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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

3.595 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, 1989, 1993 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

07.02.2026 um 15:38
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 22.01.2026:Ich bin gedanklich nochmal bei dem Punkt hängen geblieben, dass KWW möglicherweise mehrere Mittäter und vor allem auch Mitwisser hatte. Er hatte ja durchaus Kontakte und Netzwerke, wir wissen nur nicht konkret welche und wie eng. Könnten aus seinem nahen sozialen Umfeld mehrere Mittäter möglich sein? Oder hatte er tatsächlich Kontakte zu anderen Mördern oder Tatverdächtigen, zB aus Hamburg? Im Hamburger Milieu trieben sich ja auch der Säurefassmörder Lutz Reinstrom (der auch einen geheimen Raum hatte) und der Vater von Iris Schwarz, Udo Schwarz, rum. Wie genau und was genau und ob sie sich gekannt haben könnten, wissen wir aber nicht.
Ich finde es auch immer noch interessant, sich Reinstrom in die Rolle des Mittäters zu denken. Hier wären verschiedene Rollen denkbar: also eventuell als Gehilfe zur Leichenbeseitigung, aber auch als gleichberechtigter "partner in crime", oder sogar als eingentlicher Auftraggeber.

Wie wir hier schon mal erfahren hatten...
Frauenmorde im Elbe-/Weserraum (Seite 73) (Beitrag von GonzoX)
...galt Reinstrom - bevor ihn Wichmann ablöste - als Hauptverdächtiger in den Fällen Birgit M und Göhrde.

- er passte von Alter und Aussehen zur Beschreibung der Göhrde-Augenzeugen (Phantombild)
- er war am Tag Birgits Verschwinden in Lüneburg
- er bewegte das Autos eines seiner Opfer (und versuchte sogar dieses zu verkaufen)
- seine bekannnte Opferauswahl (wohlhabende Frauen, deren Angehörige man erpressen, aber auch verletzen konnte) scheint übereinstimmend (Birgit / Reinstroms Opfer)
- Sadismus bei Tatausführung
- jeweils Kontaktaufnahme zu Angehörigen der Opfer

Es gab also damals, Anfang der 90er, guten Grund gegen Reinstrom in Sachen Göhrde und Birgit zu ermitteln.
Trotzdem verlief alles im Sande.
2017 fand man dann Birgit einbetoniert bei Wichmann. Und wenig später entdeckte die Polizei jene DNA-Spur in einem der Göhrde-Opfer-Autos.

Man hatte also Wichmann quasi beider Taten überführt (in welcher Rolle auch iimmer).
Aber man hatte eigentlich auch den Verdacht gegen Reinstrom bestätigt:
Göhrde- und Birgit-Morde gehören tatsächlich zusammen.
Die sehr ungewönliche und kuriose Leichenablage war in den Fällen Reinstrom und Birgit fast identisch.

Diesen scheinbaren Widerspruch könnte man dann tatsächlich so auflösen, dass Wichmann und Reinstrom gemeinsam handelten.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

07.02.2026 um 17:07
@GonzoX
Unabhängig davon, ob KWW nun andere Mittäter oder Mittäter aus seinem engsten Umfeld hatte oder nicht, fällt es einfach auf, dass LR zur gleichen Zeit in nächster Nähe sehr ähnliche Fantasien hatte und lebte, ebenfalls einen geheimen Raum hatte und im gleichen Milieu agierte. Das sagt noch nichts. Aber es fällt auf. Ebenfalls, dass US gleichzeitig ebenfalls im gleichen Milieu zugegen war und dann seine Tochter spurlos verschwindet, wie die Mädchen aus dem Cuxland und umzu.

Mir fiel einfach auf, dass in der ZDF-Doku vom September 2025 im Plural vom Mittätern gesprochen wurde, was selbstverständlich auch schlichtweg ein Versehen des ZDF sein könnte.

Dass LR und oder US das alleine waren, glaube ich nicht.
Dass KWW die Taten alleine begangen haben könnte, glaube ich auch nicht.

