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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

4.007 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Friedhof, 2018, Koblenz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 14:47
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Bei unseren Freunden bringt das Pfandsammeln (zwei Leute, allerdings "nebenberuflich" in guten Monaten 50€ - 200€.
Da Herr Straten mehrfach Fahrzeuge gemietet hat (ich kenn mich mit den Mietpreisen nicht aus, aber so billig ist das meines Wissens nach nicht) gehe ich schon davon aus das ihm das Sammeln mehr wie 50-200 € im Monat gebracht hat, sonst würde sich das anmieten eines Fahrzeugs ja nicht rentieren. Leider wird in den Artikeln über den Fall nicht drauf eingegangen was für Fahrzeuge er gemietet hat, nur ein Auto um zu den Festivals hinzukommen oder einen Transporter, jedenfalls hab ich nichts dazu gefunden.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 15:15
Ich glaube nicht, dass Herr Straten größeres Vermögen angespart hatte, aber es kann natürlich das Gerücht, er hätte größere Geldmengen, auch gefährlich sein. Schließlich ist der Mord ja passiert, als das Gerücht umging, er wolle wieder in sein altes Business zurück und sein Leben neu ordnen.
Da würde ich dann aber am ehesten an schwer Drogenabhängige denken, diese Szene gibt es ja auch am Koblenzer Hauptbahnhof. Stichwort: Beschaffungskriminalität. Der Finanzbedarf ist groß, der Druck auch, wenn die Entzugserscheinungen kommen, die Skrupellosigkeit und Brutalität und Wut, wenn man nicht bekommt, was man will, kann je nach Art der Droge auch sehr groß sein. Auch nach Einnahme bestimmter Substanzen können Hemmschwellen überschritten werden, die man im "Normalzustand" noch hätte.
Insgesamt können sowieso Drogen bei der Tat im Spiel gewesen sein und zu entsprechender Hemmungslosigkeit geführt haben, auch bei potentiellen Tätern, die beispielsweise der Kategorie brutale "Jugendgang" angehören.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 15:31
Misetra,
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Ich glaube nicht, dass Herr Straten größeres Vermögen angespart hatte, aber es kann natürlich das Gerücht, er hätte größere Geldmengen, auch gefährlich sein. Schließlich ist der Mord ja passiert, als das Gerücht umging, er wolle wieder in sein altes Business zurück und sein Leben neu ordnen.
Find ich prima argumentiert. Und auch alles was Du danach schreibst. Ja - Stichwort Drogenkriminalität - das könnte eine plausible Erklärung sein, wobei ein TV dann vielleicht sogar leichter zu finden wäre.

Dank an @Bigmäc für den interessanten Link von der Polizei und auch an @Lienliu, weil da deutlich wird, dass es oft ganz spezifische Gründe für das Gleiten in Obdachlosigkeit gibt, die auch später bei einer geringen Anzahl nix mit Armut zu tun haben müssen.

Und Dank für die vielen anderen Sachen, die man hier so im Vorbeiflug erfährt, sehr interessant, auch wenn der Anlass ein echt trauriger und tragischer ist.

Bei einer Ausbeute von 50-200 Euro pro Monat frage ich mich echt, in was für einem gesellschaftlichen Klima wir inzwischen leben.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 18:05
Zitat von LienliuLienliu schrieb:Da Herr Straten mehrfach Fahrzeuge gemietet hat (ich kenn mich mit den Mietpreisen nicht aus, aber so billig ist das meines Wissens nach nicht) gehe ich schon davon aus das ihm das Sammeln mehr wie 50-200 € im Monat gebracht hat, sonst würde sich das anmieten eines Fahrzeugs ja nicht rentieren.
Das kommt ganz darauf an, ob er da Kontakte hatte. Ich habe schon mehrfach Fahrzeuge gemietet und musste immer penibelst nachweisen, wo ich wohne (Ausweis) und auch eine Kaution (Kreditkarte) hinterlegen, daher kann ich mir vorstellen, dass das mit dem Mieten nicht über eine große Autofirma lief, sondern eventuell ein ehemaliger Bekannter oder so war, der ihm einen Gefallen tun wollte. Wenn du nur zum nächsten Festival fährst und das Auto dort als Zwischenlager nutzst, dann bekommst du auch keine Kilometer drauf.

