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Tötungsdelikt Gabriele Obst

15.046 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Obst, Halle(westfalen)

Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 22:32
@Aggie

Blaufeder hat hier mal geschrieben (Seite 309)
Was dann aber wieder seltsam ist ist das Zurücklassen der Waffe. Ist vielleicht zu sentimental gedacht, aber wenn das meine einzige Waffe ist und ich die schon so lang besitze würde ich glaube ich dazu tendieren sie nicht zurück zulassen. Zumal ja bei einer Schrot Flinte keine Zuordnung des Geschosses zur Waffe möglich ist.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 22:35
@Aggie
Nein bei Schrotflinten geht das nicht, da kann keine Patrone den Lauf verlassen.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 22:40
maikäferchen schrieb:aber es war , sollte er der Täter oder Alleintäter gewesen sein auch viel riskanter, denn selbst wenn keine DNA von ihm gefunden worden wäre , gab es ja noch mindestens ein , wahrscheinlich sogar zwei , direkte Familienmitglieder , die von der Existenz der Waffe wussten.
das gilt aber auch für alle anderen waffen auch die im waffenschrank


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 22:49
@Aggie

Nur zur ungefähren Vorstellung , wie sich ein Schrotgeschoss verhält und weshalb man es keiner gewissen Flinte zuordnen kann


" Treibspiegel wird es ja nicht unbedingt genannt, aber im Prinzip könnte man es irgendwie so ansehen. Die meisten Sorten die wir verschießen weisen einen Beutel (eben einen sog. Schrotbeutel) auf, in dem sich die Kügelchen befinden. Beim sportlichen Schießen wirst du sicher kaum noch jemanden antreffen, der die Kugeln "blank", also nur mit einem Filzpfropfen, durch den Lauf schickt. Bei einigen Sorten (auch Brennecke) sieht man das jedoch noch. Der Schrotbeutel ist übrigens aus Kunststoff und zerfellt nicht in mehrere Teile. Zumeist ist eine Sollbruchstelle vorgesehen, sodaß er in 2 oder 3 Teile aufklappt.und die Garbe ungestört wegfliegt. Bei "Flinen" mit gezogenem Lauf verändert sich aber die Deckung und man kann sie evtl noch beim Skeet einsetzen - streuen nach meiner Erfahrung immer wie wild, was auch zu erwarten war."


"
Ein Treibspiegel stellt eine Umhüllung des eigentlichen Projektils dar und unterbindet den direkten Kontakt zwischen Geschoss und Lauf. Nach dem Verlassen des Laufs platzt der Treibspiegel vom Geschoss ab, wobei dieser Vorgang durch Sollbruchstellen unterstützt wird/werden kann (damit die Trennung vom Geschoss gleichmäßig & zuverlässig erfolgt). Voglespinne hat das IMO sehr gut weiter oben beschrieben.

Das WaffG spricht hier auch von einer Umhüllung:


Verboten sind diese Treibspiegel bei gezogenen Läufen in Verbindung mit Patronenmunition (d.h. Vorderlader sind natürlich ausgenommen) aus forensischen Gründen, weil eben dadurch, dass der direkte Kontakt von Projektil und Lauf unterbleibt keine Zuordnung zwischen Geschoss und Lauf mehr vorgenommen werden kann. Außerdem könnte man damit Nadelgeschosse herstellen."

Zitate aus
http://www.co2air.de/wbb3/index.php?page=Thread&postID=496219


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 23:01
@antidot
Maikäferchen schrieb:
aber es war , sollte er der Täter oder Alleintäter gewesen sein auch viel riskanter, denn selbst wenn keine DNA von ihm gefunden worden wäre , gab es ja noch mindestens ein , wahrscheinlich sogar zwei , direkte Familienmitglieder , die von der Existenz der Waffe wussten.

