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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

28.809 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwunden, , Südamerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.03.2026 um 19:46
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Dann früh morgens fährt Kris ihr Handy hoch und denkt sich "Ach, ich aktivier mal direkt das Kontrollzentrum, damit man keinen Entsperrcode mehr eingeben muss und stelle von 2G-Netzsuche auf 2G & 3G, damit es noch länger dauert Netz zu finden". Wie ergibt das Sinn?
Ich hab auch keine Ahnung von Netzwerken. Ich würde es in so einer Situation wahrscheinlich genauso machen. Hab ein Handy in der Hand, wahrscheinlich meine einzige Rettung, aber habe keinen Empfang und bekomme auch keinen rein egal wo ich bin. Dann würde ich aus Verzweiflung auch in den Einstellungen beim Netzwerk herumspielen. Ich als unwissender würde auch denken, 2g ist was anderes als 3g, vielleicht wählt sich das Handy in ein anderes Netz ein und ich habe plötzlich Empfang oder 3g hat eine höhere/weitere Reichweite als 2g und ich habe aufeinmal Empfang. Finde an dem Vorgehen nichts komisch. Wie gesagt, ich hätte es wahrscheinlich genauso gemacht.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.03.2026 um 20:08
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Dafür ist dieses gesamte Handyverhalten einfach zu komisch für zwei junge Frauen, die sich verlaufen haben oder verunglückt sind...
Das "komisch" hängt oft schon daran, dass man von den beiden Frauen erwartet, dass sie in einer Notsituation cool und abgeklärt die Handyfunktionen so nutzen, wie es ein Ingenieur für rational hält. Leider haben Menschen in lebensbedrohlichen Situationen Angst, gar Panik. Und wenn sie kein Netz haben, kommen sie auf die Idee, die Einstellungen von 2G auf 3G zu ändern, in der irrigen Annahme, dadurch würde der Empfang verbessert oder gar ein anderes Netz empfangen werden. Das ist sogar ziemlich rational.

Vor diesem Thread wusste ich z.B. nicht, dass Notrufe in alle verfügbaren Netze gehen, nicht nur in mein Eigenes. Und so Notrufe auch möglich sind, wenn mein Handy keinen Empfang anzeigt. Wussten es Kris und Lisanne? Mussten sie es wissen? Spekulation.

Wir kennen auch nicht die konkreten Umstände, in denen sich die Beiden befunden haben, kennen nicht die Ursache für ihre Not, wissen nicht, warum sie nicht einfach den Weg zurück zum Mirador gegangen sind. Wir wissen nichts. Da zu beurteilen, was "komisch" ist, ist meiner festen Überzeugung nach nicht seriös.

Das Handyverhalten ist im Weiteren noch komischer für jemanden, der hier manipulieren und eine Tat (welcher Natur auch immer) verschleiern will. So komisch uns die Nutzung für zwei Frauen in Not erscheint, genauso komisch ist hier das tagelange Rumgespiele an den Handys. Denn das ist ziemlich sinnlos.

Warum sollte der Eindruck erweckt werden, die Beiden hätten noch einige Tage gelebt? Bedurfte es dafür 100 Nachtfotos?

Dafür gibt es z.B. schlicht keinen rationalen Grund für einen Manipulator. Wenn aber die Beiden gehofft hatten, mit dem Blitz Hilfe herbeizuholen, dann gibt es einen Sinn.

Sinnlos ist das ganze Theater auch, wenn man berücksichtigt, dass am einfachsten gewesen wäre, die Handys auszumachen und dann verschwinden zu lassen. Stattdessen gibt es Notrufe. Mehrmalig. Und dann wird eine aufwändige Nummer mit den Handys abgezogen. Erratische Bedienungen, scheinbar ziel- und zwecklos. Und schließlich müsste die Geräte mit dem Rucksack und der ebenfalls manipulierten Kamera an einem Flussufer drapiert worden sein. Und gefunden. Und den Ermittlern übergeben, die ggf. wieder per PC manipuliert haben müssen, um die einen oder anderen merkwürdigen Daten zu erklären.

Für mich sind solche Thesen unplausibel. Wie in vielen anderen Fällen hätte es gereicht, Leichen und Gepäck in den Urwald zu werfen. Und niemand würde sich seit über 10 Jahren mit Stochern im Trüben und vielen haltlosen Vermutungen herumschlagen.