Da bleibt die Frage, gab es nur einen Mittäter? Dann welchen? Da liegt die Vermutung, dass es ein naher Verwandter gewesen sein könnte, nahe.
Gab es aus dem nahen sozialen Umfeld mehrere oder wechselnde Mittäter?
Gab es aus dem Milieu einen oder wechselnde Mittäter? Zb LR und oder US?

Sollte die Aussage in der ZDF - Doku im Plural von Mittätern zu sprechen, kein Versehen gewesen sein, dann wäre es mehr als nur ein nahestehender Verwandter, der da in Betracht kommen könnte.

Aber wie gesagt, das ist alles spekulativ, weil mir eben diese Aussage im Plural auffiel.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

10.02.2026 um 22:18
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb am 07.02.2026:Dass KWW die Taten alleine begangen haben könnte, glaube ich auch nicht.
Ich fand diese Argumentation, Wichmann könne die Taten nicht allein begangen haben, weil er mit den Autos der Opfer wieder zurückfuhr, nie so überzeugend. Es hätte ihn ja auch einfach seine Frau einen Tag nach der jeweiligen Tat in die Göhrde zu seinem zurückgelassenen Auto bringen können.
Ohhe dass sie irgendetwas von den Morden ahnte.
Ich hatte es damals so verstanden, dass man diesen Grundsatz: "gegen Tote wird nicht ermittelt", so umgehen wollte, dass man einen Beihelfer konstruierte - gegen den man dann ermitteln konnte.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

11.02.2026 um 00:19
Was diese aktuelle ZDF-Doku angeht, interessieren mich gerade die Informationen über neugefundene DNA-Spuren.

Youtube: Deutscher Serienmörder Kurt-Werner Wichmann: Wie viele Menschen hat er getötet? | ZDF True Crime
Deutscher Serienmörder Kurt-Werner Wichmann: Wie viele Menschen hat er getötet? | ZDF True Crime
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Bisher war die Spurenlage folgende:

- bevor Wichmann auf den Plan trat, legte man alle Hoffnung auf zwei Haare, die man im Auto des ersten Opferpaares (der Reinholds) gefunden hatte.

- als man die DNA-Technologe für weit genug fortgeschritten erachtete, analysierte man diese Haare und fand heraus, dass deren DNA-Muster jenem entsprach, das man beim Hannoveraner "Zooviertel-Mord" an Andrea K. (2015) an einer Weinflasche fand.
Die Spur stammte aber nicht vom überführten Täter, sondern anscheinend von einer nicht identifzierten Frau.

- 2017 wurde bekanntgegeben, man habe Wichmanns DNA-Muster im Zusammenhang der Göhrde-Morde entdeckt (meines Wissens wurde nicht erwähnt welcher Art diese DNA-Spur war (Hautschuppe, Haar etc.) und auch nicht wo sie gefunden wurde.

In der neuen ZDF-Doku erfährt man nun, dass es neue Untersuchungen der Göhrde-Relikte gegeben hat, die von einem Freiburger Institut durchgeführt wurden.

- min. 8:54 fordert der Leiter der Ermittlungseinheit seine Kollegen auf Mundabstriche einzuholen, da es noch "unbekannte Spuren-Verursacher" gäbe

- min. 43:05 untersuchen die Mitarbeiter des Instituts für Rechtsmedizin Freiburg ein "6,4 cm langes dunkles Haar" welches von der Opferkleidung stammt"

- min. 44:15 der Moderator berichtet, "bei den meisten Untersuchungsobjekten handelt es sich um Haare aus den Opferfahrzeugen"

- min. 44:20 "Sabine L. analysiert die DNA dieser Haare und vergleicht sie mit DNA-Proben möglicher Täter, die von der Polizei zur Verfügung gestellt werden"

min. 44:33 Sabine L.: "ich bekomme anonymisierte Vergleichsproben und weiß gar nicht wer dahintersteckt. Wir haben schon Proben zusammenführen können. Wir haben schon Proben gehabt, die den selben Hapto-Typ zeigen. Aber ich darf und kann nicht sagen, inwiefern die jetzt getroffen haben."

