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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

18.431 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

30.01.2026 um 19:56
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Es muss also schon vom Punkt 7 an etwas gegeben haben, was zu diesem Fehler führt. Der Fehler entsteht nicht erst am Brückerl, er setzt sich hinter dem Brückerl weiter fort..
Ein WLAN-Signal vom Hotel?
Energiesparmodus/Bildschirmsperre eingeschaltet?
Kritische Schwelle beim Akkustand?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

30.01.2026 um 21:55
Zitat von karajanakarajana schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:
Zitat von LanzaLanza schrieb:Hast du @emz jetzt eigentlich die Doku und das Wehr gesehen? Und Dir auch mal Püschel angehört?
Nein, habe ich nicht.

Und warum nicht? Interesse verloren? keine Zeit? oder aus Trotz, weil der Inhalt nicht ins eigenen Weltbild passt?

Letzteres käme angesichts der mittlerweile feststehenden Tatsachen sowie des berechtigten Freispruchs für Sebastian T. im Revisionsverfahren absolut nicht überraschend, ist dieses absurde "Konstrukt" eines angeblichen Verbrechens welches niemals stattgefunden hat, der Staatsanwaltschaft doch ziemlich um die Ohren geflogen!

PS: Wer nicht (mehr) widerspricht, der stimmt zu.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

30.01.2026 um 22:07
Zitat von XluXXluX schrieb am 27.01.2026:und am Eiskeller gab es 13 Kameras - und es ist nachgewiesen, dass ihr niemand gefolgt ist. Wie sollte dieser angetrunkene Typ unsichtbar hinter ihr herlaufen?
Nein, das kann man aus meiner Sicht ausschließen. Da ist eine Zufallsbegegnung wahrscheinlicher (wobei ich auch daran nicht glaube).
Deshalb glauben auch immer noch manche, dass nur ST für ihren Tod verantwortlich sein kann. Dazu werden immer noch "Fakten" aus dem ersten Urteil angenommen. Für sämtliche neuen Erkenntnisse sind diese Menschen nicht offen. Er war es. Intelligenzgemindert, sexuell fehlgesteuert.. (woher weiß man das? )


Was spricht denn überhaupt dafür, dass es Fremdeinwirkung gab? Keine Abwehrspuren, keine DNA? Kein Blut..


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

30.01.2026 um 22:12
Zitat von emzemz schrieb:
Zitat von karajanakarajana schrieb:Und warum nicht? Interesse verloren? keine Zeit? oder aus Trotz, weil der Inhalt nicht ins eigenen Weltbild passt?
Ist dir langweilig? Meinst du deshalb, persönlich werden zu müssen?
Ich schätze die Einschätzung von @emz. Sie oder er ist lange dabei. Mich interessiert tatsächlich, was sie oder er diesbezüglich umtreibt...


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 01:13
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Da bin ich mir schon sehr sicher, da mich besonders diese Daten interessiert haben. Außerdem kann ich mich erinnern, dass Georg noch auf den "Zufall" hingewiesen hat, dass das Ende des Anrufs 02:3:10 Uhr in den Verbindungsdaten von Vodafone fast genau mit den Daten 02:32:09 Uhr, die im Handy gespeichert waren, übereinstimmt und in den Raum stellte, dass man womöglich fälschlicherweise von dem Start des Anrufversuches ausging als man die Daten aus den H. verwendete.
Danke für die Info, das erklärt vieles. Auch das erste Urteil unterlag diesem Fehler (Abschnitt 37).
Zitat von XluXXluX schrieb:Ein WLAN-Signal vom Hotel?
Energiesparmodus/Bildschirmsperre eingeschaltet?
Kritische Schwelle beim Akkustand?
Das kann nur ein Geodesist beantworten. Das dumme ist, dass das von der Verteidigung in Auftrag gegeben Gutachten - wie wir nun von @rabunsel wissen - von fehlerhaften Voraussetzungen ausgegangen war. Durch diese fehlerhafte Annahme des speziellen Anrufversuches um 2:32:09, ist dieses Gutachten teilweise für die Katz. Der mögliche erste Wasserkontakt wurde daher deutlich zu spät angenommen, daher wurde der Bärbach vom Brückerl an nicht als mögliche Treibstrecke untersucht.

