Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

23.629 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, September ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:29
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Warum nimmt man nicht einfach das, was man hat? Und viel hat man ja eh nicht. Als da wäre als einziges Fundstück eine Sonnenbrille, selbe Marke, selbes Modell wie S. eine besessen hat. Der Fundort war kurz vor Schwarzenbach neben einem Waldweg. Parallel dazu verläuft die Gemeindeverbindungsstraße von Todtmoos nach Schwarzenbach.
Wenn es eine perfekte Location gibt, um jemanden abzupassen, dann ist es dort am Weiherweg auf Höhe Ortseinfahrt Schwarzenbach.
Wäre Scarlett die E6 gewandert, hätte sie dort mMn keine angebotene Mitfahrgelegenheit angenommen. Sie wollte ja wandern und nicht Autofahren. In diesem Fall (E6 erfolgreich abgeschlossen) käme evtl. noch die Strecke in Stühlingen vom Bahnhof zum Campingplatz (ca. 1,3 km) für eine angenommene Mitfahrgelegenheit in Frage, allerdings mit großem Fragezeichen. Und ein gewaltsames Verschleppen käme an dieser Stelle ohnehin nicht in Frage, zu viele mögliche Zeugen.

Die Sonnenbrille ist im Vergleich zum Zeugen bei der einsamen Tanne zu vernachlässigen da ein Massenprodukt kaum zur Identifikation geeignet ist.

https://maps.apple.com/look-around?address=Schluchtensteig+Schwarzwald%2C+79682+Todtmoos%2C+Deutschland&coordinate=47.725470%2C7.992135&name=Schluchtensteig+Schwarzwald&_mvs=Ci0JoR05M%2BbcR0ARILD%2B7f%2F3H0AZAADrG%2BzVjUAh4BGpQydJa0Apl4QqPMVB878%3D


2x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:39
@GrafOskar

Merkt man das nicht u.a. anhand der Geräuschkulisse, wenn man versehentlich westwärts geht statt auf der E6?
Die Geräusche aus Todtmoos und von den ortauswärts führenden Strassen, wozu am 10.09. vermutlich Baulärm gehörte, bleiben ja in der falschen Richtung hinter einem zurück. Ich vermute, auf dem ersten Abschnitt der E6 würde man etwas davon wahrnehmen und auf der falschen Strecke westwärts würde es ziemlich schnell ziemlich still - fällt einem das als Wanderer nicht auf?

@camelot

Meldedaten mit Gebäudedaten abgleichen, um einen möglichen Täterkreis einzugrenzen... wirklich mit dem Datenschutz vereinbar? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ausserdem muss der mögliche Täter nicht zwingend im Grossraum Todtmoos gemeldet sein und nicht zwingend als einzige männliche Person in einem einzelnen Haus leben. Gegenbeispiel: Er kann mit dem Vater im gleichen Haus wohnen, dieser kann alt/gesundheitlich nicht gut beeinander sein und kriegt nicht viel vom Tun des Sohnes mit. Und andere Konstellationen mehr.


1x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:45
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Merkt man das nicht u.a. anhand der Geräuschkulisse, wenn man versehentlich westwärts geht statt auf der E6?
Die Geräusche aus Todtmoos und von den ortauswärts führenden Strassen, wozu am 10.09. vermutlich Baulärm gehörte, bleiben ja in der falschen Richtung hinter einem zurück. Ich vermute, auf dem ersten Abschnitt der E6 würde man etwas davon wahrnehmen und auf der falschen Strecke westwärts würde es ziemlich schnell ziemlich still - fällt einem das als Wanderer nicht auf?
Nein, an dieser Stelle befindet man sich bereits mindestens 50 Meter über Todtmoos und die Klinik Wehrawald weiter oben liegt auch noch dazwischen. Da dringt kein Lärm aus Todtmoos nach oben.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:47
@GrafOskar

