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Wo ist Rebecca Reusch?

132.843 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Berlin, Verschwunden ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Rebecca Reusch?

Wo ist Rebecca Reusch?

07.09.2026 um 14:06
@Nightrider64
Wenn er denn alles logisch hätte abwegen können.
Aber ob er in der Stressituation soweit gedacht hat, kann man auch nicht vorraussetzten.
Soviel klar denken brauchte er meiner Meinung garnicht um das Handy außerhalb des Hauses auszustellen oder kaputt zu machen.
Jedenfalls soll er so klar gedacht haben das er Mutter Reusch Anruf annahm, mit ihr wohl normal sprach, sich dann in kurzer Zeit überlegt haben Rebecca ohne Spuren im Haus und Auto zu hinterlassen, so gut wegzubringen, dass sie bis heute trotz ausgiebiger Suche nicht gefunden hat, er soll dann noch vorher mit dem Wagen weggefahren sein , egal wohin auch immer und all ihre Kleider und Sachen mitzunehmen.
nee du da passt jetzt in meinen Augen nicht zusammen.Immer wenn ein Argument kommt was ev für F spricht wird es weggewischt , mit solchen Einwänden, aber wenn es in die Theorie passt , dann hat er stellenweise ein Superhirn gehabt.
Ist auch egal, jeder darf denken was er möchte. Für mich ist die Sache jedenfalls in keonster Weise so klar wie hier manch einer meint. Und die Kripo scheint ja auch Probleme zuhaben ihre Theorie zu beweisen.


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07.09.2026 um 19:44
Zitat von WordsmithWordsmith schrieb:Hier vergisst du aber die Opferfamilie.
Da müsste er aber wohl doch eine Erklärung abgeben wie sie zu Tode kam.
Sein Anwalt würde ihm raten keinerlei Aussagen zu machen und auch der Familie könnte man das als gute Idee verkaufen denke ichj.
Zitat von WordsmithWordsmith schrieb:Ob es bei Fund an den Bezugsorten auch eine sofortige Festnahme des Schwagers gäbe halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Ich denke, das wäre der Durchbruch und F. würde verhaftet werden, wenn die Leiche in dem Gebiet gefunden würde in dem er sich auskennt, irgend einen Bezug dazu hat und sich die Fahrten damit nachvollziehbar erklären lassen würden.
Zitat von WordsmithWordsmith schrieb:Intelligente Ermittler würden erst mal "lange Leine" lassen und Daten und Fakten sammeln, also Obduktion abwarten und beobachten was im Umfeld geschieht oder wie es reagiert.
Das würde wohl so nicht funktionieren.
Bei jeder größeren Polizeiaktion wimmelt es doch von Journalisten und Schaulustigen.
Ich denke es wäre nicht geheim zu halten, wenn man bei der Suche mitv einer Hundertschaft Polizei irgendwo auftaucht.
War ja letztes Man genau so,


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07.09.2026 um 21:29
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Soviel klar denken brauchte er meiner Meinung garnicht um das Handy außerhalb des Hauses auszustellen oder kaputt zu machen.
Wenn er die Relevanz "Router vs Handy" tatsächlich auf dem Schirm gehabt hätte, ist nicht erklärbar warum er den deutlich einfacheren Zirkelschluss "eigenes Handy und Surfverhalten" nicht vollbracht hat.
Ich bin jetzt mal EB: wenn ich diese Verhalten übereinanderlege, ergeben sie keinen Sinn.

Wenn er es außerhalb des Hauses ausgeschalten hat, dann nur weil es ihm zufällig einfiel, nicht geplant.


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07.09.2026 um 23:29
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:enn er die Relevanz "Router vs Handy" tatsächlich auf dem Schirm gehabt hätte, ist nicht erklärbar warum er den deutlich einfacheren Zirkelschluss "eigenes Handy und Surfverhalten" nicht vollbracht hat.
Ich bin jetzt mal EB: wenn ich diese Verhalten übereinanderlege, ergeben sie keinen Sinn.
Der Mann war Koch und wahrscheinlich komplett unter Adrenalin.
Selbst wenn ihm bewusst war, das sein Surfverhalten Spuren hinterlassen haben wird, was sollte er tun ?
Den Router aufschrauben und zerstören ?

