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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

14.247 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Wald, Mädchen, Aktenzeichen Xy, 2015, Stendal, Feuerholz, Fünfjährig

Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

30.11.2019 um 18:49
@ Hanseatin

Ich wollte den Bewohnern dieser Eirichtungen mit meiner (zitierten) Bemerkung sicher nicht zu Nahe treten, aber viele Menschen neigen nun mal zu schnellen Vermutungen und Verdächtigungen. Diese Tatsache würde einem möglichen Täter gut in die Hände spielen. Das könnte clever von ihm ablenken.

Ich glaube auch nicht, dass ein Jäger aus purer Mordlust ein kleines Mädchen entführt. Eher kann ich mir vorstellen, dass er bestimmte Neigungen hat und diese ausgelebt wurden. Dann musste er die Tat verdecken, um seinen guten Ruf, seine Existenz u.s.w. nicht zu gefährden.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.12.2019 um 14:36
Hallo zusammen,

gab es zum Fall Inga in den letzten Monaten eigentlich noch einmal irgendetwas in den Medien zu lesen oder zu sehen? Von offizieller Ermittlerseite ja ohnehin nichts...
Gefühlt habe ich seit über zwei Jahren gar nichts mehr hierzu mitbekommen. Hier im Thread liest man ja auch immer wieder nur dieselben ermüdenden Mutmaßungen.

Offensichtlich war man in diesem Fall seitens der Ermittlungen schneller am Ende als befürchtet. :(

Allen eine sichere Zeit,
FS


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

15.12.2019 um 18:02
@Fährtensucher
ich habe nichts mehr gehört....lg und noch einen schönen 3. Advent...


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

18.12.2019 um 13:31
Bisher habe ich auch nichts mehr gehört. Ich denke mal solange es keine neuen Erkenntnisse, Spuren gibt,wird da sicher nichts mehr kommen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

19.12.2019 um 18:56
Ja, ganz, ganz traurig alles...
Das letzte Hochinteressante was ich über den Fall las, das war das Interview ihrer Mutter, abgedruckt im Stern Ende April 2017.
Das was dort über das Verschwinden Ingas zu lesen war, stand in krassen Widersprüchen zu den Angaben, die anfangs (Mai/Juni 2015) von Polizei, Zeitungen und XY gemacht wurden und es zeigt somit implizit, was für ein Chaos sich in den ersten Tagen und Wochen nach Ingas Verschwinden den Ermittlern aufgetan haben muss.

Dieses Chaos kam dem vermeintlichen Täter damals sicher zu Gute. Es wird jetzt nur noch Kommissar Zufall helfen können... :(


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

01.01.2020 um 21:44
Ich frage mich, ob die Chance diesen "Vermisstenfall" jemals aufklären zu können, darin liegt, dass man hinterfragt, was es für ein Täter sein muss, dass es mehr als 4,5 Jahre kein Lebenszeichen von ihr gibt.

Ich möchte auch ganz offen sagen, dass ich in diesem Fall keinen zweiten Fall Natascha Kampusch sehe und daher davon ausgehe, dass sie nicht mehr am Leben ist.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass ein Ortsfremder diese Örtlichkeit aufgesucht hat und die Situation nutzte und Inga von diesem Wilhelmshof verschleppte.

Diese Person muss sich während dieser Vorbereitung zum Grillen auf dem Wilhelmshof schon befunden haben.

Ich muss auch noch anfügen, dass ich auch nach der ganzen Suche nach ihr, davon ausgehe, dass die ganze bewaldete Umgebung, sowie der Wilhelmshof an sich, als Örtlichkeit wo sie sich befinden könnte, für mich ausschließe.

Ich halte mich jetzt mehr an die Aussage der Eltern im Stern-Artikel.
Dieses Kind gezielt von dort zu verschleppen, ist für mich eher unwahrscheinlich.
Inga bewegte sich vom Grillplatz wieder zurück zum Haus der Gastgeber bzw. zu dem Ort hin, wo die Eltern gerade in dem Haus mit der Vorbereitung für das Grillen beschäftigt waren.
Jederzeit hätte da jetzt wieder aus dem Haus jemand zum Grillplatz gehen können und sofort eine Person sehen können, welcher Kontakt zu Inga auf nimmt oder mit einem Fahrzeug sich dort bewegte.
Zudem geschieht alles in einem sehr engen Zeitfenster und es gibt keine einige Spur für irgendwas auf diesem Wilhelmshof.

