerungen zum Teil, aber je nach dem, in welchem Rahmen die Isolation stattfindet, kommen andere Erfahrungen hoch. Das sind nicht immer nur Erinnerungen und manche Rahmen sind ja bewusst so gesetzt, dass man nicht durchdreht und die Bilder und kreativen Ereignisse in Bahnen lenkt.
Die Kunst besteht ja gerade darin, die Abläufe des eigenen Inneren zu beobachten, sich aber nicht in ihnen zu verlieren.


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17.11.2014 um 17:35
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Der Tryptamin Ansatz ist gut, er wird ja bei van Lommel, hier speziell DMT, auch breit diskutiert.
Er nutzt also ebenfalls den biochemischen Ansatz.
RoseHunter schrieb:Warum eine Substanz jemanden befähigt Dinge zu sehen, die man aus der Perspektive nicht sehen kann, erklärt er nicht.
Behauptet er denn, daß überhaupt irgendjemand dazu befähigt wäre, Dinge zu sehen, die man aus der Perspektive nicht sehen kann? Wenn, dann jedenfalls ohne jeden Beleg.
RoseHunter schrieb:Van Lommels These ist, dass Bewusstsein ein lokal nicht gebundenes Phänomen sein könnte.
Diese These hätte den Vorteil, dass sie Beobachtungen erklärt, die bei anderen Erfahrungen, wenn Menschen das Gefühl haben ihren Körper zu verlassen und von Ereignisse berichten, die von anderen bestätigt werden.
Auch sowas müßte erst einmal über das Stadium der unbelegten Behauptung hinauskommen. Parnia hat es versucht und ist gescheitert.

Was also erklären andere Ansätze mehr und besser als der biochemische? Bisher gar nichts.
Aber vielleicht fällt dir ja doch noch etwas ein, was deine diesbezügliche Behauptung aus dem Reich der Märchen befreien könnte.
RoseHunter schrieb:Der Nachteil ist, dass man keine Idee hat, was Bewusstsein ist und an welche materiellen Träger es gebunden ist.
Um eines der behaupteten Phänomene zu belegen muß man doch überhaupt nicht wissen, "was Bewusstsein ist".


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 17:55
@geeky
geeky schrieb:Behauptet er denn, daß überhaupt irgendjemand dazu befähigt wäre, Dinge zu sehen, die man aus der Perspektive nicht sehen kann? Wenn, dann jedenfalls ohne jeden Beleg.
Belege wird es bei dir nicht geben.
Die genannten interessieren dich nicht, auch wenn du so tust, als würdest du dich interessieren.
Meine Korrektur deiner Grof Interpretation, mit Zitat und Quelle, hast du offenbar überlesen.
geeky schrieb:Was also erklären andere Ansätze mehr und besser als der biochemische? Bisher gar nichts.
Doch, aber du möchtest das Thema explizit eng diskutieren ... also nicht diskutieren, sondern du möchtest bestätigt haben, was du zu wissen glaubst.
geeky schrieb:Aber vielleicht fällt dir ja doch noch etwas ein, was deine diesbezügliche Behauptung aus dem Reich der Märchen befreien könnte.
Mit fällt da jede Menge ein, nur, würde es dich interessieren?
Daten die ich anführte würgst du ab. Bei Grof, in "Impossible" findest du eine Beschreibung, dass er, während einer LSD Sitzung eine "Reise" zu seiner Mutter machte, was nicht weiter spekatakulär ist.
Spektakulärer ist das schon, dass er genau beschreiben konnte, was sie gerade macht, was durch sie bestätigt wurde.
Ich habe ähnliches (da war es ein Besuch bei einem Freund, mit nachheriger Bestätigung dessen, was er tat) auf schon einmal aus erster Hand gehört, aber das ist nichts, was dich überzeugt, weil du es als Betrug oder Halluzination ansiehst.
Ich habe mehrere solcher Berichte gehört, mitunter welche die von mehreren Menschen bezeugt wurden, nichts davon würde dich interessieren.

Bei mir ist das anders, aber das muss dich nicht kümmern, wir haben uns dann einfach nichts zu sagen.