Das ist ein Fehler, den Florian gemacht hat, weil es ihm gar nicht bewusst war.:Das Handy, was vielleicht ständig klingelte erst einma auszuschalten.
Die Tragweite dieses Ausschaltens im Router Bereich war ihm wahrscheinlich gar nicht bewusst


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07.09.2026 um 23:30
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Selbst wenn ihm bewusst war, das sein Surfverhalten Spuren hinterlassen wird, was sollte er tun ?
Den Router aufschrauben ?
Sein Surfverhalten kam imo nicht aus dem Router.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Die Tragweite dieses Ausschaltens im Router Bereich war ihm wahrscheinlich gar nicht klar.
Denke ich auch.


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08.09.2026 um 13:33
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Soviel klar denken brauchte er meiner Meinung garnicht um das Handy außerhalb des Hauses auszustellen oder kaputt zu machen.
Wenn er die Relevanz "Router vs Handy" tatsächlich auf dem Schirm gehabt hätte, ist nicht erklärbar warum er den deutlich einfacheren Zirkelschluss "eigenes Handy und Surfverhalten" nicht vollbracht hat.
Beides hat schon allein wegen des Zeitablaufs nichts miteinander zu tun, wenn F. mit Rs. Verschwinden etwas zu tun hat. In diesem Fall können wir davon ausgehen, dass sein Surfverhalten vor dem Ereignis/Grund des Verschwindens lag. Falls er ihr etwas angetan haben sollte, hätte er währenddessen und danach wohl keine Zeit gehabt, zu surfen etc..
Geht man von einem ungeplanten Geschehen aus, hatte F. zuvor sein Handy unbeobachtet benutzt, ohne damit zu rechnen, dass es/er überprüft werden würde.

Falls er nichts mit Rs Verschwinden zu tun hat, rechnete er vermutlich auch während der ersten Zeugenvernehmung nicht damit, in Verdacht zu geraten bzw. dass seine digitalen Spuren untersucht werden. Es geht nicht nur um den Router.

Falls er etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat, wäre es 2019 umso auffälliger gewesen, wenn er ausgerechnet seine entsprechenden Daten von diesem Tag gelöscht hätte, wenn er diese zuvor nie o. kaum gelöscht hatte.

Das hat m. E. überhaupt nichts damit zu tun, dass er sich überlegen gemusst hätte, wie er anhand Rs Handy vortäuschen könnte, dass sie das Haus morgens freiwillig verlassen hatte.


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08.09.2026 um 14:04
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wenn er die Relevanz "Router vs Handy" tatsächlich auf dem Schirm gehabt hätte, ist nicht erklärbar warum er den deutlich einfacheren Zirkelschluss "eigenes Handy und Surfverhalten" nicht vollbracht hat.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Beides hat schon allein wegen des Zeitablaufs nichts miteinander zu tun,
Dieser Schluss macht keinen Sinn.
Da ist in etwa so, als wenn ich sage: Wenn du verstehst das "Hunger" gleich "Essen" bedeutet dann liegt es fern anzunehmen das du verstehst das "Essen" auch "Essen besorgen" bedeutet, weil ist ja zeitlich was anderes.
Macht keinen Sinn.


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08.09.2026 um 14:48
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Dieser Schluss macht keinen Sinn.
Entweder hast du meinen Post nicht vollständig gelesen oder du hast ihn missverstanden.
Dein Vergleich ergibt jedenfalls hinsichtlich dessen, was ich schrieb, keinen Sinn. Zwischen Hunger und Essen besteht ein anderer Zusammenhang.

Im o. g. Post unterschied ich zwischen Täterschaft und Unschuld des F. Je nachdem ging es um Überlegungen, welche Spuren er legen oder beseitigen sollte.
Hätte er an diesem Tag seine digitale Spuren gelöscht, die vor der angenommenen Tat entstanden waren – die er aber ansonsten nie oder kaum gelöscht hatte - hätte er sich gerade mit dem Löschen verdächtig gemacht.
Nur als banales Bsp.: Hätte er vor dem Tag des Verschwindens seine besuchten Websites/den Verlauf nie oder kaum gelöscht, wäre es verdächtig, wenn er ausgerechnet seine entsprechenden Daten für diesen Morgen gelöscht hätte.
Das hat nichts damit zu tun, falsche digitale Spuren mit Rs Handy zu legen -> Zur Vortäuschung, dass sie das Haus freiwillig verlassen hat.