Ich hätte mir vorstellen können, irgendwer vergeht sich an ihr in den Häusern oder in der bewaldeten Umgebung und tötet sie, aber dann hätte man sie in mittelbarer Umgebung aufgefunden.

Ich finde, wir sollten die lange Zeit von mehr mal 4,5 Jahre für unser Vorteil ansehen.
Das engt für mich den Kreis der möglichen Verdächtigen unheimlich ein.
Da ist jemand planbar vorgegangen, hat sich Gedanken gemacht, weil bei einem Auffinden von Inga, dieser als Täter identifiziert werden könnte.
Ein Zufallstäter, ohne Bezug zum Wilhelmshof hätte sich so welche Mühen und Gedanken gar nicht machen müssen.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.01.2020 um 12:58
Sven1213 schrieb:Ich hätte mir vorstellen können, irgendwer vergeht sich an ihr in den Häusern oder in der bewaldeten Umgebung und tötet sie, aber dann hätte man sie in mittelbarer Umgebung aufgefunden.

Ich finde, wir sollten die lange Zeit von mehr mal 4,5 Jahre für unser Vorteil ansehen.
Das engt für mich den Kreis der möglichen Verdächtigen unheimlich ein.
Da ist jemand planbar vorgegangen, hat sich Gedanken gemacht, weil bei einem Auffinden von Inga, dieser als Täter identifiziert werden könnte.
Ein Zufallstäter, ohne Bezug zum Wilhelmshof hätte sich so welche Mühen und Gedanken gar nicht machen müssen.
richtig und die Suchhunde liefen ja auch auf dem Wilhelmshof (nicht nur im Wald) alles ab, aber halt nur dort, wo Inga vorher auch war. (ihre Geruchsspuren waren).

da dieser Besuch von Inga und ihrer Familie spontan erfolgte, konnte dieser Täter also nicht wissen , dass Inga an diesem Tag dort sein würde. Wäre also die 1. Frage , wer wusste davon ? Ingas Familie, die befreundeten Familien / Kindern , evtl. noch jemand dem man Bescheid sagen musste, dass dieser Grillplatz / Feuerplatz an diesem Abend belegt sein würde, damit sich nichts überschneidet (Termine). Für einen Täter der planen konnte.

Inga dürfte dann an diesem Tag, genau wie die anderen Kinder, fast überall auf dem Hof gewesen sein.
Wenn jetzt ein Täter, "Gefallen" an Inga gefunden hat, hätte er etwas Zeit gehabt zu planen. Aber wenig. Falls Inga auch mal alleine unterwegs war , wahrscheinlich in Rufweite, wäre die Frage, warum hat der Täter nicht vorher zugeschlagen. Warum hat er erst zu dieser späteren Uhrzeit zugeschlagen ?...2. Mai ..Sonnenuntergang gegen 20.35.Uhr..also evtl . schon leichte Dämmerung..
das könnte für den Täter sprechen...aber., die Unruhe nahm zu, die Vorbereitungen waren in Gange, viele Personen liefen wahrscheinlich hin- und her..geschäftiges Treiben..wäre für den Täter ja jetzt gerade sehr riskant (hohes Entdeckungsrisiko).

Inga dürfte auch nach einem anstrengenden Tag in diesem Alter langsam müde geworden sein und Hunger gehabt haben, sich auf das Feuer gefreut haben.

könnte nur helfen , noch einmal in die Öffentlichkeit zu gehen (seitens der Polizei, Ermittlungsgruppe) und evtl. Zeugen gezielt anzusprechen, dass sie nichts zu befürchten hätten , sie auch anonym anrufen können und nichts zu befürchten haben..

den Druck auf den Täter zu erhöhen wäre riskant, da Inga, falls sie doch noch leben sollte, damit in großer Gefahr wäre.

ein Täter müsste aber auch immer Angst haben, dass jemand doch etwas gesehen hat und sich nur noch nicht gemeldet hat...