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29.03.2026 um 20:11
Zitat von Chris96Chris96 schrieb:Dann würde ich aus Verzweiflung auch in den Einstellungen beim Netzwerk herumspielen.
Hm ja, aber darauf kommt man erst am nächsten Morgen?
Ich bleibe dabei, man versucht alles um einer stockdunklen Nacht im Dschungel zu entgehen.
Meiner Meinung nach hätten da tausende Aktivitäten am ersten Abend aufgezeichnet werden müssen, aber es wurde ja rein gar nichts versucht.

Aus ihrem Tagebuch geht sogar hervor, dass Lisanne Angst vor Spinnen hatte. Die hätten in der ersten Nacht ALLES getan und am Handy die Mobilfunk-Einstellungen auseinander genommen. Da gibt es Schlangen und alles mögliche. Man hat nicht den Gedanken „Ach, lass es uns einfach morgen früh probieren“. Zumal man so oder so zwischendurch mal Licht braucht. Aber die Handys waren ja von 18 Uhr abends bis 7 Uhr morgens aus. Beide.


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29.03.2026 um 20:13
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Leider haben Menschen in lebensbedrohlichen Situationen Angst, gar Panik. Und wenn sie kein Netz haben, kommen sie auf die Idee, die Einstellungen von 2G auf 3G zu ändern, in der irrigen Annahme, dadurch würde der Empfang verbessert oder gar ein anderes Netz empfangen werden. Das ist sogar ziemlich rational.
Versteh ich alles. Aber auf die Idee kommt man doch nicht erst am nächsten Morgen. Am ersten Abend wurde nach zwei mageren Notrufen gar nichts probiert…
Und ja, aus Täter-Sicht wirkt auch vieles unlogisch.
Aber mir ist bislang noch kein Szenario eingefallen, in dem Kris und Lisanne so fragwürdig mit ihren Handys agieren sollten, ohne das je jemand anderes beteiligt war.

Das letzte große Indiz ist der elfte Tag. Nach fünf Tagen wird das iPhone plötzlich für eine Stunde wieder angestellt und keiner kann sagen, was in der Zeit passiert ist, weil es nicht geloggt wird. Daraus erkennen Experten ja, dass hier das Handy via Jailbreak am PC nochmal manipuliert werden könnte.


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29.03.2026 um 20:29
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Aber auf die Idee kommt man doch nicht erst am nächsten Morgen. Am ersten Abend wurde nach zwei mageren Notrufen gar nichts probiert…
Sorry, Du hast halt keine Ahnung, in welcher Situation Kris und Lisanne waren. Ich auch nicht. Vielleicht hatten sie sich zu diesem Zeitpunkt "nur" verlaufen, fanden nicht zurück. Du kannst ohne Kenntnis der Notsituation nicht eine Handynutzung prognostizieren, insbesondere, wenn es unter keinem Gesichtspunkt Empfang gibt.

Ins Kontrollzentrum des iPhone kam man ohne Passwort im Übrigen nur aufgrund eines Bugs in iOS 7.04. Von dem wussten sie sicher nichts.

Egal, wie die Notsituation beschaffen war, was sollten sie praktisch mit den Handys ohne Empfang machen? Immer wieder mal versuchen, ob es Empfang gibt. Ok. Und wenn nicht? Da haben sie in ihrer Verzweiflung alles Mögliche ausprobiert, egal ob es technisch Sinn machte oder "vernünftig" war.

Jeder, der sicher und gemütlich auf seinem Sofa sitzt, kann sich kluge Dinge ausdenken, die er den Beiden geraten hätte. Die mangels Empfang alle nicht zum Erfolg geführt hätten. Aber das ist eigentlich etwas Anmaßung, da weder die Situation bekannt ist, noch der Gemütszustand der in Not geratenen Frauen.