@antidot antwortete darauf

das gilt aber auch für alle anderen waffen auch die im waffenschrank
ich denke nicht, dass das ebenso riskant gewesen wäre, denn dann hätte er das Fehlen der Waffe ja gar nicht abstreiten müssen. Er hätte , auf Nachfrage ob eine Waffe fehlt ganz erstaunt reagieren und sagen können " Ja , Waffe xy ist weg , wenn meine Frau die hat , dann kann sie den Schlüssel nur durch Zufall gefunden und wieder zurückgelegt haben . Das hätte ich nie gedacht , denn wie sie sehen , ist der Schlüssel hier wirklich gut versteckt . "

Er hätte sich also jede seltsame Ausrede sparen können , hätte eine glaubhafte Erklärung gehabt , auch für Eigenspuren auf der Waffe und die unregistrierte Waffe unterm Bett wäre nie zur Sprache gekommen .Ebenso hätte er auch gegenüber Familienmitgliedern so reagieren können , hätten diese das Fehlen einer registrierten Waffe vor Auffinden der Mutter oder bei Nachfragen durch die Polizei bemerkt hätten . da hätte man dann völlig problemlos die Polizei informieren und somit den Suizidgedanken untermauern können.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 23:09
Evtl hat sich auch durch das Nachweisen der DNA erst die Idee der Selbstmordtheorie ergeben. Sollte es zuvor erst nach NG Parallele aussehen?


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 23:11
@MrSmith
Ja so sieht es wohl aus. Die Frage ist aber, wenn zunächst kein Selbstmord vorgetäuscht werden sollte, warum die Waffe dann zurück gelassen wurde?


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

20.05.2013 um 23:22
Meine Meinung nach ist die Tat insgesamt nicht sehr durch geplant, und speziell nach der Tat muss sich der Täter in einer derartigen emotionalen Aufnahme Situation befunden haben, dass Entscheidungen getroffen wurden, die uns im Nachhinein als nicht logisch erscheinen.
Ein durchdrehender Ehemann (möglicherweise weil seine Frau ihn verlassen will) würde in dieses Szenario passen, aber da ist sicher nicht die einzige denkbare Möglichkeit.
Der analytische Verstand reichte nach der Tat gerade noch soweit die Waffe abzuwischen, auf die Idee, die Waffe in den nächsten Tümpel zu werfen kann man schon nicht mehr.
Zuhause stellte man fest, dass ihr Fahrrad mit den restlichen Zeitungen noch da stand, und verbrachte es hastig in den Steinhauser Weg.
Einen schlauen durch überlegten Masterplan a la “ich täusche einen Selbstmord vor“ oder “ich täusche eine Entführung vor“, kann es nicht gegeben haben.

Mein Hauptproblem ist, wie man sich das Zeitfenster zwischen den Streit an MW8 und dem Verbringen in den Wald vorzustellen hat. Das kriege ich nämlich bis jetzt überhaupt noch nicht zusammen...


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 00:03
@MrSmith
MrSmith schrieb:Evtl hat sich auch durch das Nachweisen der DNA erst die Idee der Selbstmordtheorie ergeben. Sollte es zuvor erst nach NG Parallele aussehen?
@Blaufeder
Blaufeder schrieb:Ja so sieht es wohl aus. Die Frage ist aber, wenn zunächst kein Selbstmord vorgetäuscht werden sollte, warum die Waffe dann zurück gelassen wurde?
Ich denke schon, dass der Täter zunächst eine NG-Parallele inszenieren wollte - zwar nicht mit derselben Waffe, aber das zurückgelassene Fahrrad passt ins Bild.
"Gruseliger Serienmörder" - das eine Opfer mit dem Messer 'abgeschlachtet', das andere mit der Flinte 'hingerichtet' - vielleicht spekulierte der Täter auf diese Assoziation seitens der Öffentlichkeit, und ließ die Waffe zurück, um einen besonders dramatischen Effekt zu erzielen.
Die Rechnung schien am Anfang ja zunächst aufzugehen: fast jeder dachte an mögliche Parallelen zum Mordfall NG.
Im Zeitalter von 'Kommissar DNA' dürften derartige Täuschungsmanöver aber zunehmend schwieriger geworden sein ...


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 00:15
@Aggie
Sehe ich nicht so. Zum Vortäuschen eines Serienmordes war das Zurücklassen der Waffe völlig unnötig oder sogar kontra produktiv.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 08:41
Es bleiben einfach unglaublich viele Fragen offen. Letztlich muss ein Mord aber auch nicht logisch sein.