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.01.2020 um 14:22
Musikengel schrieb:da dieser Besuch von Inga und ihrer Familie spontan erfolgte, konnte dieser Täter also nicht wissen , dass Inga an diesem Tag dort sein würde.
Das ist mir neu. War die Familie nicht eingeladen an dem Tag von einer anderen befreundeten Familie bzw. Leute, die dort arbeiten auf dem Wilhelmshof. War nicht die Rede von einem Grillfest?
Ich denke, der täter konnte durchaus wissen, dass an dem Tag dort einiges lossein würde mit Kind und Kegel. Entweder wurde er auf Inga aufmerksam oder er hat sich bei vorherigen Besuchen schon bemerkt und dann die Gelegenheit in dem kurzen Zeitfenster zwischen Rückweg zu den Häusern, genutzt und sie abgefangen. Denn sie wurde ja noch gesehen, wie sie sich auf dem Rückweg vom Platz zu den Häusern machte.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.01.2020 um 19:52
sundra schrieb:Das ist mir neu. War die Familie nicht eingeladen an dem Tag von einer anderen befreundeten Familie bzw. Leute, die dort arbeiten auf dem Wilhelmshof. War nicht die Rede von einem Grillfest?
Ich denke, der täter konnte durchaus wissen, dass an dem Tag dort einiges lossein würde mit Kind und Kegel.
Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Aus welchem Umfeld sollte dann der Täter stammen?
Ich glaube überhaupt nicht, dass es in irgendeiner Weise geplant gewesen sein kann.
sundra schrieb:Entweder wurde er auf Inga aufmerksam oder er hat sich bei vorherigen Besuchen schon bemerkt und dann die Gelegenheit in dem kurzen Zeitfenster zwischen Rückweg zu den Häusern, genutzt und sie abgefangen. Denn sie wurde ja noch gesehen, wie sie sich auf dem Rückweg vom Platz zu den Häusern machte.
Das hat überhaupt nichts gegen deiner Sichtweise zu tun, aber für mir sehr schwierig vorstellbar.
Das sind ja eigentlich nur Sekunden, welchem dem Täter als Zeitfenster sich bot, um sie zu verschleppen.
Zudem hätte er ja auch noch auf dem Wilhelmshof mit einem Fahrzeug sein müssen.
Also direkt auf diesem und dieses Fahrzeug ist niemanden aufgefallen???
Musikengel schrieb:richtig und die Suchhunde liefen ja auch auf dem Wilhelmshof (nicht nur im Wald) alles ab, aber halt nur dort, wo Inga vorher auch war. (ihre Geruchsspuren waren).
Ich bitte um Korrektur!
Mir ist nur bekannt, dass es an einer Örtlichkeit im Bereich des Grillplatzes eine Geruchsaufnahme gab, aber kein Hund irgend eine Wegstrecke per Geruchsspur verfolgen konnte.
Nach meinem Kenntnisstand verfolgte kein einziger Hund eine Spur von Inga auf dem Wilhelmshof oder dem Wald, auch keine "Alt-Spur".


