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Doppelmord Babenhausen

22.470 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, 2009, Nachbar, Toll, Schalldämpfer, Darsow, Doppelmord Babenhausen

Doppelmord Babenhausen

16.11.2018 um 14:36
Danke Frau Z. Der Umzug von Werle nach Hessen war mir entgangen. Das Urteil war aber lebenslang plus Schwere der Schuld gewesen. Die Anzahl der Opfer ist nicht das einzige Kriterium dafür.


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Doppelmord Babenhausen

16.11.2018 um 15:56
Darsow hat vor Gericht die Tat nicht geleugnet, sondern von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Dass der Täter von seinem Schweigerecht Gebrauch macht, darf ihm hinsichtlich der Strafzumessung nicht negativ angelastet werden.

Darsow hat (soweit ich es weiß) nur vor der Kamera seine Schuld geleugnet. Zudem steht ihm (wie @Tom_Ripley bereits anmerkte) das Recht auf Stellung eines WAA zu.

Wie er sich später vor der Strafvollstreckungskammer bei einem Antrag auf Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung äußern wird, wird die Öffentlichkeit nicht erfahren, es sei denn, er selbst macht es publik.

Insofern denke ich nicht, dass das von seiner Frau veranstaltete Trara ihm zum Nachteil ausgelegt werden kann.

Tatsächlich würde ich es ihm und seiner Familie sogar wünschen, dass er nach entsprechender Sozialprognose und Haftunauffälligkeit eher früher als später wieder entlassen wird.


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Doppelmord Babenhausen

17.11.2018 um 09:50
@Lichtenberg

Er hat die Tat vor Gericht geleugnet, Zitat: "Ich habe diesen Leuten nichts angetan!" und ansonsten von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebraucht gemacht.

Und dass er im Rahmen der PR-Kampagne seiner Frau in einem Interview u.a. die Opfer abwertet, kann und sollte sehr wohl im Rahmen der Sozialprognose Berücksichtigung finden.


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17.11.2018 um 10:26
@Deus_ex_Machin

Urteil S. 37: Der Angeklagte hat von seinem Schweigerecht Gebrauch und in der Haupverhandlung keine weiteren Angaben gemacht.


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17.11.2018 um 10:40
Lichtenberg schrieb:Urteil S. 37: Der Angeklagte hat von seinem Schweigerecht Gebrauch und in der Haupverhandlung keine weiteren Angaben gemacht.
Wenn die Haftrichter eine Prognose über die Gefährlichkeit eines Häftlings erstellen sollen, müssen sie dann nicht alle relevanten Informationen heranziehen die ihnen zur Verfügung stehen? Und ist eine fehlenden Auseinandersetzung mit der Tat nicht eine relevante Information?


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17.11.2018 um 10:44
Wir wissen doch gar nicht, ob sich Darsow mit seiner Tat auseinandersetzt oder nicht.

Viel relevanter als seine Äußerungen gegenüber einem Kamerateam im Rahmen einer (tendenziösen) Doku sind seine Äußerungen gegenüber denen, die später über die Haftaussetzung zu entscheiden haben.


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17.11.2018 um 11:19
@Lichtenberg
22.02.2011 Andreas Darsow beteuert zum Prozessbeginn seine Unschuld
„Ich habe diesen Menschen nichts angetan“, sagte der Angeklagte vor dem Landgericht Darmstadt. Sein Anwalt kündigte an, dass sich der Industriekaufmann zum Tatvorwurf nicht weiter äußern werde.
https://www.doppelmord-babenhausen.de/Zeitschrift-Tatzeit.htm


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17.11.2018 um 11:58
Lichtenberg schrieb:Wir wissen doch gar nicht, ob sich Darsow mit seiner Tat auseinandersetzt oder nicht.
Das wissen die Haftrichter ohne äußere Anzeichen auf Reue aber auch nicht. Oder denkst du die fahren zweigleisig und Frau Darsow leugnet außerhalb des Gefängnis die Tat, während Darsow im Gefängnis sich erkennbar mit seiner Schuld auseinandersetzt?