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29.03.2026 um 20:32
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Versteh ich alles. Aber auf die Idee kommt man doch nicht erst am nächsten Morgen. Am ersten Abend wurde nach zwei mageren Notrufen gar nichts probiert…
Ich denke, die Beiden haben einiges probiert. Schreien und Geräusche machen und so weiter. Ich glaube nicht, dass ihre Haupthoffnung die Handys waren, nach den missglückten Notrufen.
Die ganze Diskussion fixiert sich zu sehr auf die Handys.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.03.2026 um 20:51
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Vielleicht hatten sie sich zu diesem Zeitpunkt "nur" verlaufen, fanden nicht zurück. Du kannst ohne Kenntnis der Notsituation nicht eine Handynutzung prognostizieren, insbesondere, wenn es unter keinem Gesichtspunkt Empfang gibt.
Laut „Verschollen in Panama“ gab es hinter dem Mirador keinen Punkt, wo man mal eben so vom Trail hätte abkommen können. Das haben die Eltern von Kris ja auch festgestellt, als sie den Weg selbst abgelaufen sind. Erst sehr viel später hätte man sich leichter verlaufen können, aber - nach menschlichem Wandertempo - nicht schon zum Zeitpunkt der Notrufe. Es sei denn, man kommt aus anderen Gründen vom Trail ab. Weil man sich vor jemandem verstecken will? Aber auch dann wäre ja eine dritte Person beteiligt.

Leider wissen wir ja nicht mal, wohin sie nach dem letzten bekannten Tagfoto vom 1. April gelaufen sind. Weiter? Oder sogar zurück zum Mirador? Wobei sich dann das Handy schon nach 45-60 Minuten wieder mit dem GSM-Netz verbinden hätte können.
Die Eltern fanden es ja auch komisch, dass keine Fotos mehr gemacht wurden, obwohl nach dem Bach auf dem letzten Bild noch viele interessante Foto-Spots gekommen wären.

Es stimmt, wir wissen überhaupt nicht was passiert ist oder was zu den Notrufen geführt hat, warum plötzlich keine Bilder mehr gemacht wurden, obwohl der erste Notruf erst 2 Std. 45 Minuten später getätigt wird.

Ich glaube, dass die beiden chancenlos waren und jemand anders am längeren Hebel saß. Gewissheit dafür gibt es keine. Und natürlich kann etwas passiert sein, was sich niemand vorstellen kann bzw. woran keiner denkt. Seit sie in Boquete waren passierten so viele negative Dinge, dass man eigentlich nichts mehr ausschließen kann.
Trotzdem fällt mir das schwer alles ohne Foulplay zu erklären. Man sucht sie später, findet nichts, auf einmal tauchen tagelang nacheinander verschiedene Knochen der beiden auf, dann allerdings findet man bis heute nie wieder was. Von den gebleichten Knochen will ich jetzt gar nicht anfangen.
Wahrscheinlicher erscheint mir ein Verbrechen, aber ihre genaue Notsituation kennen wir alle nicht, richtig.


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29.03.2026 um 21:22
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Die ersten zwei Notrufversuche mit Abstand von zwölf Minuten passen schon nicht wirklich in eine Extrem-Situation und spricht auf jeden Fall gegen akute Panik, die bei einem Unfall zu erwarten gewesen wäre.
muss es vor dem ersten Notruf schon ein Unfall gewesen sein?
Nur mal angenommen sie sind dort ab Q1 weitergegangen aus einem Grund den wir immer noch nicht erkennen (Missverständnis) und sie stehen um etwa 16:30 Uhr vor der ersten Seilbrücke.Vor lauter Schreck dass es da nicht weitergeht würde ich auch den Notruf wählen.
Nach dem 2.Gedanken würde mir wohl einfallen dass ein Hubschrauber in der Dämmerung wohl nicht mehr fliegen wird und Rettungstruppen stundenlang bis zur CB1 bräuchten.
Ab 22-23 Uhr bspw. würde da ein Notruf eh keinen Sinn mehr machen da Rettungstruppen dann wohl er kurz vor Morgengrauen eintreffen würden.
Und da sie sich in dem Fall ja gar nicht verlaufen haben müssten sie ja einfach nur den Weg zurückgehen.
Sollten sie wirklich an dieser Stelle gewesen sein ist es auch ein Denkfehler der immer wieder gemacht wird dass man sagt im Dschungel herrscht so eine gruselige Geräuschkulisse dass sie zumindest die Taschenlampen benutzt hätten.
An dieser Stelle ist kein Dschungel es ist eine Lichtung!
Mit völlig anderen Tierarten und ebenso anderen Geräuschen...dazu kommt noch diese provisorische Hütte dort an dieser Stelle.

