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Die Plaza Frau

6.376 Beiträge, Schlüsselwörter: Norwegen, Unbekannte Tote, 1995, Oslo

Die Plaza Frau

16.02.2019 um 20:40
Das Einzige, was noch juristisch verfolgt werden könnte, wäre ein Mord.
Mord verjährte in der DDR nach 25 Jahren, in der BRD verjährt er hoffentlich nie.

Angenommen, ein Mord wäre Ende 1970 begangen worden, dann wäre er in der DDR Ende 1995 verjährt. Seit 1989 verjährt dieser Mord nie.

https://www.google.com/amp/s/amp.n-tv.de/panorama/Gericht-startet-Mordprozess-nach-42-Jahren-article17553586.html
Die Tat wäre gemäß DDR-Recht eigentlich nach 25 Jahren, also im Jahr 1999, verjährt. Mit der Wiedervereinigung war allerdings in einem besonderen Paragrafen festgelegt worden, dass Morde aus der DDR-Zeit nicht mehr verjähren können.
Wenn sie Kenntnis von einem Mord gehabt hätte, dann wäre JF von Interesse.


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Die Plaza Frau

16.02.2019 um 21:21
@l_autre
Damit kommen wir in die Nähe meiner Vermutungen. J.F. lebte im Dunstkreis von schweren kriminellen Machenschaften. Sie erlebte schlimme Sachen, wusste von Hintermännern, Auftraggebern, erkannte die Hintergründe, hätte Erklärungen liefern können und Einsicht in die verschlungenen Wege und dunklen Kanäle dieser Machenschaften. Ob auch sie Opfer oder etwa Frau/Freundin, bzw Mitwisserin war, kann ich nicht beurteilen. Aber ich mutmasse, dass es einen Auslöser gegeben hat, der dazu führte, dass sie die Flucht aus diesem Leben, ihrem Umkreis ergreifen musste. War es ein Streit oder wollte sie nicht mehr mitansehen, was um sie geschieht, war ev. etwas geplant, was sie nicht mehr mittragen wollte? Ist vielleicht ihrem Mann/Freund etwas schlimmes passiert und sie hatte nun Angst um ihr Leben? Ist Lois F. Vielleicht gar nicht mit ihr in Oslo angekommen? Hat sie versucht, ihn mit ihren Anrufen zu erreichen?
Es gibt so viel unbekanntes. Nur eines ist (für mich) sicher. Sie hat etwas Schreckliches erlebt, das sie veranlasste, ihr bisheriges Zuhause zu verlassen, sich auf die Flucht zu begeben, sich zu verbergen und am Ende, als sie doch gefunden wurde, den Tod fand. Ob durch sich selbst oder durch andere Hand ist momentan für mich zweitrangig.


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16.02.2019 um 23:03
Hathora schrieb:Sie hat etwas Schreckliches erlebt, das sie veranlasste, ihr bisheriges Zuhause zu verlassen, sich auf die Flucht zu begeben
Und der Zufluchtsort ist bemerkenswerterweise das Plaza-Hotel in Oslo, Norwegen. Kein Ort in Deutschland.

(Würde ein Mensch, der vor Jahrzehnten einen Mord in Norwegen begangen hat, dort erneut einen Mord begehen, in der Gefahr gefasst zu werden?)


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16.02.2019 um 23:23
J.Hypolite schrieb:Wobei ich mir im Moment noch nicht im Klaren bin was Du genau suggerierst mit dem dramatischen Ereignis welches sich im familiären Umfeld JFs ereignet haben könnte. Werde mich aber noch weiter später damit befassen.
Der Fall ist nur exemplarisch, enthält mMn aber alle Zutaten: Täter 1970 in Thüringen (nähe der Hotspots) geboren, zwei ältere und eine jüngere Schwester, Urteil in Essen am 16. Mai 1995. Dieser Fall wird für die Familie eine große Belastung sein.


