RolloTomassi schrieb:Besagter, sehr erfahrener Reiseführer sagte aber mehrmals in Interviews, dass wenn sich die Mädchen verlaufen haben und /oder verunfallt sind, man sie hätte rechtzeitig finden müssen. Eine sehr interessante Aussage meiner Meinung nach.
Ich kenne diese Aussage und wenn man sich mit den Suchmaßnahmen beschäftigte, kommt man zu keinem anderen Ergebnis.
Spontan fällt mir dazu eine Aussage von den niederländischen Rettungskräften ein, welche sich ab dem 25.05. bis zum 04.06. mit etwa 18 Personen und 12 speziell ausgebildeten Hunden, an den Suchmaßnahmen beteiligten.
Da ich keine Quelle auf die Schnelle finde, kopiere ich es sinngemäß hier rein.
Diese gaben als Ergebnis ihrer Suchmaßnahme folgendes Statement ab:
„Das sich die Beiden vermissten niederländischen Frauen nicht in der Bergregion oder auf den Wanderwegen um Boquete aufhielten.“
Mienshao schrieb am 13.12.2025:Somit kann sich eben kein Experte so richtig erklären, wie die Knochen von Kris derart ausbleichen konnten und dementsprechend weiß sind. Es sei denn das ist - trotz Foulplay - irgendwie zufällig passiert aufgrund spezieller Umstände (die wir nicht kennen). Und dann nur bei Kris, nicht bei Lisanne.
Das ist für mich wieder so ein Punkt, wo ich sage, hier wird ein weiteres Mysterium benannt, welches in meinen Augen keines sein muss!
Richtig ist, dieses kann durch intensive Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden, aber ich hinterfragte dieses und bekam als Antwort, dass die menschlichen Knochen zu mehr als zwei Drittel aus Kalzium-Phosphate bestehen und beim Verwesungsvorgang diese auf natürliche Weise freigesetzt werden und dadurch eine weiße Färbung der Knochen hervorgerufen werden. Ich meine, diese können auch eine andere Färbung hervorrufen, was aus der Erinnerung, in Verbindung mit der Bodenbeschaffenheit zu tun hat.
RolloTomassi schrieb am 13.12.2025:Gehen wir von mehreren Entführern aus, so herrschte eventuell auch Uneinigkeit wie man mit den Beiden weiter verfahren sollte. Auch nachdem sie schließlich doch umgebracht wurden. Was eventuell zu all den zum Teil widersprüchlichen, fragwürdigen Funden führte.
Nach meiner Einschätzung, kamen sie gewaltsam zu Tode. Nur, dass du weißt, in welcher Richtung ich denke.
Das große Problem ist: Wo wurden sie ungesehen von anderen Personen/Einheimische/Indigenen hin verbracht und wo sie bei den Suchmaßnahmen nicht gesehen wurden?
Da die Fundstücke an einem Fluss zwischen der Monkey-Bidge 2 und dem Dorf Alto Romero gefunden wurden, wird auf dieser Wegstrecke (gibt ja nur eine dort) der Festhalteort sich befinden.
Für mich kann es sich da nur um ein Gebäude/Hütte/Wohnhaus handeln, was in der Nähe dieser Wegstrecke liegt und von den Suchmannschaften nicht in Augenschein genommen wurde.
Auffällig ist, es starteten deutlich später auch Hilfsorganisationen aus Costa-Rica und den Niederlanden, aber erst als alle ihre Suche einstellten und mehr als 2 Monate ins Land gingen, fand man recht zeitnah den Rucksack und in überschaubaren Abständen die weiteren Fundstücke.
Anthurium schrieb am 17.12.2025:Die Ermittler von Celine haben sich vor Monaten in ihr Google-Account eingeloggt. Dort wurden Standortdaten gefunden. Die Daten aus ihren Google Maps-Aktivitäten sind eindeutig erkennbar, ohne dass das Mobiltelefon selbst untersucht wurde.
Anthurium schrieb am 17.12.2025:Auf die gleiche Weise hat die niederländische Polizei (nicht das NFI!!!) am 4. April 2014 digitale Ermittlungen in Bezug auf Kris und am 9. April 2014 in Bezug auf Lisanne durchgeführt.
Da seit der Veröffentlichung von Lost in the Jungle (2020) bekannt wurde, dass Lisanne am 1. April Google Maps aktiviert hatte, müssen diese Daten aus den digitalen Ermittlungen hervorgegangen sein.
Was mir stört, ist, dass die Ermittler, die diese Daten gefunden hatten, geschwiegen haben, als sich herausstellte, dass die Timeline nicht stimmen konnte.
Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber ich habe den Eindruck, dass es simple Auswertungsmöglichkeiten gab, wie zum Beispiel bei einem Handy das GPS, aber diese Ergebnisse bis heute nicht öffentlich gemacht oder nicht ausgewertet wurden.
Zum besseren Verständnis: Wir spekulieren hier über mögliche Wegstrecken oder Aufenthalte, diese müssen aber schon längst durch "Experten" ausgelesen und vorhanden sein.
cyclic schrieb:Im konkreten Fall gibt es aber keinerlei Hinweise, dass die Geräte nach dem Mirador noch GPS-Positionen ermittelt haben. GoogleMaps war nur bis zum Mirador aktiv, aber als man die Handys hatte, hatte man auch die Kamera und wusste so oder so dass sie zum Mirador (und darüber hinaus gewandert) sind.
