Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994
um 11:55Ja, aber wenn man die Situation kennt (im Sinne von: die Örtlichkeit damals selbst gesehen hat), kann man sich das in dem Fall nicht wirklich vorstellen. Der Hauptfahrweg geht nach oben, man weiß, dass die Jugendherberge oben ist und läuft dann in eine dreckige, dunkle Treppe die erkennbar seitlich vom Weg ab nach unten führt?Grillage schrieb:Ich finde das nicht so unlogisch. Wege und ja auch Strasse führen doch selten geradeaus einen Berg hoch, sondern orientieren sich oft am Terrain. Ich finde, dass es bei Fusswegrn, die einrn recht grossen Höhenunterschied überwinden , sogar recht oft vorkommt, dass man über kürzere Strecken zwischendurch eher seitlich zum Anstieg geht und dabei manchmal sogar auch wieder begab geht.
Sicher, Amy war fremd dort und kannte den Weg nicht, aber manche Sachen sind einfach unlogisch. Und mit einem fremden, älteren Mann in ein abgeranztes, dunkles Treppenhaus zu gehen, ist auch aus anderen Gründen wohl eher mit einer Hemmschwelle besetzt.
Natürlich kann man nicht ausschließen, dass sie freiwillig mitgegangen ist. Man weiß ja z. B. auch nicht, wie der Angeklagte damals gewirkt hat. Die bekannten Aussagen z. B. der Nachbarin lassen ihn ja eher unsympathisch-eklig erscheinen. Aber wer weiß, vielleicht konnte er in jüngeren Jahren auch charmant und locker wirken, so dass Amy ihm z. B. geglaubt hat, dass er ihr da jetzt etwas zeigen wird, was man sonst so nicht zu sehen bekommt.
Ich persönlich (!) tendiere eher dazu, dass da entweder massiv gelogen wurde oder doch schon Zwang im Spiel war.

