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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

23.722 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 15:22
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ist es denkbar, dass Kinder, die nicht in diese Kategorie fallen, sich auch vor Rettern verstecken, falls sie sich z.B. verlaufen bzw. verirrt haben? Aus Angst oder Scham?

Konkret, gab oder gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Inga den Kontakt mit Rettungskräften gemieden hätte?
Ich habe mich im Alter von ca. 5 Jahren mal in einem kleinen Park verlaufen. Meine Mutter und ich waren auf dem Rückweg vom Einkaufen dort hinein abgebogen, da im Park auch ein Spielplatz war. Auf mein Betteln hin ließ meine Mutter mich dort allein mit älteren fremden Kindern zurück in der Annahme, dass ich allein vom 400 m entfernten Spielplatz zurück nach Hause finden würde.
Als die Kinder dann aber weg waren, blieb ich allein auf dem Spielplatz zurück und versuchte den Nachhauseweg zu finden. Der Park war aber kreisförmig angelegt und verwirrte mich. Ich fing stark zu weinen an und hatte große Angst. An den Park grenzte ein Wohnhaus, auf dessen Hinterhof ich geriet.
Mein Weinen wurde von einem Mann bemerkt, der sich aut dem Balkon aufhielt. Er bot mir an mich nach Hause zu bringen, aber ich weinte nur noch lauter, weil er mir nicht geheuer war. Ich weiß übrigens noch vier Jahrzehnte später, dass er mittleren Alters war und ein weißes ärmelloses Unterhemd über dem dicken Bauch trug 😉.
Zum Glück kam dann auf den Balkon darunter eine ältere Dame, mit der ich dann bereitwillig mitging. Sie brachte mich dann auch zuverlässig zu Fuß nach Hause.
Ich hätte mich also durchaus nicht von jedem retten lassen. Zumindest nicht, da ich die Wahl hatte.
Möglich, dass sich Inga aus Furcht nicht zu erkennen gab.
Aber ich denke, da tickt jedes Kind anders. Einige sind sehr vorsichtig und zurückhaltend, andere eher unbekümmert und zutraulich.
Vielleicht war der Leidensdruck bei Inga zu dem Zeitpunkt auch nicht groß genug. Womöglich wähnte sie sich da noch nicht in Gefahr. Wobei es dunkel und an dem Abend auch kühl wurde, sie müde war. Deshalb denke ich schon, dass sie Angst bekam.
Es sei denn, sie ist eventuell irgendwo im Wald eingeschlafen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 15:34
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Die Gefahr hierbei ist, dass wir da zu linear denken. Wir setzen voraus, dass Inga, wenn sie sich denn alleine im Wald verirrt haben sollte, in diesen hineinging, irgendwann einen Unfall hatte oder sich in eine unglückliche Lage brachte, aus der sie sich nicht mehr alleine hat befreien können und diese Orte dann für die Suchenden zumindest halbwegs frei einsehbar sind.

Was aber, wenn sie sich in ein quasi unzugängliches, kaum zugängliches Waldstück, aufgrund dichten Bewuchs, zurückgezogen hat, das bei der Suche eben nicht abschließend durchsucht wurde. Das soll gar keine Kritik an den Suchkräften sein, sondern eben ein ganz normales Verhalten, dass bei eher jüngeren Personal, was es z. B. von Seiten der Polizei, sobald Hundertschaften zur Suche eingesetzt werden, eben auch ist, durchaus möglich wäre.