Dann berichtet der Moderator: "die cold-case-Ermittler stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Arbeit. Noch in diesem Jahr wollen sie die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben. Mit einen Prozess gegen einen bisher unbekannten Mittäter könnte dann einer der spektakulärsten Kriminalfälle zuende gehen".

Es hört sich also so an, als habe man einen DNA-Treffer im Kreis "der möglichen Täter" gelandet.
Dieser wird vom Moderator als "bisher unbekannter Mittäter" bezeichnet.

Was nun aus diesen Formulierungen schließen - handelt es sich dabei um den "üblichen Verdächtigen" oder doch um jemand anderen??


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

11.02.2026 um 18:04
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:handelt es sich dabei um den "üblichen Verdächtigen" oder doch um jemand anderen??
Ich weiß nicht, wer alles dazugehört zu den „üblichen Verdächtigen“.

Es kann aber niemand sein, dessen Namen die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit den Morden des KWW schon einmal gehört hat oder der selbst durch eigene, nur ihm zugeschriebene Morde aufgefallen ist, wie der Säurefassmörder.

Es wurde gesagt, dass der Mittäter ein Unbekannter ist. Da gibt es nichts zu deuteln.

Nur die Kripo kennt den Namen, wie auch immer sie ihn herausgefunden haben mag. Vielleicht durch das neue System Palantir? Dieses System findet in Windeseile Bezüge in der Fülle der Fälle von KWW-Verdachtsfällen und vielleicht sogar anderen Fällen, die man nie als KWW-Verdachtsfälle ansah.

Auf der KWW-Verdachtsfälle-Karte sind auch Bayern und Hessen zu sehen, Bild 5:

Beitrag von 1988 (Seite 26)

In den Bundesländern Hessen und Bayern wurde das System vor ein paar Jahren eingeführt. Ich denke, die Profiler sind mit diesem scharfen Werkzeug nicht untätig geblieben.
Zitat von antheanthe schrieb am 14.09.2025:Die gewählte Formulierung "noch unbekannter Mittäter"
ist sorgsam gewählt worden.

Irgendwann wird die Kripo den Namen preisgeben.


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11.02.2026 um 23:01
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Ich fand diese Argumentation, Wichmann könne die Taten nicht allein begangen haben, weil er mit den Autos der Opfer wieder zurückfuhr, nie so überzeugend. Es hätte ihn ja auch einfach seine Frau einen Tag nach der jeweiligen Tat in die Göhrde zu seinem zurückgelassenen Auto bringen können.
Ohhe dass sie irgendetwas von den Morden ahnte.
In der ZDF-Doku vom September 2025 wird gesagt, es wird davon ausgegangen, dass der Täter nicht alleine gehandelt haben kann. Nicht nur aufgrund der Bewegung und Fundorte der drei Opferautos und der Abläufe, sondern auch aufgrund von Zeugenaussagen. ca ab Min 41:00

Ich gehe davon aus, dass die Autos sofort nach der Tat von der Göhrde weg bewegt wurden. Aber wann das war, ist letztlich nicht so relevant.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Ich hatte es damals so verstanden, dass man diesen Grundsatz: "gegen Tote wird nicht ermittelt", so umgehen wollte, dass man einen Beihelfer konstruierte - gegen den man dann ermitteln konnte.
Das habe ich nie als reine Konstruktion verstanden. Dass man auf diesem Wege auch indirekt gegen KWW ermitteln konnte, war da sicherlich sehr hilfreich.

Dass gegen Tote nicht ermittelt wird, kommt ja dann in Vollzug, sobald feststeht, dass der Tote auch gesichert der Täter ist. Eine Ermittlung gegen einen Toten, um sicher zu stellen, dass es keinen anderen oder weiteren Täter gibt, untersagt das ja nicht. Insbesondere in Mordfällen, die nicht verjähren. Solange der Täter nicht gesichert feststeht, besteht auch die Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung.