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Die Plaza Frau

17.02.2019 um 02:13
Wow @Lighthouse60 ! Das war wieder eine großartige Recherchearbeit und ein sehr wertvoller Beitrag. Chapeau !
Lighthouse60 schrieb:Die Taucheruhr und die Waffe sind aus meiner Sicht besonders interessant, da uns die Seriennummern direkt auf das Umfeld oder die Spur von JF führen könnte.
Es sind die besten "Asservate", die uns zur Verfügung stehen. Zumindest die Dokumentation derer. Die Seriennummer der Waffe sowie deren damit verbundene Herkunft wurde bestmöglich verschleiert. Ich würde mich wirklich sehr wundern, wenn man sie irgendwie von ihrem Herstellungsdatum bis zum letzten Käufer zurückverfolgen könnte. Zumal sie wohl aus mehreren Waffen zusammengesetzt wurde. Die Uhr hingegen bietet -aus meiner Sicht- die beste Aussicht auf eine gute Spur. da es sich imzwischen um ein scheinbar gesuchtes Sammlerstück handelt, könnte es in Sammlerkreisen wertvolle Hinweise dazu geben. Es könnte sich also durchaus als Glücksfall für uns erweisen, dass jene Uhr nie günstig und komplex in der Technik war, kein Schnäppchenkauf vom Wühltisch. Leider bin ich absolut kein Uhrenexperte. Ein Sammler könnte sicher irgendetwas dazu sagen.
Lighthouse60 schrieb:Offensichtlich sind sich die Waffenexperten aber einig, dass FEG die Waffe hergestellt hat. So wie es hier auch schon diskutiert wurde, ist mMn eher anzunehmen, dass die Waffe aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammengesetzt wurde.
Das vermute ich auch. Im ermittlungstechnisch schlimmsten Fall hätten die verschiedenen Komponenten dann noch völlig verschiedene "Abstammungen", was deren früheren Bestimmungsort (Ursprungswaffe) betrifft. Damit ist der nicht weiter verifizierte Hinweis auf die Schweiz als Enststehungsort dieser "Frankensteinmodelle" ggf. noch der Zielführendste.
Lighthouse60 schrieb:Ebenso habe ich gelesen, dass diese Uhren an Bord von Kreuzfahrtschiffen oder in den jeweiligen Häfen verkauft werden.
Der Bordverkauf dieser Uhren verdichtet natürlich auch den bereits schonmal geäußerten/diskutierten Verdacht, JF könnte per Schiff nach Norwegen gekommen sein. Andererseits würde es mich aber auch nicht verwundern, wenn z.B. Ledertaschen von Braun/Büffel, das im Zimmer gefundene Herrenparfum oder auch das Ein oder Andere Kleidungsstück von JF im breitgefächerten Bordverkauf von Kreuzfahrtschiffen angeboten worden wäre. Das muß also nicht unbedingt einen Ansatz oder Indiz bedeuten. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings die Beobachtung einer Zeugin des Hotelpersonals, die JF aufgrund von Kleidung, Trolley und Auftreten für eine typische Stewardess hielt. Vlt. also doch eine Spur ? Für mich persönlich nicht wirklich überzeugend genug. Aber ein prüfenswerter Hinweis ist es allemal.
Lighthouse60 schrieb:Die Uhr ist mMn aufgrund des Gewichtes für den alltäglichen Bedarf wenig geeignet und passt auch nicht zum Business-Style. Die Uhr hat keine deutlichen bzw. typischen Abnutzungspuren, wie diese beim häufigen Gebrauch im Tauchsport zu erwarten gewesen wären. Es könnte auch sein, dass die Uhr Ausdruck einer Gruppenzugehörigkeit war.
Die Sache mit der Gruppenzugehörigkeit klingt gut. Ich hatte bekanntermaßen vermutet, JF könnte aufgrund ihrer beruflichen und/oder privaten Aktivitäten eine besonders robuste Uhr favorisiert haben. Denn eine Taucheruhr eignet sich ja nicht nur zum tauchen. Sie ist für gewöhnlich auch besonders Resistent gegen Erschütterung, Staub, Matsch, extreme Temperaturen. Also z.B. auch für Bergsteigen, Skifahren oder Aufenthalt in staubigen/heißen Gegenden interessant. Dafür eher unmodisch, schwer und klobig. Der Aspekt der Gruppenzugehörigkeit könnte eine Erklärung sein, warum sie auch privat d.h. außerhalb der besonderen Aktivitäten getragen wurde. Es fragt sich nur, welche Gruppe das gewesen sein könnte. Tauchclubs sind da nur eine von vielen Möglichkeiten.
Lighthouse60 schrieb:Anhand der Seriennummer spricht in der Gewichtung der Ergebnisse einiges dafür, dass die von JF getragene Uhr tatsächlich in Deutschland, den Niederlanden oder evtl. auch in Italien gekauft wurde.
Das ist durchaus naheliegend. Zumal die Isotopenanalyse und Sprachkenntnisse ebenfalls dafür sprechen.
Lighthouse60 schrieb:(...) geht meine Vermutung dahin, dass JF in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist und einige Zeit nach der Öffnung der Grenzen (ggfls. mit der Familie) nach NRW gezogen ist. Die vorgenannten Aussagen sind jedoch Lichtjahre von einem Beweis entfernt. Es handelt sich lediglich um Gewichtungen und Schätzungen der Wahrscheinlichkeiten.