Weiterhin ist mir nicht bekannt, welche Unterbauten oder sonstige Zufluchtsmöglichkeiten in diesem Wald vorhanden sind, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennen kann oder im Nachklang, sei es durch einen aufgrund Witterungseinflüsse umgestürzten Baum oder Bewuchs, gar nicht mehr als solcher erkannt werden kann. Solange dann der Wald und das Totholz nicht aufgeforstet wird, liegt ein entsprechender Baumstamm ewig und blockiert so den möglicherweise von Inga gewählten Zufluchtsort. Wie gesagt, der Wald ist aus meiner Sicht eindeutig zu groß, um abschließend ausschließen zu können, dass nicht doch "nur" ein Unglücksfall vorliegt.
Das Argument mit dem unübersichtlichen Wald und menschlichem Versagen klingt für Laien plausibel, ignoriert aber die tatsächlichen, wissenschaftlichen Methoden der Polizei. Natürlich ist es physikalisch unmöglich, ein riesiges Waldgebiet zentimetergenau umzugraben. Das hat die Polizei auch nicht getan – und das war auch gar nicht nötig. 

Wenn wir uns die offiziellen Fakten der Ermittlungen anschauen, bricht die Theorie eines reinen Waldunfalls trotzdem in sich zusammen: 

1. Es suchten eben gerade keine Laien, sondern Spezialisten
Die Sorge, dass „jüngeres Personal“ dichten Bewuchs oder Totholz einfach übersehen hat, wird durch die realen Ermittlungsmethoden entkräftet. Wie Polizeihauptkommissar Michael Ripke im Juli 2026 öffentlich bestätigte, wurde die Cold-Case-Einheit bei der Suche im Waldgebiet gezielt von Archäologen und Geologen unterstützt. Diese Experten untersuchen Böden beruflich und wissen exakt, wie sich Totholz, Erdschichten und Bewuchs über die Jahre verändern. Ein „Zufallsversteck“ unter einem umgestürzten Baum wurde durch diese forensische Untersuchung gezielt ausgeschlossen. 

2. Der Einsatz von GPS-Trackern verhinderte "weiße Flecken"
Das Wort „zentimetergenau“ bezieht sich nicht auf das Umwühlen der Erde, sondern auf die digitale Suchkoordination. Die Ermittler wurden bei den großflächigen Suchaktionen (über 1.800 Hektar) mit **GPS-Trackern** ausgestattet. Am Computer wurde digital und lückenlos dokumentiert, welcher Sucher wo gelaufen ist. Gab es dichte Gebüsche oder unwegsame Bereiche, um die eine Suchkette *herumgelaufen* ist, wurden diese „weißen Flecken“ auf der Karte erfasst und danach von Spezialisten gezielt nachkontrolliert. Kein relevanter Bereich im Nahradius wurde einfach vergessen. 

3. Der Fokus auf das Unverrottbare
Selbst wenn man annimmt, dass ein Körper unbemerkt bleibt: Nach über 11 Jahren sucht die Polizei im Boden nicht mehr nach Gewebe. Der Fokus liegt ganz gezielt auf Gegenständen, die nicht verrotten. Inga trug am Tattag eine auffällige Jeans, ein mintgrünes Langarmshirt und pink/beerenfarbene Wildlederschuhe mit Klettverschluss. Künstliche Stoffe, Gummi, Metallteile und Leder lösen sich im Wald nicht auf. Wenn ein Kind im Wald verunglückt, bleiben diese Gegenstände im Boden und fallen bei einer professionell überwachten Suchkette im relevanten Radius irgendwann auf. Dass absolut *gar nichts* gefunden wurde, ist bei einem Unfall im Wald unmöglich. 

Die Ermittler der spezialisierten Einheit „Cold Case Wald“ wissen genau, warum sie den Fall als Gewaltverbrechen behandeln und in den aktuellen Aufrufen gezielt nach Fahrzeugen suchen, die am Tattag am Wilhelmshof parkten oder wendeten. Die forensischen Fakten im Wald zeigen: Sie ist nicht zu Fuß dort drinnen geblieben.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 15:42
Inga verschwand in einem Zeitfenster von nur rund 20 Minuten.

1. Weg in den Wald: Ein fünfjähriges Kind, das merkt, dass es den Rückweg nicht findet, reagiert in der Regel instinktiv mit Angst, Weinen und lauten Rufen nach den Eltern. Gehört wurde aber absolut nichts.