Kurzum:es wäre eine mehr als nur unangenehme Situation aber entlang dieser Strecke wären wohl 99% der Stellen wesentlich schlechtere Übernachtungsplätze.
Der Unfall (und somit das Abkommen vom Weg) ist m.E. genau vor ihrer Nase passiert...am Fluss und zwar nicht durch Sturz von der Seilbrücke sondern am Ufer.
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Aber mir ist bislang noch kein Szenario eingefallen, in dem Kris und Lisanne so fragwürdig mit ihren Handys agieren sollten, ohne das je jemand anderes beteiligt war.

Das letzte große Indiz ist der elfte Tag. Nach fünf Tagen wird das iPhone plötzlich für eine Stunde wieder angestellt und keiner kann sagen, was in der Zeit passiert ist, weil es nicht geloggt wird. Daraus erkennen Experten ja, dass hier das Handy via Jailbreak am PC nochmal manipuliert werden könnte.
Ich habe hier ja schon öfter probiert ein bestimmtes Szenario zu erzählen.Leider kam dann von manch einem immer nur ein "Das glaub ich nicht".Nur mal als Beispiel:Wenn nach 11 Tagen etwas manipuliert wurde warum können nicht auch Notrufe von K+L gelöscht worden sein?
Es gab zwar ein,zwei User die gesagt haben dass sie sich erst Unfall und dann FoulPlay vorstellen können aber diejenigen lesen hier wohl kaum oder nur sporadisch mit.
Irgendwie enttäuschend wenn ein Teil der User Unfall oder Verlaufen ausschliessen und der andere Teil FP ausschliessen und man damit eine eventuell vielversprechende Spur erst gar nicht verfolgt wird.
Ich frage mich schon ob nicht irgendjemand mal sich die Mühe macht diese Spur in Erwägung zu ziehen um zu sehen ob im nachhinein vielleicht doch mehr Logik statt Zweifel rauskommen.


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29.03.2026 um 21:42
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:Es gab zwar ein,zwei User die gesagt haben dass sie sich erst Unfall und dann FoulPlay vorstellen können aber diejenigen lesen hier wohl kaum oder nur sporadisch mit.
Erst Unfall und dann Foulplay ist natürlich auch denkbar, absolut.
Wäre es nicht sogar möglich, dass es kein klassischer Unfall in dem Sinne war, sondern Lisanne aufgrund ihrer Fuß-Probleme definitiv nicht mehr in der Lage war großartig weiterzugehen? Erst schleichend, dann immer gravierender.
Sie war wohl vorbelastet wegen einer Volleyball-Verletzung. Der Pianista-Trail könnte definitiv die mit Abstand härteste Wanderung ihres Lebens gewesen sein. Für denkbar halte ich es schon, dass dann eine alte Sportverletzung wieder auftritt oder generell eine Überbelastung, die ihr ein weitergehen unmöglich gemacht hat.

Auch das könnte ein Grund sein um 16:39 Uhr den Notruf zu wählen. Sie probieren es dann doch nochmal weiterzugehen, merken aber es ist zwecklos, also wählen sie um 16:51 erneut den Notruf. Beide Male kein Empfang. Nun versuchen sie Hilfe zu rufen oder irgendwie zu holen, geraten dabei an den falschen, der sie um 17:50 zwingt ihre Handys auszuschalten. Oder sie wollten zu dem Zeitpunkt tatsächlich nur den Akku schonen, aber irgendwas ist später trotzdem schief gelaufen.
Wäre das auch ein Ansatz?


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.03.2026 um 21:48
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Erst Unfall und dann Foulplay ist natürlich auch denkbar, absolut.
Wäre es nicht sogar möglich, dass es kein klassischer Unfall in dem Sinne war, sondern Lisanne aufgrund ihrer Fuß-Probleme definitiv nicht mehr in der Lage war großartig weiterzugehen? Erst schleichend, dann immer gravierender.
Sie war wohl vorbelastet wegen einer Volleyball-Verletzung. Der Pianista-Trail könnte definitiv die mit Abstand härteste Wanderung ihres Lebens gewesen sein. Für denkbar halte ich es schon, dass dann eine alte Sportverletzung wieder auftritt oder generell eine Überbelastung, die ihr ein weitergehen unmöglich gemacht hat.