Aber vielleicht lag auch im Frühjahr noch nicht die Erkenntnisse vor, dass der spezielle Anruf auch durch Wasserkontakt ausgelöst werden kann. So wie es aussieht müsste das Gutachten nun nachgebessert werden.

Aber wer soll das in Auftrag geben?

Das Justizopfer und seine Familie? Die StA hat sich auch im Plädoyer von einer extrem üblen Seite gezeigt, sie wollte vollkommen grundlos die Entschädigung verweigern. Wie kann da das Justizopfer und deren Angehörigen noch irgendein Vertrauen in diese Organisation haben. Sie wird annehmen, dass das raus geschmissenes Geld ist. Sie wird jetzt auch genug zu tun haben, um sich mit diesen unsäglichen Apparat gerichtlich auseinander zu setzen. Denn dieses "Plädoyer" zeigt deutlich, dass sich die StA mit den Händen und Füßen wehren wird, auch die Privatgutachten zu ersetzen. Da steht der Familie noch ein schwerer Kampf bevor.

Auch das weitere Gebaren der StA lässt nichts Gute hoffen. Dass sie erst das Urteil abwarten wollte, war doch nur eine faule Ausrede. Sie selber hat an der Verhandlung teilgenommen, sie selber hatte auf einen Freispruch plädiert, sie selber hat mitbekommen, wie übel die beiden "Sachbearbeiter" dem Angeklagten mitgespielt hatten, indem sie entlastende Beweise unterdrückten. Für mich sitzen dort die falschen Menschen.

Die Familie von Hanna W.? Sie wird diesen Fehler gar nicht mitbekommen haben, wahrscheinlich wird er auch nicht im Urteil auftauchen, weil er für den Freispruch uninteressant war. Die Doku war noch auf dem falschen Stand.

Ich denke, die StA wird demnächst endgültig das Verfahren einstellen.


Nun aber doch noch etwas zum schmunzeln bzgl. der Bemerkung Aßbichlers" zu den Lichtgestalten. Im zweiten Verfahren waren die Verteidiger die sogenannten "Lichtgestalten", der Verhandlungssaal war offenbar zu den Traunsteinern spiegelbildlich. Frau Rick konnte sich im 3. Teil der Doku zum Zeitpunkt 25:12 eine entsprechende Bemerkung nicht verkneifen.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 01:41
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Was uns übrig bleibt sind die Genauigkeitsangaben von @Rabunsels Bild. Diese stammen vom sachverständigen Zeugen der Polizei.
Ich würde empfehlen eher den Angaben in der Doku zu glauben!

hanna gps filmOriginal anzeigen (3,1 MB)

Ich hatte schließlich keine GPS-Daten aus der Akte, sondern hab die Punkte unter Zeitdruck in eine selbstgemalte Karte eingetragen. Ich denke die Daten aus der Doku stimmen, ich kann mich nämlich auch noch erinnern, dass Rick in der Geodäsie-Beweisanregung ausführte, dass die erste Überquerung der Straße wohl nicht realistisch sei, weil die Punkte nicht mit der Gehgeschwindigkeit vereinbar gewesen wären.
Zitat von TinchoTincho schrieb:Danke für die Zusatzinformationen, das ist sehr interessant! Also war die Verteidigung während der Verhandlung selbst überrascht, und wird deshalb noch im Sommer von einem Anruf ab 02:32:09 ausgegangen sein.
Ich denke, es konnte nicht abschließend geklärt werden, welche Uhrzeit jetzt stimmt, da es auch sein könnte, dass es Unterschiede in der Zeitaufzeichnung zwischen dem Handy und dem Netzanbieter geben könnte. Normalerweise stellt sich die Handy-Uhr automatisch, aber diese Einstellung kann man ausschalten.
In Frage kommt, dass Handy und Anbieter 44 Sekunden auseinander liegen, aber welche Uhrzeit wäre die richtige? Falls das Handy eine falsche Uhrzeit angezeigt hat, würde das alle anderen Messwerte und auch GPS-Aufzeichungung beeinflussen, oder werden die GPS-Geopunkte mit der GPS-Zeit aufgezeichnet? Oder sind die unterschiedlichen Zeiten darauf zurückzuführen, dass im Handy das Ende des Anrufs gespeichert wurde?
(Die GPS-Daten wurden anhand der Videoaufzeichnung validiert, aber ob die Handyuhrzeit validiert wurde, weiß ich nicht.)
Oder eben die Zeitdaten stimmen überein, aber der Netzanbieter speichert den Anfang und das Handy das Ende des Anrufs und der Zeitunterschied ist gerade nicht zufällig genauso lang wie der automatische Verbindungsabbruch.
(Wobei man meiner Erfahrung nach in der normalen Anruferliste die Zeit angezeigt bekommt, zu der man den Anruf startet.)