+ Spürhunde - schlagen nicht an

2. Die soziale Isolation: Inga war an diesem Tag das jüngste Kind auf dem Hof. Alle anderen hatten gleichaltrige Freunde nur Inga nicht. Sogar ihre ältere Schwester (8) wollte lieber mit den Großen losziehen, anstatt ständig den Babysitter zu spielen. Inga war den ganzen Tag isoliert und musste sich immer wieder alleine beschäftigen. Das frustriert ein Kind extrem.

+ nicht nur beim Fußball spielen

3. Die Reaktion aus Trotz: Aus Frust über den Ausschluss hat Inga reagiert. Sie hat aus Trotz beschlossen, selbst etwas zu suchen oder zu machen, um es den Älteren zu beweisen („Ich kann das auch alleine!“).

+ Womöglich ein erster Kontakt am Nachmittag

4. Das stille Verschwinden als perfekte Falle: Weil sie wütend und trotzig war, ging sie leise und heimlich weg, ohne den anderen Kindern Bescheid zu sagen. Genau das schuf die fatale Sicherheitslücke: Die Kinder vermissten sie nicht sofort, und ein Täter konnte das isolierte, trotzige Kind völlig unbemerkt abfangen.

+ Die Kinder dachten sie ist bei den Eltern und die Elterrn dachten sie ist bei den Kindern !

5. „letzte Sichtung“ am Blechpferd - ist dem wirklich so?
Womöglich gab es einen Streit und die großen Mädchen haben sie alleine stehen lassen (Inga wollte angeblich nicht mit).

Inga ist nicht planlos in den Wald gelaufen. Ihr Trotz hat sie isoliert und jemand hat diesen Moment eiskalt ausgenutzt.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 15:58
Zitat von lepper45lepper45 schrieb:Die Ermittler der spezialisierten Einheit „Cold Case Wald“ wissen genau, warum sie den Fall als Gewaltverbrechen behandeln und in den aktuellen Aufrufen gezielt nach Fahrzeugen suchen, die am Tattag am Wilhelmshof parkten oder wendeten. Die forensischen Fakten im Wald zeigen: Sie ist nicht zu Fuß dort drinnen geblieben.
Das ist so nicht ganz richtig. Da man nicht weiß, was denn nun wirklich vorliegt, bleiben alle Optionen, inklusive des Verlaufens im Wald, offen. Trotzdem wird das große Gewicht, nachdem alle Suchmaßnahmen negativ verlaufen sind, auf den strafrechtlichen Bereich gelegt. Alles andere wäre auch unsinnig, da ja hinsichtlich eines Verlaufens im Wald alle polizeilichen Maßnahmen abschließend durchgeführt wurden. Hier wird nur noch der Zufall helfen.

Als Beispiel sei hier ein Fall aus Nürnberg genannt, bei dem ein 82-jähriger, sicherlich etwas mobiler als die 5-jährige Inga, scheinbar spurlos in einem ähnlichen großen Waldgebiet verschwand. Die Suchmaßnahmen waren dort sicherlich nicht so massiv wie bei Inga, jedoch mit ähnlichen Mitteln. Nach 9 Jahren fand schließlich eine Frau durch Zufall die sterblichen Überreste der Person. Deshalb sehe ich diese Option im Falle Inga absolut nicht als ausgeschlossen an.

Wer den Fall gerne nachlesen möchte, hier geht es zum entsprechenden Zeitungsausschnitt der Nürnberger Nachrichten.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 16:20
Im Fall Peggy wurde genau das Areal(wo sie später ein Pilzsammler fand) auch gründlich abgesucht und nichts gefunden, erst 15 Jahre später zufällig durch einen Pilssammler gefunden in genau diesem Areal. In dem Fall gab es allerdings ein Verbrechen. Ändert, aber nichts daran das die Suche ergebnislos war.