Der Streit: Ich gebe nochmal die Info (einzelnen hatte ich per PN davon erzählt), dass unter der Unterführung zw Nr 2 und 4 oft "Pack" rumhängt. Da sind immer mal wieder Alkflaschen, Müll, kaputte Räder usw zu finden. Ich bin früher oft früh morgens gelaufen, teilweise ab 5 oder kurz davor und bin des Öfteren dort alkoholisierten "Abhängern" begegnet.
Auch wenn es zeitlich und örtlich ein großer Zufall wäre, der Streit muss nichts direkt mit ihr zu tun gehabt haben. Sie hätte ihm auch einfach nur ausweichen wollen können.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 09:03
Für mich läuft da auch nix ganz rund ... ich bin mir auch unschlüssig ob das gehörte in der MW-Str. wirklich was mit dem Fall zu tun hat.
Was hätte ihn dazu bewegen sollen ihr nachzulaufen, wo sie doch fast mit ihrer Tour fertig war und in den ganzen Jahren davor gab es ja angeblich nie Auffälligkeiten, darüber hätte die Nachbarschaft bestimmt was zu sagen gewusst.
z.B. ein Choleriker hat sich doch nicht so im Griff seine Anfälle genau auf solche Zeiten zu legen wann er nicht von anderen gehört werden kann und ist ihm auch egal.

Die Aussage des StA bezüglich der Mantrailer ist auch etwas unverständlich, er sagt die Hunde haben AM Rad die Spur von Frau Obst aufgenommen, aber nicht wieder weg ... aber es wurde nicht gesagt r von wo aus die Spur zum Rad geführt hat. Das könnte man dann auch so verstehen, dass es evtl. keine gab.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 09:13
Ich denke auch nicht das der Streit in der M.-W.Str. von Herrn und Frau O. geführt wurde - enweder war es jemand anders und Frau O. oder sogar ganz Aussenstehende, die mit diesem Fall nichts zu tun haben.
@talida
Sollte keine Spur zum Fahrrad hingeführt und von den mantrailern nachgewiesen worden sein hiesse das ja im Umkehrschluss, dass Frau O. an diesem Morgen nicht dort die Zeitungen ausgetragen hätte und somit könnte meine Theorie - die ich schon in der vergangenen Woche publiziert habe - stimmen.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 09:14
@talida
Das sehe ich ähnlich.
Lässt man die ganze PK Revue passieren, bleibt nichts ausser einem verdächtigem Gesamtverhalten des "Vaters". Vor Gericht wird das schwe durchzubringen sein.
Zumindest beim "Sohn" gibt es auch ein auffälliges Verhalten.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 09:58
Ich vermute, dass die Ausssage des Sohnes, er habe das Gewehr berührt als er desssen Futteral unterm Bett hervorholte wird ebenfalls nicht stimmt.

Bleibt also die Frage wo sich das Gewehr also wirklich befand und wer es später gründlich abgewischt hat und wessen Fingerabdrücke dadurch beseitigt werden sollten.

Grundsätzlich kann man Vater und Sohn wohl beiden nicht recht glauben, das dürfte für alle von ihnen gemachten Aussagen gelten.


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n3grato
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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 10:02
Die Vater / Sohn konstellation ist schon recht seltsam:

Beide kannten die Waffe, Vater und Sohn. Ist doch dann eigentlich klar das wenn ein Foto dazu veröffentlicht wird jeder von Beiden diese Waffe wieder erkennt, wenn der Vater es alleine war würde es der Sohn wissen und seinen Vater fragen / sagen das es doch die Waffe ist.

Wenn der Sohn es war würde der vater seine Waffe genau kennen und dies zum Sohn sagen.

