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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 18:52
SirMarvel schrieb:Das ist eine Sache an die Du Dich seit Jahren festklammerst.
Ich bin hier noch nicht einmal ein Jahr dabei, und habe mich vorher nie eingehend mit dem Fall beschaeftigt.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 18:54
AnnaKomnene schrieb:Ich bin hier noch nicht einmal ein Jahr dabei, und habe mich vorher nie eingehend mit dem Fall beschaeftigt.
Dann streiche Jahre und setze Monate :)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 19:26
SirMarvel schrieb:- Es gibt Bohr- und Schraubstellen an den Rohren, deren Funktion bisher unergründet war
- Es gibt einen Spalt im oberen Deckel für die Kabeldurchführung
- Es gibt einen Kratzer am oberen Deckel, exakt an der Stelle der vermuteten Batterieklemme
- Es liegt auf der Hand die technische Installation oben wartbar zu haben, da bei Barbara Mackle genau das schiefgegangen war
- Der Deckel ist exakt so hoch, das er die Autobatterie verstecken kann
- Es ist hinsichtlich des Gesamtaufwands des Unterfangens nicht erwartbar das die Belüftung einfach "vergessen" wird.
Du schließt aus Bohrlöchern unbekannter Funktion und einem Kratzer im Deckel der Abdeckhaube, dass ein Ventilator und eine Batterie vorhanden waren. Mehr hast du objektiv nicht.

Die Abdeckhaube umfasst die seitlich die Kiste, um die Riegelmechanik vor Dreck zu schützen. Sie ist deshalb größer als die Kiste. Damit gibt es keinen Spalt auf der Scharnierseite , sondern die Haube liegt direkt auf der Kiste auf. Der Abstand zwischen Haubendeckel und Kistendeckel ist damit um die geforderten 3 cm Spaltbreite niedriger. Die ausgesuchte Batterie passt also nicht hinein. Ich weiß, auch die Batterie soll nur ein Beispiel sein wie der Ventilator. Die Täter hatten aber das Problem, dass sie nicht mit Beispiel-Teilen sondern mit konkreten Teilen basteln mussten. Und die mussten sie erst einmal beschaffen.

Geschlossene Kiste mit geöffneter Abdeckhaube (bessere Fotos sind nicht verfügbar):
Abdeckhaube

Der sogenannte Ventilator-Beweis kommt mir vor wie das Gutachten über das Tonbandgerät. Auch dort wurde allein die theoretische Machbarkeit als Beweis gewertet. Und dann kommt so ein Ignorant wie ich und bemüht sich, die Spekulationen Punkt für Punkt zu widerlegen. Nur wachsen neue Spekulationen viel schneller nach als sich bestehende widerlegen lassen.
SirMarvel schrieb:AnnaKomnene schrieb:
Wenn hier jemand die Kiste nachbaut, dann waere der wichtigste Punkt nachzumessen, ob sich das CO2 in der Kiste unten ablagert, wenn eine Person drinnen sitzt, die Waerme produziert und durch die Atmung die Kiste durchwirbelt. Das ist der Nachweis, den wir aus medizinischer Sicht brauchen.


Das ist nicht Sinn und Zweck des Kistenbaus. Es geht um die Lüftungsinstallation und die entsprechende Luftumwirbelung bzw. das Gesamtsystem.
Hier gebe ich @AnnaKomnene Recht. Ich hatte mir auch schon überlegt, eine Modell-Kiste zu bauen. Siehe hier. Dabei ging es einzig darum, wie lange CO2 im Zweifelsfall auch ohne Ventilator in der Kiste bleibt. Der Gasgehalt in der Kistenluft ist mit Abstand das Wichtigste, das sich nicht berechnen lässt.
Um die Wirksamkeit eines Miniventilators zu widerlegen (bzw. zu prüfen), braucht man keine Kiste. Dafür reichen 3 m Abflussrohr mit einem leichten Plastiksack am Ende. Mit vorgegebenen Belüftungsraten lässt sich relativ leicht rechnen. Dafür braucht man keine Kiste zu bauen.