Es ist auch klar das die Ermittler sich auf ein Verbrechen fokussieren müssen, was sollen sie auch sonst tun? Welches neue Gebiet abgesucht wurde wissen wir auch nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass ich dies trotz Suche und so weiter nicht ausschließe.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 17:42
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Man hätte sie gefunden, lebend oder tot.
Das ist wahrscheinlich, aber gerade weil es dort ja wohl auch moorige Stellen und Quellen gibt, und sicherlich Wildschweine, würde ich nicht behaupten, dass man unbedingt etwas hätte finden müssen.

Und wenn die Hunde tatsächlich keinerlei Geruchsspuren von Inga gefunden haben sollten, obwohl sie ganz sicher zumindest ein Stück im Wald gewesen ist, als ihre Mutter sie zurück holte, dann wäre auch das so gar kein Argument.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 17:47
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Die Gefahr hierbei ist, dass wir da zu linear denken. Wir setzen voraus, dass Inga, wenn sie sich denn alleine im Wald verirrt haben sollte, in diesen hineinging, irgendwann einen Unfall hatte oder sich in eine unglückliche Lage brachte, aus der sie sich nicht mehr alleine hat befreien können und diese Orte dann für die Suchenden zumindest halbwegs frei einsehbar sind.

Was aber, wenn sie sich in ein quasi unzugängliches, kaum zugängliches Waldstück, aufgrund dichten Bewuchs, zurückgezogen hat, das bei der Suche eben nicht abschließend durchsucht wurde.
Da fehlt mir jetzt die Logik. Nach deiner Schilderung hätte man dann doch eine Spur, die dann irgendwo abrupt endete, gehabt. Wie aber soll Inga VON BEGINN AN SPURLOS in den Wald hineingelangt sein?

_________

@lepper45

Hier gehe ich voll mit:

Beitrag von lepper45 (Seite 1.239)

_________
Zitat von LukkaLukka schrieb:Im Fall Peggy wurde genau das Areal(wo sie später ein Pilzsammler fand) auch gründlich abgesucht und nichts gefunden, erst 15 Jahre später zufällig durch einen Pilssammler gefunden in genau diesem Areal. In dem Fall gab es allerdings ein Verbrechen. Ändert, aber nichts daran das die Suche ergebnislos war.
Lag das aber in dem bestimmten Fall nicht daran, dass Fundort nicht gleich Tatort war?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:04
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Das ist so nicht ganz richtig. Da man nicht weiß, was denn nun wirklich vorliegt, bleiben alle Optionen, inklusive des Verlaufens im Wald, offen. Trotzdem wird das große Gewicht, nachdem alle Suchmaßnahmen negativ verlaufen sind, auf den strafrechtlichen Bereich gelegt. Alles andere wäre auch unsinnig, da ja hinsichtlich eines Verlaufens im Wald alle polizeilichen Maßnahmen abschließend durchgeführt wurden. Hier wird nur noch der Zufall helfen.

Als Beispiel sei hier ein Fall aus Nürnberg genannt, bei dem ein 82-jähriger, sicherlich etwas mobiler als die 5-jährige Inga, scheinbar spurlos in einem ähnlichen großen Waldgebiet verschwand. Die Suchmaßnahmen waren dort sicherlich nicht so massiv wie bei Inga, jedoch mit ähnlichen Mitteln. Nach 9 Jahren fand schließlich eine Frau durch Zufall die sterblichen Überreste der Person. Deshalb sehe ich diese Option im Falle Inga absolut nicht als ausgeschlossen an.
Der Vergleich mit dem 82-jährigen Vermissten aus Nürnberg ist zwar interessant, zeigt aber genau den entscheidenden Unterschied zu Ingas Fall auf. Man kann den Suchradius eines mobilen Erwachsenen nicht mit dem eines 5-jährigen Kindes vergleichen.