Auch das könnte ein Grund sein um 16:39 Uhr den Notruf zu wählen. Sie probieren es dann doch nochmal weiterzugehen, merken aber es ist zwecklos, also wählen sie um 16:51 erneut den Notruf. Beide Male kein Empfang. Nun versuchen sie Hilfe zu rufen oder irgendwie zu holen, geraten dabei an den falschen, der sie um 17:50 zwingt ihre Handys auszuschalten. Oder sie wollten zu dem Zeitpunkt tatsächlich nur den Akku schonen, aber irgendwas ist später trotzdem schief gelaufen.
Wäre das auch ein Ansatz?
das wäre natürlich ein Ansatz den ich nicht ausschliessen würde (übrigens genauso dass sie vor jemandem geflüchtet sind der ihnen suspekt vorkam)...nur glaube ich nicht dass diese Person dann für die Nachtfotos verantwortlich wäre oder anschliessend die sonstigen falschen Fährten gelegt hat.
Ich sehe da keinen Sinn darin.
Das würde dann heissen dass es für die Manipulation(en) einen völlig anderen Grund gibt und auch jemand völlig anderes dafür verantwortlich ist.


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30.03.2026 um 06:33
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Laut „Verschollen in Panama“ gab es hinter dem Mirador keinen Punkt, wo man mal eben so vom Trail hätte abkommen können.
Das scheint mir ein Dogma zu sein. Und bei Dogmen werde ich hellhörig. Die Feststellung, man habe nicht "mal eben so vom Trail" abkommen können, beruht auf den Eindrücken von Menschen, die vor Ort waren. Der Weg befindet sich über weite Strecken in einer Art Röhre mit aufragenden Wänden, die sicher nicht verlassen werden kann. Aber eben nicht nur. Und die Frage ist auch hier wieder, ob es einen Anlass gab, den Weg zu verlassen. Ein Versehen. Ein falsches Abbiegen.

Es gibt da die Videos von Romain C., da ist es für mich eben nicht ausgemacht, dass man nicht vom Trail abbiegen kann.

Youtube: El Pianista, the path after the Mirador - Part 1
El Pianista, the path after the Mirador - Part 1
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Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Leider wissen wir ja nicht mal, wohin sie nach dem letzten bekannten Tagfoto vom 1. April gelaufen sind. Weiter? Oder sogar zurück zum Mirador? Wobei sich dann das Handy schon nach 45-60 Minuten wieder mit dem GSM-Netz verbinden hätte können.
Kris und Lisanne wussten ja, wann sie gestartet sind, wie lange sie bis zum Q1 (Bild #509) gebraucht hatten. Sie hätten ganz klar an diesem Punkt umkehren müssen, wollten sie noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder den Rand von Boquete erreichen. Aber sie sind offenbar nicht umgekehrt. Oder sie sind umgekehrt und "etwas" ist passiert. Was dieses "etwas" war, wissen wir nicht. Offenbar war es aber dann Anlass, Notrufversuche zu machen.
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Wahrscheinlicher erscheint mir ein Verbrechen, aber ihre genaue Notsituation kennen wir alle nicht, richtig.
Das ist halt Glaubensfrage. Gerade weil wir es nicht wissen. Und alle Versuche, ein Verbrechen zu belegen, die scheitern deshalb. Es gibt dafür keine tatsächlichen Anhaltspunkte. Auch nicht hinsichtlich der Überreste. Auch die niederländischen Behörden gingen nicht von Fremdeinwirkung aus, weil es an Indizien fehlte. Glauben beginnt dort, wo Wissen aufhört.

Nochmal: Ein Verbrecher hätte Leichen und Gepäck im Dschungel liegen lassen und nach einem Jahr wäre nichts mehr übrig gewesen. Die Beiden wären nicht die Ersten, die im Urwald verschwinden. Knochen zu bleichen und Handys zu manipulieren, um sie dann am Fluß abzulegen und die Tat dann mit Hilfe einer Verschwörung bis in höchste panamaische, ja niederländische Kreise zu verschleiern, das ist einfach abwegig. Oder zumindest reine Spekulation.