Zum Schluss der Diskussion habe ich eine dringende Bitte: Wenn jemand tatsächlich die Kiste nachbaut (ich habe das Projekt längst aufgegeben), möge er dringend den Gasaustausch (CO2 <-> Sauerstoff) messen.


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02.02.2019 um 21:34
robernd schrieb:Der sogenannte Ventilator-Beweis kommt mir vor wie das Gutachten über das Tonbandgerät. Auch dort wurde allein die theoretische Machbarkeit als Beweis gewertet.
Und Du kommst mir vor wie Frau Dr. Boss, die kritische Fragen genervt "wegputzt" oder Fragen nicht beantwortet. :D

Der Ventilator ist kein "Beweis", das hat auch niemand behauptet. Die "theoretische Machbarkeit" hast Du zumindest nun zum ersten Mal eingeräumt. Das werte ich als Schritt vorwärts :)

Diese Theorie wird gestützt durch die Bohrlöcher, Schraublöcher und den Ventilator in der Fallvorlage Barbara Mackle. Das alleine reicht mir schon um diesen Gedanken zu verfolgen und die mögliche Installation zu durchdenken. Darum geht es.

Im Übrigen wäre die Kabeldurchführung trotz Kistenauflage natürlich dennoch gut möglich. :)


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 21:52
@SirMarvel

Ich finde, dass @robernd sehr gut geantwortet hat. Der 3cm Unterschied zwischen beiden Seiten der Haube hat eine andere Funktion, und die Batterie haette nicht unter die Haube gepasst. Damit faellt schon einmal einiges Deiner Hypothese oder besser haltlosen Spekulation weg.

Die schoen sauber angebrachten kleinen Loecher im Rohr passen nun einmal zum Guertel und dem Stueck Stoff. Das spricht auch dagegen, dass da ein Ventilator angebracht war.

Was bleibt nun? Ein Kratzer an der Innenseite der Haube. Und daraus kann man nun wirklich nicht auf einen einmal vorhandenen Ventilator schliessen. Es gibt einige hundert verschiedenen Moeglichkeiten, wie da ein Kratzer drauf gekommen sein koennte, zumal die Haube ja zunaechst anscheinend irgendwo anders verwendet wurde.

Ich schliesse aus verschiedenen tatsaechlich vorhandenen Befunden, dass die Taeter nicht besonders versiert waren. Der Klingeldraht lag nun einmal vor. Haetten sie ein WalkieTalkie verwendet, waere das einfacher und schneller gegangen, und sie haetten keine Spuren hinterlassen. Der Brief wurde nun einmal zu spaet eingeworfen. Die Kommunikation funktionierte nun einmal nicht. All das steht fest. Ach und das Opfer war auch tot.

Die Kiste halte ich handwerklich gesehen auch nicht fuer besonders gelungen. Wegen der verpfuschten Lueftung wuerde ich sagen 6, denn der Hauptzweck wurde ja nicht erreicht, das Opfer hatte keine Ueberlebenschance, selbst wenn sie sie nicht zuvor mit dem BTM getoetet haetten. Von der sonstigen handwerklichen Ausfuehrung ist das bestenfalls eine 3, wenn man es mal mit schulischen Noten vergleichen wollte.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 22:48
Ich glaube, wir haben hier ein ganz grundlegendes Problem.

Vor nunmehr über 37 Jahren wurde die Kiste entdeckt; das aufgefundene Rohrsystem, die aufgefundene Konstruktion wurde umfassend begutachtet, es wurde eine Theorie entwickelt.