Und wie geschrieben:
Falls er unschuldig ist, rechnete er anfangs, als er noch als Zeuge vernommen wurde, vermutlich auch nicht damit, dass er zum Beschuldigten wird und seine digitalen Daten gefilzt werden.
Edit: Dann hat er auch nichts mir Rs. Handyverhalten zu tun.


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08.09.2026 um 15:05
@watnu
Dann lies meinen Post nochmal ;-)
Ich vermute du hast weder meinen ersten, noch meinen zweiten verstanden, ist mir aber irgendwie auch grad zu mühsam das aufzudröseln.


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08.09.2026 um 21:37
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 04.09.2026:in diesem Fall angefordert haben, was man noch bekommen kann
Da du dich scheinbar damit etwas auskennst, noch eine Nachfrage

Ist dass das normale Vorgehen bei einem Vermistenfall, nun gut sie war 15 also noch eine Jugendliche, aber wenn das wirklich nach jeder Vermisstenmeldung so passiert hätte man ja kaum noch Zeit für irgendetwas anderes.


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08.09.2026 um 23:29
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das hat m. E. überhaupt nichts damit zu tun, dass er sich überlegen gemusst hätte, wie er anhand Rs Handy vortäuschen könnte, dass sie das Haus morgens freiwillig verlassen hatte.
Genau darauf ist er nicht gekommen.
Wahrscheinlich hat er das Handy in Panik ausgeschaltet.
Einfach, weil er alle Optionen noch nicht abschließend ausgeloten konnte.

Wahrscheinlich stand er so unter Adrenalin , das er eben auch Fehler machte.

Hätte er die Polizei mit Rebeccas Handy in die Irre geführt, statt es mitten im Routerbereich vom Netz zu nehmen.
Dann hätte er eine falsche Spur gelegt, die ihn erst einmal schwerst entlastet hätte.
Die Theorie, Rebecca habe nie das Haus verlassen, wäre dann so nicht haltbar gewesen .
Zitat von watnuwatnu schrieb:Hätte er an diesem Tag seine digitale Spuren gelöscht, die vor der angenommenen Tat entstanden waren – die er aber ansonsten nie oder kaum gelöscht hatte - hätte er sich gerade mit dem Löschen verdächtig gemacht.
Da kann man nur zustimmen.
Wenn, wie ich auch, nie den Verlauf im Router löscht und genau an diesem Einen Tag. der wäre höchst verdächtig.

Da ist es weniger riskant, die Ermittler doch die Pornoseiten finden zu lassen, die F. an diesem morgen noch besuchte.
Kann er eh nicht mehr verhindern.


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09.09.2026 um 08:14
Zitat von flipperonlineflipperonline schrieb:Ist dass das normale Vorgehen bei einem Vermistenfall, nun gut sie war 15 also noch eine Jugendliche, aber wenn das wirklich nach jeder Vermisstenmeldung so passiert hätte man ja kaum noch Zeit für irgendetwas anderes.
Es sind jeweils die einzelnen Umstände, die entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden. Sind die Vermissten noch im Grundschulalter, so wird man sehr schnell sehr viele Maßnahmen setzen, da in diesem Alter die Kinder in der Regel noch nicht so einfach von zuhause weglaufen. Im Fall einer 15-jährigen, wie hier bei Rebecca, wird man erst einmal überprüfen, ob sie bereits mehrmals als vermisst galt. Ist es eine typische Ausreißerin wird man die Maßnahmen erst einmal auf kleiner Flamme halten. Dazu gehört dann die Person zur Fahndung auszuschreiben und typische Aufenthaltsorte, wie z. B. beste Freundinnen oder der Spielplatz an der Ecke, an dem sie am Abend immer abhängt, anzufahren.

Diese Schritte werden wohl auch bei Rebecca gleich zu Beginn durchgeführt worden sein. Da sie aber nicht als Ausreißerin galt und es somit von ihr eher als atypisches Verhalten anzusehen ist, wird man auch sehr schnell die Öffentlichkeit in die Fahndung involvieren, insbesondere wenn die Vermisste auch nicht über das Mobiltelefon, ein normalerweise unverzichtbares Utensil in diesem Alter, erreichbar ist oder dies gar ausgeschaltet wurde.