Der andere Ansatz für dich, bei dem in dem Sinne weniger auf dem Spiel steht, weil er nichts von "Impossible" hat, wäre kritisch zu prüfen, was ein Biochemie Ansatz wirklich leisten kann.
Dazu müsstest du auf die Gesamtheit der behaupteten Möglichkeiten schauen, prüfen, was davon Realität ist und es mit anderen Anätzen vergleichen, wenn es nicht um singuläre Ereignisse geht.
Du wolltest aber eng bei der NTE bleiben und das kann dir niemand verwehren.

Was meinst du, was ich jetzt noch tun kann, um einen Dialog aufrecht zu erhalten?


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 18:27
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Belege wird es bei dir nicht geben.
... behaupten seltsamerweise nur diejenigen, die keine haben und daher mit frei erfundenen Behauptungen hausieren gehen müssen. Das es eine körpereigene Tryptamin-Produktion gibt IST belegt. Daß jemand etwas gesehen hat, was er von seiner Position aus nicht hätte sehen können, ist nach wie vor NICHT belegt. Also bitte nicht jammern, sondern den Tatsachen ins Auge sehen. Z.B. der, daß deine Behauptung, der biochemische Ansatz würde weniger erklären als andere, nach wie vor auf eine stichhaltige Begründung wartet.
RoseHunter schrieb:Daten die ich anführte würgst du ab. Bei Grof, in "Impossible" findest du eine Beschreibung, dass er, während einer LSD Sitzung eine "Reise" zu seiner Mutter machte, was nicht weiter spekatakulär ist. Spektakulärer ist das schon, dass er genau beschreiben konnte, was sie gerade macht, was durch sie bestätigt wurde.
Wenn er nicht genau wüßte, daß er sich das nur ausgedacht hat, warum wiederholt er dieses Experiment dann nicht unter wissenschaftlicher Kontrolle? SO streng ist das BtMG auch nicht, daß es einen derart spektakulären Nachweis verhindern würde. Nicht nur die Geheimdienste würden alles dafür in Bewegung setzen, solche bisher nie dagewesenen Fähigkeiten zu erkunden.
RoseHunter schrieb:Ich habe mehrere solcher Berichte gehört, mitunter welche die von mehreren Menschen bezeugt wurden, nichts davon würde dich interessieren.
Es haben schon mal mehrere Menschen bezeugt, daß da jemand übers Wasser gegangen sein soll. Daß die Gläubigen den Skeptikern regelmäßig Nicht-Interesse an solchen phänomenalen Fähigkeiten unterstellen zeigt nur ihre Unfähigkeit, handfeste Belege für ihre Glaubenssätze beizubringen. Da bleibt ihnen natürlich nichts weiter übrig als die alte Litanei vom "wir könnten schon, aber es interessiert euch ja eh nicht" zu singen - und sich dann zu wundern, daß sie von denen, die nicht in diesem Glauben gefangen sind, nicht mehr ernst genommen werden.
RoseHunter schrieb:Was meinst du, was ich jetzt noch tun kann, um einen Dialog aufrecht zu erhalten?
Du könntest dich von Grofs lustiger Anekdotensammlung trennen und beginnen, das Topic und die Rubrik, in der wir uns befinden, ernst zu nehmen. Auch wenn dir das erklärtermaßen schwer fällt.


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 18:37
@geeky
geeky schrieb:Daß jemand etwas gesehen hat, was er von seiner Position aus nicht hätte sehen können, ist nach wie vor NICHT belegt.
Doch, ich schrieb davon.
Zeugenaussagen sind dir nichts wert?
geeky schrieb:Also bitte nicht jammern, sondern den Tatsachen ins Auge sehen. Z.B. der, daß deine Behauptung, der biochemische Ansatz würde weniger erklären als andere, nach wie vor auf eine stichhaltige Begründung wartet.
Die Platte hat einen Sprung.
Dass du kneifst, ist dein Bier.
geeky schrieb:Wenn er nicht genau wüßte, daß er sich das nur ausgedacht hat, warum wiederholt er dieses Experiment dann nicht unter wissenschaftlicher Kontrolle?
Meine Güte, was meinst du wie viele Ereignisse es in jedem Leben gibt, die du nie wieder wirst reproduzieren können.
Bist du wirklich so unkritisch, dass du den Unterschied zwischen gibt es nicht und kann man wissenschaftlich nicht nachweisen/reproduzieren nicht erkennst?
@emanon wird dir weiterhelfen.
RoseHunter schrieb:
Was meinst du, was ich jetzt noch tun kann, um einen Dialog aufrecht zu erhalten?