Die Theorie lautete: Der/die Täter hatten vor, den Innenraum der Kiste mit Hilfe des thermischen Prinzips eines Kamins zu belüften. Dabei begingen sie so grundsätzliche Fehler (Rohrdurchmesser, Länge der Rohre, Anordnung der Rohre nach Höhe...), dass es ein gänzlich dysfunktionales Belüftungssystem war. Selbst ohne die mit Erde und Laub verstopften Rohrenden wäre es unmöglich gewesen, die Kiste auf diese Art zu belüften. Ebenso gut hätten die Täter im Grunde gar kein Belüftungssystem einbauen können.
(Juristisch offenbar relevant dabei: da die Täter aber davon ausgingen, es sei ein funktionierendes Belüftungssystem, liegt kein Mordmerkmal vor.)
Es wurde sehr sehr fleißig ermittelt und ich habe wirklich größten Respekt vor den Polizisten, die sich so ausführlich mit allen Einzelheiten auseinandergesetzt haben.

Die grundsätzliche Theorie aber, die Deutung der Teile (wie z.B. die Abdeckhaube als Schutzvorrichtung für den Kistendeckel), war nicht im Zentrum der Ermittlungsarbeit. Warum auch? Wie soll man da ermitteln?

Es gab im Laufe der vielen Jahre zahlreiche Streitereien unter den Ermittlern, es gab Tatverdächtige und Spuren und dann eine lange Zeit nichts mehr, bis schließlich WM verhaftet wurde.
Die ganz am Anfang erstellte Theorie zum Belüftungssystem aber, die grundsätzliche Konstruktion der Kiste, wurde nie mehr in Frage gestellt.

Ich finde es daher einen sehr interessanten Ansatz, einen Schritt zurückzutreten (oder auch zwei oder drei...) und sich zu überlegen, ob es möglich ist, dass die Theorie des dysfunktionalen Belüftungssystems nach dem Kaminprinzip, des T-Rohrs als (reines) Sprachrohr, der dreifach gestrichenen Abdeckhaube als bloßen Schutz für die Riegel, der sinnlosen Rohrkonstruktion..., dass diese Theorie falsch ist.

Ich finde es einen sinnvollen Ansatz, zu überlegen, ob es möglich ist, dass man der Konstruktion, so wie sie vorgefunden wurde, nur etwas hinzufügen muss (ohne umzukonstruieren, nur durch schlichtes hinzufügen), damit die bestehende Konstruktion funktioniert.

Ein etwas albernes Beispiel: Stellt euch vor, ein Fahrrad wird gefunden, bei dem die Pedale fehlt. Da die Erfindung des Fahrrads noch unbekannt ist, nimmt man an, dass es ein dysfunktionaler Wagen ist. Es wird die Theorie aufgestellt, dass jemand einen Wagen konstruieren wollte, aber keine Ahnung von Schwerkraft, Lenkung und Gleichgewicht hatte.
Was wäre, wenn nun jemand mit einer Pedale auftauchen und sie zum dysfunktionalen Vehikel hinzufügen würde und das Vehikel würde damit tatsächlich funktionieren, weil es dann kein dysfunktionaler Wagen mehr wäre, sondern ein Fahrrad?


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 22:50
AnnaKomnene schrieb:Damit faellt schon einmal einiges Deiner Hypothese oder besser haltlosen Spekulation weg.
Liebe Ana, erstmal ist das nicht "meine" Hypothese, sondern die Hypothese gleich mehrerer engagierter Nutzer hier im Thread. Weiterhin hast Du offenbar überlesen was selbst Robert betonte: Die genannte Batterie war ein schnelles Beispiel. Was hier "haltlos" ist, will mir nicht wirklich einleuchten.