Könnte mir auch gut vorstellen, dass die Festivalsammelaktion zu zweit lief: Einer lief das Gelände ab, sammelte und warf die Flaschen gebündelt über den Zaun, der andere versorgte sie. Alleine geht es auch, du musst halt immer wieder durch den Eingang ...
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Ich glaube nicht, dass Herr Straten größeres Vermögen angespart hatte, aber es kann natürlich das Gerücht, er hätte größere Geldmengen, auch gefährlich sein. Schließlich ist der Mord ja passiert, als das Gerücht umging, er wolle wieder in sein altes Business zurück und sein Leben neu ordnen.
Das passiert ja immer wieder in XY, dass Leute überfallen werden, die gar nichts hatten. Ich denke, sein Lebenswandel und sein äußeres Erscheinungsbild gab Grund zur Spekulation in Richtung Wohlstand. Ich kann mir vorstellen, wenn du obdachlos bist, musst du ja immer schauen, dass du genug Essen, Trinken und Suchtmittel hast und wenn da ständig einer mit einem Bio Coffee to go an dir vorbeiläuft, kann schnell mal Hass entstehen. Der Schlafplatz war ja auch gut und sehr geschützt (aber trotzdem nicht gemütlich). Schon kannst du zur Hassfigur werden.
Zitat von MisetraMisetra schrieb:Da würde ich dann aber am ehesten an schwer Drogenabhängige denken, diese Szene gibt es ja auch am Koblenzer Hauptbahnhof. Stichwort: Beschaffungskriminalität. Der Finanzbedarf ist groß, der Druck auch, wenn die Entzugserscheinungen kommen, die Skrupellosigkeit und Brutalität und Wut, wenn man nicht bekommt, was man will, kann je nach Art der Droge auch sehr groß sein.
Da Geld die miesesten Charakterzüge in einem Menschen rausbringt, könnte ich mir durchaus auch andere Gruppen vorstellen, die als Täter vorkommen. Die Frage aber: Wozu dieser Overkill? Der normale Raubmörder tötet ja, um an die Beute zu kommen. Das sieht ja auch etwas nach Mordlust oder so aus. Zwei Theorien:
(a) es war doch kein Raubmord, sondern etwas persönliches.
(b) es sollte aussehen, wie ein ritueller Mord, um vom Motiv abzulenken


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 18:47
Ich habe das Gefühl, dass die Diskussion gerade ein wenig zur Sackgasse führt. Wir wissen nichts um dieses ominöse kleine Vermögen, das Herr Straten angeblich gehabt / versteckt haben soll. Natürlich entsteht daraus ein "gefälliges" Motiv, das allerdings nur im weiteren Umfeld des Opfers funktioniert. Sprich: nur wer gewusst hat, dass er a) dieses Geld besitzt und b) dort übernachtet und c) wo das Geld sich befindet (dass er es bei sich trägt, denn sonst hätte er es sich ja einfach holen können) kommt da als Täter in Frage.
Ist plausibel, aber - vielleicht bin ich auch nur sehr naiv - ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass ein solcher Täter dann nicht zeitnah einzugrenzen ist.