Du könntest dich von Grofs lustiger Anekdotensammlung trennen und beginnen, das Topic und die Rubrik, in der wir uns befinden, ernst zu nehmen. Auch wenn dir das erklärtermaßen schwer fällt.
Wenn du sagst, ich solle Quellen bringen und es tue, sind die nicht okay.
Worüber würdest du denn gerne reden, was hier nicht schon mindestens ein Dutzend mal gewälzt wurde?
Über die Parnia Studie ist alles gesagt, was darüber hinausgeht, ist nicht deines.
Was also willst du bereden?


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 19:26
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Wenn du sagst, ich solle Quellen bringen und es tue, sind die nicht okay.
Du wirst irgendwann schon noch begreifen, daß es für "die wissenschaftliche Sicht" nicht ausreicht, irgendwelche Märchen und Sagen zu zitieren. Im Esoterikbereich magst du damit durchkommen, hier jedoch ist deine gespielte Empörung über die Feststellung, daß deine Behauptungen unbelegt sind und es wohl auch bleiben, eindeutig fehl am Platz.
RoseHunter schrieb:Worüber würdest du denn gerne reden, was hier nicht schon mindestens ein Dutzend mal gewälzt wurde?
Über das, was vom Topic vorgegeben ist. Wenn du lieber über etwas anderes diskutieren möchtest dann tu das bitte woanders.


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 19:28
@geeky
geeky schrieb:Über das, was vom Topic vorgegeben ist. Wenn du lieber über etwas anderes diskutieren möchtest dann tu das bitte woanders.
Ja, was fehlt dir denn?
Was ist ungesagt?
Wo hast du Diskussionsbedarf?


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 19:34
@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Ja, was fehlt dir denn?
Zum Beispiel ein Beleg für deine Behauptung, der biochemische Ansatz würde weniger erklären als andere. Welcher deiner Ansätze erklärt die als real empfundenen Traumvorstellungen besser als der biochemische? Und komm jetzt bitte nicht wieder mit Grof oder van Lommel, denn die erklären beide nichts, die behaupten lediglich.


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 20:00
Nahtod ist Nahtod und nicht Volltod.


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 20:13
@Allesforscher

Einige hier glauben daraus sogar Schlußfolgerungen für die Zeit NACH dem Tod ziehen zu können...


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 20:39
Allesforscher schrieb:Nahtod ist Nahtod und nicht Volltod
"Nah" ist voll relativ. Und vor allem, welche Einheit ist gemeint. Gibt man das in Metern, oder in Sekunden an? Oder ist Nah womöglich dimensionslos, oder vielleicht nur eine Wahrscheinlichkeit? Wann ist man denn nun dem Tode Nah?

Also ich bin jetzt Mitte/Ende 40, und an manchen Tagen, wenn ich früh raus muss, fühle ich mich dem Tode schon seeeeehr nahe. :)


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Desmocorse
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17.11.2014 um 20:56
Peter0167 schrieb:Wann ist man denn nun dem Tode Nah?
Wenn Du nach einer Reanimation ein paar gebrochene Rippen hast.... ;)
Dann warst Du halt nah dran.


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 21:27
tja mit sehr nah dran is das sone Sache.
Evt. kann mit unserer modernen Medizin ja tatsächlich wer zurückgeholt werden der zu früheren Zeiten eigentlich schon sicher tod gewesen wäre!
Ich meine da hat sich überhaupt noch keiner Gedanken drüber gemacht.