Ok, danke für deine Antwort. Ich hatte mir das mit der Akustik anders und falsch vorgestellt.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:51
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Wäre Scarlett die E6 gewandert, hätte sie dort mMn keine angebotene Mitfahrgelegenheit angenommen. Sie wollte ja wandern und nicht Autofahren.
Es ginge in dem Fall auch nicht um eine Mitfahrgelegenheit, sondern -wenn hier immer wieder von einem Verbrechen ausgegangen wird- um ein Abgreifen durch einen Täter.
Zitat von camelotcamelot schrieb:Darum gleich eine Frage. So eine perfekte Location würde dann wohl ebenfalls auf einen ortskundigen Täter hinweisen, wenn man von einem Verbrechen ausgeht?
Ortskundiger Täter - nicht zwingend. Damals wurde der Verkehr wegen Straßenbauarbeiten an der Landstraße in Todtmoos über die Gemeindeverbindungsstraße nach Schwarzenbach umgeleitet. Da ist der Autoverkehr von Todtmoos nach Wehr und ab Au nach Todtmoos über Schwarzenbach gerauscht. Diese Strecke werden damals auch irgendwelche Zulieferer, Reha-Patienten, die mit dem Auto anreisen, Bauarbeiter zwecks Glasfaserausbau, die 2020 überall auf den Dörfern untergebracht waren und noch viele andere Autofahrenden genommen haben.


3x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 14:55
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Es ginge in dem Fall auch nicht um eine Mitfahrgelegenheit, sondern -wenn hier immer wieder von einem Verbrechen ausgegangen wird- um ein Abgreifen durch einen Täter.
Deswegen schrieb ich ja, dass an dieser Stelle wegen der potentiellen Zeugen ein Abgreifen nicht plausibel ist. Übrigens, auch ein Übergriff nach einer freiwilligen Annahme einer Mitfahrgelegenheit ist ein Verbrechen.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:01
@GrafOskar

Aber es werden Menschen auch mitten in Grossstädten am helllichten Tag entführt. Manche Täter gehen ein hohes Risiko der Sichtung durch Zeugen ein.


1x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:06
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Aber es werden Menschen auch mitten in Grossstädten am helllichten Tag entführt. Manche Täter gehen ein hohes Risiko der Sichtung durch Zeugen ein.
Ja sicher, aber ich schätze hier Wahrscheinlichkeiten ab und da ist nun mal ein Verlaufen an dieser vertrackten Stelle absolut plausibel. Und vor allem kommt sie keine drei Minuten später an einer Markierung (gelbe Raute) vorbei die sie bereits aus den vorangegangenen Etappen kannte und die ihr somit fälschlicherweise signalisieren "Du bist auf der E6".


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:13
@GrafOskar

Möglich wäre es schon.
Klingt jetzt ein bisschen spitzfindig, ist aber nicht so gemeint: Statistisch gesehen, müssten demzufolge Wanderer immer wieder fehlgehen, westwärts statt auf die E6. Da wäre die Gemeinde Todtmoos gefordert mit einer besseren Beschilderung am Einstieg zur E6?


1x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:18
Zitat von lemysterelemystere schrieb:Möglich wäre es schon.
Klingt jetzt ein bisschen spitzfindig, ist aber nicht so gemeint: Statistisch gesehen, müssten demzufolge Wanderer immer wieder fehlgehen, westwärts statt auf die E6. Da wäre die Gemeinde Todtmoos gefordert mit einer besseren Beschilderung am Einstieg zur E6?
Der Einstieg zur E6 befindet sich ja in Todtmoos und verlaufen ist immer möglich. Kandidaten dafür sind eher kleine Gruppen (z.B. Paare) die sich angeregt unterhalten und deshalb die ein oder andere Markierung übersehen.
Diese Markierungen sind durchaus hilfreich weil sie in relativ kurzen Abständen kommen und wenn man längere Zeit keine mehr gesehen hat kann man davon ausgehen, dass man sich verlaufen hat.
Das ist mir auch auf der E6 passiert. Nach Au wandert man eine kurze Strecke auf der der L148, danach biegt die E6 schräg links ab in den Wald und hier bin auch fast 150m zu lange auf der Strasse geblieben bis die GPS-Uhr mich wegen Kursabweichung gewarnt hat.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:25
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Wenn es eine perfekte Location gibt, um jemanden abzupassen, dann ist es dort am Weiherweg auf Höhe Ortseinfahrt Schwarzenbach.
Genau das könnte ein möglicher Täter auch gedacht haben, und somit Scarletts Brille absichtlich dort platziert haben, um den Rest der Welt auf eine falsche Fährte zu locken. Nur dass er sie womöglich zu weit abseits des Weges fallen ließ, so dass sie erst später gefunden wurde, als keine DNA Scarletts mehr nachzuweisen war.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:28
@GrafOskar