Deshalb möchte ich mich gedanklich in eine andere Richtung bewegen: Wir haben den Fall gestern im Bekanntenkreis diskutiert, und ich habe einige Impulse bekommen, die ich so bisher nicht im Fokus hatte. Zwei dieser Leute haben eine militärische Ausbildung und auch Kenntnisse über verschiedene Waffen und Messer, und beide bestätigten mir, dass man einen Menschen nicht mit jedem scharfen Messer auch gleich köpfen kann, sondern dass da nur bestimmte Arten von "Werkzeugen" in Frage kommen. Auch habe ich vorher nicht drüber nachgedacht, dass extrem viel Kraft (aber auch Kenntnisse über Techniken) vorhanden sein müssen, um eine solche Tat zu begehen. Oder anders: da wusste jemand, was er zu tun hat. Entweder, weil er es mal irgendwo gelernt hat (auch autodidaktisch), oder weil er einfach im Vorfeld geübt hat.
Gibt es hier vielleicht User, die dazu mehr sagen können?

Worauf ich hinaus will ist, dass ich einen Täter aus dem Obdachlosenmillieu nicht mehr für am wahrscheinlichsten halte. Insbesondere eine Tat aus der Situation heraus, "weil sich da zwei in die Quere kamen", ist für mich unrealistisch. Und je mehr ich drüber nachdenke, desto eher bin ich geneigt zu glauben, dass da eine persönliche Rechnung beglichen wurde. Absichtlich, geplant und durchdacht.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 20:58
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb:weil sich da zwei in die Quere kamen", ist für mich unrealistisch. Und je mehr ich drüber nachdenke, desto eher bin ich geneigt zu glauben, dass da eine persönliche Rechnung beglichen wurde. Absichtlich, geplant und durchdacht.
Dieser Meinung bin ich ebenfalls, und denke dass das kein Obdachloser war.
An einen völlig fremden kann ich aber auch nicht so recht glauben.

Was auch immer im Leben von Herrn S passiert sein mag, er hätte nicht die Obdachlosigkeit wählen müssen, er hätte damals auch den Weg zum Sozialamt gehen können.
Vielleicht lag auch der Grund nicht im Verlust des Geschäfts und seiner Ehe, sondern eine andere Ursache führte erst dazu.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 21:00
Ich muss immer wieder daran denken, dass er vielleicht bei seinen Besuchen eines Kaffeehauses (o.ä) vielleicht eine Kaffeehausbesitzerin kennenlernte, die von ihm angetan war, denn er hatte sich wacker durchgeschlagen durch das schwere Leben, gepflegt und ordentlich geblieben trotz der Strapazen. Vielleicht gab es einen sogar einen (auswärtigen) und vertrauenswürdigen Unterstützer(kreis), bei dem er auch Geld hinterlegen konnte? So eine Kaffeehausbesitzerin würde auch die Arbeit niemals alleine tätigen?


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

15.04.2018 um 23:33
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Alternativ könnte man es ja auch sichern, z.B. losen Mauerstein nutzen, entfernen, Geld dahinter und Stein selbst festbetonieren. Dann ist das Risiko kleiner und ich weiß trotzdem, wo ich suchen muss.
Einfach sicher verpacken und einbuddeln, am besten an mehreren Stellen.
Zitat von BeatBeat schrieb:Bei einer Ausbeute von 50-200 Euro pro Monat frage ich mich echt, in was für einem gesellschaftlichen Klima wir inzwischen leben.
Die Ausbeute ist teilweise angeblich weit höher.
Hier im Ruhrgebiet ist es Usus, dass die "Pfand-Profis" ein hochpreisiges Ticket (hier im Vrr Ticket 1000 in C oder D) besitzen, den ganzen Tag herumfahren, in Zügen und Bahnhöfen die Mülleimer durchsuchen und mit dem gleichen Ticket auch zu lohnenden Veranstaltungen fahren.
Im Sommer machen die laut eigener Aussage um die 100 € am Tag, auf Veranstaltungen mehr. Das mag Angeberei sein, aber so ein Ticket kostet zwischen 100 und 200 € im Monat, irgendwie muss sich das ja rechnen.