Jaa da kommt jetzt wieder der Einwand "Dann war er eben noch nicht Tod". Ja is ja alles gut und richtig, aber was heißt das genau

Evt. war er tatsächlich schon in dem Todeszustand!
Evt. nur ne klitzekleine, winzige Zeit, und schwups holt m,an ihn doch wieder zurück.

Kann doch sein! Kann auch wissenschaftlich und medizinisch sein, warum nicht?
Jaaa klar weil in der Wissenschaft halt immer alles genau definiert sein muss, und über Konstanten und Zeitpunkte festgelegt usw..., aber man sieht ja wohin das führt.

Wie gesagt vielleicht ist es ja so, und die Patienten waren tod.
Nur mal so als Anmerkung.


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17.11.2014 um 23:44
@emanon
Nou: Es ging doch aber nicht darum, ob es Beispiele für Bewusstsein bei lebenden Menschen gibt, sondern, ob sich (phänomenales) Bewusstsein generell nachweisen lässt.

emanon: Um das weiter ausdiskutieren zu können müsste ich mal wissen, wie du Bewusstsein verstanden haben willst, sonst können wir seitenlang aneinander vorbeireden.
Wie ich Bewusstsein verstanden haben will, geht doch aus meinen Ausführungen, die du so schön zeruppt hast, bereits hervor:
Es ging doch aber nicht darum, ob es Beispiele für Bewusstsein bei lebenden Menschen gibt, sondern, ob sich (phänomenales) Bewusstsein generell nachweisen lässt. [...] Das Qualia-Problem dürfte doch wohl nun hinlänglich bekannt sein: Wenn man sich die Finger verbrennt, werden Reize zum Gehirn geleitet, dort verarbeitet und schließlich ein Verhalten produziert. Nichts aber macht es zwingend, dass damit auch ein Schmerzerlebnis einhergeht.
Ansonsten hilft dir Google gerne weiter (Stichworte 'phänomenales Bewusstsein' oder 'Qualia' etwa...).

Und was diese kleine Nebelkerze hier angeht:
Es mag nicht zwingend sein, hat sich aber als evolutionär sinnvoll erwiesen. Durch die Verknüpfung des Zellniedergangs mit einem als unangenehm empfundenen Reiz wird wahrscheinlich das Lernen gefördert, die Gefahrenquelle zu meiden und nicht wieder auf die Herdplatte zu fassen. Detr Schmerz macht für mich als Warnsignal durchaus Sinn, ist doch nicht jede Schädigung auf Anhieb ersichtlich.
Es sollte doch nun hinlänglich bekannt sein, dass sich das Problem der Qualia nicht nur auf (bewusstes) Schmerzerleben beschränkt, sondern Schmerzerleben hier lediglich als Beispiel dient, weshalb deine an den Haaren herbeigezogene Erklärung genau was erklärt? Richtig: nix. Wobei die Frage übrigens auch nicht war, warum sich Schmerzerleben bzw. Qualia im Laufe der Evolution durchgesetzt haben, sondern, wie man deren Existenz, resp. die Existenz von phänomenalen Bewusstsein, überhaupt erst einmal nachweist (s.o.).
Zweitens kennt die Evolution nebenbei weder Sinn, noch Zweck. Wie du also darauf kommst, dass etwas irgendwie "evolutionär sinnvoll" sei, ist insofern absolut schleierhaft...
emanon: Ich seh, wie bereits geschrieben, das Bewusstsein als komplex vernetzte Datenmenge...

Nou: Gut, dann Quizfrage: Hat das Internet mentale Zustände? Ja, nein, warum? Und wie lässt sich das empirisch überprüfen?

emanon: Kann ich dir nicht beantworten, allerdings erscheint mir die Frage auch völlig irrelevant, es sei denn, das Internet wäre ähnlich verknüpft wie das Gehirn des Menschen.
Wenn du dazu valide Informationen hast, nur heraus damit.
Nö, ich halte lediglich deine Behauptung, Bewusstsein sei halt irgendwie eine "komplex vernetzte Datenmenge", für ziemlich inhaltsleer und nichtssagend. Irgendwie scheinst du ein bisschen Schwierigkeiten zu haben, rhetorische Fragen als solche zu erkennen...