Die Ermittlungen dürfen nur nicht das Ziel eines Strafverfahrens gegen den Toten haben, aber um sicher zu gehen, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit der Täter ist und niemand anderes oder um Mittäter/weitere Täter zu identifizieren und vor Gericht zu bringen, ist das möglich und sogar notwendig.

Aus diesem Grund bezweifle ich ja auch seit jeher, dass die Asservate damals vernichtet werden durften, solange die Morde nicht als geklärt eingestuft wurden und man überhaupt wusste, von welchen Morden man da ausgehen kann und dass es keinen anderen oder weitere Täter gibt.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Was nun aus diesen Formulierungen schließen - handelt es sich dabei um den "üblichen Verdächtigen" oder doch um jemand anderen??
Ja, das ist wirklich interessant. Zugleich wird gesagt, dass es eine Person gibt, gegen die sich ein Tatverdacht richtet, welche aber nicht bereit ist, auszusagen (ab Min 42:10). Und es sei aktuell so, dass sich eine Indizienkette gegen eine noch lebende Person richte (ab Min 45:10).

Was dann mit bisher unbekannt gemeint sein könnte, ist schwer zu sagen. Unbekannt, weil noch nie als Mittäter angeklagt oder verurteilt oder noch nie medienrelevant für die Öffentlichkeit in Erscheinung getreten? Diese obigen Beschreibungen passen aber schon sehr auf eine früher schon mal in der Diskussion gewesene und damals beschuldigte Person aus dem nahen Umfeld des vermutlichen Haupttäters.

In diesem Kontext wird erneut interessant, weshalb vom Sprecher aus dem Off dann von möglichen Mittätern im Plural gesprochen wird (ab Min 45:30). Besteht also die Möglichkeit, dass es bald Informationen zu oder Anklageerhebungen gegen mehrere mutmaßliche Mittäter geben könnte? Da an mehrere Mittäter appelliert wird, ihr Schweigen zu brechen, werden dann wohl alle noch leben.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Es hört sich also so an, als habe man einen DNA-Treffer im Kreis "der möglichen Täter" gelandet.
Es wird, wie du auch zitiert hattest, von Proben im Plural gesprochen, die den gleichen Haplotyp zeigen. Ich verstehe das so, dass es mehrere Proben aus dem Göhrde-Komplex gab, die jeweils die gleiche Kombination auf einem Chromosom (sagt man da so?) hatten. Das sagt für mich, es gibt erstens möglicherweise mehrere DNA-Funde zu dieser Kombination und zweitens, offenbar gibt es in mehreren Funden die gleiche Kombination in den einzelnen Chromosomen. Wenn dieses einzelne Chromosom beispielsweise das y-Chromosom wäre, und es findet sich hier die gleiche Kombination, aber sonst wäre die DNA nicht gleich, würde es beispielsweise etwas zu Verwandtschaft aussagen.

Ich finde daher den Hinweis speziell auf den Haplotyp sehr interessant. Aber auch da bleibt abzuwarten, was wirklich gemeint war. Es besteht daher offenbar die Möglichkeit, dass es DNA-Funde im Göhrde-Komplex gibt, die unterschiedlich sind, aber den gleichen Haplotypen bzw die gleiche Kombination auf einem einzelnen Chromosom aufweisen. Das könnte beispielsweise bei Brüdern so sein.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

13.02.2026 um 21:27
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Ich finde daher den Hinweis speziell auf den Haplotyp sehr interessant. Aber auch da bleibt abzuwarten, was wirklich gemeint war. Es besteht daher offenbar die Möglichkeit, dass es DNA-Funde im Göhrde-Komplex gibt, die unterschiedlich sind, aber den gleichen Haplotypen bzw die gleiche Kombination auf einem einzelnen Chromosom aufweisen. Das könnte beispielsweise bei Brüdern so sein.
..stimmt, vieles in dem Film klingt so, als ob man sich auf den "übllichen Verdächtigen" einschießt. Oder sich sogar an diesen wendet.

