Anthurium schrieb am 21.12.2025:aber für die Übertragung der sogenannten CELL-generierten Koordinaten war damals 2G ausreichend. Es gibt keinen Grund, warum diese Daten für Lisanne nicht existieren.
cyclic schrieb:Jedenfalls kann eine Ortung auf Basis von Funkzellen nie funktionieren wenn man keinen Mobilfunk-Empfang hat (wobei evtl. sehr schwacher Empfang, der für ein erfolgreiches Einloggen nicht reicht, für eine grobe Ortung schon ausreichen könnte).
Grundsätzliche Frage: Warum wurde (mir ist zumindest darüber nichts bekannt) eine Funkzellenabfrage nicht vor der Suche nach Kris und Lisanne vorgenommen? Dieses ist der reguläre erste Weg, bevor man eine vermisste Person sucht, da dadurch ein Suchgebiet eingegrenzt werden kann.
Ich habe mich vor etwa 10 Jahren recht intensiv mit dem Thema Funkzellen beschäftigt.
Zumindest eine der beiden Frauen hatte in ihrem Handy eine panamaische Sim-Karte.
Nach meinen Informationen verließ gegen 10:10 Uhr Lisanne ihr Handy ein WLAN.
Um 11:05 Uhr schaltet sich Kris Handy an und hat GSM-Netz.
Egal welches Handy, nach dem Verlassen des WLAN oder bei einer Netzverbindung (GSM), verbindet sich
ohne eine Benutzung (Anruf/SMS/Daten) das Handy mit der Location Area von Boquete.
Aufgrund der geringen Einwohnerzahl von knapp über 6000 Einwohner, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine Location Area für die Stadt und Umland von Boquete geben.
Das bedeutet, aus diesen Daten wäre nur der grobe Aufenthaltsort (Abdeckung der Location Area) ersichtlich.
Wenn eines von den beiden Handys in Boquete einen Anruf tätigte oder mobile Daten verwendete, hätte man erst dann Daten einer zugehörigen Funkzelle mit der Uhrzeit, Standort und der Ausrichtung der Funkzelle vom Sendemasten aus.
Da dieses wohl nicht der Fall war, sind wir mit dieser Auswertung ob gemacht wurde oder nicht, genauso schlau wie vorher (was mich gerade etwas wurmt).
Anmerkung: Wenn im weiteren Verlauf (Pianista-Trail, Mirador) keine Netzverbindung bestand, gibt es auch keine Verbindung zu einer Location Area.