Ja, aber wichtig ist die Zeit nach dem letzten Bild 508 bis zum letzten Einschalten ihres Handys am 11.04. Uhr. Da sollen in der ganzen Zeit keine GPS Daten vorhanden sein?
cyclic schrieb:Wie so ziemlich alles wurde natürlich auch das schon ausführlich thematisiert. In Teilen ein bisschen zu ausführlich, da es zwar in den Akten Infos dazu gibt, diese aber nicht öffentlich sind.
Auf was wartet man denn? Sie sind nicht 11 Tage verschwunden oder tot, auch nicht 11 Wochen oder Monate, sondern 11 Jahre.
Welchen Grund sollte es geben, dass selbst nur ein kleines Detail nicht veröffentlicht wurde?
Diebold schrieb:Genau! Und wenn man sich einmal als Gedankenexperiment die Tagebücher komplett wegdenken würde? Ich meine, auch die Ermittler sahen in diesen nie eine Quelle, oder? Was wäre, wenn die Tagebücher nicht authentisch sind?
Ich finde es total einfach sich die Tagebücher wegzudenken. Diese bestätigen ja eigentlich nur das, was an der Kita-Aura geschehen ist und den von den Zeugenaussagen beschriebenen schlechten gesundheitlichen Zustand einer der Mädchen.
cyclic schrieb:Aber Theorien die mit weniger umfangreichen Änderungen der Timeline auskommen, passen für mich halt auch nicht. An einem Tag völlig fertig und orientierungslos in der Gegend rumtapern, um dann am nächsten Tag, in allerbester Laune und auffallend schnell, den Mirador zu erklimmen, ist für mich jedenfalls auch kein überzeugendes Szenario.
Das wird wohl nicht so gewesen sein. Wenn der Tag vorher war, dann passt es nicht mit der Gegebenheit einer Ankunft um 13 Uhr an der Kita-Aura.
Ich kann dieses nicht einordnen, aber es gibt ja noch eine Aussage eines anderen Taxifahrers, welcher sie zwischen 13:15 Uhr und 13:45 Uhr etwa 270 Meter entfern von der Kita-Aura, beide Frauen an einem dortigen Supermarkt aufgenommen haben will und zum Pianista-Trail gefahren hat.
Mir kommt es so vor, als wären da noch zwei andere Frauen auf ähnlicher Strecke unterwegs gewesen.
cyclic schrieb:Ich hatte mich schon gefragt, ob das schnelle Ausschalten nicht u.U. mehr die GPS-Positionierung verhindern sollte, denn die funktioniert ja sonst auch im kompletten Funkloch, solange man nicht ausreichend abgeschirmt ist.
Wer weiß denn sowas?
Da bin ich mir ziemlich sicher, dass Kris und Lisanne davon mit Sicherheit keine Ahnung hatten.
Blutgräfin schrieb:Ich versteh gar nicht, wie man das Offensichtliche so konsequent ausblenden kann, nur um die vermeintliche Verschwörung besser ausschmücken zu können, auch wenn die dann schon weltweite Kreise ziehen müsste, die vermutlich hunderte Beteiligte bis heute verschweigen.
Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber in diesem Ablauf der Ereignisse kann man es schnell werden
:)Von dem Buchautor kommen mir zu oft die Ermittlungspannen vor, Experten, welche bei allen Sachen ratlos sind und keine Erklärungen haben und Einstellungen an der Kamera oder Handys im Nachgang manipuliert wurden.
Bei den panamaischen Ermittler kann ich mir auch vorstellen, dass sie Fundstücke, wie die Plastiktüte oder ähnliches anders bewertet haben und nicht alles kostenintensiv untersuchten.
Bei den Manipulationen an Kamera oder Handys kann ich das nicht mit dem Regenwald in Verbindung bringen. Es gibt kein Handynetz nach dem Mirador, aber jemand der sich am 11.04. vermutlich mit einem externen Gerät Einstellungen veränderte oder Sachen löschte?
Vielleicht finden die Experten keine Erklärungen, weil es nichts zu erklären gibt.
Was ist, wenn gar nichts groß verändert wurde, man meint nur, dass es so gewesen sein muss?
cyclic schrieb:Na die Sache dass die Schatten in dem genannten Bildern in meiner Modellierung besser zu einem Zeitpunkt rund anderthalb Wochen vorher passen. Das hatte ich hier ausgiebig dargestellt und auf div. Arten versucht den Fehler zu finden - u.a. hatte mir @Annju Bilder ihres Aufenthalts in Boquete geschickt für einen Test.
Das finde ich erstaunlich. Ich kenne den Test, wo du dich nur um etwa 1 Minute "geirrt" hast. Du konntest aber auch eine sehr genaue zeitliche Einordnung der Tagesbilder machen. Nicht von allen, das ist klar, aber von denen, wo es dir möglich war.
Diesbezüglich halte ich deine Expertise für sehr gewissenhaft und von hoher Übereinstimmung und dann gibt es mir wirklich zu denken, dass jemand recht Minuten genau benennen kann, wann ein Bild aufgenommen wurde, dieser dann aber sagt, dass Geschehen wird zum Beispiel gegen 13 Uhr stattgefunden haben, aber eher 1,5 Wochen vorher.
Bei dem Test von "Annju", was war dir bekannt? Wusstest du den Monat ihres Aufenthaltes in Boquete?