Stellt dann der Sachbearbeiter bei der Befragung der Familie und des engsten Freundeskreis der Vermissten fest, dass es bis zum Morgen des Verschwindens nichts darauf hindeutete, dass diese einen Grund hätte den Kontakt einfach so zu allen abzubrechen, so wird dieser ziemlich schnell von einer strafbaren Handlung zum Nachteil der Vermissten ausgehen, was wiederum dazu führt, dass die Maßnahmen umfangreich ausgebaut werden.

Dazu gehört dann eben auch das Abfragen des Überwachungsmaterials des ÖPNVs oder der allgemeinen Verkehrsüberwachung, sollte es solche Kameras im Nahbereich geben. Ebenso wird die Taxizentrale hier mit einbezogen, Krankenhäuser hinsichtlich Personen abgefragt, die auf die Beschreibung der Vermissten passen könnten und die Nachbarschaft nach privaten Überwachungskameras abgesucht.

Heutzutage hat man noch viel mehr Möglichkeiten, um an Fotos und Videos zu kommen, die mit etwas Glück gerade in der Großstadt Material liefern können. Als Beispiel sei hier nur die Überwachungstechnologie von Tesla genannt. Mir selbst gelang es einmal anhand Mapillary, eine Alternative zu Google Street View, die Anwesenheit einer Person bzw. dessen Fahrzeugs in der Nähe eines Tatortes zur tatrelevanten Zeit nachzuweisen.

Deshalb ja, im Falle von Rebecca würde ich die sehr zeitnahe Annahme, dass Rebecca nicht freiwillig verschwunden ist, als normal ansehen und somit auch die darauf folgenden umfangreichen Maßnahmen als Standard betrachten. Sie sind aber in diesem Alter nicht unbedingt die Regel.


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09.09.2026 um 16:03
Letztendlich weiß keiner von uns, wie schnell irgendwelche Maßnahmen eingeleitet worden sind. Es gibt ja immer noch die Aussage von Brigitte Reusch:
„Ich habe am Mittwoch dem uns Zugeteilten angerufen und da meinte er: ‚Wissen Sie, wie viel Arbeit ich auf dem Schreibtisch habe. Ich habe hier Berge. Ich kann Ihren Fall gerade nicht bearbeiten. Ich habe Fälle, die wichtiger sind. Da müssen Sie sich beim Polizeipräsidenten beschweren.‘“
Quelle: Youtube: Die Spur der Täter: Wo ist Rebecca? | 06.11.2019
Die Spur der Täter: Wo ist Rebecca? | 06.11.2019
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Warum sagt man so etwas einer besorgten Mutter, wenn die nach 2 Tagen bei der Polizei anruft? Warum wird sie mit so einer Aussage abgespeist?
Wenn man wirklich schon alles Mögliche unternommen hat (wie@Triquetrum oben beschrieben hat), dann kann man das der Familie doch mitteilen.

PS: Die Aussage von Frau Reusch ist bei 11:42


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09.09.2026 um 16:10
Zitat von JurettaJuretta schrieb:Warum sagt man so etwas einer besorgten Mutter, wenn die nach 2 Tagen bei der Polizei anruft?
So gesehen, ist es auch wenig überraschend, dass das Verhältnis zwischen Familie und EB von Anfang an belastet und wenig Vertrauen in die Arbeit der Polizei vorhanden war.


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Wo ist Rebecca Reusch?

09.09.2026 um 17:40
Ich habe am Mittwoch dem uns Zugeteilten angerufen und da meinte er: ‚Wissen Sie, wie viel Arbeit ich auf dem Schreibtisch habe. Ich habe hier Berge. Ich kann Ihren Fall gerade nicht bearbeiten. Ich habe Fälle, die wichtiger sind. Da müssen Sie sich beim Polizeipräsidenten beschweren.‘“
Quelle: Youtube: Die Spur der Täter: Wo ist Rebecca? | 06.11.2019
Die Spur der Täter: Wo ist Rebecca? | 06.11.2019
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Zitat von JurettaJuretta schrieb:Warum sagt man so etwas einer besorgten Mutter, wenn die nach 2 Tagen bei der Polizei anruft? Warum wird sie mit so einer Aussage abgespeist?
Die größte Wahrscheinlichkeit liegt in der Erklärung, daß dies einfach die Wahrheit war.