Oha, ich würde dann tatsächlich nicht so weit gehen, von der Gewichtung der Wahrscheinlichkeiten auf Details wie einen Umzug nach NRW inkl. Familie zu schließen, wenn auch nur ohne jede Gewähr. Sie könnte genausogut ohne Familie im südlichen Niedersachsen oder im Grenzgebiet auf der niederländischen Seite Bezugspunkte gehabt haben, ohne jedoch selbst dort wohnhaft zu sein. Vlt. hat jemand diese Uhr tatsächlich in NRW gekauft, sie dann aber in der DDR an JF verschenkt. Oder, oder, oder.... Der Ansatz ist verführerisch aber sehr gewagt.
Lighthouse60 schrieb:Ich bin der Meinung, dass im Leben von JF etwas Dramatisches passiert sein muss. Es könnte sich um ein Ereignis handeln, dass nicht nur JF betrifft, sondern auch ihre Familie – und hier könnte der Grund liegen, warum bis heute keine Identifikation möglich war. Ich könnte mir vorstellen, dass der Zeitpunkt ihrer Anmeldung beim Hotel mit dem Ereignis in Verbindung stehen könnte.
Der Gedanke ist sehr gut nachvollziehbar, zumal ja immernoch das Ausbleiben jeglicher Zeugenaussagen zur Identität der JF verwundert. Nur: Was könnte so ein dramatisches Ereignis sein ? Der von Dir verlinkte Artikel nennt ein Beispiel, es sind noch viele weitere vorstellbar. Ferner liegt ein "Drama" auch im Ermessen des Betroffenen. Während manche Menschen z.B. den Verlust des Arbeitsplatzes locker wegstecken, bricht für andere Menschen eine Welt zusammen. Klar, wenn es um schlimme Verbrechen geht, sieht es schon anders aus. Eine Vergewaltigung steckt niemand so einfach weg wie ein verlorenes Portemonnaie oder auch den Verlust des Arbeitsplatzes, der sicher schon schwerwiegender wäre. Das sind natürlich gravierende, lebensverändernde Einschnitte, die deutliche Spuren hinterlassen. Da uns jeglicher Hinweis darauf fehlt, welches Ereignis das gewesen sein könnte, ist einfach noch zu viel denkbar. Als Beispiel für so ein mögliches Ereignis ist der verlinkte Artikel natürlich okay.
l_autre schrieb:Mord verjährte in der DDR nach 25 Jahren, in der BRD verjährt er hoffentlich nie.
In der Rechtsprechung der BRD verjährt der Tatbestand "Mord" nicht.
Hathora schrieb:Damit kommen wir in die Nähe meiner Vermutungen. J.F. lebte im Dunstkreis von schweren kriminellen Machenschaften. Sie erlebte schlimme Sachen, wusste von Hintermännern, Auftraggebern, erkannte die Hintergründe, hätte Erklärungen liefern können und Einsicht in die verschlungenen Wege und dunklen Kanäle dieser Machenschaften.
In dem Zusammenhang sind auch Machenschaften von Gruppen denkbar, die ihre Taten und auch sich selbst nie als "kriminell" bezeichnen würden und deren Aktivitäten durchaus auch gesetzlich legitimiert oder zumindest von höchster gedeckt sein könnten. Das nur als kleiner Einschub.
Hathora schrieb:Aber ich mutmasse, dass es einen Auslöser gegeben hat, der dazu führte, dass sie die Flucht aus diesem Leben, ihrem Umkreis ergreifen musste.
...Oder aber JF einfach eine Veränderung wollte. Ich denke zwar auch, dass sie zu diesem Schritt, der Reise nach Oslo gewungen, zumindest mal genötigt wurde, sicher ist das aber nicht. Vlt. hat sie diesen Schritt einfach gewollt. JF war jung, hatte also sicher noch Träume und Ziele, die sie (zumindest theoretisch) verwirklichen konnte. Möglciherweise erhielt sie ein entsprechend verlockendes Angebot ?
Hathora schrieb:Ist Lois F. Vielleicht gar nicht mit ihr in Oslo angekommen? Hat sie versucht, ihn mit ihren Anrufen zu erreichen?
Vermutlich gab es keinen Begleiter mit dem sie reiste. Ich vermute eher, sie reiste allein und wollte jmd. im Plaza und/oder Umfeld dessen treffen. Lois war vlt. nur eine "vertrauensbildende Maßnahme" gegenüber des Hotels oder eine Option. Die gewählten Rufnummern galten -meiner vermutung nach- entweder einer Vertrauensperson im Hintergrund oder sie waren der Versuch einer Kontaktaufnahme zu den/der mit ihr verabredeten Person(en). Entweder vergaß sie dann -in Aufregung/Panik- die korrekte, vollständige Nummer oder aber hatte keine korrekte Nummer bekommen. Das wiederum könnte in ihr erst Panik/Gewissheit/Unmut ausgelöst haben. Ist aber alles sehr spekulativ.
l_autre schrieb:Und der Zufluchtsort ist bemerkenswerterweise das Plaza-Hotel in Oslo, Norwegen. Kein Ort in Deutschland.
Richtig. Vlt. ganz bewusst ? Oder wurde sie von ihrem "Kontakt" bewusst aus der BRD nach Norwegen gelockt (eine Falle) ?