Darauas ergeben sich meiner Meinung nach 4 Theorien, die man anhand der Handydaten noch hätte klären müssen. Natürlich wäre auch interessant wie die Versuche zum Temperaturabfall ausgesehen haben und ob die Taschen-Theorie von @Rigel92 einen anderen, späteren Temperaturabfall auslösen würde und diese vielleicht den kleinen Temperaturknick vor dem größeren Abfall erklären würde.


Theorie 1 (Handy falsche Zeit, GPS-Daten mit GPS-Uhr=richtige Zeit, Anbieter richtige Zeit)
Anruf Start: 02:32:09 - 44sec = 02:31:25
Temperaturabfall: 02:32:15 - 44 sec = 02:31:31
Punkt 11: 02:31:41

Theorie 2 (Handy richtige Zeit, GPS-Daten mit GPS-Uhr=richtige Zeit, Anbieter falsche Zeit)
Punkt 11: 02:31:41
Anruf Start: 02:32:09
Temperaturabfall: 02:32:15

Theorie 3 (Handy richtige Zeit, GPS-Daten mit GPS-Uhr=richtige Zeit, Anbieter richtige Zeit, Handy zeichnet Ende auf)
Anruf Start: 02:31:25
Punkt 11: 02:31:41
Temperaturabfall: 02:32:15

Theorie 4 (Handy falsche Zeit, GPS-Daten falsche Zeit, Anbieter richtige Zeit)
Punkt 11: 02:31:41 - 44 sec = 02:30:57
Anruf Start: 02:32:09 - 44sec = 02:31:25
Temperaturabfall: 02:32:15 - 44 sec = 02:31:31


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 08:18
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Das kann nur ein Geodesist beantworten. Das dumme ist, dass das von der Verteidigung in Auftrag gegeben Gutachten - wie wir nun von @rabunsel wissen - von fehlerhaften Voraussetzungen ausgegangen war.
Letztendlich wissen wir auch das nicht sicher leider.

Zum Thema Wasserkontakt: Hier enthält die Doku aus meiner Sicht auch einen Fehler, weil sie GPS-Abschirmung und Temperaturabfall zeitlich vermischt bzw. eigentlich sogar verwechselt (Folge 3, 10:26). Sie zeigen die Daten des Temperaturabsturzes - und plötzlich kommt, dass das Gericht fälschlicherweise von einem Wasserkontakt um 2:33:35 ausgegangen ist. Das waren aber die GPS-Daten.
Das Gericht ist aber eigentlich nicht von einem Wasserkontakt um 2:33:35, sondern schon um 2:32:47 (Temperatursturz) ausgegangen.
568
Dann sei aus sachverständiger Sicht der Beginn des Abfalls (38 sec nach dem um 02:32:09 Uhr erfolgten Notruf) zu registrieren,
ab * 03.10.2022, 02:32:47 Uhr: … 2569; * 03.10.2022, 02:33:18 Uhr: … 2279; * 03.10.2022, 02:33:48 Uhr: … 1879; * 03.10.2022, 02:34:19 Uhr: … 1759; * 03.10.2022, 02:34:50 Uhr: … 1559,
der ab 02:38:41 Uhr seinen „Tiefpunkt“ … 1000 … erreicht habe, danach seien nur noch stagnierende Werte registriert, grundsätzlich unter 1000 (zw. 989-889; nur zw. 09:32:53 Uhr – 09:50:14 Uhr noch einmal um 1000).
569
Der Abfall der Temperatur sei zweifelsohne mit einem Eintauchen des Handys von H. W. in kaltes Wasser in Einklang zu bringen.
Aber jetzt nochmal zum wichtigsten Punkt:
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Es muss also schon vom Punkt 7 an etwas gegeben haben, was zu diesem Fehler führt. Der Fehler entsteht nicht erst am Brückerl, er setzt sich hinter dem Brückerl weiter fort..
Wissen wir, wann dieser Punkt 7 war?