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Wo ist Rebecca Reusch?

09.09.2026 um 20:15
Zitat von JurettaJuretta schrieb:Warum sagt man so etwas einer besorgten Mutter, wenn die nach 2 Tagen bei der Polizei anruft?
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:So gesehen, ist es auch wenig überraschend, dass das Verhältnis zwischen Familie und EB von Anfang an belastet und wenig Vertrauen in die Arbeit der Polizei vorhanden war.
Egal ob das nun die Aussage der Mutter war oder nicht, ich bin mir aber sicher, dass ein Sachbearbeiter niemals solche Worte in den Mund nehmen würde, insbesondere wenn man wohl zu diesem Zeitpunkt schon die Ermittlungen so leitete, dass ein freiwilliges Verschwinden von Rebecca als eher unwahrscheinlich galt. Deshalb mag ich hier mal die Angaben der Mutter stark anzweifeln. Für das habe ich zu lange selbst in dem Bereich gearbeitet, um zu wissen, dass niemand, der vermissten Personen zu tun hat, sich dementsprechend gegenüber einer besorgten Mutter äußern würde.


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Wo ist Rebecca Reusch?

09.09.2026 um 20:18
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Deshalb mag ich hier mal die Angaben der Mutter stark anzweifeln.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Reusch sich so eine Story ausdenkt und damit auch noch an die Öffentlichkeit geht.


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Wo ist Rebecca Reusch?

09.09.2026 um 20:48
Zitat von JurettaJuretta schrieb:Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Reusch sich so eine Story ausdenkt und damit auch noch an die Öffentlichkeit geht.
Ich kann mir in diesem Fall wirklich viel vorstellen, nachdem die allgemeine Reaktion der Familie auf die allgemeinen Ermittlungsergebnisse eher als atypisch zu bezeichnen sind. Wie gesagt, ich war quasi Jahrzehnte in diesem Bereich. Ich wüsste in dieser Zeit nicht einen Fall, bei dem nicht ein professioneller Umgang gegenüber den Eltern einer vermissten Person gepflegt wurde. Natürlich kommt es vor, dass diese auch einmal nerven können, trotzdem bleibt man dann sachlich und versucht der Person das ihr Unverständliche zu erklären.

Deshalb, wenn ich lese "es gibt Fälle die wichtiger sind (Anmerkung: als ein verschwundenes Kind, das möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist)" oder "müssen sie sich beim Polizeipräsidenten beschweren", weiß ich, dass dies niemals aus dem Mund eines Sachbearbeiters der Kriminalpolizei kommen würde, der für so einen potentiell qualitativ hochwertigen und pressewirksamen Fall eigenteilt wurde.

Ich stelle mir gerade auch vor, wie so ein Gespräch abgelaufen sein soll. Die Mutter ruft beim Sachbearbeiter des Falles an und fragt, wie es um die Ermittlungsarbeit steht. Und er sagt dann, dass die nicht nerven soll, weil er genügend anderen Mist auf dem Schreibtisch hat, als ihre Tochter? Dies dann auch noch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass wohl ein Verbrechen zum Nachteil von Rebecca als wahrscheinlich gilt. Glaubt du wirklich, dann wird von der Fachdienststelle so mit der Mutter kommuniziert?

Dies wäre ein Grund eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu formulieren, die sicherlich bei der Pressewirksamkeit dieses Falles nicht einfach im Sand verlaufen wird. Deshalb, ein Sachbearbeiter, der solche Fälle bearbeitet, ist definitiv kein Anfänger auf seinem Gebiet und wird in der Regel auch wissen, wie man sich in der Öffentlichkeit, sei es nun gegenüber Angehörigen oder auch der Presse, äußert. Deshalb schließe ich diesen Wortlaut quasi aus.

Was ich mir eher vorstellen kann ist, dass möglicherweise die Mutter etwas ungehalten wurde, was mehr als verständlich in ihrer Situation wäre, und sie darauf verwiesen wurde, dass es eben noch keine Neuigkeiten in ihrem Fall gibt und sie von dem Sachbearbeiter, sobald Fortschritte zu berichten sind, informiert wird. Dies erfolgte dann aber auch mit großer Wahrscheinlichkeit, in einem sachlichen und der Situation angemessenen Ton.


