sceptical schrieb:Ehrlich gesagt, habe ich mit den gedrehten Bildern noch so meine Probleme. Ich verstehe nicht ganz, warum der Beamte die Bilder überhaupt in der Ansicht gedreht hat. Eigentlich müsste man ja davon ausgehen, dass die Bilder bereits im Original gedreht angezeigt wurden, warum sonst sollte man das Bild drehen? Dann verstehe ich auch nicht so ganz, was das Ganze mit Bildern im Hochformat zu tun hat.
Das liegt daran dass die Kamera Bilder "physikalisch" immer so ablegt: Pixel-Matrix hat 3000 Zeilen a 4000 Spalten (das ist jetzt etwas vereinfacht, weil bei einem komprimierten Bild wie das JPEG ja macht nicht für jedes Pixel ein separater Farbwert abgelegt ist, aber wenn man das dekomprimiert kommt genau das heraus: 3000 Zeilen a 4000 Spalten). Zusätzlich legt die Kamera noch einen EXIF-Wert ab der besagt, dass das Bild eigentlich, bei der Darstellung, um 90° oder 270° (-90°) gedreht werden müsste, wenn es im Hochformat aufgenommen wurde (Kamera also entsprechend gedreht gehalten wurde).
Manche Viewer verstehen diese EXIF-Anweisung und zeigen es entsprechend richtig an. Manche, wie der MS-Viewer, nicht. Da sieht man dann die Hochformatbilder auf der Seite liegend und muss einen Button drücken um sie zu drehen. Drehen heißt dann dass die Bilder "physikalisch" gedreht werden, d.h. danach hat man 4000 Zeilen a 3000 Spalten. Und dummer Weise speichert der MS-Viewer dann auch gleich, indem er die Originalbilder umbenennt (in TMP-Dateien), das gedrehte Bild unter dem originalen Namen abspeichert und das umbenannte originale Bild löscht.
Das müsste aber eigentlich so funktionieren, dass der Viewer mindestens das Löschen der umbenannten Originalbilder erst macht wenn der Viewer beendet wird, denn sonst würden die Speicherbereiche der Originalbilder gleich vom nächsten gedrehten Bild überschrieben.
Offshore7 schrieb:Wird ein Bild zweimal gedreht, erzeugt der MS-Viewer 2 gelöschte Bilder (= 4 rekonstruierbare), das Original und das erste gedrehte Bild. So käme man ganz easy auf 40 rekonstruierte Bilder. Womöglich wurden auf dem Kopf stehende Querformatbilder doppelt gedreht oder einmal wurde zu weit oder in die falsche Richtung gedreht.
Hast du das mal ausprobiert? Ich hatte das ja auch mal getestet, weiß aber gerade nicht mehr so ganz genau was dabei rauskam. Mich verwirrt gerade noch die obige Frage. Wann werden Speicherbereiche derart gelöschter Originalbilder frei, um dann ggf. von weiteren gedrehten Bildern überschrieben zu werden? Das scheint ja nicht passiert zu sein bei den "neatly" aneinandergrenzenden Bilddateien.
Offshore7 schrieb:Ich bin ziemlich sicher, dass die 40 rekonstruierten Originalbilder und Thumbnails zwischen 476 und 609 alle die Drehung als Ursache haben.
Das kann gut sein. Ich hatte immer irgendeinen Viewer im Kopf, der eine Thumbnail-Galerie angelegt haben könnte. Aber der MS-Viewer macht das offensichtlich nicht. Daher, wenn das alles mit Drehungen (und ggf. Doppeldrehungen) erklärbar ist, wäre das ein (Rand-)Problem weniger.
Offshore7 schrieb:Womöglich wurden auf dem Kopf stehende Querformatbilder doppelt gedreht oder einmal wurde zu weit oder in die falsche Richtung gedreht.
Ist die Frage was auf dem Kopf stehende Bilder sind. Bei den sehr steil nach oben aufgenommenen gibt es kein oben und unten. Aber ein Betrachter könnte natürlich das Gefühl haben, dass es gedreht besser/richtiger aussieht. Bei den Querformatbildern wo oben unten Sinn macht, scheint der Blitz immer links oben gewesen zu sein (Kamera also nicht kopfüber).
Tagbilder wird man ohnehin nicht kopfüber gemacht haben.
Aber zu weit oder in die falsche Richtung kann ich mir auch absolut vorstellen.