abberline schrieb:Lief lt Zeugen in Richtung der Wohnhäuser. Wäre es ein anderes Kind gewesen, das der Zeuge aus den Augenwinkeln sah, hätte sich das ziemlich sicher geklärt. Von dort zur Straße? Wäre das in 15 Minuten für ein kleines Kind machbar? Aber wozu? Was hätte sie dort gewollt?
Zum Beispiel ihrem Vati hinterher, der sein Auto vom Parkplatz holte?
Den Kleidertausch beobachten? Ob was Schönes für sie dabei wäre?
Den ominösen Kater suchen (der angeblich aus einem Kofferraum sprang)?
Eine Toilette suchen? ...
(War die Haustür der Gastgeber offen / leicht zu öffnen oder steckte aussen der Schlüssel und Inga hätte Hilfe benötigt?)
Vom Haus weiter Richtung Spielplatz / Spielzeugverschlag, weil sie dort beim Aufräumen etwas entdeckt hatte?
Von daher gebe ich einem Vorredner Recht, der sagte, man müsse auch die Zeit vor dem Verschwinden genauestens betrachten. Was kannte Inga auf dem Gelände bzw wo überall war sie schon? Was wäre für sie attraktiv gewesen: Spielgeräte, Spielsachen, Tiere ... im Outdoorbereich. Fernsehen, Kuschelsofa, Naschen, Jacke holen im Indoorbereich. Was waren ihre Bedürfnisse: Trinken, Essen, Ausruhen, Mutti, Vati, ... Oder halt Toilette, Hände waschen ... im Gastgeberhaus (1. 2. Etage und/oder Souterrain) oder alternativ in der Cafeteria oder anderen Hauseingängen.
Was ich weniger attraktiv für Inga fände, wären Unterkünfte mit "komischen" Menschen (soweit ein Kind das für sich so definieren würde). ABER Inga könnte auch nach einem Spielkameraden unter den Bewohner-Mitarbeiterkindern Ausschau gehalten haben.
Noch weniger attraktiv fände ich, richtig tief in den Wald zu laufen. Es würde sie dort niemand suchen. Alle anderen sind beschäftigt bzw unter sich. So langsam wurde es kälter. (Auf dem Platz brannte das Feuer). Es sollte bald Essen geben ...