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.01.2020 um 20:22
Sven1213 schrieb:Ich bitte um Korrektur!
Mir ist nur bekannt, dass es an einer Örtlichkeit im Bereich des Grillplatzes eine Geruchsaufnahme gab, aber kein Hund irgend eine Wegstrecke per Geruchsspur verfolgen konnte.
Nach meinem Kenntnisstand verfolgte kein einziger Hund eine Spur von Inga auf dem Wilhelmshof oder dem Wald, auch keine "Alt-Spur".
Doch, es gab Geruchsspuren, auch Altspuren am Wilhelmshof und von einer Radtour im Wald. Die Hunde kehrten immer wieder auf das Gelände zurück. Eine längere durchgehende Spur zB in den Wald gab es nicht. Deswegen ist für mich ein Verlaufen, Verstecken ausgeschlossen. Dass die Spur letztlich offensichtlich abrupt am Gelände endet, kann nur eine Entführung mit einem KFZ bedeuten.
So können die Ermittler später ein komplettes Bewegungsprofil von Inga auf dem Gelände der Einrichtung erstellen. Danach hat sich die Fünfjährige nur am Waldrand bewegt. Meist kehren die Hunde aber wieder zurück auf das Gelände. Eine zusammenhängende Spur tief in den Wald gibt es aber nicht. Offenbar gibt es aber auch im Wald Geruchsspuren von Inga. Diese sind mit dem Aufenthalt des Mädchens mit ihrer Familie im Laufe des Tages vor dem Verschwinden bei einer Radtour erklärbar, so von Hoff. Das Bewegungsprofil der Hunde führt die Fahnder unter anderem auch an einen Schuppen auf dem Gelände. Dieser ist mit einem Schloss gesichert. Beim Öffnen wird aber schnell klar, warum die Hunde diese Stelle immer wieder anlaufen. Die benutzten Spielgeräte der Kinder befinden sich darin.

https://m.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1479336_Die-schwierige-Suche-nach-einer-Spur.html


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

02.01.2020 um 22:04
Nach wie vor eine Geschichte wie aus dem Albtraum jeder Eltern. Unvorstellbar!

@MaryPoppins
Danke für den verlinkten Artikel. Er zeigt deutlich, das es nicht die geringste Spur von dem Kind gibt.
Und wirklich jeder Stein umgedreht wurde.

Aber, und das frage ich mich und habe ich hier auch schon kundgetan, wann genau wurde alles durchsucht? Das kann nicht in den ersten 24 h passiert sein. Das ist logistisch bei der Größe des Areals nicht möglich.

Es kann also sein, das das Mädchen, aus welchen Gründen auch immer, getötet und vorerst vor Ort versteckt wurde. Und dann vielleicht erst am nächsten Tag verbracht wurde. Damit meine ich, Inga muss nicht unmittelbar mit dem Auto vom Hof gebracht worden sein.

Hauptsuchgebiet war erst Mal der Wald. Nicht die Gebäude.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 11:41
Ermittler der Spurensicherung durchsuchen in weißen Vollschutzanzügen sämtlich Müllcontainer. Stallungen, Keller und leere Baracken werden minutiös durchsucht. „Auch die Patientenzimmer wurden kontrolliert“, bestätigt eine Bewohnerin des Wilhelmshofs.

Polizeisprecher von Hoff zu BILD: „Unsere Beamten befragen alle Personen, die am Samstag in dem Objekt waren: die Bewohner, das Personal und die Besucher.“
Besonders auffällig für die Kriminalisten: Keiner der Suchhunde fand im Waldgebiet eine Geruchsspur von dem Mädchen.
Quelle: https://www.bild.de/regional/leipzig/vermisste-personen/wurde-inga-verschleppt-und-getoetet-40813384.bild.html


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 12:10
Wenn sie jemand auf dem Hof zwischengelagert hätte, wäre er sehr großes Risiko eingegangen. Er konnte ja nicht wissen wie die Polizei vorgeht. Hätte genau so gut sein können, sie hätten sofort den gesamten Hof auf den Kopf gestellt, neben der Suche im Wald.
Und auch wenn jemand Inga am nächsten Tag weggebracht hätte, geht das doch eigentlich gar nicht, ohne dass irgend eine Spur von dem Kind vorhanden gewesen wäre. Ein Haar, irgend etwas..bei den heutigen Möglichkeiten können ja auch kleinste Spuren gesichert werden.