Also jeder kannte diese Waffe und jeder wusste auch das Sie weg ist.
Für mich kommt es so vor als wir würden da beide mit drinnen stecken in diesem Fall. Auf jedenfall sind beide davon in kenntnis zueiander und der eine deckt den anderen. Deswegen gilt der Sohn auch noch weiterhin bestimmt als "Beschuldigter" lt. Staatsanwaltschaft.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 11:22
Wenn ich in einem Artikel wie diesem hier folgendes lese:

http://www.noz.de/artikel/72262907/mordfall-obst-in-halle-polizei-sucht-nach-motiv
Die Familie der Getöteten hat dafür gesorgt, dass Ort und Zeit der Beisetzung geheim bleiben. Kein Kranz, keine Schleifen mit Namen – nichts verrät, wo die erschossene Frau beigesetzt wurde. Auch die Friedhofsgärtner bekamen einen Maulkorb verpasst. „Gestern haben eine ganze Reihe von Menschen nach der Grabstelle gefragt“, verriet einer der Friedhofsgärtner. „Die Familie möchte wohl nicht, dass das Grab zu einer Pilgerstätte wird.“

Dann spricht das für mich sehr dafür, dass diese Familie komplett zurückgezogen gelebt hat ohne großartige soziale Kontakte, denn ansonsten gäbe es doch zumindest enge Freunde u.ä., die die Grabstätte kennen. Dass die Frau fast schon in Anonymität beerdigt wird, wäre sonst ja auch eine Ohrfeige für vorhandene Freunde.

Wenn Familien so zurückgezogen leben, wird es erstens sehr schwer, Leumundszeugen zu finden, die Licht ins Dunkel der Motivfindung werfen können. Zweitens lebt man aber auch nicht so zurückgezogen ohne Grund, meist gibt es dann innerhalb der Familie irgendwelche Umstände, die man nach außen hin verbergen möchte, weil man sich ihrer rechtfertigen oder schämen müsste, wenn jemand zu tief in diesen inneren Kreis eindringt. Die Gründe dafür können natürlich vielschichtig sein, sind jedoch immer etwas negativ Behaftetes, wovon man denkt, dass andere Leute dafür kein großes Verständnis haben würden, wenn sie davon erfahren, sodass man sich dessen schämt. Meist ist davon nur ein Familienmitglied betroffen und zieht so die ganze Familie mit in seine (selbstgewählte?) soziale Isolation.

Frau Obst wird von denen, die sie kannten, als freundliche Frau beschrieben. Das klingt für mich eher nach dem Part, der NICHT für die Isolation verantwortlich ist, sondern sie gedeckt hat. Das sind meist sehr starke Persönlichkeiten, denn dieser Spagat zwischen ständiger Belastung und nach außen hin die Fassade aufrechterhalten müssen, erfordert von demjenigen eine Menge Kraft und emotionale Kontrolle.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 11:31
@diegraefin
Vielleicht wurde sie aber auch einfach anonym bestattet und die Zeitung hat das etwas ausgeschmückt ("Maulkorb verpasst" etc.).
Anonyme Bestattungen sind ja heutzutage keine Seltenheit mehr, und sie lassen oft -so zumindest meine Erfahrung- nicht auf fehlende soziale Kontakte schließen, sondern es ist einfach eine Kostenfrage.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 11:32
@siri76

Das kann natürlich auch sein. Aber normalerweise weiß dann auch die Familie nicht, wo die Grabstätte ist, in diesem Fall hieß es aber in einer anderen Zeitschrift, die Beisetzung habe im engsten Kreis mit 15 Personen stattgefunden.


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Tötungsdelikt Gabriele Obst

21.05.2013 um 11:49
@diegraefin
Comtesse schrieb:Zweitens lebt man aber auch nicht so zurückgezogen ohne Grund, meist gibt es dann innerhalb der Familie irgendwelche Umstände, die man nach außen hin verbergen möchte, weil man sich ihrer rechtfertigen oder schämen müsste, wenn jemand zu tief in diesen inneren Kreis eindringt.
Einer dieser Gründe, dass es zu der Isolation gekommen ist, kann auch ganz banal sein: Der große Altersunterschied zwischen den Partnern. Der (alte) Freundeskreis von Frau Obst und der (alte) Freundeskreis von Herrn Obst liegen altersmäßig eine ganze Generation auseinander. Da ist es nicht immer einfach, Kontakte zu halten.

Die Kinder werden eventuell auch darunter gelitten haben, dass ihr Vater so viel älter war als die Väter der anderen Kinder. Es ist aufgrund dieser Altersdifferenz vielleicht auch in der Schulzeit zwischen den Eltern nicht zu Kontakten mit anderen Eltern gekommen.

Das sind natürlich nur Vermutungen. Es kann noch viele (auch schlimmere) Gründe dafür geben.


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