Der einzige Kommentar in den Medien zur neuen ZDF-Doku findet sich in Lüneburg.aktuell. Der Journalist vermutet, es solle womöglich Druck
auf den Verdächtigen aufgebaut werden.
https://www.lueneburgaktuell.de/artikel/wie-nah-ist-polizei-dem-komplizen-des-mutmasslichen-goehrde-moerders/

Die zentrale Aussage des Films, man strebe einen Prozess gegen einen Göhrde-Morde-Mittäter an - ist doch eigentlich eine Bombe.
Man darf sich die Frage stellen, warum das die großen Medien nicht interessiert.
Weder BILD noch ZEIT noch MOPO noch Abendblatt oder Spiegel gehen darauf ein.

Was ich noch interessant finde:
In min. 45:11 sagt der Leiter der Emittlungsgruppe: "wir gehen davon aus, dass Kurt-Werner Wichmann der Haupttäter ist."

Er erwähnt dieses möglicherweise noch mal am Ende des Filmes, weil es eben tatsächlich nicht so ganz 100%ing klar ist, dass Kurt-Werner der
Haupttäter ist, wenn man tatsächlich eine DNA-Spur gefunden hat, die auf einen weiteren Täter hindeutet.

Es kommt dann vermutlich darauf an, wo die DNA gefunden wurde. Eine DNA an der Opferkleidung wäre sicher gewichtiger als eine im Opferfahrzeug.
Auch hätte eine DNA-Spur aus eine Hautzelle eine größere Aussagekraft als eine aus einem Haar (ohne Wurzel, mitochondriale DNA).

Hätte man zB zwei Schwestern im Verdacht, einen Einbruch verübt zu haben - und findet ein Haar:
Könnte man feststellen...aha es war eine der beiden. Man könnte aber nicht sagen, welche der Schwestern verantwortlich war.

https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Faltblatt_mtDNA_20150123.pdf


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

14.02.2026 um 09:25
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Es kommt dann vermutlich darauf an, wo die DNA gefunden wurde. Eine DNA an der Opferkleidung wäre sicher gewichtiger als eine im Opferfahrzeug.
Auch hätte eine DNA-Spur aus eine Hautzelle eine größere Aussagekraft als eine aus einem Haar (ohne Wurzel, mitochondriale DNA).
Ja, warten wir mal ab, was gefunden wird oder wurde und welche Aussagekraft das hat. Eventuell spielt es gar keine gewichtige Rolle, wer Haupttäter ist und wer nicht. Mir wäre wichtig, zu erfahren, wer beteiligt war und dass diese Personen alle dafür bekannt sind. In rechtlicher Hinsicht wäre mir wichtig, dass alle lebenden Täter auch vor Gericht kommen.


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14.02.2026 um 17:26
In der jüngsten Doku zu diesem Fall wurden ja im letzten Jahr recht konkrete Aussagen gemacht. Da war von übereinstimmenden DNA-Tests die Rede und davon, dass nach weiteren Ermittlungen noch im Jahr 2025 Anklage erhoben würde.

Allerdings ist es immer noch überraschend ruhig, was das angeht.

Haben sich vielversprechende Spuren zerschlagen, oder waren diese Aussagen nur ein Testballon, um den möglichen Mittäter aufzuschrecken?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

14.02.2026 um 17:49
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:dass nach weiteren Ermittlungen noch im Jahr 2025 Anklage erhoben würde.
Es wurde gesagt, dass Ende 2025 die Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben werden sollen. Ob sich das verzögert hat, wissen wir nicht. Selbst wenn das wie geplant erfolgte, muss ja zunächst die Staatsanwaltschaft noch damit arbeiten, bevor etwas passiert. Ich hätte aber auch gerne Infos darüber, ob die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben wurden und dass die Staatsanwaltschaft nun mit diesen arbeitet. Inhalte darüber und zu den Ermittlungsergebnissen würde es wohl nicht geben :) Daher fürchte ich, wir müssen noch eine zeit lang ausharren.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.02.2026 um 00:01
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Die zentrale Aussage des Films, man strebe einen Prozess gegen einen Göhrde-Morde-Mittäter an - ist doch eigentlich eine Bombe.
Nur für Menschen, die sich für die Wichmann-Fälle interessieren, ist diese zentrale Aussage des Films schon heute eine Bombe.