Wenn man mal die Theorie vom Sturz am Brückerl weiterverfolgt, kann ja nur Punkt 7 (nicht örtlich, sondern zeitlich) der gewesen sein, wo H ins Wasser gefallen ist (plötzliche Richtungsänderung, die restlichen Punkte passen dann wieder von der Richtung her, aber sind halt um 45 Grad verdreht).


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 08:32
Bzw. eigentlich nicht Punkt 7, sondern Punkt 8 auf @rabunsel s Karte.
Und vorher (Punkt 5 oder 6) muss irgendein Ereignis dazu geführt haben, dass das GPS-Signal minimal (falsch) die Richtung gewechselt hat Richtung Brunnen. Das könnte dann o.g. WLAN-Signal vom Hotel o.ä. gewesen sein. Oder H hat zu dem Zeitpunkt ihr Handy in die Tasche gesteckt.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 08:47
Zitat von XluXXluX schrieb:Das Gericht ist aber eigentlich nicht von einem Wasserkontakt um 2:33:35, sondern schon um 2:32:47 (Temperatursturz) ausgegangen.
Ah ja das macht viel mehr Sinn, ich war noch verwundert weil ich den Temperaturabfall auch anders in Erinnerung hatte, hab aber nicht mehr nachgeschaut.

Wenn man davon 1min 20sec (falls das stimmt) abzieht, wär man bei 02:31:27. Wenn man davon ausgeht, dass das Handy die richtige Zeit aufgezeichnet hat.

Das ändert einiges, somit wär der Temperaturabfall entweder deutlich vor dem Anruf oder zeitlich auffallend nah. Die letzten genauen GPS- Daten wären dann vernachlässigbar.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 09:37
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Ich hatte schließlich keine GPS-Daten aus der Akte, sondern hab die Punkte unter Zeitdruck in eine selbstgemalte Karte eingetragen. Ich denke die Daten aus der Doku stimmen, ich kann mich nämlich auch noch erinnern, dass Rick in der Geodäsie-Beweisanregung ausführte, dass die erste Überquerung der Straße wohl nicht realistisch sei, weil die Punkte nicht mit der Gehgeschwindigkeit vereinbar gewesen wären.
Sie hatte wahrscheinlich auch recht, weil sie wahrscheinlich auch nicht am Brunnen war. Sie hätte durch eine Hecke gehen müssen. Mit Deinen eingezeichneten Toleranzen ist es auch möglich, dass Hanna auf ihrem Nachhauseweg blieb, was auch in Kombination der weiteren Informationen dann zu der wahrscheinlichsten Möglichkeit wird. Man darf die GPS-Daten nicht ganz so ernst nehmen, man muss die Toleranzen beachten und sie mit den anderen Gegebenheiten in Einklang bringen. Der Punkt 8 wird in Wirklichkeit am Brückerl gewesen sein und dann würde es passen.

Die Daten der Doku stimmen an den zwei Punkten, wo die Ungenauigkeit eingezeichnet wurde mit Deiner Doku doch halbwegs überein. Der Bärbach liegt weiterhin in dem Bereich. Die Ermittlerversion wird dadurch nur unwahrscheinlicher, jedoch nicht unmöglich. Man darf nicht vergessen, dass die Wahrscheinlichkeit außerhalb der Kreise dann nicht direkt auf 0% absackt, häufig ist das nur die 2/3-Wahrscheinlichkeit, es gibt immer noch Restwahrscheinlichkeiten. Hätte es für die Ermittlerversion wirklich schlagende Argumente gegeben wie z.B. Blutspuren am Brückerl, Augenzeugen, dann hätte man trotz der GPS-Daten diese Version als die Wahrscheinlichste ansehen müssen. Wie wir wissen ist diese Version der Ermittler sogar weit hergeholt, da sie ganz wesentliche Fragen nicht beantwortet und sie wird wohl durch wirklichen GPS-Daten noch unwahrscheinlicher.

Gerade der erste mögliche Wasserkontakt wäre für die Auswertung der ungenauen Daten durch den Geodesist extrem wichtig gewesen. Er musste so bis zum Anrufversuch den Bärbach ausschließen. Da diese Zeit jedoch aus den Daten sowohl von dem ersten Gericht als auch von der Verteidigung fehlerhaft interpretiert und weitergegeben wurden, wurde offenbar ein Sturz ins Wasser am Parkplatz der Kampenwandbahn angenommen.