Du hast das mit den Bohrlöchern und Schraublöchern im T-Stück leider auch immer noch nicht gedanklich durchdrungen wie mir scheint. Und ist es nicht auch Spekulation anzunehmen, das diese Bohrungen und Schraubungen "ohne Funktion" sein sollen? ;) Mit dem Gürtel haben die 2 zusätzlichen Löcher und drei Schraublöcher nämlich nichts zu tun.
AnnaKomnene schrieb:Ich schliesse aus verschiedenen tatsaechlich vorhandenen Befunden, dass die Taeter nicht besonders versiert waren. Der Klingeldraht lag nun einmal vor. Haetten sie ein WalkieTalkie verwendet, waere das einfacher und schneller gegangen, und sie haetten keine Spuren hinterlassen. Der Brief wurde nun einmal zu spaet eingeworfen. Die Kommunikation funktionierte nun einmal nicht. All das steht fest. Ach und das Opfer war auch tot.
Stimmt, der Klingeldraht lag vor und hat bestens funktioniert - viel besser als es elektronische Funktechnik wie Walkie Talkies hätten leisten können.

Und der Brief wurde eingeworfen und kam zu spät an, na und? Was hat das mit Technik zu tun?

Es gibt nicht "die Täter" als Einzelperson. "Die Täter" sind eine Gruppe von mindestens 2 - eher 3 oder 4 -Menschen die ihrerseits unterschiedliche Kompetenzen und Qualifikationen hatten. Und entsprechend kommt/kam es natürlich - wie in jeder Gruppenarbeit - auch zu Fehlern und menschlichem Versagen. Das ist normal.

Es kommt bei Deiner Bewertung auch irgendwie zu kurz was hier alles funktioniert hat. Die Geheimhaltung, keine Spuren, die Infrastruktur, die Konstruktion, die Entführung, etc. Du hast also meines Erachtens etwas einen Scheuklappenblick. Mir kommt es vor Du bist zu sehr darauf fixiert das die Täter Idioten waren - das gibt der Fall in der Gesamtbetrachtung aber nicht her.


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Der Fall Ursula Herrmann, Anfang 80er Jahre

02.02.2019 um 23:03
panta_rhei schrieb:Was wäre, wenn nun jemand mit einer Pedale auftauchen und sie zum dysfunktionalen Vehikel hinzufügen würde und das Vehikel würde damit tatsächlich funktionieren, weil es dann kein dysfunktionaler Wagen mehr wäre, sondern ein Fahrrad?
Ein Fahrrad ohne Pedale ist ganz klar eine Fehlkonstruktion. Eine Kiste mit dem Versuch einer Belüftungsanlage mit Kamineffekt ist zwar im Endeffekt auch eine Fehlkonstruktion, aber zumindest ist der Wille erkennbar, ein funktionierendes System herzustellen. Das wäre bei dem Fahrrad ohne Pedale nicht der Fall.

Und @SirMarvel, ich (und sicherlich auch @AnnaKomnene) gehen nicht davon aus, dass die Täter Idioten waren. Ganz im Gegenteil, die waren sehr intelligent. Aber sie waren unerfahren. Ich denke schon, dass es viele Belege dafür gibt.

Und um es nochmal klarzustellen: Ich wünschte, die Ventilator Theorie wäre nachweisbar. Das hätte justiziable Auswirkungen. Aber mit einer Theorie lockt man keine Staatsanwaltschaft hinter dem Ofen hervor. Vielleicht gibt es ja noch weitere Ideen, die zu einem Nachweis führen. Unterm Strich muss ich also sagen, dass ich dankbar bin für eure Ideen. Und ich denke auch, dass die kontroverse Diskussion schon ihren Sinn hat.


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02.02.2019 um 23:09
2r2n schrieb:Ein Fahrrad ohne Pedale ist ganz klar eine Fehlkonstruktion. Eine Kiste mit dem Versuch einer Belüftungsanlage mit Kamineffekt ist zwar im Endeffekt auch eine Fehlkonstruktion, aber zumindest ist der Wille erkennbar, ein funktionierendes System herzustellen. Das wäre bei dem Fahrrad ohne Pedale nicht der Fall.
Um bei meinem Fahrrad-Beispiel zu bleiben: Die Konstrukteure hatten ja eine Pedale, denn sie haben ein Fahrrad (natürlich mit Pedale) konstruiert. Nur ist die Pedale nicht mehr da, als das Vehikel gefunden wird.
Das Fahrrad ist keine Fehlkonstruktion, sondern macht nur in den Augen der Finder keinen Sinn, weil sie von einem Wagen ausgehen.
Erst durch die Hinzufügung der Pedale macht die Konstruktion wieder Sinn.