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17.11.2018 um 12:07
@Falstaff

Wie kommst du denn jetzt auf Haftrichter?
Denke mal nicht, dass die da viel mitzureden haben.


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17.11.2018 um 13:24
Lichtenberg schrieb:Viel relevanter als seine Äußerungen gegenüber einem Kamerateam im Rahmen einer (tendenziösen) Doku sind seine Äußerungen gegenüber denen, die später über die Haftaussetzung zu entscheiden haben.
Ich würde das nicht nach Relevanz abstufen, sondern beide Aspekte sind relevant. Auch sein Verhalten und seine Äußerungen im Rahmen einer PR-Kampagne müssen und werden in die Gesamtwürdigung einfließen. Denn sie geben Aufschluss darüber, als wie ernst seine hiervon möglicherweise abweichenden Äußerungen vor der Vollstreckungskammer zu bewerten sein werden.


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17.11.2018 um 17:14
Deus_ex_Machin schrieb:22.02.2011 Andreas Darsow beteuert zum Prozessbeginn seine Unschuld
„Ich habe diesen Menschen nichts angetan“, sagte der Angeklagte vor dem Landgericht Darmstadt. Sein Anwalt kündigte an, dass sich der Industriekaufmann zum Tatvorwurf nicht weiter äußern werde.
Ich verlasse mich auf das Urteil als Primärquelle. Was auf den Internetseiten von Frau Darsow steht, hat hinsichtlich des Wahrheitsgehalts für mich keine Bedeutung.


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17.11.2018 um 17:55
@Lichtenberg

Quelle ist nicht die Internetseite von Frau Darsow, sondern die FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/babenhausen-angeklagter-beteuert-unschuld-in-doppelmord-prozess-...


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17.11.2018 um 18:17
Wenn ihr euer ping-pong-Spiel mal kurz unterbrechen könntet, ich hätte da eine Frage an euch :)
Wenn es neue wissenschaftlich anerkannte Untersuchungsmethoden mit recht hoher Beweiskraft gibt, wie zB. die DNA-Analyse, dann würde doch auch so ein Fall, in dem der Verurteilte seine Unschuld beteuert, bei vorhandem Untersuchungsmaterial von Amts wegen aufgerollt und die Untersuchung in Auftrag gegeben werden, oder müsste dafür auch ein WA-Antrag gestellt und die Untersuchung vom Verurteilten bezahlt werden?
Gibt es dazu evtl. eine Vorschrift?


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17.11.2018 um 18:48
@Seps13

Von Amts wegen passiert nichts. Für ein WA ist ein Antrag des Verurteilten oder der StA erforderlich. Das Prozessgericht und auch die Strafvollstreckungskammer überwachen nach abgeschlossenem Verfahren nicht, ob irgendwo irgendwann während der Haftzeit des Verurteilten ein WA-Grund auftaucht, und geben dazu auch keine entsprechenden Gutachten in Auftrag.

Sollte der Verurteilte erfolgreich ein WA-Antrag angebracht und im wieder aufgenommenen Verfahren dann freigesprochen worden sein, trägt die Staatskasse (also der Steuerzahler) die Prozesskosten, dh auch die Kosten für ein Gutachten, welches für den Erfolg des WA-Antrages ursächlich war.


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17.11.2018 um 19:01
PS: Würde die StA einen WA-Antrag stellen, was sie ja auch zugunsten des Verurteilten machen könnte, und in diesem Rahmen ein Gutachten bestellt haben, trägt die Kosten für das Gütachten zunächst mal die StA (also auch wieder der Steuerzahler). Wird im wiederaufgenommenen Verfahren der Verurteilte freigesprochen, bleibt es bei dieser Kostenverteilung, s.o. Wird er (wieder) verurteilt, muss er natürlich, wie immer bei verlorenen Verfahren, die Prozesskosten tragen.

Ganz anders war die Lage im Fall Frederike von Möhlmann. Da kam es im Zuge weiterer Ermittlungsmaßnahmen von Polizei/StA zu dem neuen DNA-Gutachten, das aber deshalb, weil nachrechtskräftigem Freispruch des Angeklagten natürlich weiter nach dem wahren Täter gesucht wurde, den man tragischerweise von Anfang an hatte, dem man aber den Mord damals im Prozess (noch) nicht hinreichend hatte nachweisen können.