Ja, ich weiss, welches Stück nach Au du meinst, schaue mir immer alles auf Karten an.
Generell ist es schon so, dass sich Wanderer auch dort verlaufen, wo man es nicht unbedingt erwarten würde - genau das kann Scarlett an dem Tag passiert sein. Wobei ich weiterhin mehr zu einem andersgearteten Ereignis in Todtmoos oder auf dem ersten Abschnitt der E6 tendiere. Aber: vieles ist möglich. Die Einsame Tanne-Theorie sollte im Blick bleiben, BFS vielleicht in dem Gebiet recherchieren, wenn irgendwie möglich.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 15:54
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Ortskundiger Täter - nicht zwingend. Damals wurde der Verkehr wegen Straßenbauarbeiten an der Landstraße in Todtmoos über die Gemeindeverbindungsstraße nach Schwarzenbach umgeleitet. Da ist der Autoverkehr von Todtmoos nach Wehr und ab Au nach Todtmoos über Schwarzenbach gerauscht. Diese Strecke werden damals auch irgendwelche Zulieferer, Reha-Patienten, die mit dem Auto anreisen, Bauarbeiter zwecks Glasfaserausbau, die 2020 überall auf den Dörfern untergebracht waren und noch viele andere Autofahrenden genommen haben.
Ich sags ja ungern, aber eine Hacke, eine Schaufel und ein kleiner Sprinter können bei gewissen Unterfangen ganz hilfreich sein.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 16:06
Zitat von camelotcamelot schrieb:hier einen möglichen Täterkreis einzugrenzen könnte man Meldedaten mit Gebäudedaten abgleichen. Das ließe sich trotz Datenschutz recherchieren, für die Behörden sowieso. So viele einzelne Häuser im Großraum Todtmoos, wo nur eine männliche Person gemeldet ist dürfte es nicht geben. Und dann schaut man mal, ob jemand in ein gewisses Profil passen würde.
Gut, dass solch ein Vorgehen durch Privatpersonen auf jeden Fall strafbar ist. Die "Behörden" werden dies sicher auch nicht durchführen, weil diese in dem Fall S. zur Zeit gar nicht nach einem Verbrechen ermitteln.
Darüberhinaus erlaube ich mir anzumerken,
dass es ziemlich diskriminierend und auch zu einfach überlegt ist, alleinlebende Männer ins Visier zu nehmen. Ein möglicher Täter könnte auch genauso gut ein angesehener, seriös wirkender Familienvater sein.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Sonnenbrille
Die Sonnenbrille wäre das einzige Beweisstück, wenn man daran anhaftende DNA nachgewiesen hätte. Da dies nicht der Fall war, ist es ebenso möglich, dass entweder der Täter die Brille dort platziert hat, um vom tatsächlichen Tatort abzulenken, und den allgemein vermuteten Ort des Verschwindens noch glaubwürdiger zu machen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass andere Personen, die die Sonnenbrille auf der Vermisstenanzeige gesehen haben, eine solche bersorgt und dort abgelegt haben. Dies könnten Angehörige oder auch interessierte Privatpersonen gewesen sein. Oder es ist die echte Brille von S., dafür würde der Ort des Fundes sprechen, wie von@CorvusCorax erklärt wurde.
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:Damals wurde der Verkehr wegen Straßenbauarbeiten an der Landstraße in Todtmoos über die Gemeindeverbindungsstraße nach Schwarzenbach umgeleitet.
Es wurde hier schon geschrieben S. wäre "wie vom Erdboden verschluckt ". Die Baugruben beim Glasfaserbau sind nicht allzu tief, aber groß genug, dass jemand theoretisch in eine ungesicherte Grube hineinfallen und unbemerkt zeitnah durch das Baustellenpersonal unbeabsichtigt zugeschüttet und bald darauf versiegelt werden könnte.