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02.02.2019 um 23:28
SirMarvel schrieb:Es kommt bei Deiner Bewertung auch irgendwie zu kurz was hier alles funktioniert hat. Die Geheimhaltung, keine Spuren, die Infrastruktur, die Konstruktion, die Entführung, etc
Die Taeter haben einen ganzen Haufen Spuren hinterlassen, man hat sie bisher nur noch nicht zuordnen koennen. Zum Beispiel gibt es einen Fingerabdruck. Von DNS konnten sie damals noch nichts gewusst haben, es wurden aber Haare gesichert. Die Nachweise habe ich schon mehrmals oben verlinkt.

Durch die ungewoehnliche Batterie haette man sie zB eventuell finden koennen, da hatten sie einfach Glueck.

Und die dickste Spur ist immer noch die starke Bindung an genau dieses Waldstueck. Die kannten sich dort aus, und das grenzt die Menge der moeglichen Taeter gewaltig ein.

Von der Lueftung abgesehen wuerde ich der Konstruktion der Kiste wie gesagt eher eine 3 geben. Das war nicht sauber gearbeitet. Die Schrauben standen raus, und am Sitzbrett sowie den Riegeln wurde nicht ordentlich gebohrt bzw gesaegt.


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03.02.2019 um 00:05
2r2n schrieb:Ein Fahrrad ohne Pedale ist ganz klar eine Fehlkonstruktion.
Ein Fahrrad ohne Pedale ist ein "Fahrrad" - nur halt ohne Pedale. Wenn die Pedale mitgenommen wird wird das Fahrrad nicht dadurch zu einer Fehlkonstruktion.
AnnaKomnene schrieb:Das war nicht sauber gearbeitet. Die Schrauben standen raus, und am Sitzbrett sowie den Riegeln wurde nicht ordentlich gebohrt bzw gesaegt.
Ich denke nicht das man mit der Kiste einen Schönheitspreis gewinnen wollte. Und wie gesagt: Es gab offenbar mehrere Handlanger unterschiedlicher Qualifikation.
AnnaKomnene schrieb:Die Taeter haben einen ganzen Haufen Spuren hinterlassen, man hat sie bisher nur noch nicht zuordnen koennen.
Dann waren die Täter Idioten weil sie einen Haufen Spuren hinterließen - und die dutzenden Ermittler waren auch Idioten, weil sie die zahlreichen Spuren nicht verwerten konnten. Das lässt an der Qualität der Spuren doch arg zweifeln.

Oder aber die Täter waren so klug, das sie die Ermittler wie Idioten darstellen konnten. Daran glaube zumindest ich beharrlich.

Oder Teile der Ermittler gehörten selbst zu den Tätern? ;) Wäre eine spannende Vorstellung. Sagte ich schonmal das wir hier einen Feuerwehrmann hatten, der jahrelang Feuer legte? Oder der Krankenpfleger aus dem Fernsehen, der Patienten tötete um sie wiederzubeleben. Verrückt welche Stories das Leben schreibt.


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03.02.2019 um 01:04
panta_rhei schrieb:Ich finde es einen sinnvollen Ansatz, zu überlegen, ob es möglich ist, dass man der Konstruktion, so wie sie vorgefunden wurde, nur etwas hinzufügen muss (ohne umzukonstruieren, nur durch schlichtes hinzufügen), damit die bestehende Konstruktion funktioniert.
Wenn man diesen Ansatz verfolgt, muss ein damals verfügbarer Lüfter mit ausreichend Leistung ins Rohrsystem.
Hier wäre mal ein Beispiel für den dichten Einbau eines Lüfter in ein KG Rohr - allerdings mit einem Querschnitt von DN 125 und einem heute verfügbaren Lüfter:
https://cms.seng.de/category/anleitungen/
Ob das auch so 1981 zu realisieren gewesen wäre ?