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Wo ist Rebecca Reusch?

09.09.2026 um 22:18
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Dies erfolgte dann aber auch mit großer Wahrscheinlichkeit, in einem sachlichen und der Situation angemessenen Ton.
Ja, sicherlich im angemessenen und sachlichen Ton. Die Frage ist dann noch, wie nimmt der Gesprächspartner die Gesprächsinhalte wahr?

Genau da liegt wahrscheinlich der kritische Punkt. Die Familie – insbesondere die Mutter – hat ihre Tochter verloren. Sie ist aufgeregt, verängstigt und krank vor Sorge.

Erschwerend kommt nun hinzu, dass die gesamte Familie offenbar komplett emotionsbasiert denkt, wahrnimmt und handelt.
Hier multiplizieren sich zwei gleichartige Ausprägungen miteinander: Ein ohnehin emotionaler Charakter trifft auf einen hochgradig emotionsgeladenen Umstand (das Verschwinden der Tochter).

Und wie tickt nun der Ermittler? Sachlich, faktenbasiert und möglicherweise minimalistisch in seinem Kommunikationsverhalten. Er sagt nur das Nötigste und bleibt strikt sachlich.
Jetzt treffen diese drei Komponenten aufeinander (zwei gegensätzliche Verhaltenspräferenzen plus eine kritische Situation), und es entsteht eine Asymmetrie in der Kommunikation. Die Mutter fragt wahrscheinlich verzweifelt: „Wo ist meine Tochter?“, und der Ermittler antwortet schlicht: „Es gibt keine neuen Informationen, wir melden uns.“ Was kommt bei der Mutter vielleicht an? „Mir ist Ihre Tochter egal“, „Sie ist nur eine von vielen“ oder „Ich werde abgewimmelt“.

So in etwa lässt sich für mich die Diskrepanz zwischen den beiden Gesprächsparteien erklären. Auf jeden Fall hat diese Konstellation, aus meiner Sicht zumindest, das Potential zur Missverständlichkeit.

Ich will damit sagen. Vielleicht hatte die Mutter tatsächlich die Aussagen des Beamten nicht so wahrgenommen, wie vom Beamten eigentlich beabsichtigt oder von ihm gemeint.


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09.09.2026 um 22:39
Zitat von BlaubeerenBlaubeeren schrieb:So in etwa lässt sich für mich die Diskrepanz zwischen den beiden Gesprächsparteien erklären. Auf jeden Fall hat diese Konstellation, aus meiner Sicht zumindest, das Potential zur Missverständlichkeit.

Ich will damit sagen. Vielleicht hatte die Mutter tatsächlich die Aussagen des Beamten nicht so wahrgenommen, wie vom Beamten eigentlich beabsichtigt oder von ihm gemeint.
Nichts anderes habe ich geschrieben. Die oben formulierten Worte der Mutter mögen möglicherweise das gewesen sein, was sich diese über die Aussage des Ermittlers gedacht hat, jedoch bleibe ich dabei, dass so etwas sicherlich nicht von einem Ermittler gegenüber der Mutter verbalisiert worden ist.

Zu Beginn solcher Ermittlungen, vor allem wenn die Spuren scheinbar schon im Anwesen der Schwester enden, in dem die Vermisste bis zum Verschwinden ihre Zeit verbracht hat, steht nun mal die Informationsgewinnung im Vordergrund, die eben auch Zeit zur Auswertung und anschließender Setzung neuer Maßnahmen benötigen.

Mehr als die Freundinnen wissen nichts, Krankenhäuser und Taxiunternehmen sind ohne Erkenntnisse und das Mobiltelefon ist seit den Morgenstunden deaktiviert und lässt sich somit nicht orten, wird man eben in der Anfangsphase nicht mitteilen haben können. Zudem wird die Kommunikation mit der Familie auch noch mit Vorsicht angegangen worden sein, nachdem sich herauskristallisierte, dass ein Familienmitglied des inneren Kreises für das Verschwinden verantwortlich gewesen sein könnte.

Ein schwerer Grat, der es nicht einfach macht, was man nun an die Familie weitergibt und ab wann es sinnvoll erscheint, diese mit dieser Spurenlage zu konfrontieren, die den Schwiegersohn in unmittelbaren Tatverdacht bringt.


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