Es gab mal eine Doku über 2 Leute, die mit einem Bulli zu einem Festival fuhren und 700 DM (für die Jüngeren das Geld vor €) pro Tag gesammelt haben, und damals gab es noch keinen Dosenpfand.

Ein armer Rentner mit Rollator in einer Kleinstadt wird natürlich eine geringere Ausbeute haben.

Ich denke allerdings, dass das hier keine Rolle spielt..
Entweder hatte Herr S. sein Geld, sofern es dieses überhaupt gab, am Körper, irgendwo gebunkert oder ganz klassisch auf der Bank.
Welchen Zweck soll dann die Enthauptung gehabt haben?


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 00:03
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb:da wusste jemand, was er zu tun hat. Entweder, weil er es mal irgendwo gelernt hat
Das glaube ich auch. Metzer, Jäger und eine Verbindung zu Herr Straten würden bei mir ganz oben auf der List stehen.
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb:oder weil er einfach im Vorfeld geübt hat
wie stellst du dir das denn vor ???


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 01:17
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb: Entweder, weil er es mal irgendwo gelernt hat (auch autodidaktisch), oder weil er einfach im Vorfeld geübt hat.
Gibt es hier vielleicht User, die dazu mehr sagen können?
Denkst du an an sowas wie einen ehemaligen Fremdenlegionär?
Das wäre halt mein spontaner Gedanke dazu.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 07:56
Wann / warum ist hier eigentlich der ominöse Geldbetrag den Hr. S. gehabt haben soll aufgetaucht und wabert seit dem durch den thread ?
Genau so wie die Aussage dass er einen Neustart wagen wollte (in welcher Form) ?
Sind das belegte Fakten ? Wenn nicht haben die im thread nichts zu suchen. Darauf Vermtungen auf zu bauen bringt doch nichts.

Um durch Pfandsammeln einen beachtlichen Geldbetrag zu erzielen gehören schon viiiiele Flaschen u. Dosen. Die Geschichte von dem WoMo Besitzer und seinen Pfandflaschen ist doch Bildzeitungsniveau.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 08:33
Zitat von kodamakodama schrieb:Die Ausbeute ist teilweise angeblich weit höher.
Hervorhebung von mir. Unbestätigte Gerüchte über Pfandflaschen-Könige und und -Mafia helfen hier nicht weiter.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 08:37
Zitat von MR________XMR________X schrieb:Genau so wie die Aussage dass er einen Neustart wagen wollte (in welcher Form) ?
Die Frage wurde schon auf der ersten Seite beantwortet.
Er war im Begriff sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, berichtete der SWR schon unmittelbar nach Bekanntwerden des Verbrechens.

Beitrag von Butzeller (Seite 1)


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 09:07
Zitat von MR________XMR________X schrieb:Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft
heute um 07:56
Wann / warum ist hier eigentlich der ominöse Geldbetrag den Hr. S. gehabt haben soll aufgetaucht und wabert seit dem durch den thread ?
Genau so wie die Aussage dass er einen Neustart wagen wollte (in welcher Form) ?
Sind das belegte Fakten ? Wenn nicht haben die im thread nichts zu suchen.
Der angeblich verborgene " Reichtum" entspringt alleine dem Gedanken eines users und der dazu gehörende Beitrag wurde deshalb zu Recht gelöscht.

Der geplante Neubeginn wurde in der PK erwähnt, allerdings wurde auch explizit dazugesagt, es handle sich dabei um Angaben von Leuten , die Herrn Straten zwar kannten, aber es hätte sich bei diesem Plan um nichts Konkretes gehandelt .