Daher bleiben uns nur die Daten aus dem Urteil und Deiner Doku der Prozessbeobachtung und dieser zwei in der Doku eingezeichneten Kreise.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Darauas ergeben sich meiner Meinung nach 4 Theorien, die man anhand der Handydaten noch hätte klären müssen. Natürlich wäre auch interessant wie die Versuche zum Temperaturabfall ausgesehen haben und ob die Taschen-Theorie von @Rigel92 einen anderen, späteren Temperaturabfall auslösen würde und diese vielleicht den kleinen Temperaturknick vor dem größeren Abfall erklären würde.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Theorie 1 (Handy falsche Zeit, GPS-Daten mit GPS-Uhr=richtige Zeit, Anbieter richtige Zeit)
Anruf Start: 02:32:09 - 44sec = 02:31:25
Temperaturabfall: 02:32:15 - 44 sec = 02:31:31
Punkt 11: 02:31:41
Das kann man schon heute ausschließen. Die GPS-Zeiten beruhen auf der IPhone-Zeiten, weil sie aus dem Log des IPhones stammen. Und der basiert auf der IPhone-Zeit.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Theorie 2 (Handy richtige Zeit, GPS-Daten mit GPS-Uhr=richtige Zeit, Anbieter falsche Zeit)
Punkt 11: 02:31:41
Anruf Start: 02:32:09
Temperaturabfall: 02:32:15
Dass die Uhrzeit des Anbieters fehlerhaft sein soll, das kann man wirklich ausschließen. Es ist nur eine theoretische Möglichkeit.

Theorie 4 (Handy falsche Zeit, GPS-Daten falsche Zeit, Anbieter richtige Zeit)
Punkt 11: 02:31:41 - 44 sec = 02:30:57
Anruf Start: 02:32:09 - 44sec = 02:31:25
Temperaturabfall: 02:32:15 - 44 sec = 02:31:31[/quote]

Auch diese Version kann man ausschließen, die GPS-Ortung am Eiskeller kann man hier als Referenzpunkt nehmen. Die dürften mit den Kameraaufnahmen schon abgeglichen worden sein, soviel traue ich den Ermittlern zu. Abweichungen von mehr als 5s wären zwar möglich, jedoch sehr selten. Das würde voraussetzen, dass die interne Uhr des IPhones total aus dem Toleranzbereich fällt. Sie wird normalerweise mit min. alle 24 h mit der Uhr des Providers synchronsiert Daher ist auch die Möglichkeit nur einen theoretische und selbst dann - wenn zutreffend - von den Ermittlern erkannt worden oder von der Verteidigung direkt in das Verfahren eingebracht worden.

Außer theoretischer Möglichkeiten bleibt nur die Möglichkeit 3 übrig.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Natürlich wäre auch interessant wie die Versuche zum Temperaturabfall ausgesehen haben und ob die Taschen-Theorie von @Rigel92 einen anderen, späteren Temperaturabfall auslösen würde und diese vielleicht den kleinen Temperaturknick vor dem größeren Abfall erklären würde.
Ich habe auch schon über diesen Temperaturknick Gedanken gemacht. In der Doku 3. Teil gibt es dazu ein Diagramm, was auch mehr die Vergangenheit der Stufen beleuchtet (10:25).

Man sieht, dass es viel Stufen auch schon vorher gegeben hat. Diese eine Stufe hat eine Besonderheit, die Temperatur sinkt dort dann langsam ab. Ich hatte schon auch anfangs gedacht, dass diese Stufe mit dem Beginn Emergency-Call zusammen fällt, hatte mich dabei jedoch vertan. Diese Stufe ist einfach viel zu früh.

Hierzu gibt es wahrscheinlich mehrere Erklärungsmöglichkeiten, eine wäre, dass Hanna über den vorherigen Weg das IPhone in der Hand hatte (vielleicht erwartete sie den Anruf des Freundes, auf den sie nicht gewartet hatte), es dann aber in die Handtasche oder Jackentasche legte. Wenn sie es in der Hand hatte, hat Temperatur der Hand durch den direkten Kontakt mit dem IPhone das IPhone etwa auf konstanter Temperatur gehalten. Sobald sie es an einen anderen Ort legte, wäre die Temperatur gefallen. In die Hose hat sie es sicher nicht gesteckt, dann wäre die Temperatur wahrscheinlich eher gestiegen.