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Die Plaza Frau

17.02.2019 um 18:02
Slaterator schrieb:Der Aspekt der Gruppenzugehörigkeit könnte eine Erklärung sein, warum sie auch privat d.h. außerhalb der besonderen Aktivitäten getragen wurde.
Kann auch sein, sie ist umgeschulte Linkshänderin gewesen und die schwere Uhr sollte sie daran erinnern, die rechte Hand zu benutzen.

Seit der Plaza-Frau schaue ich bewusst nach Frauen mit großen Uhren/Taucheruhren. Fehlanzeige. Selbst die sportlichste, größte und burschikoseste Frau in meiner Firma trägt eine Damenuhr.

Als Gruppenzugehörigkeit würde ich Freizeit-Biker vermuten, eben wegen der Uhr, Acerbis und Lois. Hilft halt nicht weiter.
Slaterator schrieb:Ich denke zwar auch, dass sie zu diesem Schritt, der Reise nach Oslo gewungen, zumindest mal genötigt wurde, sicher ist das aber nicht.
Hm, ich kann mir einen Deal vorstellen: Du hilfst uns Herrn XY zu kriegen, im Gegenzug helfen wir dir auszusteigen. (Das ist übliche Praxis.)

Aber wozu ihn nach Oslo locken? Um ihn dort einzusperren? In Norwegen kann nur der norwegische Geheimdienst soetwas veranstalten, ggf. in Zusammenarbeit mit einem anderen Staat. Die diplomatischen Verwirrungen?! Deutsche lockt Deutschen nach Oslo, damit die Norweger ihn dort festnehmen können? Und der dann kriegt einen Prozess in Norwegen. Wofür? Dass er Deutsche in Norwegen getötet hat? Warum interessiert das nicht die Deutschen?
Slaterator schrieb:In dem Zusammenhang sind auch Machenschaften von Gruppen denkbar, die ihre Taten und auch sich selbst nie als "kriminell" bezeichnen würden und deren Aktivitäten durchaus auch gesetzlich legitimiert oder zumindest von höchster gedeckt sein könnten. Das nur als kleiner Einschub.
Du denkst jetzt an einen Geheimdienst, der Leute hängen lässt? Weiss nicht. Die haben überhaupt nicht die Mittel eine Person zu schützen, die sind nicht die Polizei. Goggeln wir mal Opferschutz und lassen wir die Ergebnisse auf uns wirken. Dann nehmen wir uns den Zeugenschutz vor ... Musst halt aufpassen, nicht?!