Spekulationen verkaufen sich aber gerade in diesem "geheimnisvollen Fall" sehr gut, weil das Verschwinden ein Mysterium ist. Und auf "Mystery" fahren viele Menschen ab.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

30.03.2026 um 11:43
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Ich denke, die Beiden haben einiges probiert. Schreien und Geräusche machen und so weiter.
Ja, in der Nacht schreien, obwohl sie 'wussten', dass niemand da war. Das steht doch völlig im Widerspruch zu der Vorstellung, dass sie sich in einem unbewohnten Dschungel verirrt hatten, oder? Das Schreien/Rufen bedeutet, dass sie damit rechneten, dass sich nachts Menschen in diesem dunklen Dschungel aufhielten.


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30.03.2026 um 12:00
Ich vermute auch eher, dass sie in einer ersten Nacht sich eher völlig unauffällig verhalten wollten. Möglichst wenige Geräusche und wenig Bewegung. In völliger Dunkelheit mit der Geräuschkulisse eines Dschungels sollte eine außerordentliche Stresssituation darstellen. Glaub nicht, dass da viel rumgerufen wird.


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30.03.2026 um 12:31
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Ja, in der Nacht schreien, obwohl sie 'wussten', dass niemand da war.
Die Rede war ja von der Zeit um den ersten Notruf. Da war es noch nicht Nacht. Und ob sie in Hörweite von jemand waren, konnten sie nur durch Ausprobieren herausfinden.


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30.03.2026 um 13:43
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nochmal: Ein Verbrecher hätte Leichen und Gepäck im Dschungel liegen lassen und nach einem Jahr wäre nichts mehr übrig gewesen. Die Beiden wären nicht die Ersten, die im Urwald verschwinden. Knochen zu bleichen und Handys zu manipulieren, um sie dann am Fluß abzulegen und die Tat dann mit Hilfe einer Verschwörung bis in höchste panamaische, ja niederländische Kreise zu verschleiern, das ist einfach abwegig. Oder zumindest reine Spekulation.
Soll ich zum x. Mal die Stelle mit dem Rucksackfund und der abgebrochenen Razzia zitieren, bis du checkt, wieso es auch aus Verbrecherdicht Funde gegeben haben kann


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30.03.2026 um 14:03
Zitat von jaynesabbathjaynesabbath schrieb:Soll ich zum x. Mal die Stelle mit dem Rucksackfund und der abgebrochenen Razzia zitieren, bis du checkt, wieso es auch aus Verbrecherdicht Funde gegeben haben kann
Darfst Du gerne. Dadurch wird es aber nicht schlüssiger. Vor allem nicht, wenn dann auch noch das große Fass der angeblichen Verschleierung durch Offizielle aufgemacht wird.

Das macht "Foul Play" nicht wahrscheinlicher, sondern noch viel unwahrscheinlicher.


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30.03.2026 um 15:32
Ich kann mir kaum vorstellen, wenn es ein Foulplay gab, dass sich hinterher so eine Arbeit gemacht wurde. Man hätte die Leichen einfach mitten auf dem Weg liegen lassen können. Wir sind hier in Panama, in deinem Dschungel und nicht irgendwo in Deutschland in einem Dorf, wo an jeder Ecke eine Kamera hängt, wo sich alle ganz genau kennen, wo die Polizei mehr Möglichkeiten hat, wo es schwieriger ist ein falsches Alibi zu bekommen als in Panama wo die meisten keine Arbeit haben oder den ganzen Tag nicht ganz legale Dinge machen, wo man einfach einen Massen DNA Test machen kann weil man ganz genau weis wo jemand wohnt, was er arbeitet, ob er verheiratet ist, wieviel Kinder er hat... .
Einfach mitten auf dem Weg liegen lassen und man wäre wahrscheinlich auch davon gekommen.
Gibt's ein Bild von einem Täter auf dem Handy, dann nimmt man das Handy mit und zerstört es.
Will man das ganze etwas vertuschen oder Zeit gewinnen, dann wirft man die Leichen eine Klippe herunter (muss nicht hoch sein) oder versteckt sie im Dschungel (kann direkt neben dem Wanderweg sein). Rucksack Inhalt verteilt man im Dschungel und im Fluss mit etwas Abstand von einander. Dann würde es nichtmal auffallen wenn das Handy bzw die Kamera (mit den möglichen Bildern vom Täter) fehlen würde. Man würde sich denken, dass man einfach nicht alles gefunden hat. Selbst der verteilte Inhalt vom Rucksack im Dschungel und Fluss, würde man nicht alles finden.
Das geht schnell und bis da jemand gefunden wird und herauskommt, dass sie nicht durch ein Tier oder durch einen Sturz gestorben sind, vergeht auch viel Zeit.
Aber Leichenteile km weit im Dschungel verteilen, den Rucksack abstellen, die Kamera manipulieren und danach wieder dort abstellen..., kann ich mir nicht vorstellen. So eine Arbeit machen sich Mörder nicht mal in Europa. In Panama geht das doch viel einfacher.