Rohrluefter top

Rohrluefter bot


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03.02.2019 um 01:39
Mal noch kurz mögliche Erklärungen dafür, warum man die Installation abbaute.

1. Der Lüfter musste raus, weil Geruch ausgetreten wäre und man die Rohre abdichten/verstopfen wollte.

2. Die Batterie musste weg weil der Deckel möglichst tief eingedrückt werden sollte. Die Decke, die sich vormals evtl. unter dem Kistendeckel befand, legte man nun oben auf um weichen Waldboden zu imitieren.


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03.02.2019 um 01:44
@robernd:
Nur ein Gedankenspiel: Wäre es "denkbar", ein 50hz Störgeräusch hinzuzumischen um ein anderes, möglicherweise unerwünschtes, Hintergrundgeräusch damit zu überlagern?

@Skupin:
Interessanter Beitrag und Link. Herzlichen Dank! :)


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03.02.2019 um 08:23
SirMarvel schrieb:Nur ein Gedankenspiel: Wäre es "denkbar", ein 50hz Störgeräusch hinzuzumischen um ein anderes, möglicherweise unerwünschtes, Hintergrundgeräusch damit zu überlagern?
Selbst wenn der 50 Hz Netzbrumm kein Sinuston wäre, sondern zusätzliche Obertöne hätte, müsste er sehr sehr laut sein, um Geräusche, die ja in allen anderen Frequenzbereichen liegen, zu überdecken. Ich kann mir ein absichtliches Verschleiern zudem nicht vorstellen. Und ich verstehe auch die Idee nicht, dass es ein Ventilatorgeräusch sein soll, das überdeckt werden müsste. Was hätte der Ventilator mit den Erpresseranrufen zu tun? Das sind ja zwei ganz verschiedene Tatbereiche...


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03.02.2019 um 11:10
2r2n schrieb:Und ich verstehe auch die Idee nicht, dass es ein Ventilatorgeräusch sein soll, das überdeckt werden müsste.
Es handelte sich erstmal um eine theoretische Frage, da mir der Ursprung des 50Hz Tons doch sehr schleierhaft ist. Ein Gedankenspiel ;)

Ein Ventilator mit 3000 Umdrehungen erzeugt ein 50hz Geräusch. Wäre der Ventilator im Hintergrund der Aufnahme zu hören gewesen, man wollte aber bei der fehlenden Belüftung bleiben, könnte das vielleicht Sinn ergeben.


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03.02.2019 um 11:34
@SirMarvel

Also mir ist noch kein Ventilator begegnet, der einen gleichfoermigen Ton erzeugt haette. Das hoert man auch ohne weitere Hilfsmittel heraus. Und selbst wenn man einen Ventilator im Hintergrund nachweisen koennte, was wuerde das beweisen? Das koennte genausogut die Abzugshaube in der Kueche oder die Lueftung im Bad sein, oder irgendein anderes technisches Geraet, das einen Ventilator hat. Wieso sollten sie das Band aufnehmen, waehrend sie den Ventilator der Kiste testen, der uebrigens auch gar nicht vorhanden war?