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Die Plaza Frau

17.02.2019 um 18:41
Das Günstigste für den Mörder im Plaza-Hotel, war das Wissen, dass die norwegische Polizei keine Waffen trägt. Möglicherweise wusste er auch, dass Beweismittel nicht aufbewahrt werden. Der Staatsbesuch, der von der Polizei begleitet werden musste und Vor-Pfingsten taten wohl ihr Übriges. Muss man wissen.


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17.02.2019 um 18:55
@l_autre
wieso trägt die norwegische Polizei keine Waffen ? das kann ja wohl nicht sein.


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17.02.2019 um 20:21
Wikipedia: Polizei_(Norwegen)
Den norwegischen Polizeibeamten ist das Tragen der Waffe am Gürtel nur in Ausnahmefällen (z. B. erhöhte Terrorgefahr) und mit Genehmigung erlaubt.

Ansonsten ist die Waffe im Streifenwagen zu belassen und darf nur im Ernstfall verwendet werden.
www.spiegel.de%2Fpanorama%2Fjustiz%2Fnorwegen-polizisten-muessen-auf-dienstwaffe-verzichten-a-1062699.html
Nach mehreren Terrorwarnungen sowie den Anschlägen des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik waren die Beamten im November 2014 mit Dienstwaffen ausgerüstet worden. Die Terrorgefahr sei jedoch nun vorüber, sagte Polizeidirektor Odd Reidar Humlegård dem norwegischen Staatsfernsehen NRK. In ihren Streifenwagen sollen die Polizisten allerdings weiterhin Schusswaffen mitführen dürfen.
Doch ist so. Auch 1995 war die Polizei unbewaffnet unterwegs.


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Die Plaza Frau

17.02.2019 um 22:46
Slaterator schrieb:Oha, ich würde dann tatsächlich nicht so weit gehen, von der Gewichtung der Wahrscheinlichkeiten auf Details wie einen Umzug nach NRW inkl. Familie zu schließen, wenn auch nur ohne jede Gewähr.
Absolute Zustimmung. Wenn ich mir die Ergebnisse anschaue (Labelfinder, Taucheruhren, Bezug Belgien), komme ich zu dieser allerdings sehr vorbehaltlichen Vermutung. Nach der Grenzöffnung sind bekanntlich viele junge Menschen in den Westen abgewandert. In einem Artikel zur Region Prignitz wurde beschrieben, dass es zwei Hauptströmungen gab: eine Richtung Hamburg und eine weitere Richtung NRW. Wenn es aber um einen Tipp ginge, hätte ich zwei klare Favoriten:
1.) das Viereck Aachen, Bonn, Dortmund, Geldern
2.) Region Kiel, Hamburg, Rostock.


