Anthurium schrieb:Ich bin kein Technikexperte. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir aber, dass die (deine) Argumentation bezüglich der GPS-Messungen mit Android, genauer gesagt mit dem S3 mini, zu kompliziert ist.
Es ist immer gut skeptisch zu bleiben
@Anthurium und ich kann nur Wissen teilen.
Was habe ich in den letzten 10 Tagen denn eigentlich herausgearbeitet, nicht so viel:
1.) Kaltstart GPS S3 mini nach Kontinentalflug nötig - gesichert
2.) Kaltstart Testgerät S3 mini in 2026 unter optimalen Bedingungen - > 7 min - gesichert
3.) SUPL - Kommunikation (A-GPS) 2014 im Public WLAN durch Firewall gestört - möglich, nicht unüblich
4.) SUPL- Kommunikation (A-GPS) 2014 S3 mini mit Kombi Jelly Bean/NovaThor problembehaftet - vermutet, nicht bewiesen
5.) Nachweis wissenschftl. Testbericht S3 Mini Ausfall GPS - vorhanden
6.) Ein erfolgreicher GPS-Kaltstart (ohne A-GPS) nicht möglich bei Bewegung oder fehlender Sicht zu vier Satelliten - nachgewiesen
6.) GPS auf dem S3 mini nur aktiv wenn google maps im Vordergrund (Display) aktiv ist - nachgewiesen
7.) "Sichtkontakt" (=Funkwellenkontakt) zu vier Satelliten im Dschungel 2014 - unwahrscheinlich
Nicht diskutiert habe ich die Berichte über S3 mini-GPS -Ausfälle durch gelockerte Schrauben weil das keine systematischen Fehler sind die zutreffen müssen bei jedem Gerät.
Oder dass der GPS-Chiphersteller 2014 pleite ging und dadurch nachträgliche direkte Nachweise der fehlerhaft programmierten Firmware unmöglich wurden - weil das nichts beweist.
Nicht diskutiert auch das, dass das S3 Mini keine Kompassfunktion hatte, selbst bei erfolgreichem Kaltstart 2014 auf der offline-Karte dann maximal auf einer vermutlich hellgrünen Fläche ein blauer Punkt erschienen wäre mit dem eine aktive Orientierung im Geländer ("Einnorden", Festlegung von Wegpunkten oder Richtungen) unmöglich gewesen wäre.
--> Unbenommen davon natürlich, wie auch von
@Offshore bemerkt, der Sachverhalt, einfach die app trotzdem mal zu öffnen ehe man gar nix tut.
Die einzige, irgendwie anzuwendende Nutzung wäre übrigens gewesen:
- man befindet sich zufällig an einem ausreichend grossem (eingezeichnetem) Fliessgewässer, registriert dies über GPS und folgt diesem
Der Versuch, seinen Standort relativ zu einem eingezeichnetem Fixpunkt (in dem Fall dann wohl nur Bouquete) festzustellen wäre nur in einem so grossem Maßstab möglich gewesen dass Bewegungen dann nicht feststellbar gewesen wären (um z.B. Richtungsänderungen zu definieren) und hätten auch aufgrund fehlender Orientierung vor Ort nichts gebracht (Ausnahme siehe oben).
Im allgemeinen ist es jedoch so, dass man schon und gerade bei technisch anspruchsvollen Zusammenhängen Dingen akribisch auf den Grund gehen muss.
Da kann Bauchgefühl natürlich helfen - in die eine oder andere Richtung, je nach Erfahrungen die das Bauchgefühl in erster Linie prägen.
Die Maschinen, die ich auf meiner Arbeitsstelle überwache, produzieren zum Beispiel die GPS- oder Smartphone-Chips aller namhaften Hersteller, jede Maschine mit mehr Parametern zu steuern als ein Space Shuttle, da hat mir mein Bauchgefühl gesagt genauer zu prüfen was technisch eigentlich abläuft wenn (A-) GPS benutzt wird.
Das Aufzeigen möglicher Probleme mit (A-) -GPS ist natürlich durchaus nicht relevant - nämlich dann wenn Kris und Lisanne die GPS-Funktion gar nicht aktiviert hatten und nur die Offline-Karte verfügbar haben wollten - die am Ende quasi nutzlos war weil faktisch ohne Informationen.
Die Theorie, dass GPS-Informationen bewusst durch Dritte gelöscht wurden um eine "Lost-Theorie" zu untermauern (also aufgrund fehlender Orientierung durch GPs-Nutzung) würde natürlich auf funktionierendem GPS (und natürlich weiteren Indizien) beruhen - aber das ist bisher (mir) nicht bekannt.