Ein mobiler 82-jähriger Mann kann in wenigen Stunden problemlos mehrere Kilometer weit in einen Wald vordringen, bevor überhaupt vermisst gemeldet wird. Dadurch vergrößert sich das potenzielle Suchgebiet mathematisch auf eine gigantische Fläche, die man unmöglich flächendeckend absuchen kann. Dass dort nach Jahren jemand durch Zufall gefunden wird, ist tragisch, aber logisch.Bei Inga sprechen wir von einem Zeitfenster von maximal 15 bis 30 Minuten, bis die Eltern riefen und suchten. Ein 5-jähriges Kind schafft im unwegsamen Unterholz in dieser kurzen Zeit physikalisch vielleicht ein paar hundert Meter. Das bedeutet: Der relevante Suchbereich war extrem klein und eng eingegrenzt. Und genau dieser kleine Nahbereich wurde eben nicht nur oberflächlich „abgegangen“, sondern forensisch umgedreht.

Wie du selbst sagst, war die Suche in Nürnberg bei weitem nicht so intensiv. Bei Inga haben jedoch Spezialisten, Geologen und Archäologen den Boden des Nahbereichs untersucht, Teiche wurden leergepumpt und Brunnen ausgesaugt. Wenn ein Kind in einem so kleinen Radius verunglückt wäre, hätten die hochspezialisierten Personenspürhunde am selben Abend die Fährte im frischen Laub aufgenommen. Dass sie das nicht taten, liegt nicht an der Unzuverlässigkeit der Hunde, sondern daran, dass Inga diesen Boden sehr schnell verlassen hat.

Es stimmt nicht, dass die Polizei nur deshalb in Richtung Verbrechen ermittelt, weil sie im Wald nichts gefunden hat. Die Ermittler der Cold-Case-Einheit stützen sich auf ein kriminalistisches Gesamtbild: Das lautlose Verschwinden ohne jeden Schrei, das sofortige Ausbleiben von Reaktionen auf die Rufe der Eltern und das abrupte Abreißen jeglicher Spuren.Natürlich kann die Polizei rein rechtlich nie eine Option zu 100 % ausschließen, solange es keine Leiche oder kein Geständnis gibt. Aber die Wahrscheinlichkeiten im Fall Inga sind aufgrund des extrem kurzen Zeitfensters und der beispiellosen Forensik im Nahbereich völlig andere als bei einem verlaufenen Erwachsenen in einem Großwald. Deshalb sucht die Ermittlungsgruppe heute nach Zeugen für Fahrzeuge – und nicht nach vergrabenen Knochen.

ls nach diesen kurzen 15 bis 30 Minuten die Eltern, die Familie lautstark nach ihr gerufen haben, hätte ein verlaufenes Kind im Nahbereich geantwortet oder wäre auf die Stimmen zugelaufen. Dass Inga trotz der intensiven Rufe in ihrer direkten Umgebung komplett stumm blieb, zeigt einfach, dass sie zu diesem Zeitpunkt physisch nicht mehr in der Lage war zu antworte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:12
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Lag das aber in dem bestimmten Fall nicht daran, dass Fundort nicht gleich Tatort war?
Das stimmt, allerdings wurde nach der Leiche gesucht und unter anderem in dem Gebiet, indem der Pilzsammler sie fand.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:26
https://rp-online.de/panorama/mutmasslicher-moerder-von-anika-in-psychiatrie-eingewiesen_aid-8239875