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17.02.2019 um 22:58
l_autre schrieb:Kann auch sein, sie ist umgeschulte Linkshänderin gewesen und die schwere Uhr sollte sie daran erinnern, die rechte Hand zu benutzen.
Eine sehr gute Idee. So könnte es natürlich auch gewesen sein.
l_autre schrieb:Hm, ich kann mir einen Deal vorstellen: Du hilfst uns Herrn XY zu kriegen, im Gegenzug helfen wir dir auszusteigen. (Das ist übliche Praxis.)
Ich dachte eher daran, dass sie eigenmächtig Wissen/Material "verkaufen" wollte. Irgendetwas, dass ihr dann im Gegenzug durch den/die Käufer entweder Mittel zu und/oder Chance einer Flucht/ein Untertauchen ermöglichen sollte. Das ging dann schlußendlich schief.
l_autre schrieb:Aber wozu ihn nach Oslo locken? Um ihn dort einzusperren?
Ggf. wurde sie mit dem Versprechen von Hilfe/Fluchthilfe und/oder durch finanzielle Anreize auf "neutralen" Boden gelockt, wo man dann eine "Falle" vorbereitet hatte. Oder aber ihr Plan sickerte durch, der Kontakt den sie treffen sollte wurde abgefangen und stattdessen z.B. Hitteam vor Ort positioniert. Ist aber nur ein Gedankenspiel, reine Spekulation.
l_autre schrieb:Du denkst jetzt an einen Geheimdienst, der Leute hängen lässt?
Ich denke an einen Geheimdienst, der "Überläufer" produzierte und und jene dann aus dem Spiel nahm.
l_autre schrieb:Das Günstigste für den Mörder im Plaza-Hotel, war das Wissen, dass die norwegische Polizei keine Waffen trägt. Möglicherweise wusste er auch, dass Beweismittel nicht aufbewahrt werden.
Wieder etwas dazugelernt. Das war mir tatsächich auch entgangen. Ließ sich die Polizei deshalb so lange Zeit, bis am Einsatzort eintraf ? ;)
Lighthouse60 schrieb:Nach der Grenzöffnung sind bekanntlich viele junge Menschen in den Westen abgewandert. In einem Artikel zur Region Prignitz wurde beschrieben, dass es zwei Hauptströmungen gab: eine Richtung Hamburg und eine weitere Richtung NRW. Wenn es aber um einen Tipp ginge, hätte ich zwei klare Favoriten:
1.) das Viereck Aachen, Bonn, Dortmund, Geldern
2.) Region Kiel, Hamburg, Rostock.
Ja, natürlich naheliegend. Ich vermute, sie könnte die Uhr schon weit vor einem Umzug oder generell der Osloreise bekommen haben. Vlt. kam sie auch allein, was ebenfalls -zumindest mal ansatzweise- die fehlende Reaktion auf ihr Verschwinden erklären könnte.


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18.02.2019 um 07:38
@all

Bei der Uhr vielleicht nicht vergessen: damalige DDR-Bürger hatten Geld. Sie konnten es nur nicht ausgeben. Es wurde aber 1:1 in DM umgetauscht.
Vielleicht war das ihre erste grosse, im wahrsten Sinne grosse, Anschaffung im Westen. Ihr erstes West-Schmuckstück aus eigener Tasche bezahlt. Das Armband ist ja auch abgeschnitten. Das war ihr beim Kauf egal. 'Ich will eine Top-Uhr.'


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Die Plaza Frau

18.02.2019 um 08:04
l_autre schrieb:Doch ist so. Auch 1995 war die Polizei unbewaffnet unterwegs.
unglaublich. ! generell hört man aus Norwegen, überhaupt den skandinavischen Ländern wenig über Kriminalität. Bis auf die Sache mit Breivik ist wenig bekannt geworden.


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Die Plaza Frau

18.02.2019 um 08:51
@Musikengel
Such mal Nachrichten über Kriminalität von Flüchtlingen in Schweden. Schweden ist lange schon nicht mehr so begeistert.
Aber gut, solche Sachen passierten eben später. In meiner Interrail-Zeit bin ich da nur wegen dem Wetter nie hin.


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Die Plaza Frau

18.02.2019 um 09:40
Slaterator schrieb:Ließ sich die Polizei deshalb so lange Zeit, bis am Einsatzort eintraf ?
Die Polizei streikte, ebenso wie der Rest des öffentlichen Dienstes. Etliche Flüchtigkeitsfehler bei der Tatortaufnahme dürften ebenso darauf zurückzuführen sein.

@Lighthouse60 Super Recherche mit der Uhr, Kompliment!


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18.02.2019 um 10:21
Meine Uhr, wohl Nachfolgemodel habe ich 1998 in Wuppertal beim sekond-Hand gekauft. Eigentlich für den Neupreis. Danach fing ich das Tauchen erst an.

Dass mit der Funktion, dass die letzten Tauchgänge darin gespeichert sind, kann ich nicht bestätigen. Lediglich die letzte Tauchtiefe kann man abrufen. Auch kann man den Zeiger der maximalen nächsten Tiefe frei einstellen. Das kann man aber alleine aus optischen Gründen machen.