Für alle anderen wird die Bombe erst sichtbar, wenn sie geplatzt ist und Einzelheiten ans Licht kommen.

Die meisten Leute werden dann staunen, was sie alles erfahren, andere fragen: warum ist diese Bombe gerade jetzt geplatzt?

Ich denke an Kurt Cobain. Offensichtlich wurde er ermordet. Ich frage mich: warum platzt die Suizid-These bzw. -Hypothese ausgerechnet jetzt?

https://de.euronews.com/kultur/2026/02/11/bericht-kurt-cobain-tod-suizid-mord

Wenn der Mittäter sichtbar wird für alle - vielleicht hält er sich eine Pappe vors Gesicht beim Einzug ins Gericht - wird es einschlagen wie eine Bombe. Die Menschen werden viel Stoff zum Nachdenken und für einen Austausch bekommen, die Medien werden sich auf alles stürzen.

Falls der Mittäter oder die Mittäter etwas mitbekommen haben von den Aktivitäten von Kripo und Staatsanwaltschaft, wird er oder werden alle wohl hoffen, dass nicht er oder sie es sind, sondern jemand anderes, der bei Kripo und Staatsanwaltschaft im Schlaglicht steht.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.02.2026 um 20:48
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb am 29.09.2025:Ich frage mich, warum ein Labor in Freiburg beauftragt wurde. Untersucht das alle 2000 Asservate?
Oder hatte sich das Freiburger Labor als eines von vielen Laboren bereiterklärt für ein Interview?
Ich habe noch etwas über dieses DNA-Rätsel nachgedacht und recherchiert.
Wenn man nach "mitochondriale dna analyse forensik" googelt, stößt man an vorderster Stelle auf dieses Freiburger Institut.

https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Faltblatt_mtDNA_20150123.pdf

Auf der Titelseite trifft man gleich auf die Biologin Prof. Dr. Sabine Lutz-Bonengel, die in der ZDF-Doku zu Wort kommt.
Es geht dort auch um "Haplotypen".
Diese Biologin ist anscheinend Spzezialistin auf diesem Gebiet der "mitochondrialen DNA". Hier kann man einen u.a. von ihr verfassten wissenschaftlichen Artikel zum Thema einsehen.
https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/751726.html

Es ist also naheliegend, warum man die in den Opferfahrzeugen und an der Opferkleidung gefundenen Haare nach Freiburg zur Anylyse geschickt hat (und nicht nach Göttingen oder Hannover).
Und man kann auch davon ausgehen, dass die Biologin in dem Film von einer Übereinstimmung in der mitochondrialen DNA spricht, wenn sie von der Zusammenführung der Proben spricht (und nicht von einer vollständigen DNA aus Hautzellen o.ä.)
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb am 11.02.2026:min. 44:33 Sabine L.: "ich bekomme anonymisierte Vergleichsproben und weiß gar nicht wer dahintersteckt. Wir haben schon Proben zusammenführen können. Wir haben schon Proben gehabt, die den selben Hapto-Typ zeigen. Aber ich darf und kann nicht sagen, inwiefern die jetzt getroffen haben."
Das ist insofern für unsere Überlegungen, wer nun der Mittäter sein könnte, sehr bedeutend....
....weil diese Art der Analyse nicht geeignet ist, zwischen Geschwistern zu unterscheiden (die die gleiche Mutter haben).

KWW und seine Geschwister haben also die identische mitochondriale DNA.
Falls die Biologin ein Wichmann-Haar untersucht hätte, wäre das für die Mittäter-Frage bedeutungslos.