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 10:26
Wer hier Behauptungen reinschreibt, die er nicht belegen kann, muss damit rechnen, dass seine Beiträge gelöscht werden und bei Wiederholung gibt es eine Sperre. "Die Reichtumsgeschichte" bleibt außen vor, wenn es keinen Beleg aus einer seriösen Quelle gibt.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 12:45
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb: Auch habe ich vorher nicht drüber nachgedacht, dass extrem viel Kraft (aber auch Kenntnisse über Techniken) vorhanden sein müssen, um eine solche Tat zu begehen. Oder anders: da wusste jemand, was er zu tun hat. Entweder, weil er es mal irgendwo gelernt hat (auch autodidaktisch), oder weil er einfach im Vorfeld geübt hat.
Das kann man - jedenfalls soweit ich den Sachverhalt kenne - nicht beurteilen.

Man kann selbstverständlich im Rahmen einer gerichtsmedizinischen Untersuchung Spuren finden, die auf eine professionelle oder eine laienhafte Vorgehensweise hindeuten.
Aber alleine der Umstand, dass eine Enthauptung statt gefunden hat, sagt über eine mögliche Qualifikation des Täters nichts aus. Ein hinreichend scharfes und stabiles Messer (oder anderes Schneid- oder Hauwerkzeug) vorausgesetzt, bekommt man einen Kopf in der Regel auch ab. Nicht gerade mit einem gezielten Hieb, aber mit etwas säbeln und probieren auf jeden Fall.

Sicher hat hier jemand mit medizinischer oder fleischverarbeitender Erfahrung Vorteile, aber um daraus wirklich Schlüsse ziehen zu können, muss man die Vorgehensweise rekonstruieren. Der bloße Umstand alleine sagt nichts aus.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 13:26
Ich habe mir nochmals das Interview mit Herrn Bach angehört. Sehr interessant. Er kann sich einen Konflikt des Herrn Straten mit jemand anderem aus dem Umfeld nicht vorstellen. "Es ist ihm ein absolutes Rätsel."

2 min...
https://www.swr.de/swraktuell/rp/koblenz/im-gespraech-reinhard-bach-ein-freund-des-opfers/-/id=1642/did=21424662/nid=1642/1on8iju/index.html


Ein Kommentar, der das bestätigt.

https://www.swr.de/swraktuell/rp/polizei-koblenz-sucht-zeugen-nach-gewaltverbrechen-an-obdachlosen/-/id=1682/did=21406902/nid=1682/1nfxqkz/index.html (Archiv-Version vom 31.03.2018)

Mögest dein Glück dort finden, wo du jetzt bist
(Rolf Servatz) 29.03.2018, 14:36

Hallo Michael! Welches kranke Hirn hat dir das angetan? Das hast du nicht verdient. Als wir uns vor mehr als 37 Jahren kennenlernten, wurdest du zu einem dort wichtigsten Meilensteine in meinem Leben auf dem Weg zu einem erfolgreichen Geschäftsmann. Du hast nie geklagt oder gebettelt odet schlecht über andere Menschen geredet, warst stets besonnen und selbstbeherrscht. Hab dich zwar das letzte mal 2017 getroffen und da leider deine Einladung zu einer Tasse Tee mangels Zeit abgelehnt, doch hab ich dich nie vergessen. Machs gut, alter Freund....und auch wenn es dir nix mehr nutzt, so hoffe ich, das man den kranken Menschen, der das getan hat findet und seiner gerechten Strafe zuführt. Und mögen all jene, die deinen Tod zu politischen Hetzkampagnen mißbrauchen, ein wenig mehr über ihre Worte nachdenken, bevor sie diese in die Welt setzen. Dann würden sie mehr von dir verstehen und wie du warst....oder so wie ich dich erlebt habe, alter Freund.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 14:10
Zitat von BeatBeat schrieb:Ich habe mir nochmals das Interview mit Herrn Bach angehört.
Interessantes, leider viel zu kurzes, Interview. Verdeutlicht auch, dass die Obdachlosigkeit des Opfers mehr psychische Ursachen (vielleicht einer Angststörung - Angst vor Rückkehr ins bürgerliche Leben, da dort das berufliche und private Scheitern droht) denn materielle Gründe hatte.
Zitat von MiserabelMiserabel schrieb:Worauf ich hinaus will ist, dass ich einen Täter aus dem Obdachlosenmillieu nicht mehr für am wahrscheinlichsten halte. Insbesondere eine Tat aus der Situation heraus, "weil sich da zwei in die Quere kamen", ist für mich unrealistisch. Und je mehr ich drüber nachdenke, desto eher bin ich geneigt zu glauben, dass da eine persönliche Rechnung beglichen wurde. Absichtlich, geplant und durchdacht.
Ja, die "einfachen" Lösungen will man nicht recht glauben, die "komplizierten" überfordern meine Vorstellungskraft und erfordern mehr Wissen als man hat. Herr Straten mag zwar kultiviert und nett gewesen sein, aber wie viele Einzelgänger vermutlich auch schwierig, wenn man ihm näher kam.