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Die Plaza Frau

18.02.2019 um 19:16
Slaterator schrieb:Ich dachte eher daran, dass sie eigenmächtig Wissen/Material "verkaufen" wollte. Irgendetwas, dass ihr dann im Gegenzug durch den/die Käufer entweder Mittel zu und/oder Chance einer Flucht/ein Untertauchen ermöglichen sollte. Das ging dann schlußendlich schief.
Na hoffentlich nicht. Ich glaube nicht, dass diese Art von Leuten sich erpressen lassen. Entweder man tut, was sie sagen oder man ist tot. Dazwischen gibt es Nichts. Keine Gespräche.
Slaterator schrieb:Ja, natürlich naheliegend. Ich vermute, sie könnte die Uhr schon weit vor einem Umzug oder generell der Osloreise bekommen haben.
Die Uhr har vermutlich eine Bedeutung gehabt, die über ihre Funktion hinaus geht.
lullaby69 schrieb:Meine Uhr, wohl Nachfolgemodel habe ich 1998 in Wuppertal beim sekond-Hand gekauft. Eigentlich für den Neupreis. Danach fing ich das Tauchen erst an.
Du gehörst also zur Gruppe der Taucher ... Wäre dir JF aufgefallen? (Ich glaube eher, sie war in einen Taucher verliebt, als selber zu tauchen ... Und
so kriegt Frau mal Abschiedsgeschenke mit männlichen Touch: seine zu kleine Biker-Jacke, eine alte Doktortasche, ein Flugzeugmodell, usw.)
Musikengel schrieb:generell hört man aus Norwegen, überhaupt den skandinavischen Ländern wenig über Kriminalität.
Mich hat das auch verblüfft, es schien erfolgreich zu sein. Vielleicht können sie sich ja wieder auf die gemeinsamen Werte besinnen. ;-)


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Die Plaza Frau

20.02.2019 um 20:07
Musikengel schrieb am 10.02.2019:nee, nee alles gut. War blöd formuliert, da hast Du Recht. Sollte heißen, dann würde ich den Wein nehmen. - smile -
Ok, dann bin ich ja beruhigt. ;)
Slaterator schrieb am 17.02.2019:Lighthouse60 schrieb:
Offensichtlich sind sich die Waffenexperten aber einig, dass FEG die Waffe hergestellt hat. So wie es hier auch schon diskutiert wurde, ist mMn eher anzunehmen, dass die Waffe aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammengesetzt wurde.
So wie ich es verstanden und auch recherchiert habe, ist es eben so, das der Schlitten (hatte Bilder mit der Beschriftung gepostet) und der Lauf wohl original FN-HP sind und zumindestens das Griffstück von einer FEG stammt, die wohl sehr genau kopiert/geklont wurde. Daher auhc das gute zusammenpassen der Komponenten.
Slaterator schrieb am 17.02.2019:Lighthouse60 schrieb:
Ebenso habe ich gelesen, dass diese Uhren an Bord von Kreuzfahrtschiffen oder in den jeweiligen Häfen verkauft werden.
Taucheruhren? Dieser Preisklasse? :ask: Wäre mir zumindestens neu. Meine Intention ging ja dahin, das die Uhr von einer Basis mit Shop stammte, sie vielleicht Urlauberin war oder auch dort arbeitete, möglicherweise.
Slaterator schrieb am 17.02.2019:Lighthouse60 schrieb:
Die Uhr ist mMn aufgrund des Gewichtes für den alltäglichen Bedarf wenig geeignet und passt auch nicht zum Business-Style. Die Uhr hat keine deutlichen bzw. typischen Abnutzungspuren, wie diese beim häufigen Gebrauch im Tauchsport zu erwarten gewesen wären. Es könnte auch sein, dass die Uhr Ausdruck einer Gruppenzugehörigkeit war.
Täglich kann man sie schon nutzen, zum Business passt sie aber wirklich nicht. Was für typische Abnutzungsspuren meinst du exakt? Wenn Leute diese Uhr nur zum Tauchen nehmen, hast du nicht wirklich Abnutzung. Je nachdem das Band eingerissen mit der Zeit oder eventuelle Salzreste, wenn im Meer getaucht wurde. Abnutzungen ergeben sich eher, wenn die Uhr generell auch im Alltag getragen wurde.
l_autre schrieb:Den norwegischen Polizeibeamten ist das Tragen der Waffe am Gürtel nur in Ausnahmefällen (z. B. erhöhte Terrorgefahr) und mit Genehmigung erlaubt.