Die Waage neigt sich also tatsächlich in diese Richtung einer DNA-Übereinstimmung eines oder mehrerer der Haare mit einer Probe aus der Schwerbrecher-Liste-des-Nordens, die von den Lüneburger cold-case-Ermittlern zur Verfügung gestellt wurde.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

15.02.2026 um 23:54
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Biologin Prof. Dr. Sabine Lutz-Bonengel, die in der ZDF-Doku zu Wort kommt.
Es geht dort auch um "Haplotypen".
Diese Biologin ist anscheinend Spzezialistin auf diesem Gebiet der "mitochondrialen DNA".
Das finde ich interessant. Vielen Dank für die Information.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:KWW und seine Geschwister haben also die identische mitochondriale DNA.
Kopfkratz. Das hörte sich am Anfang logisch an, aber mir kamen Zweifel…
Obwohl die mtDNA der Geschwister gleich ist, können sich dennoch seltene, individuelle Mutationen (Heteroplasmie) im Laufe des Lebens oder bei der Vererbung entwickeln, was bedeutet, dass die Sequenz nicht zu 100 % "Buchstabe für Buchstabe" identisch sein muss, aber sie ist genealogisch betrachtet dieselbe
Quelle: Google KI

Für den Bruder von KWW wäre es toll, wenn er entlastet werden könnte, weil eventuell Mutationen zu sehen sind.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Falls die Biologin ein Wichmann-Haar untersucht hätte, wäre das für die Mittäter-Frage bedeutungslos.
Für die Mittäter-Frage ist das Wichmann-Haar immer noch wichtig, siehe Punkt 3) weiter unten.

Vorab erstmal: Ich denke, wir haben im Film nicht das Haar eines Verdächtigen aus dem KWW-Komplex gesehen. Es wurde einfach ein Haar gezeigt, an dem gerade gearbeitet wurde.

Wenn ich bei der Kripo wäre, hätte ich folgenden Ansatz:

Ich würde zum Beispiel bei den Tatorten X, Y und Z alle gefundene Haare und alle Hautschuppen auf KWW und Mittäter gleichzeitig abgleichen lassen.

Am Ende hat man also gerichtsverwertbare Beweise in drei Richtungen:

1) KWW war am Tatort X allein
2) der Mittäter war am Tatort Y allein
3) KWW und Mittäter waren zusammen am Tatort Z


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

16.02.2026 um 22:03
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb am 11.02.2026:Dann berichtet der Moderator: "die cold-case-Ermittler stehen kurz vor dem Abschluss ihrer Arbeit. Noch in diesem Jahr wollen sie die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben. Mit einen Prozess gegen einen bisher unbekannten Mittäter könnte dann einer der spektakulärsten Kriminalfälle zuende gehen".
Der Startschuss für eine mögliche Anklage, müsste ja unmittelbar bevorstehen.

Redaktionsschluss für die Sendung, müsste im Frühsommer 2025 gewesen sein. Die Ergebnisse liegen damit der Staatsanwaltschaft vor. Denn die Formulierung...in diesem Jahr...bezieht sich ja auf 2025...nicht auf 2026.


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

16.02.2026 um 23:23
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Das ist insofern für unsere Überlegungen, wer nun der Mittäter sein könnte, sehr bedeutend....
....weil diese Art der Analyse nicht geeignet ist, zwischen Geschwistern zu unterscheiden (die die gleiche Mutter haben).
Wenn diese Mutter aber nur zwei Kinder hat?
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Die Waage neigt sich also tatsächlich in diese Richtung einer DNA-Übereinstimmung eines oder mehrerer der Haare mit einer Probe aus der Schwerbrecher-Liste-des-Nordens, die von den Lüneburger cold-case-Ermittlern zur Verfügung gestellt wurde.
Welche Schwerverbrecher-Liste ist das denn? Und diese haben Geschwister?
Haben diese Akteure dann Kontakte zu den Göhrde-Morden oder einzelnen Opfern oder anderen Bezugspersonen gehabt?


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Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W.

16.02.2026 um 23:32
Ob die Ermittlergruppe um Herrn Sielaff oder aber später die Polizei irgendwelche Klebefolien oder andere Asservate aus dem geheimen Zimmer in Adendorf genommen bzw mitgenommen hat, an denen Frauen- oder Hunde-DNA gefunden wurde oder werden könnte? Wurden da oder anderswo evtl noch Hundehaare von Rex gefunden? Oder gibt es sein Halsband oder seine Leine wohl noch?


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