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03.02.2019 um 11:46
SirMarvel schrieb:Nur ein Gedankenspiel: Wäre es "denkbar", ein 50hz Störgeräusch hinzuzumischen um ein anderes, möglicherweise unerwünschtes, Hintergrundgeräusch damit zu überlagern?
SirMarvel schrieb:Ein Ventilator mit 3000 Umdrehungen erzeugt ein 50hz Geräusch. Wäre der Ventilator im Hintergrund der Aufnahme zu hören gewesen, man wollte aber bei der fehlenden Belüftung bleiben, könnte das vielleicht Sinn ergeben.
@SirMarvel
Nur zum Verständnis: Falls ein Ventilator an der Kiste verwendet wurde, hätte dieser ein DC-Ventilator für Gleichstrom aus einer Batterie sein müssen. Dessen Drehzahl hängt u. a. von der Batteriespannung ab (die ja während des Betriebs kontinuierlich abnimmt) und wäre deshalb nie konstant. Der 50 Hz-Brummton kann deshalb nicht von einem Ventilator stammen, der für die Belüftung der Kiste verwendet wurde, da an der Kiste kein 50 Hz-Netzanschluss für einen Wechselstrom (AC-) Ventilator vorhanden war.


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03.02.2019 um 11:56
SirMarvel schrieb:Und Du kommst mir vor wie Frau Dr. Boss, die kritische Fragen genervt "wegputzt" oder Fragen nicht beantwortet.
Hier vertauschst du die Rollen. Die Gutachterin hat in unserem Fall die fragwürdige Konstruktion erfunden, und ich habe sie mit Fakten widerlergt. Darauf denkt sich die Gutachterin spontan weitere noch fragwürdigere Argumente aus.
Du erfindest eine wenig plausible Konstruktion, und ich widerlege die wenigen konkreten Punkte davon mit Fakten. Darauf denkst du dir weitere noch fragwürdigere Argumente aus.
panta_rhei schrieb:Um bei meinem Fahrrad-Beispiel zu bleiben: Die Konstrukteure hatten ja eine Pedale, denn sie haben ein Fahrrad (natürlich mit Pedale) konstruiert. Nur ist die Pedale nicht mehr da, als das Vehikel gefunden wird.
Das Fahrrad ist keine Fehlkonstruktion, sondern macht nur in den Augen der Finder keinen Sinn, weil sie von einem Wagen ausgehen.
Erst durch die Hinzufügung der Pedale macht die Konstruktion wieder Sinn.
Das ist genau unser Problem. Aus Sicht der Täter fehlen die Pedale. Die Sicht der Täter ist uns aber unbekannt. Mit euren Denkansätzen würdet ihr zur vorgefundenen Konstruktion einen Elektromotor samt Batterie hinzufügen. Und siehe, das Gefährt würde sich sogar bewegen. Allerdings hätte dieser Zusatz absolut keinen Bezug zur Realität.
Skupin schrieb:Wenn man diesen Ansatz verfolgt, muss ein damals verfügbarer Lüfter mit ausreichend Leistung ins Rohrsystem.
Genau meine Meinung, die ich schon früher aufgeschrieben habe:
robernd schrieb am 19.01.2019:5. Am günstigsten ist ein Rohr-Ventilator. Wenn der nicht im richtigen Durchmesser zu haben ist, muss ein anderer Lüfter (z.B. für Elektronik-Kühlung) in ein dickeres Rohrstück eingepasst werden.
--------------------
SirMarvel schrieb:Es handelte sich erstmal um eine theoretische Frage, da mir der Ursprung des 50Hz Tons doch sehr schleierhaft ist. Ein Gedankenspiel ;)
Ein Ventilator mit 3000 Umdrehungen erzeugt ein 50hz Geräusch. Wäre der Ventilator im Hintergrund der Aufnahme zu hören gewesen, man wollte aber bei der fehlenden Belüftung bleiben, könnte das vielleicht Sinn ergeben.
Genau derartige Gedankengänge nerven mich fürchterlich. Nachdem ich klipp und klar erkläert habe, woher die 50-Hz-Störung stammt (elektrische Einstreuung aus dem Stromnetzt während der Digitalisierung), bietests du neue, abstruse Möglichkeiten an und nötigst uns (auch @2r2n) zu einer fundierten Stellungnahme.
2r2n schrieb:Was hätte der Ventilator mit den Erpresseranrufen zu tun? Das sind ja zwei ganz verschiedene Tatbereiche...
Genau: Der Erpresseranruf stammt aus einer Telefonzelle und nicht aus der Kiste, dort gibt es den von dir erfundenen Ventilator nicht. Auch ein 50-Hz-Geräusch (von mir aus Ventilator) in der Küche des Täters während irgendwelcher Tonaufnahmen würde niemals im Telefonmitschnitt hörbar sein.

