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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 16:35
Danke vielmals für die super Fotos! 👍

Was ist das? Sieht aus wie ein Erddepot....mit alten Bierflaschen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 16:50
Von der ganzen Machart her würde ich es schon eher für ein Werk von Jugendlichen halten. Allerdings wundert es mich, dass hier offenbar über längere Zeit nach Herzenslust Bäume abgesägt und auch Feuer gemacht werden konnte, ohne Ärger zu bekommen. Die Stelle ist etwa 100 m südlich des Auffindeortes. Vor etwa 3 Jahren habe ich dieses „Lager“ schon einmal gesehen, allerdings sah es da noch etwas anders aus, offenbar wird da immer wieder umgebaut. Es gibt auch an anderen Stellen im Wald verschiedene Lager und Bauten, die aber näher am LEH sind und ganz sicher von Schülern stammen (z.T. innerhalb des Schulgeländes).


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 16:52
@ErwinKöster
Richtig 😉. Allerdings sind keine Etiketten mehr da..


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 17:07
@panta_rhei

Ich habe erst beim zoomen gesehen dass es Flaschen sind 😉

In vielen alten Flaschen ist die Marke oder irgendwelche Symbole ins Glas eingeprägt. Mich würde nur interessieren ob sie aus den 80ern oder neuer sind.

Vermutlich herrschte '81 im LEH auch bereits Alkoholverbot. Da mussten die Schüler ihren Standort auslagern..

Könntest du die Flaschen holen und verwahren?Man weiß ja nie....

Das ist wirklich eine grundlegende Frage: Wieso kriegen die, die die ganzen Sachen errichtet haben keinen Ärger mit der Jagdaufsicht? Insbesondere die Feuerstelle geht schon mal überhaupt nicht.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 17:10
Übrigens kann man sehr interessante „historische“ Karten auf www.geoportal.bayern.de sehen. Hier eine Karte von Schondorf (ich glaube 1980-85). Zur Erklärung: Unterschondorf ist alles östlich der Bahnlinie und Oberschondorf westlich davon (bis 1970 waren das zwei Dörfer).


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Hier sieht man den Weingarten mit den damaligen Wegen, die es schon sehr lange gibt und auch heute noch begehbar sind. Die direkt an den Weingarten grenzenden Häuser sind nicht sehr zahlreich. Man kommt auch nicht von allen Straßen aus in den Wald hinein.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 18:34
@panta_rhei
Danke für die wertvollen Hinweise.
Es scheint so, dass es Sonderrechte für LEH Schüler gibt. Und gab. Ich hatte früher schon mal geschrieben, dass dieses Gewohnheitsrecht sicherlich mit der Konstellation Eltern/von Perfall/Jagdberechtigte zu tun haben, die dieses Gebiet einfach unreglementiert halten wollen, damit es attraktiv für die LEH Klientel bleibt. Es wird geduldet, dass hier Dinge passieren, die anderswo schon lange geahndet worden wären.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

07.12.2018 um 18:59
Hier ein Auzug aus der Heimordnung vom LEH von 1974 (die übrigens noch 1985 so galt):

Ausgangserlaubnis nach dem Abendessen
1. Schüler ab 16 Jahren: im Dorf und im weiteren Heimgebiet: Waldwiese mit Waldrand.
2. Schüler unter 16 Jahren im weiteren Heimgebeit, ab Einbruch der Dunkelheit im engeren Heimgebiet (innerer Waldrand)
3. Schüler aller Klassen bedürfen der Erlaubnis der Hauseltern, wenn sie sich nach dem Abendessen außerhalb der oben
beschrieben Gebiete aufhalten.

Alkohol und Nikotin
1. Der Gasthausbesuch und der Konsum von Bier und Wein in den Gasthäusern wird für Schüler ab 16 Jahren erlaubt:
nach dem Abendessen sowie am Wochenende und an Feiertagen.
2. Das Rauchen wird für Schüler über 16 Jahren in den Gasthäusern und an einem festgelegten Ort auf der Waldwiese gedultet.

Es wurde also zwischen inneren Waldrand und (äußeren) Waldrand unterschieden.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 00:19
Nur ein paar Gedanken zum Erddepot. Super Fund uebrigens!