Ich hoffe sehr, dass das Alibi von diesem Täter 100% überprüft worden ist. Er war zu dem Zeitpunkt des Verschwindens wieder aus dem Gefängnis und mir fiel auf, dass er bis zur Urteilsverkündung in der Psychiatrie in Uchtspringe war. Kann er evt nach seiner Haft auflagen erhalten haben, sich in gewissen Zeitabständen dort zu melden.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:35
Zitat von MissSmillaMissSmilla schrieb:Kann er evt nach seiner Haft auflagen erhalten haben, sich in gewissen Zeitabständen dort zu melden.
In einer Psychiatrie gibt es verschiedene Bereiche unter anderem auch den geschlossenen Bereich. Der Artikel ist vom Jahr 2000., also wird er im Jahr 2015 noch nicht in der Psychiatrie gewesen sein, oder? Ist er nicht aus dem gleichen Ort wie Familie Gericke?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:41
Zitat von Chico0069Chico0069 schrieb:5. „letzte Sichtung“ am Blechpferd - ist dem wirklich so?
Paar Seiten vorher wurde es behandelt:

Die neue Ermittlungsgruppe hat Inga am Blechpferd als letzte 100 prozentig beweisbare Sichtung von mehreren Personen eingestuft. Und genau dort setzt man neu an.

Weitere scheinbare Sichtungen danach von Einzelpersonen waren nicht zu 100 Prozent sicher beweisbar und werden erstmal ausgelassen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:45
@Lukka
Er war wohl nach seinem Geständnis im Jahr 2001 in der Psychiatrie in Uchtspringe bis zu seinem Urteil. Er erhielt 13 Jahre Haft und war 2015 auf freiem Fuß. Uchtspringe liegt doch sehr nah bei Stendal, ca 20km. Meine Überlegung war aufgrund des schweren Krankheitsbildes und der schweren Tat ob er gewisse Auflagen bei Haftentlassung 2014 erhalten hat.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 18:47
Zitat von MissSmillaMissSmilla schrieb:MissSmilla
Danke , da hab ich vorher etwas durcheinander gebracht. Ob er Auflagen nach der Entlassung bekommen hat oder wie es bei so Taten gehandhabt wird, weiß ich leider nicht.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

um 19:07
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Denkt man eine Täterschaft seitens eines Bewohners an, sollte man den Abendtisch, der erst um 18 Uhr begann, immer im Hinterkopf haben.
Ich melde mich nochmal, um zu verdeutlichen, was ich gemeint hatte.

Der Rasta-Typ steht für mich nicht für einen Bewohner, sondern für einen Täter von außerhalb, der im Wilhelmshof-Wald herumstromerte und dort die Gelegenheit sah, ein Kind unbemerkt in seine Gewalt zu bekommen. Er kann wie auch immer den Wilhelmshof entdeckt haben.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:In die Zeitleiste passt diese Darstellung überhaupt nicht.
Für mich ist das Thema Zeitleiste das Wichtigste mit an dem Fall - und natürlich nicht zu vergessen das Volgitier-Pferd.

Die Kripo hat den Fall komplett neu aufgerollt und ich denke, sie hat sich aller verfügbarer Methoden bedient, so auch des Zeitstrahls. Dr. David Keatley ist wohl bahnbrechend. Er schreibt auf der Webseite der Murdoch Universität über sich selbst:
Ich bin Professor für Kriminologie. Meine Arbeit und Forschung konzentrieren sich auf komplexe Muster (kriminellen) Verhaltens in realen Kontexten. Zur Analyse des zeitlichen Ablaufs von Straftaten setze ich – neben anderen Methoden und Verfahren – typischerweise Zeitstrahlanalysen ein (unter anderem bei der Analyse von Vernehmungen und der Untersuchung von Tatortinszenierungen). Zudem unterstütze ich bei Fällen vermisster Personen, der Bergung heimlich angelegter Gräber sowie bei der Anwendung von Keatleys „Winthropping“-Techniken. Ich bin stets daran interessiert, meine Methoden auf neue Fälle anzuwenden, und freue mich über Kooperationen mit Wissenschaftlern sowie Praktikern und Strafverfolgungsbehörden.
Quelle: https://researchportal.murdoch.edu.au/esploro/profile/david_keatley/overview
Übersetzung: Google


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