Und jetzt noch Fakten zu Ventilatoren: Es gibt praktisch keinen Ventilator mit 3000 Umdrehungen/min. Das ist zwar die Drehfrequenz des Wechselstrom/Drehstromnetzes. Alle für Ventilatoren geeigneten Wechselstrommotoren (Spaltpol, Kurzschlussläufer) laufen jedoch langsamer.
Bei einem Gleichstrommotor würde es einem mit gigantischem Aufwand gelingen, diese Drehzahl ausreichend genau hinzubekommen. Diesen gibt es aber bei handelsüblichen Ventilatoren nicht.
Ein Ventilator strahlt keine Töne ab, die seiner Drehzahl entsprechen. Er hat nämlich mehrere Flügel, die jeweils einen Luftstoß liefern, wenn sie an einem Haltesteg vorbei laufen. Wenn du jemals in deinem Leben einen solchen Lüfter betrieben hättest, würdes du wissen, dass es kein Brummen sondern ein höherfrequentes Heulen ist.

Jeder, der Tonaufzeichnungen genauer analysiert, filtert erst einmal die 50-Hz-Störung heraus. Damit ließe sich also nichts überdecken. Und wie @2r2n bereits schrieb, lässt sich mit einer leisen Störung praktisch nichts unhörbar machen.


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03.02.2019 um 11:58
AnnaKomnene schrieb:der uebrigens auch gar nicht vorhanden war?
Es gibt hier Nutzer die wertvolle Beiträge zu diesem Thema leisten - wie Panta und Skupin. Bitte nimm diese Beiträge doch ernst, diskutier über die Sache und lass die "Glaubensbekenntnisse" beiseite. Das würde sicherlich helfen. :)
Heidi71 schrieb:Der 50 Hz-Brummton kann deshalb nicht von einem Ventilator stammen, der für die Belüftung der Kiste verwendet wurde, da an der Kiste kein 50 Hz-Netzanschluss für einen Wechselstrom (AC-) Ventilator vorhanden war.
Hallo Heidi, es war gemeint das der 50Hz Ton bewusst (nicht vom Täter) beigemischt wurde um etwas im Hintergrund zu kaschieren. Das wollte ich einfach zur Diskussion stellen. :)

Zum Gürtel im T-Stück:

Ein eingerolltes Gürtelstück in der KG Muffe hält das innenliegende 40mm KG Rohr. Das innenliegende KG Rohr wird mit einem Splint auf richtiger Höhe gehalten. Der Gürtel drückt von oben (Prinzip elastische Aufhängung bei Motoren) und fixiert das 40er KG Rohr mittig. Vibrationen vom Ventilator werden abgefangen und übertragen sich nicht auf das äußere Rohr

guertel1.jpeg

guertel2.jpeg
robernd schrieb:Genau derartige Gedankengänge nerven mich fürchterlich. Nachdem ich klipp und klar erkläert habe, woher die 50-Hz-Störung stammt (elektrische Einstreuung aus dem Stromnetzt während der Digitalisierung), bietests du neue, abstruse Möglichkeiten an und nötigst uns (auch @2r2n) zu einer fundierten Stellungnahme.
Es handelt sich hier um ein Diskussionsforum. Es ist Sinn und Zweck das Nutzer hier ihre Ideen und Gedanken zur Diskussion stellen. Wenn Dich das nervt, tut mir das leid. Ich bin aber nicht hier um Dich glücklich zu machen. Frau Dr. Boss haben Deine Fragen sicherlich auch fürchterlich genervt ;)


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