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

17.11.2014 um 23:45
@liezzy
Nou: ...wo der Großteil eine "Niete" (und mit einem solchen Begriff ist's noch verdammt milde ausgedrückt!) zieht, während nur eine kleine, scheinbar privilegierte Minderheit in den Genuss kommt, überhaupt von einem lebenswerten Leben sprechen zu können. Wo ist da der Sinn?

liezzy: Meinst Du, es ist gerechtfertigt DEINEN Maßstab für ein lebenswertes Leben auf alle Menschen anzuwenden?
Also mehr als eine an den Haaren herbeigezogene Unterstellung vermag ich hier bisher leider nicht zu erkennen.
Oder handelt es sich hier um einen allg. gültigen/definierten Maßstab?
Wenn du mir sagst, worauf du hinauswillst, kommen wir vielleicht weiter...


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

18.11.2014 um 01:07
Peter0167 schrieb:Also ich bin jetzt Mitte/Ende 40, und an manchen Tagen, wenn ich früh raus muss, fühle ich mich dem Tode schon seeeeehr nahe. :)
Solange das noch mit dem Stoffwechsel hinhaut würde ich mir da keine ernsten Gedanken machen. :)


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RoseHunter
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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

18.11.2014 um 08:22
@geeky

Ich kann dir niemanden nennen, der im Kontext Nahtoderfahrungen eine bereits fertige Theorie präsentiert, weil diese fertige Theorie nicht existiert.

Die Frage ist doch eine ganz andere, nämlich, ob aufgrund der Daten z.B. von Nahtoderfahrungen überhaupt soviel Druck entsteht, dass man sich genötigt fühlt, nach einer alternativen Theorie zu suchen. In dieser Phase befinden wir uns.

Du würdest nun sagen: "Nö, kann man alles so erklären", ich würde sagen, dass die Daten insgesamt stark genug sind, um Zweifel zu haben, ob die biochemische Interpretation reicht.

Mit "insgesamt" meine ich nicht die Daten der Parnia-Studie, da die mich vermutlich so wenig beeindrucken, wie dich. Die Studie war so angelegt, dass sie einen Erfolg hätte bringen können, wenn bessere Daten dabei herausgekommen wären, als es sind, so ist die Studie insofern völlig unbefriedigend, weil sie weder belegt, noch widerlegt.
Wenn du auf einen Schulsportfest die Hochsprunglatte auf 2 Meter legst und niemand rüberhüpft, kann man mit Fug und Recht sagen, dass hier und heute es niemand geschafft hat, 2 Meter doch zu springen, man kann nicht daraus schließen, dass Menschen nicht in der Lage sind, 2 Meter hoch zu springen.

Mit „insgesamt“ meine ich, das was mir bekannt ist und das erstreckt sich über ein Spektrum von eigenen Erfahrungen, den Berichten von Freunden, Bekannten, Familie und der Literatur. Speziell auf diesen Kontext bezogen sind alle Fragen die in die Richtung „Ich habe das Gefühl, dass ich ...“ gehen, für mich einerseits vollkommen uninteressant, zum anderen interessanter als alles andere.
Uninteressant sind sie deshalb, weil bestimmte Gefühle zu haben erst mal nichts darüber aussagt, ob etwas wirklich so gewesen ist. Ob ich meine, dass ich schwebe, mich von oben sehe, verstorbene Verwandte treffe … kann man m.E. alles so, im naturalistischen Kontext, erklären.