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30.03.2026 um 16:58
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Die Rede war ja von der Zeit um den ersten Notruf. Da war es noch nicht Nacht.
Die Rede bezog sich auf den Zeitraum zwischen dem Ausschalten der Telefone und ihrer Aktivierung am nächsten Morgen.
Also die ganze Nacht:
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:aber darauf kommt man erst am nächsten Morgen?
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Ich bleibe dabei, man versucht alles um einer stockdunklen Nacht im Dschungel zu entgehen.
Meiner Meinung nach hätten da tausende Aktivitäten am ersten Abend aufgezeichnet werden müssen, aber es wurde ja rein gar nichts versucht.
Zitat von MienshaoMienshao schrieb:Aber auf die Idee kommt man doch nicht erst am nächsten Morgen. Am ersten Abend wurde nach zwei mageren Notrufen gar nichts probiert…
Die Behauptung, sie hätten in der Nacht, im Dunkeln, in einem unbewohnten Dschungel* um Hilfe gerufen oder geschrien, ist blöd.
Sonst hätten die Frauen sich doch nicht verlaufen, oder? Es war doch kein Dritter dabei oder in der Nähe, oder?


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30.03.2026 um 17:00
Zitat von Chris96Chris96 schrieb:Ich kann mir kaum vorstellen, wenn es ein Foulplay gab, dass sich hinterher so eine Arbeit gemacht wurde. Man hätte die Leichen einfach mitten auf dem Weg liegen lassen können. Wir sind hier in Panama, in deinem Dschungel und nicht irgendwo in Deutschland in einem Dorf, wo an jeder Ecke eine Kamera hängt
Ja, es ist schwierig… An sich würde ich ja auch so denken. Aber was, wenn tatsächlich eine größere Sache dahintersteckt? Vielleicht war alles sogar schon weit im Voraus geplant und keine Gelegenheitstat? Möglicherweise war es dem/denjenigen doch zu riskant und es musste eine „Geschichte auf die Beine gestellt werden“, die vorgaukelt, dass die beiden noch so und so lange einsam im Dschungel waren.

Und trotzdem gibt es sicher auch in Panama verschiedene Arten von Tätern. Manche „spielen“ gerne und legen die Leichen eben nicht einfach so ab.

Dennoch seh ich das teilweise ähnlich, der Aufwand wäre unfassbar enorm gewesen….
Wenn da aber beispielsweise mehrere Täter beteiligt waren statt nur einer oder zwei, ist es vielleicht wieder was anderes.

Letztendlich wissen wir nicht was passiert ist oder was dahintersteckt.
Wieso waren in der Sprachschule alle überrascht und keiner dort wusste so richtig von ihrer Ankunft?
Das war doch selbst direkt zu Beginn in Boquete schon alles komisch.
Dass erst Spuren so richtig auftauchten, kurz nachdem man eine Belohnung von 40.000€ ausgesetzt hat, war mir ebenfalls ein wenig suspekt. Kann aber natürlich (wie so vieles) Zufall sein.


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30.03.2026 um 18:39
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Die Behauptung, sie hätten in der Nacht, im Dunkeln, in einem unbewohnten Dschungel* um Hilfe gerufen oder geschrien, ist blöd.
Sonst hätten die Frauen sich doch nicht verlaufen, oder? Es war doch kein Dritter dabei oder in der Nähe, oder?
Warum soll das blöd sein? In diesem Dschungel gibt es Hütten und Wanderwege. Ob sie in Rufweite eines Menschen waren, konnten sie nur durch Ausprobieren ermitteln. Ich denke, sie haben die Chance jemanden durch Schreien oder Steine aufeinanderschlagen auf sich aufmerksam zu machen, höher eingeschätzt als mit ihren Handys in einem Gebiet ohne Empfang jemanden zu erreichen.

Und von einem Verlaufen gehe ich eher nicht aus. Meine bevorzugte Theorie ist immer noch die vom Hang-Abrutsch-Theorie.


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