1x zitiertmelden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 16:28
@Softface

Bei der Annahme "zeitnah zugeschüttete Baugrube" müsste sich das Smartphone gegen 17 Uhr ausserhalb der Grube befunden haben, wegen des Empfangs der WhatsApp-Nachricht.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 16:59
Auch wenn man bei der Hundespur skeptisch sein muss, hätte der Wanderparkplatz an der E6 viele Merkmale, die hier bei anderen Theorien erst mühsam mit vielen Zusatzannahmen zusammengeschraubt werden müssen: Nähe zu der Strecke, die sie eigentlich wandern wollte, eine Zeugin, die Scarletts Handtuch identifiziert hat, und eine einfache Möglichkeit, freiwillig oder unfreiwillig in ein Auto zu steigen.

Dazu - das ist für mich fast der wichtigste Punkt - geht offenbar auch Scarletts Vater von einer hohen Bedeutung des Wanderparkplatzes aus. Zumindest wurde ein ein ZDF-Bericht (Terra Xplore) mit ihm teilweise dort gedreht und er sagte - sinngemäß - dass hier Scarlett in ein Auto gestiegen sein muss.

Youtube: Vermisste Tochter – wie wartet man ohne ein Lebenszeichen? I Terra Xplore mit Leon Windscheid
Vermisste Tochter – wie wartet man ohne ein Lebenszeichen? I Terra Xplore mit Leon Windscheid
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

(ab Min. 14:00)


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 17:29
Zitat von MarylinMMarylinM schrieb:Wenn von Anfang an ein Verbrechen mit in Erwägung gezogen worden wäre, hätte eingangs viel mehr Ermittlungsarbeit geleistet werden müssen.
Ich vermute, dass das hier schon öfter erklärt worden ist - aber trotzdem: Scarlet ist volljährig. Sie darf ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen. Die Polizei DARF also gar nicht im Rahmen eines offiziellen Ermittlungsverfahrens nach ihr suchen. Von dieser Regel gibt es nur zwei Ausnahmen:

1. Es besteht Gefahr für Leib und Leben (der vermissten Person) oder 2. Es gibt KONKRETE ANHALTSPUNKTE dafür, dass ein für ein Verbrechen geschehen ist. Der erste Punkt dürfte klar sein: Solange man noch damit rechnen musste, dass Scarlet irgendwo schwer verletzt im Wald liegt (aber noch gerettet werden kann), solange darf und muss die Polizei nach ihr suchen - und das hat sie ja auch gemacht. Aber nach zwei Wochen oder so war ja klar, dass Scarlet entweder gar nicht gerettet werden muss, weil sie an der Copacabana sitzt - oder dass sie eben bereits verstorben ist - durch Unfall oder etwas Anderes. Also musste die Polizei die Suche nach ihr - unter Anwendung von Punkt 2 - einstellen.

2. Punkt 2 wird sehr oft missverstanden - es reicht für die Einleitung eines offiziellen Ermittlungsverfahrens eben nicht, dass ein Verbrechen denkbar ist oder im Bereich des Möglichen liegt. Es muss, wie gesagt, konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen geben. Also z. B. einen Tatort mit Kampf- oder Blutspuren, oder Hilferufe, die jemand gehört hat, oder Abhebungen von Scarlets Konto durch einen Fremden oder Klagen Scarlets über einen Stalker in den Tagen vor dem Verschwinden und so weiter. Es gibt viele Möglichkeiten, was im Einzelfall ein konkreter Anhaltspunkt sein kann. Und hier gab es definitiv keinen.