In den letzten Jahren wurden die Regeln zum Alkohol stark verschaerft, und es wird auch regelmaessig getestet. Aus letzterem Grund wuerde es sich kaum lohnen, irgendwo Alkohol zu bunkern, weil man hinterher in der Schule sofort erwischt werden koennte.

Sollte das Erddepot aelteren Datums sein, und danach sieht es ehrlich gesagt aus, da ja keine Etiketten mehr vorhanden sind, dann wuerde es sich bei dieser Hausordnung fuer Schueler unter 16 lohnen, dort Alkohol zwischenzulagern, denn die durften ja gar nicht trinken. Man haette ihnen im Wirtshaus wohl auch nichts gegeben. Also bestuende fuer sie nur die Moeglichkeit, ueber einen Mittelsmann einkaufen zu lassen.

Fuer die aelteren haette es sich gelohnt, Alkohol einzulagern, der im Supermarkt bezogen wurde, denn der ist um einiges billiger.

Mich wundert diese liberale Hausordnung sehr. Fuer uns haette es ernste Strafen bedeutet, wenn wir mit Alkohol erwischt worden waeren, zB auf einer Klassenfahrt.

Werden Drogen eigentlich in der Hausordnung erwaehnt?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 00:32
Zu Drogen steht in der damaligen Hausordnung nichts.
Aber im Jahrgangsbuch von 1980:

März 1980 - "Diplompsychologe G.E. , München, spricht mit der in zwei Gruppen (Unter - und Mittelstufe; Oberstufe)
geteilten Schülerschaft überDrogenprobleme (Lehrer nicht zugelassen!).
Im Anschluß daran kommt Herr E. regelmäßig zu Einzel- und Gruppengeprächen ins LEH."


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 07:51
mich interessiert nochmal etwas anderes zum ort, wo die kiste vergraben wurde.

es stehen ein paar tannen dicht herum ,fast schon auf der kiste
wurde mal dazu erwähnt ,ob diese neu mitgepflanzt wurden,denn so ein tiefes loch zu graben zwischen den tannen ist schon sehr umständlich,die erde müßte ja auch verteilt werden,die übrig bleibt.
wenn man diese nicht abgefahren hat, um für seinen eigenen garten zu nutzen.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 09:45
Für mich stellt sich nach langem Mitlesen hier die Frage, ob es dem Täter im Fall Herrmann überhaupt um die Beute, das zu erpressende Geld ging, oder ob das Ganze für ihn nicht eher eine in seinen Augen geniale Inszenierung eines Verbrechen sein sollte. Das Drehbuch sollte imponieren, dieser Eindruck drängt sich mir auf. Vielleicht hätte man an diesem Punkt ansetzen sollen, als man anfing nach dem Täter bzw. den Tätern zu suchen . Mich würde interessieren was Profiler zu dieser These sagen und ob sie es für sinnvoll halten würden auch heute in dieser Richtung zu ermitteln.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 10:32
AnnaKomnene schrieb:Also bestuende fuer sie nur die Moeglichkeit, ueber einen Mittelsmann einkaufen zu lassen.
Oder von einem älteren Schüler, der schon eine Fahrerlaubnis und einen PKW hatte.
AnnaKomnene schrieb:Mich wundert diese liberale Hausordnung sehr.
Mich auch. Als wir beim Schulskikurs versuchten Alkoholika in einer Mineralwasserflasche getarnt mitzunehmen gab es Ärger. Und Rauchen lief sowieso nicht.

Vielleicht war der Grund im Leitbild des Internats zu suchen, das sehr stark auf "Verantwortung" setzt?Das Auftauchen des Drogenberaters könnte ein Hinweis darauf sein, dass es da Probleme gegeben hatte. Rauchen kann man nicht nur Tabak ;-)

Genauso wie im Werbeprospekt ein "tägliches Naturerlebnis am Ammersee" versprochen wird. Gehören da vielleicht Aktivitäten im Wald auch dazu? Wenn ja müsste man herausfinden, ob es da ein ganz harmloses Abkommen mit dem Waldeigentümer gab, den Westteil für die Schüler zu nutzen.