Keinerlei Spuren direkt von dem Kind, weder auf dem Hof noch anderswo ..bliebe nur ..andere Gerüche drumherum sind stärker als der Geruch des Kindes.und führten die Hunde in die Irre. Essensreste, Kuhmist, usw.

das können dann aber eher die Experten der Fährten- , Such- Maintrailerhunde beantworten. war nur so ein Gedanke.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 12:18
Musikengel schrieb:Wenn sie jemand auf dem Hof zwischengelagert hätte, wäre er sehr großes Risiko eingegangen. Er konnte ja nicht wissen wie die Polizei vorgeht. Hätte genau so gut sein können, sie hätten sofort den gesamten Hof auf den Kopf gestellt, neben der Suche im Wald.
Daher gehe auch ich eher davon aus, dass Inga sofort mit dem Auto weggebracht wurde.
Aber theoretisch könnte auch jemand bewusst die Suche Richtung Wald angestoßen haben, um vom Hof abzulenken. Diese Person könnte Inga schon beim Fußballspiel am Nachmittag im Visier gehabt und später durch übertriebenes „Einmischen“ aufgefallen sein.

Ich glaube an einen männlichen Täter, der einen Bezug zum Hof oder Umfeld hatte, mobil war und bereits am Tag anwesend war.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 14:43
MaryPoppins schrieb:So können die Ermittler später ein komplettes Bewegungsprofil von Inga auf dem Gelände der Einrichtung erstellen. Danach hat sich die Fünfjährige nur am Waldrand bewegt. Meist kehren die Hunde aber wieder zurück auf das Gelände. Eine zusammenhängende Spur tief in den Wald gibt es aber nicht.
Vielen Dank für den Link.
Diesen Artikel kannte ich nicht.
Dieses deckt sich mit der öffentlichen Darstellung der Polizei und den Medien.
"Die am Waldrand Holz suchende Inga".

Ist es vorstellbar oder wahrscheinlich, dass dort ein Fahrzeug im Wald gestanden hat und von dort aus Inga mit einem Fahrzeug durch den riesigen Wald verbracht wurde?

Dieses ganze widerspricht ja der Darstellung der Eltern.
Dort lud sie noch am Grillplatz die Wasserflaschen ab und wurde noch von anderen (Kindern der anderen Familie oder Geschwister) gesehen, wie sie wieder zurück Richtung Haus ging.
Es führte ja keine Spur Richtung des Parkplatzes, wo für gewöhnlich die Besucher und Gäste des Wilhelmshofes parkten.
Daher ist bei der Version der Eltern ja anzunehmen, dass sie schon auf dem Gelände in ein Fahrzeug verbracht wurde oder gibt es da auch eine andere realistische Möglichkeit?
MaryPoppins schrieb:Das Bewegungsprofil der Hunde führt die Fahnder unter anderem auch an einen Schuppen auf dem Gelände. Dieser ist mit einem Schloss gesichert. Beim Öffnen wird aber schnell klar, warum die Hunde diese Stelle immer wieder anlaufen. Die benutzten Spielgeräte der Kinder befinden sich darin.
Diese Informationen hatte ich auch gehabt.
Musikengel schrieb:Ermittler der Spurensicherung durchsuchen in weißen Vollschutzanzügen sämtlich Müllcontainer. Stallungen, Keller und leere Baracken werden minutiös durchsucht. „Auch die Patientenzimmer wurden kontrolliert“, bestätigt eine Bewohnerin des Wilhelmshofs.
Auch wenn dieses vielleicht einen Tag später erst gemacht wurde, so hätte man ja irgendwelche Spuren oder sonst was von ihr finden müssen.
Also das sie nach ihrem Verschwinden sich noch auf dem Wilhelmshof aufgehalten hat, kann man schon als unwahrscheinlich ansehen.
Musikengel schrieb:Polizeisprecher von Hoff zu BILD: „Unsere Beamten befragen alle Personen, die am Samstag in dem Objekt waren: die Bewohner, das Personal und die Besucher.“
Sagenhaft und trotzdem führte das zu keinem Ergebnis.
Die Patienten sehe ich eher sekundär.
Die meisten sind nicht mobil, aufgrund ihrer Erkrankung nicht in der Lage und würden umgehend auffallen, wenn einer in diesem engen Zeitfenster oder auch später fehlt.
Es gibt noch ein Gästehaus für Seminar-Teilnehmer oder Urlaubsgäste.
Diese sind durch Teilnehmerlisten oder anderweitig schnell ermittelbar und überprüft.
Insgesamt waren auf diesem Hof ca. 120 Personen, ein sehr überschaubarer Kreis.
Das ist ja keine Bahnhofshalle, mit 120 unbekannten Menschen, sondern genau das Gegenteil.