Schließt man einen Ritual- oder absurden Raubmord mal aus, dann bleibt nur hoch ein hochemotionales Drama, Wut und Hass, eine Eskalation, bei der es nicht bei einer Tötung blieb, sondern dem Opfer mit der Enthauptung noch etwas zusätzlich angetan werden sollte. Da sind dann die Fachleute gefragt, die mit solchen Taten vertrauter sind und die psychologischen Hintergründe besser einschätzen können.

Nur meine Spekulation: Auch wenn ich nicht weiß, welche Orientierung das Opfer hatte und ob es überhaupt Beziehungen gepflegt hat, habe ich da eine homosexuelle Beziehung (Täter=Mann, eine Frau kann mir nicht vorstellen) im Kopf. Also eine Beziehungstat. In Berlin gab es 2016 den grauslichen Fall mit einem Politiker: https://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/pirat-claus-brunner-schickte-vor-suizid-gestaendnis-an-ex-liebhaber

Eigentlich müsste eine Person, die dem Opfer schon vorher emotional recht nahe gekommen ist, relativ schnell ermittelbar sein. Als Polizei würde ich aber auch Suizide, die in den Tagen danach passiert sind, genauer ansehen.

Eine andere Möglichkeit: Pure Mordlust einer entgleisten Gestalt, so wie der Doppelmörder von Herne: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/herne-marcel-hesse-der-moerder-ohne-eigenschaften-a-1138302.html

Für all das gibt es keine Anhaltspunkte, es sind nur denkbare und nicht völlig abwegige Möglichkeiten, warum Herr Straten gestorben ist.


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 14:19
Zitat von BigmäcBigmäc schrieb:Der angeblich verborgene " Reichtum" entspringt alleine dem Gedanken eines users und der dazu gehörende Beitrag wurde deshalb zu Recht gelöscht.
Zitat von hallo-hohallo-ho schrieb:"Die Reichtumsgeschichte" bleibt außen vor, wenn es keinen Beleg aus einer seriösen Quelle gib
Amen dazu!


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Gerd Michael Straten - Obdachloser auf Koblenzer Hauptfriedhof geköpft

16.04.2018 um 14:29
Zitat von monstramonstra schrieb:Eigentlich müsste eine Person, die dem Opfer schon vorher emotional recht nahe gekommen ist, relativ schnell ermittelbar sein.
@monstra
In der Tat, sowie auch alle, mit denen er in der Szene am Bahnhof bzw. in dem Obdachlosencafé Mampf bzw. im Bioladen oder sonstwo in Kontakt war. Hinzu kommen aber als potentiell Verdächtige dann alle die, sich auf dem Friedhof aufhalten und dort eigentlich nichts zu suchen haben - zumindest nicht in der Nacht. Da wird es noch schwieriger, denn da war möglicherweise keine Beziehung vorher da, aber man hatte Herrn Straten vielleicht schon ausgespäht als ein willkommenes, relativ wehrloses Opfer. Bei einem 200 kg Muskelpaket überlegt man sich eine Attacke schon eher, weil man dabei selbst den Kürzeren ziehen kann.


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