Und selbstverständlich hat die Polizei in den ersten Tagen nach dem Verschwinden Scarlets nach solchen konkreten Anhaltspunkten gesucht, weil sie natürlich schon ein Verbrechen "in Erwägung" gezogen hat. Die Legende, die hier von manchen verbreitet wird, nämlich dass die Polizei sich von Anfang an auf einen Unfall versteift und an nicht anderes mehr gedacht hat, stimmt natürlich nicht und stimmt vermutlich in vergleichbaren Fällen auch nicht.

Unter anderem hat die Polizei sich ja nachweislich mit den 3 Mit-Campern von Scarlet und deren Alibis beschäftigt. Sie hat auch mit Scarlets Eltern und Schwester gesprochen, um (zum Beispiel) herauszufinden, ob Scarlet vielleicht im Vorfeld Drohungen erhalten hat oder im Streit mit einem cholerischen Ex-Partner lag - was dann beides eventuell als konkreter Anhaltspunkt für ein Verbrechen hätte gewertet werden können. Die Polizei hat sicher auch noch mit weiteren potenziellen Zeugen gesprochen (z. B. Gast- und Pensionswirte), von denen wir nichts wissen. Das können Zeugen sein, die sich von selbst gemeldet haben, aber auch solche, die von der Polizei aufgesucht wurden und freiwillig mitgemacht haben. (Vorladen kann die Polizei bei solchen inoffiziellen Vorermittluingen natürlich niemden).

Aber ja, am Ende hat die Polizei eben keine konkreten Anhaltspunkte gefunden, und ihr waren damit die Hände gebunden. Dazu kommt noch der Punkt: Was und wie genau hätte die Polizei ohnen irgendeinen Anhaltspunkt - vor allem - ohne Tatort denn überhaupt ermitteln sollen? Und wann genau wären die Ermittlungen denn abgeschlossen gewesen? Selbst nach dreijährigen, intensiven Ermittlungen hätten hier doch immer noch Leute geschrieben, dass die Polizei weitermachen muss, weil Scarlet ja immer noch nicht gefunden wurde ...


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 17:44
Ein in Europa einmaliges Experiment: Recherchekollektiv Bureau Dupin

"Tausende Fälle liegen auf Eis, die Polizei kommt nicht weiter. In den Niederlanden will ein Ex-Polizist mit einem Netzwerk von Hobby-Detektiven solche Cold Cases knacken."
aus

Experiment: Polizei setzt bei Cold Cases auf Schwarmintelligenz https://share.google/tnb8euyuRDgENMisz


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 17:55
Auch was mögliche unbekannte Auslandsverbindungen auf WeChat betrifft und mögliche daraus resultierende unkonventionelle Entscheidungen, die Scarlett getroffen haben könnte (Ausland, meldet sich nicht, weil sie nicht will oder kann), hat die Polizei nur begrenzte oder gar keine Befugnisse. WeChat steht nicht für Datenauskunft in die EU.


melden

Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen

gestern um 18:04
Zitat von SoftfaceSoftface schrieb:Die Sonnenbrille wäre das einzige Beweisstück, wenn man daran anhaftende DNA nachgewiesen hätte. Da dies nicht der Fall war, ist es ebenso möglich, dass entweder der Täter die Brille dort platziert hat, um vom tatsächlichen Tatort abzulenken, und den allgemein vermuteten Ort des Verschwindens noch glaubwürdiger zu machen.
Den Fund der Sonnenbrille kann man getrost in die Tonne treten, es gibt einfach zu viele davon. Dazu noch ein Täter der absichtlich Spuren legt (wenn auch falsche) ist ziemlicher Unsinn, keine Spur ist immer noch die beste Wahl.
Wenn man aber eine einzelne junge Dame, die sich zur einsamen Tanne verirrt hatte und den Weg nach Wehr erfragt, dagegen hält. Wieviele gab es davon an diesem Tag und zu dieser Zeit an diesem Ort? Antwort: Genau eine!


melden