Wie wahrscheinlich ist eine fremde Person?
Es gibt ja zu dem eher "dünnen" Spuren-Ergebnis der Suchhunde, keine unbekannte Person, welche sich auffällig verhalten hat oder jemanden an sich aufgefallen ist.
Zudem, warum sollte sich ein Täter gerade diese Örtlichkeit aussuchen, um ein Kind zu verschleppen?

Ich bekomme das einfach auch nach all den vielen Jahren nicht für mich erklärt, was da passiert sein soll.

Das Inga verschwunden ist, ist schlimm genug für ihre Eltern, Verwandte und Bekannte, aber diese Ungewissheit mehr als 4,5 Jahre, stelle ich mir unvorstellbar vor.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 17:29
@Musikengel
Du gehst von einer Trugspur aus. Den Gedanken hatte ich auch schon. Das ist noch nicht mal so schwer zu bewerkstelligen. Es muss etwas oberflächlich vergraben werden, was die Hunde anlockt. Ein großer Knochen mit Fleisch dran oder besser noch etwas halb verwestes.

Die Hunde freuen sich, graben es aus und jeder denkt, aha, die waren jetzt wegen dem halbverwesten Karnickel so scharf. Damit ist der Such- Punkt abgehakt, und niemand kümmert sich mehr darum, das darunter vielleicht noch was oder wer ganz anderes liegt.

Andererseits hat nicht jeder mal eben so etwas für die Trugspur geeignetes rum liegen. Und die Ermittler könnten den Punkt, an dem das von mir erdachte Kaninchen liegt, erneut mit anderen Hunden durchkämmen. Sind ja nicht blöd, die Leute...


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 18:36
Die Hunde reagieren nicht auf tierische Kadaver und deren Führer wissen das, d.h. sie würden beim Fund eines tierischen Kadavers auf jeden Fall weiter und tiefer graben. Sollte dann nichts gefunden werden würde man den betreffenden Hund ausser Dienst nehmen.
In Amerika hatte genau das ein Mörder, der seinen Nachbarn umgebracht hatte, einmal versucht und die Leiche mit Hilfe eines Baggers in einem fünf Meter tiefen Loch vergraben und in zwei Meter Tiefe dann noch einen tierischen Kadaver eingegraben. Der Trick hätte auch beinahe funktioniert bis einem der Ermittler der Bagger auffiel für den es auf dem Grundstück eigentlich keine plausible Verwendeung gab.


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 19:46
@Hercule-Poirot
Interessante Geschichte!

Aber dann ist das Ganze nur durch die Anwesenheit des Baggers aufgefallen? Sonst wäre der Mörder damit durchgekommen?

Also ich meine, die Hunde hätten nichts bemerkt?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 19:57
Allgoria schrieb:Aber dann ist das Ganze nur durch die Anwesenheit des Baggers aufgefallen? Sonst wäre der Mörder damit durchgekommen?

Also ich meine, die Hunde hätten nichts bemerkt?
@Allgoria
Das kann man so nicht sagen.
Hängt vom Hundeführer ab. Hunde und Hundeführer sind ein Team.
Wenn der Hund anschlägt und ein Tierkadaver ausgegraben wird, hängt vom Hundeführer ab, aber er den Fund als Ergebnis akzeptiert.
Ein erfahrener Hundeführer sollte sein Tier deuten können und sehen, dass es immer noch im Arbeitsmodus ist.

Es gibt natürlich auch Hunde, die sich ablenken lassen. Man kann das vorgestellte Beispiel nicht wirklich besprechen.
Der Fehler könnte hier auch beim Hundeführer gelegen haben. Vielleicht hat er nach dem Fund des Kadavers ein Abbruchsignal gegeben?


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Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst

03.01.2020 um 19:59
@frauzimt
Hiesse also, so ein von mir ersponnenes Kaninchenszenario wäre trotzdem möglich?


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