EDGARallanPOE schrieb:Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass damit die erwachsenen Mitglieder der Familiengruppe komplett entlastet sind, in irgendeiner Verbindung zum Verschwinden zu stehen. Ansonsten wäre aufgefallen, dass einer von Ihnen beim Beginn der Suche, nicht zur Verfügung stand.
Das sehe ich genauso. Man ist sich wohl von Seiten der Ermittler sicher, dass Inga, wenn man als letzten gesicherten Ort der Sichtung das Stahlpferd hernimmt, wohl definitiv an die dieser Gruppe hätte vorbeilaufen müssen, sollte sie nicht den Weg in den Wald sondern wieder Richtung Häuser gewählt haben.
Mickelangelo schrieb:Mir geht aber der Jäger nicht aus dem Kopf, der die Rufe hörte. Hätte man nicht sofort dort in der Umgebung schauen können, wo er die Rufe gehört hat? Wurde das gemacht?
Chico0069 schrieb:Der Jäger gab in seiner damaligen Zeugenaussage an, in der Nacht des Verschwindens im Wald einen „hellen, schrillen Kinderschrei“ gehört zu haben.
Ich gehe schon davon aus, dass man, auch wenn die Angaben des Jägers als noch so abwegig eingestuft wurden, trotzdem den relevanten Bereich in die Suche mit aufgenommen hat. Der Hubschrauber wird sich dafür, da er entsprechende Strecken am schnellsten zurücklegen kann wohl angeboten haben. Wie und ob tatsächlich die diesbezügliche Spur aufgenommen wurde, ist aus keinem Bericht ersichtlich.
Wenn dann aber die von
@Chico0069 zitierte Aussage des Jägers stimmen sollte, muss es sich bei dem wahrgenommenen Geräusch nicht zwingend um eine menschliche Ursache gehandelt haben. Auch Tiere können entsprechende Laute von sich geben, die dann durch den Jäger, nachdem er über das Verschwinden des Kindes unterrichtet wurde, dann auf einen möglichen Ursprung von Inga buchte.
EDGARallanPOE schrieb:War damals nur so eine Überlegung von mir.
Und gar nicht mal eine so schlechte. Der Jäger braucht sich tatsächlich nur Schallfetzen der Suche, die sicherlich auch Rufe, sei es nun über Lautsprecher oder auch einfach nur verbal, beinhaltete, wahrgenommen und im nachhinein, als er von der Suche nach dem Kind hörte, falsch interpretiert haben.
Kuno426 schrieb:Inga könnte doch mit einem Fahrzeug zu einem Versteck im Wald oder zu einer Übergabe gebracht worden sein?
Ich will ein Verbrechen sicherlich nicht ausschließen, aber dass hier mehrere Personen bei der Tatausführung involviert waren, scheint mir wirklich unwahrscheinlich. Dazu noch eine mögliche Übergabe, wo bereits die ersten Suchmaßnahmen, egal ob von der Familie oder im weiteren Verlauf durch die Polizei, schon begonnen haben, wäre wohl in irgendeiner Form aufgefallen.
OpLibelle schrieb:Ja, glaube ich gern. Und was ist mit denen, die von einem genehmigten Freigang durchaus pünktlich zurück sind? Recht bald nach Ingas Verschwinden gab es ja Durchuchungen in Uchtspringe. Und die hätte es ja nicht gegeben, wenn nachweislich alle - wirklch alle - um 18 Uhr am Abendbrotstisch gesessen hätten. Es würde mich auch wundern, wenn von rund 200 Insassen dort, nicht ein einziger an diesem Abend Freigang gehabt hätte.
Ich weiß natürlich nicht, wie es bei dieser Einrichtung geregelt ist, jedoch denke ich schon, dass die Rückkehrzeit für Freigänger auf spätestens 20:00 Uhr gesetzt wurde. Dann wäre es bei einer möglichen Tatausführung, die ja definitiv nach 18:40 Uhr stattgefunden haben muss, doch sehr knapp geworden, wenn man dabei berücksichtigt, dass die Leiche von Inga dann, trotz der Zeitknappheit bisher noch nicht aufgefunden werden konnte.
Was meinst du mit Durchsuchungen? Den Ort selbst oder spezielle Objekte? Den Ort wird mal wohl, aufgrund der Nähe zum Diakoniewerk, in die allgemeine Suche mit eingebunden haben. Ob dann aber tatsächlich einzelne Objekte im Rahmen der ersten Suchmaßnahmen gezielt angegangen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.
EDGARallanPOE schrieb:Nun ist der Beleg wieder da. Bereits am Montagabend, berichtet die Zeitung über intensive Ermittlertätigkeit auf dem WH.
Das passt ja auch zur zeitlichen Einordnung hinsichtlich der Involvierung der Kriminalpolizei. Dass man dann von innen nach außen sucht, ist der normale Gang bei entsprechenden Vermisstenfällen. Es wäre nur interessant zu erfahren, inwieweit man befugt war, das komplette Areal, also auch inklusive der Wohnräumlichkeiten, zu durchsuchen.