Es wäre natürlich interessant zu wissen, wo das örtlich erfolgt ist. Wenn diese Zeit mit dem Punkt 5 oder 6 zusammenfallen würde, wäre vielleicht an dem Ort des IPhone etwas, was irgendwie den Empfang der GPS-Signale von da an beeinträchtigt hat.


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gestern um 10:07
Zitat von XluXXluX schrieb:Wissen wir, wann dieser Punkt 7 war?

Wenn man mal die Theorie vom Sturz am Brückerl weiterverfolgt, kann ja nur Punkt 7 (nicht örtlich, sondern zeitlich) der gewesen sein, wo H ins Wasser gefallen ist (plötzliche Richtungsänderung, die restlichen Punkte passen dann wieder von der Richtung her, aber sind halt um 45 Grad verdreht).
Das wäre sogar wirklich eine sehr interessante Theorie. Wenn die Stufe beim Punkt 7 war und dieser in Wirklichkeit kurz vor dem Brückerl war uns die GPS-Daten nur etwas vorgegauckeln, dann wäre alles noch besser zu erklären. Wenn sie dort in das Wasser kam, dann ist der leichte aber stetige Temperaturabfall von dieser Stelle an durch das Wasser zu erklären, was in das schwimmende etwas (vielleicht die Handtasche) gelaufen ist. Wenn sie dort in den Totwasserbereich gefallen ist, hat sie sich dort vielleicht etwas länger noch aufgehalten, konnte vielleicht wieder aufstehen, aber ist dann wieder ausgerutscht und dadurch in den gefährlichen Bereich gekommen und von der Strömung erfasst worden.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 10:32
Das würde dann bedeuten, dass sie nach Zeitpunkt 8 schon etwas abgetrieben sein könnte und dadurch auch die deutliche Richtungsänderung am "Brunnen" (= Brückerl) erklärbar wäre. Datenpunkt 9 wäre dann ggf. sogar schon etwas entfernt vom Brückerl.
Das mit dem Totwasserbereich könnte auch eine mögliche Erklärung sein für das noch rel. genaue GPS-Signal, das stimmt.

Es ist schade, dass wir die genauen Daten und Zeiten nicht haben. Für mich ist es schwierig, so ins Blaue hinein zu spekulieren, ohne die Experten dazu gehört zu haben. Auch wenn der ganze Ablauf rel. plausibel klingt.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 10:49
Zitat von XluXXluX schrieb:Es ist schade, dass wir die genauen Daten und Zeiten nicht haben. Für mich ist es schwierig, so ins Blaue hinein zu spekulieren, ohne die Experten dazu gehört zu haben. Auch wenn der ganze Ablauf rel. plausibel klingt.
Du hast recht. Ich habe jetzt mir nochmal das Temperaturverlauf der Doku und den von @Tinchio angesehen. Diese Stufe ist einfach viel zu früh. Sie war spätestens um 2:30:00. Diese Stufe und der anschließende Temperaturabfall hat leider eine ganz andere Ursache. Wäre auch zu schön gewesen um wahr zu sein.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 11:22
Es ist wie die Anwältin sagt, vor Gericht ist es wie im Krieg. Beide Parteien interpretieren die Daten des iPhones geeignet um zu ihrem jeweiligen gewünschten Ergebnis zu kommen.
Die Ermittler halluzinieren blaue Kreisscheiben herbei damit die Daten zu ihrem vermuteten Tatort passen. Da sie ja bereits vermeintliches Täterwissen festgestellt hatten war weder der genaue Tatort noch die genaue Tatzeit wichtig. Überdies lag die Anklage bereits beim Gericht, eine Änderung der Anklageschrift wäre mit einem enormen Aufwand verbunden gewesen.
Die Verteidigung möchte ein Unfallgeschehen ohne Einwirkung Dritter 'beweisen', dazu benutzt sie für die Punkte auf der Grünflache ebenfalls herbei halluziniert rote Kreise um Hanna bei Punkt 11 scharf links abbiegen zu lassen um zum vermuteten Unfallort am Bärbach zu kommen.
Aus Sicht eines neutralen Beobachter der Kriegshandlungen sieht die Sache ziemlich einfach aus. Die Geokoordinaten von Punkt 1 bis Punkt 12 (inc.) entsprechen der Realität, das iPhone kommt bis mindestens dorthin nicht in Kontakt mit Wasser. Aus dem oft zitierten Temperaturverlauf des Mobiltelefone lässt sich zumindest eines ablesen:

02:32:09 Uhr → Notruf
02:32:47 Uhr: 25,69°C
02:33:18 Uhr: 22,79°C
02:33:48 Uhr: 18,79°C
02:34:19 Uhr: 17,59°C
02:34:50 Uhr: 15,59°C
ab 02:38:41 Uhr: konstant 10,00°C

Zum Zeitpunkt des Anrufversuchs lag das iPhone nicht im Wasser, die 25,69°C, die 38 Sekunden später gemessen werden, belegen das eindeutig.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 12:31
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Aus Sicht eines neutralen Beobachter der Kriegshandlungen sieht die Sache ziemlich einfach aus.
Und Du bist der neutrale Beobachter? Sorry, aber da musst Du wahrscheinlich selbst lachen, oder? :-)

Ich habe die Punkte 5 bis 12 (Punkt 6 hab ich dabei an der Stelle gelassen) von @rabunsel s Bild mal identisch auf einer extra Ebene nachgezeichnet, das Ganze gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um den Schlenker Richtung Brunnen zu korrigieren, und dann neu auf dem Bild platziert. Ich habe dabei Punkt 8 ungefähr dorthin gelegt, wo man im Bärbach landen würde, wenn man links neben dem Brückerl (Zaun unterbrochen) reingefallen wäre. Außerdem habe ich die Punkte einfach Gehrichtung weiterlaufen lassen, sodass Punkt 5 noch vor Punkt 6 gelandet ist.

Das Ergebnis ist schon ziemlich bezeichnend:

a68kq78wejpl Radien GPS Aschau mod neuOriginal anzeigen (1,9 MB)


Und auch wenn die Punkte vielleicht nicht exakt die wirklichen Daten widerspiegeln (weil wir diese nicht kennen), ist das Szenario halt auch nicht völlig abwegig, so wie Du @GrafOskar das hier zu vermitteln versuchst.

Jetzt wäre noch interessant, zu welcher Zeit die Punkte 7 und 8 entstanden sind.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 13:18
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Darauas ergeben sich meiner Meinung nach 4 Theorien, die man anhand der Handydaten noch hätte klären müssen.
Die Theorien sind zwar denkbar, aber wirklich realistisch ist nur eine davon: Geodaten und Telefonprotokolle benutzen die selbe interne Uhr des Telefons; und das Telefon synchronisiert seine Zeit mit dem Anbieter. Ich kann mir keinen sinnvollen Grund vorstellen, aus dem heutzutage jemand diese sehr praktische Funktion ausschalten würde. Alle Zeitpunkte passen gut mit anderen, objektivierbaren Tatsachen zusammen (zum Beispiel auch mit dem Verlassen des Eiskellers). Also bleibt die naheliegende Folgerung, dass das Telefon selbst das Ende des Anrufversuchs protokolliert, nicht den Anfang.

Ich hab gerade ein kleines Experiment durchgeführt: Ich habe aus einem Funkloch heraus versucht, eine Nummer anzurufen von der ich weiß dass sie aktiv ist. Den Anruf habe ich um 13:08 begonnen, um 13:09 wurde er abgebrochen (man beachte die Uhrzeit oben links):

IMG 6001

IMG 6002

Das Anrufprotokoll zeigt folgenden Eintrag:

IMG 6003

Quod erat demonstrandum.
Zitat von XluXXluX schrieb:Jetzt wäre noch interessant, zu welcher Zeit die Punkte 7 und 8 entstanden sind.
Das lässt sich inzwischen ziemlich gut eingrenzen: Alle Punkte zwischen 4 und 9 sind innerhalb der 32 Sekunden zwischen 02:30:42 (gegenüber Burgweg) und 02:31:14 (Punkt 9) entstanden. Punkt 7 und 8 werden entsprechend ziemlich genau um 02:31 entstanden sein. Das demonstriert weiterhin, dass die Mittelpunkte der Kreise nicht die tatsächlichen Positionen sind, in 32 Sekunden läuft niemand diese Strecke mit dem Umweg über den Brunnen ab.
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Du hast recht. Ich habe jetzt mir nochmal das Temperaturverlauf der Doku und den von @Tinchio angesehen. Diese Stufe ist einfach viel zu früh. Sie war spätestens um 2:30:00. Diese Stufe und der anschließende Temperaturabfall hat leider eine ganz andere Ursache. Wäre auch zu schön gewesen um wahr zu sein.
Ich denke die erste Stufe ist einfach das langsame Abkühlen des Telefons auf dem Weg. Was nebenbei wieder dafür spricht, dass es in der Handtasche und nicht am Körper getragen wurde.

Was wichtig ist: Das rapide Absinken der Temperatur zwischen 02:32:47 und 02:33:35 bedeutet nicht, dass das Telefon erst nach 02:32:47 ins Wasser gelangt ist. Es bedeutet nur, dass es spätestens um 02:33:35 im Wasser war. Wir wissen nicht genau, wie lang es dauert, bis eine deutliche Veränderung von Außentemperatur und Temperaturmedium auf dem internen Baugruppenthermometer sichtbar wird. Eine Verzögerung um ein oder zwei Minuten wäre da nicht undenkbar, zumal wenn das Telefon am Anfang noch versucht eine Mobilfunkverbindung aufzubauen, was Abwärme produziert. Das wäre übrigens ein weiterer offensichtlich gebotener Feldversuch, der von den Ermittlungsbehörden nicht durchgeführt wurde.


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gestern um 13:29
Zitat von TinchoTincho schrieb:Wir wissen nicht genau, wie lang es dauert, bis eine deutliche Veränderung von Außentemperatur und Temperaturmedium auf dem internen Baugruppenthermometer sichtbar wird.
Oder vielleicht doch - weil so wie ich den Gutachter von Frau Rick verstanden habe, muss man eigentlich davon ausgehen, dass der Temperaturabfall schon mindestens 1:20 min früher war, sprich die gesamte Kurve (oder zumindest die tieferen Werte) nach links geschoben werden muss.


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gestern um 13:40
Zitat von XluXXluX schrieb:Oder vielleicht doch - weil so wie ich den Gutachter von Frau Rick verstanden habe, muss man eigentlich davon ausgehen, dass der Temperaturabfall schon mindestens 1:20 min früher war, sprich die gesamte Kurve (oder zumindest die tieferen Werte) nach links geschoben werden muss.
Und dann passt wieder alles zusammen: Das Telefon war allerspätestens (erste deutlich reduzierte Temperatur um 02:33:35, Verzögerung um mindestens 00:01:20) um 02:32:15 vollständig im Wasser. Einen frühest möglichen Zeitpunkt kann man nicht wirklich festmachen, aber der neuralgische Zeitpunkt um kurz nach 02:31 ist da absolut drin.


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gestern um 13:47
Und dann stellt sich noch die Frage, worauf sich die 1:20 beziehen. Weil laut Deiner Tabelle (und Urteil) begann der deutliche Temperaturabfall ja von vornherein schon spätestens um 02:32:47:

Temperaturverlauf

In der Doku ist das leider etwas verwirrend mit der Durchmischung der Daten.


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gestern um 13:58
Zitat von XluXXluX schrieb:Und dann stellt sich noch die Frage, worauf sich die 1:20 beziehen. Weil laut Deiner Tabelle (und Urteil) begann der deutliche Temperaturabfall ja von vornherein schon spätestens um 02:32:47:
Ja, guter Punkt - mit dem Datenpunkt aus der zweiten Protokolldatei um 02:32:17 ergibt sich schon ein deutlicher erster Abfall bis um 02:32:47; und das wäre dann mit dem thermodynamischen Gutachten ein Kontakt mit dem Wasser spätestens um 02:31:27. Auf zwei Sekunden genau der Moment des Anrufs.
Zitat von XluXXluX schrieb:In der Doku ist das leider etwas verwirrend mit der Durchmischung der Daten.
Ja, zumal die anderen Daten ja eben nicht korrekt sind, was den Anruf angeht, und - zumindest nach meiner Ansicht - die Geodaten nicht erst um 02:33:35 auffällig werden. Da wurde die Doku und die darin behandelten Gutachten ein bisschen von der Realität überholt.


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