Was dagegen spricht ist der Umstand, dass der Westteil das bevorzugte Revier des Dr. M. war. Wenn sich dort andauernd Schüler aufgehalten hatten konnte er die Ansitzjagd vergessen.

@panta_rhei

Noch eine Frage: Sind bei dem Lager am ersten Foto noch andere Konstruktionen vorhanden? Das sieht sonst aus wie Jagdhochstand, der gerade gebaut wird. Das Holz ist noch ganz frisch.

Was könnte ausserdem das hölzerne Dreieck hinter dem Depot sein?

@meermin Der Meinung mit dem profiler bin ich auch.

Gruß EK


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 11:20
Ich hatte ja vor langem schon einmal vorgeschlagen das Gebiet mit Sonde begehen zu lassen.

Wer weiss was man noch alles findet. Es kann auch sein, dass man danach mehr ??? als Antworten hat aber es kann auch anders sein. Das weiss man erst wenn man es mit einem erfahrenen!! Sondengeher gemacht hat (so weit zulaessig versteht sich :)).

Dieser Wald scheint jedenfalls einiges an Geheimnissen zu haben.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 12:23
MaxiM3838 schrieb:Dieser Wald scheint jedenfalls einiges an Geheimnissen zu haben.
Stümmt! Viele Insekten, Nagetierchen, Schnecken und sonst so alles, was keucht und fleucht. :-)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 14:11
Mark_Smith schrieb:Stümmt! Viele Insekten, Nagetierchen, Schnecken und sonst so alles, was keucht und fleucht. :-)
Was ist deine Motivation, so etwas zu schreiben?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 16:10
2r2n schrieb:Was ist deine Motivation, so etwas zu schreiben?
Die Lust an der Freude und ab und an der Provokation. :-)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

08.12.2018 um 16:36
@MaxiM3838

Das hat die Polizei schon 1984 an folgenden Orten gemacht:
2r2n schrieb am 11.06.2018:Ich habe recherchiert:
1984 wurde sowohl der Vergrabungsort als auch der Auffindeort des Fahrrads mit einem Metallsuchgerät und einem Metallrechen durchsucht. Hier fand man etliche Teile aus Metall, auch drei Patronen, bzw. Teile davon:
- Beim Vergrabungsort einen Patronenboden einer Schrotpatrone
- Beim Aufindeort des Fahrrads eine Patronenhülse ohne Größenangabe und eine Patronenhülse mit 9mm
Im Westteil des Weingartens nicht, vermutlich aufgrund des fehlenden Ermittlungsansatzes.

Wäre sicher interessant (ich hatte den Gedanken auch schon), ist aber glaube ich an die Genehmigung des Grundeigentümers gebunden!

Gruß EK

PS So ein Gerät hätte ein Freund von mir verfügbar, der ist Archäologe.


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08.12.2018 um 17:07
MaxiM3838 schrieb:Ich hatte ja vor langem schon einmal vorgeschlagen das Gebiet mit Sonde begehen zu lassen.
2r2n schrieb am 11.06.2018:2r2n schrieb am 11.06.2018:Ich habe recherchiert:1984 wurde sowohl der Vergrabungsort als auch der Auffindeort des Fahrrads mit einem Metallsuchgerät und einem Metallrechen durchsucht.
In begrenzten Bereichen hat es offenbar Untersuchungen mit einem Metalldetektor gegeben.

Den gesamten Weingarten zu durchsuchen, erscheint unrealistisch. Es handelt sich um eine Fläche von ca. 1 km x 2 km. Das sind 2 000 000 m². Nehmen wir einmal an, es dauert nur 10 sec, 1 m² zu durchsuchen, dann wären das 20 000 000 sec reine Suchzeit. Das sind 5555 Stunden, also 700 8-Stunden-Tage.


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08.12.2018 um 19:28
robernd schrieb:Den gesamten Weingarten zu durchsuchen, erscheint unrealistisch.
Das ist richtig. Die neuralgischen Punkte zu untersuchen würde fürs erste mal ausreichen, insbesondere im Westteil Richtung LEH/Maske.


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