Was man nicht erklären kann, sind Wahrnehmungen über Entfernung oder eben Ereignisse, die stattfinden, wenn das Gehirn außer Betrieb ist.
Für dich scheint das nur relevant, wenn dieser Ereignisse und Laborbedingungen reproduziert werden können, ich glaube, dass es eine ganze Reihe Alltagserfahrungen nicht im Labor reproduziert werden können. Besondere Highlights des Lebens zeichnen sich dadurch aus, dass man sie vermutlich nie wird wiederholen können.
Die legendäre Klassenfahrt, eine besondere sexuelle Erfahrung, eine plötzliche Einsicht, eine überwältigende Begegnung mit Natur oder Kunst. Das wirst du in der Form nicht reproduzieren können, was man aber machen kann, ist die Daten von scheinbar übersinnlichen Erfahrungen zu überprüfen, falls welche auftreten, die man überprüfen kann. So ist es richtigerweise ja in der Studie angelegt gewesen.
Wenn ein füherer Verstorbener sagt: „Übrigens, im Keller sind hinter den Rohren ein paar Steine locker, dahinter liegt ein Goldbarren“ und jemand findet dort einen Goldbarren, dann ist das schon nicht schlecht, ich wäre aber skeptisch, denn das könnte im Unbewussten abgelegt sein.
Wenn jemand seinen Körper verlässt und sagt, in der Stadtmitte habe sich gerade ein schwerer Verkehrsunfall ereignet und die Farbe der beteiligten Autos beschreiben kann, das hat eine andere Qualität.

Interessant sind die subjektiven Empfindungen mMn deshalb, weil sie mein gesamtes Leben und Erleben verändern können, auch das kann man wissenschaftlich untersuchen und hat es längst getan. Mir ist es völlig egal, ob eine effektive Hilfe nun synthetischer, natürlicher oder „übernatürlicher“ Art wäre. Wenn einer im Rahmen einer NTE seine Todesangst verliert, super. Wenn man jemanden dafür auf einen DMT-Trip schicken muss, kein Problem.

Das hat aber nichts damit zu tun, dass die biochemische Deutung in zig Bereichen des Lebens nichts erklärt, schon längst nicht das, was man zu erklären zu können ankündigte. Wie so etwas:

„Die zunehmende Verfeinerung neurobiologischer Messverfahren hat nun mehr die Möglichkeit eröffnet, auch die neuronalen Mechanismen, die höheren kognitiven Leistungen komplexerer Gehirne zugrunde liegen. Somit werden auch diese, auch als psychisch bezeichneten Phänomene zu objektivierbaren Verhaltensleistungen die aus der Dritten-Person-Perspektive vertraut sind und beschrieben werden können. Zu diesen mit naturwissenschaftliche Methoden untersuchbaren Leistungen zählen inzwischen auch solche, die uns bereits aus der Ersten-Person-Perspektive vertraut sind, darunter fallen Wahrnehmen, Vorstellen, Erinnern und Vergessen, Bewerten, Planen und Entscheiden, und schließlich die Fähigkeit Emotionen zu haben. Alle diese Verhaltensmanifestationen lassen sich operationalisieren, aus der Dritten-Person-Perspektive heraus objektivieren und im Sinne kausaler Verursachung auf neuronale Prozesse zurückführen. Somit erweisen sie sich als Phänomene, die in kohärenter Weise in naturwissenschaftlichen Beschreibungssystemen erfasst werden können.“
(Wolf Singer in Hirnforschung und Willensfreiheit, Hrsg. Christian Geyer, Suhrkamp 2004, S.35)

Da möchtest du aber nicht überprüfen, wie weit die Biochemie uns diesbezüglich etwas erklärt und was alternative Ansätze, die in diesem Kontext bereits sehr präzise vorliegen.


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Nahtoderfahrungen, die wissenschaftliche Sicht

18.11.2014 um 08:34
geeky schrieb:über das Stadium der unbelegten Behauptung hinauskommen. Parnia hat es versucht und ist gescheitert.
Die zahlreichen weltweiten Berichte über obe mit und ohne nte klammerst du aus? Wenn das jetzt nur einer wäre könnte man skeptisch sein, aber so?

Eigentlich dachte ich man kann hier mal vernünftig diskutieren. Die Erfahrung lehrt das das wohl mit bestimmten Leuten leider nicht möglich ist.

Parmia ist übrigens nicht gescheitert. Warum wurde schon mehrfach dargelegt. Wenn man allerdings nur seine eigene bunte Welt mit rosa Einhörnern als Maßstab setzt, kann dabei nix gescheites rauskommen.


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