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18.11.2018 um 07:51
Andante schrieb:Würde die StA einen WA-Antrag stellen, was sie ja auch zugunsten des Verurteilten machen könnte
Ah ja, so würde es gehen. Guter Hinweis! Angenommen, hier wurde Täter-DNA am Tatort gefunden, die damals nicht ausgewertet werden konnte und nun gäbe es eine ganz neue Untersuchungsmethode, die aber sehr teuer ist. Darsow und der Verein haben nicht genug Geld zur Verfügung. Dann könnte sich Darsow an die Staatsanwaltschaft wenden und darum bitten, dass die für ihn einen Antrag stellt? Die das dann vermutlich auch machen würde, wenn damit klar Schuld oder Unschuld erwiesen werden könnte. Es besteht ja ein rechtsstaatliches Interesse daran, die Schuld auch endgültig zu beweisen oder zu widerlegen, wenn dies möglich sein sollte.
Andante schrieb:Wird er (wieder) verurteilt, muss er natürlich, wie immer bei verlorenen Verfahren, die Prozesskosten tragen.

Aber die Staatsanwaltschaft kann doch wohl nicht gegen den Willen des Verurteilten Zugunsten-Anträge stellen? Also gleicher Fall wie oben, Darsow leugnet weiter, verzichtet aber auf die teure DNA-Auswertung? Dann würde er einfach in Haft bleiben, nichts würde untersucht werden und alle könnten sich ihren Teil denken.


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18.11.2018 um 08:16
Derartige Überlegungen sind müßig. Sie setzen voraus, dass alle Indizien, die vormals im Prozess auf die Schuld des Täters hingewiesen und zu seiner Verurteilung geführt haben, allein durch ein spektakuläres neuartiges Beweismiittelverfahren widerlegt werden könnten.

Wie oft hat es einen solchen Fall seit Bestehen der BRD gegeben?


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18.11.2018 um 08:35
Lichtenberg schrieb:Derartige Überlegungen sind müßig.
Da es gerade nichts anderes zu berichten gibt und wir alle hier in diesem Thread dem Müßiggang anhängen, sind Hinweise zu müßigen Beiträgen müßig, aber dennoch willkommen, weil es sonst noch langweiliger wäre. ;)


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18.11.2018 um 10:58
Ha! Das eine ebenso müßige, wie logische, zumindest aber nachvollziehbare Feststellung.


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18.11.2018 um 11:49
@Lichtenberg
Vielleicht kann ich dich noch mit einer zusammenfassenden Erklärung zum Hintergrund der müßigen Beiträge langweilen. Es ging darum, einem an anderer Stelle geäußerten allgemeinen "Ungerechtigkeitsgefühl" entgegenzutreten. Dort wurde wiederholt die Frage gestellt: Was ist, wenn die verurteilten Unschuldsbeteuerer zu Unrecht lebenslänglich im Gefängnis sitzen, weil Ermittler und Richter versagt haben, was angeblich gar nicht selten vorkommt. Muss der Staat da nicht einschreiten und auf eigene Kosten Gutachten einholen, die die Unschuld beweisen könnten? Die Forderung hätte ja auch in diesem Fall kommen können, wenn die Unterstützer nicht genügend Geld für die Bauschaumschalldämpfergutachten zusammen bekommen hätten.

Dem wurde in dem anderen Thread mit verschiedenen Argumenten entgegengetreten. (Keine rechtliche Grundlage, Rechtsfrieden und Rechtssicherheit, uferlose und unsinnige Kosten & Arbeit.)
Einzige Ausnahme wäre für mich eben so eine eindeutige Beweismöglichkeit. Und dann würde es erfreulicherweise wohl nicht an mangelnder Liquidität des Verurteilten scheitern, auf diese Weise seine Unschuld nachweisen zu können. Jetzt mal unabhängig davon, wie oft so etwas vorkommt.

Und daher ist zumindest mein Glaube an den Rechtsstaat nun halbwegs wieder hergestellt.

Fällt dir noch was Müßiges ein?


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