Ansonsten ist die Waffe im Streifenwagen zu belassen und darf nur im Ernstfall verwendet werden.
Das ist richtig. Die Dienstwaffen dürfen nur auf Anweisung der Zentrale herausgenommen werden bzw in eindeutigen Gefahrensituationen. Die Kriminalpolizei ist übrigens generell unbewaffnet dort. ;)



Tja, ansonsten fällt mir bis dato auch nichts neues ein...seufz...

Sonnige und liebe Grüße aus den Ferien/Urlaub! ;)

Eye


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24.02.2019 um 18:21
JF hat sich bemüht, ihre Anonymität zu bewahren. Die Verschleierung ihre Identität war geplant und gut vorbereitet. Als Wohnort gab sie Verlaine an. Sie kannte den Ort und eines seiner Hauptverkehrswege – die Rue de la Station. Hingegen waren ihr die korrekte Postleitzahl und eine real existierende Hausnummer nicht bekannt. Alle Nachforschungen waren bisher erfolglos. Vom Hotel aus wählte sie zwei Rufnummern, die einem Stadtteil in Lüttich zugeordnet werden können. Aufbau und Länge der gewählten Rufnummer lassen vermuten, dass sie tatsächlich regionale Kenntnisse hatte. Es bleibt ein Rätsel, woher JF diese teils auch oberflächlichen Detailkenntnisse hat und ob es eine Verbindung zwischen den Orten Lüttich und Verlaine gibt. War sie jemals dort und wo könnte die Quelle der Informationen sein ?

Eine Vermutung war, dass sie einen Straßenatlas benutzt haben könnte. In vielen Karten ist der Ort nahe der E42 eingezeichnet. Aber sie müsste in diesem Fall eine Karte benutzt haben, in der auch die Straße beschriftet war. Die Rue de la Station ist ca. 1,1 km lang. Um den Straßennamen in noch lesbarer Schriftgröße darzustellen, dürfte die Karte einen Maßstab von 1:100.000 nicht überschreiten. Das heißt der Text “Rue de la Station“ wäre in diesem Fall gerade einmal 11 mm lang. Der übliche Maßstab von Straßenkarten liegt bei 1:300.000. Der Michelin Straßenatlas Benelux hat einen Maßstab von 1:150.000. Ich habe bisher nur wenige Kartenverlage gefunden, deren Karten diese Region in einem Maßstab 1:100.000 oder kleiner abbildet. Dabei handelt es sich allerdings eher um Wanderkarten. Beim Tourismusbüro Lüttich sind Radwanderkarten erhältlich. Aber auch in diesen Karten werden keine Straßennamen für Verlaine angegeben. https://de.liegetourisme.be/broschuren.html

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Busplänen. Google Maps zeigt für die Grande Route und Rue de la Station die Haltestellen der Linien 85, 86, 149, 185, 245, 586. Diese Möglichkeit hatte JF damals natürlich noch nicht, aber es gab sicherlich Busfahrpläne als Broschüre oder Flyer. Auf der Seite http://www.infotec.be könnt ihr euch den genauen Streckenverlauf anschauen (Liniennummer im Feld „“Numéro et/ou nom de la ligne“ eingeben, auswählen und auf “Details de ma Ligne“ klicken). Die Linie 85 (Liège - Bierset - Stockay - Amay – Huy) verbindet beide Orte.

Die Gemeinde Verlaine ist im Übrigen im Kreise der Jäger und Jagdfreunde gut bekannt. Seit 2012 werden beim Schloss Oudoumont die „Tage der Jagd“ veranstaltet. Ich gehe davon aus, dass das genannte Schloss schon seit geraumer Zeit ein Treffpunkt für Jagdfreunde und Besitzer von Jagdhunden war. http://www.journeesdelachasse.be/de/ausgabe-2014/


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24.02.2019 um 22:22
PrivateEye schrieb am 20.02.2019:Taucheruhren? Dieser Preisklasse? :ask: Wäre mir zumindestens neu. Meine Intention ging ja dahin, das die Uhr von einer Basis mit Shop stammte, sie vielleicht Urlauberin war oder auch dort arbeitete, möglicherweise.
Glashütte, Breitling, Citizen kannst du u.a. hier kaufen:
https://www.mein-schiffsexperte.de/neuigkeiten/mein-schiff-shops-an-bord

Tauchershop wurde ich auch favorisieren.


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