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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

7.855 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 13:41
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Woraus schließt Du das?
Das hatte ich doch alles geschrieben.
Es gab durch Hensel das Angebot, die Kinder nach Hamburg zu bringen für ein Gespräch. Das hat sie rigoros abgelehnt, weil Hensel die Kinder anschließend wieder mitnehmen wollte und nicht da lassen wollte.
Es wäre aber notwendig gewesen, überhaupt einmal mit den Kindern zu reden, auch wenn die Situation aus ihrer Sicht vielleicht nicht optimal gewesen wäre.
Wie du selbst angemerkt hast, spielte sich das ganze auch während der Coronazeit ab. Man hätte also auch noch darüber nachdenken können, die Kinder per Videocall zu befragen.
Ist auch nicht passiert.
Das finde ich unprofessionell.
Anders hätte es ausgesehen, wenn Hensel überhaupt nicht zugestimmt hätte, dass sie mit den Kindern spricht. Dem war aber nach ihrer eigenen Aussage eben nicht so.

Außerdem auch das hatte ich geschrieben. Finde ich es ausgesprochen um professionell aus den Aussagen beider Elternteile die ihr vorlagen, die einander widersprachen und die sie nicht verifizieren konnte, mal soeben abzuleiten, dass der Vater übertrieben habe und die Gefahr für die Kinder vom Vater aus gehe und nicht von der Mutter.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das kann für die Kinder eine sehr große Belastung sein.
Gewalt in der Erziehung ist auch eine sehr große Belastung und diese stand im Raum.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Mangelnde Kompromissbereitschaft, Hass, Dämonisierung auf beiden Seiten. Das überträgt sich auf die Kinder. Wer das negieren wollte, der verschließt die Augen.
Ja, ich habe das glaube ich bereits mehrfach geschrieben, dass ich das Verhalten beide Eltern im Vorfeld der Entführung absolut übel finde in Hinblick auf die Kinder.
Beide haben die Kinder in ihren paar Konflikt hineingezogen und das ist natürlich für die Kinder belastend.
Und, und auch das habe ich bereits mehrfach geschrieben, zu einer so hochkonflikthaften Eskalation zwischen den Eltern gehören immer beide.

Im vorliegenden Verfahren geht es aber im Kern um die brutale Entführung.
Ich bin ein bisschen müde, diese ewig gleichen Diskussionen im Tenor "Hensel, war aber auch scheiße" zu führen.
Ja, die haben sich da beide nicht mit Ruhm bekleckert.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber Hensel scheint mir schon auch (und schon davor) ein knallharter Zeitgenosse gewesen zu sein.
Auf jeden Fall hat er sich gegenüber der Mitarbeiterin beim Jugendamt. Auch unangemessen Verhalten. Hatte ich aber auch schon geschrieben, dass ich das extrem schräg finde, dass er offenbar darauf bestanden hat, die Gespräche aufzuzeichnen.
Natürlich führt das nicht zu einer entspannten Gesprächsatmosphäre.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:siehe seine Sabotage der familiengerichtlichen Begutachtung wie auch die Auseinandersetzungen zwischen 2014 und 2021.
Über die Auseinandersetzung zwischen 2014 und 2021 wissen wir doch relativ wenig oder?
Da haben die beiden offenbar ihre Kämpfe ununterbrochen weitergeführt, ohne irgendetwas nennenswertes zu unternehmen, um die Konflikte zu deskalieren.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 13:43
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Der wissenschaftliche Streit geht darum, ob es eine krankhafte Störung ist, die durch Zwangsumgang "geheilt" werden kann.
könntest Du das belegen, denn nach meinem Kenntnisstand ist das sogenannte PAS nur eine unbelegte psychologische Theorie, die keine wissenschaftliche Grundlage hat und deshalb abgelehnt wird.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 13:50
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nach meinem Kenntnisstand ist das sogenannte PAS nur eine unbelegte psychologische Theorie, die keine wissenschaftliche Grundlage hat und deshalb abgelehnt wird.
Ja.
Wobei der Terminus "psychologische Theorie" schon eine Aufwertung eines fachlich nicht haltbaren unwissenschaftlichen Konstrukts ist.
PAS ist ein fachlich widerlegtes Konstrukt, das ein Krankheitsbild beschreiben will.
(...)
.
Das Bundesverfassungsgericht hat PAS und vergleichbare Konzepte der sogenannten Eltern-Kind-Entfremdung im Jahr 2023 als „überkommen“ und „fachwissenschaftlich widerlegt“ bewertet.
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/sorgerechtsstreit-entscheidung-gegen-mutter-pas-vaeterrechtler-100.html


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 14:31
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nicht verstehen kann ich jedoch die Tat in ihrer konkreten Gestalt. "Aug' um Aug', Zahn um Zahn" ist nun mal kein Rechtssatz. Und was ich bis heute nicht verstehe: Was erwartete die Familie Block nach einer unfreiwilligen Rückkehr der Kinder T. und K.? Welche Reaktion der deutschen (und dänischen) Behörden erwarteten sie? Und welche Reaktion der beiden betroffenen Kinder? Glaubten sie wirklich, die Kinder würden - nur dem bösen Vater entrissen - der Mutter wieder in die Arme fallen? Und wie viel Zeit - glaubte man - dafür zu haben? Es war doch klar, dass schnell Polizisten an die Türe klopfen würden. Was war denn der Plan?
Ja, das kann ich auch nicht verstehen und begreifen.

Gerade aber weil ein so großer Aufwand betrieben wurde und so viele Mittel eingesetzt wurden (fernab der juristischen) macht es keinen Sinn. Eine gewaltsame, plumpe Entführung mit Spuren hätte sie schließlich billiger haben können, um es lapidar auszudrücken. Dass die Aktion und Gewaltanwendung, wie sie dann erfolgte, nicht nur krass traumatisierend für die Kinder war, sondern strafbar, musste sie gewusst haben. Davor musste sie auch gewarnt worden sein, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Es mussten doch über die Jahre sämtliche Varianten durchgespielt worden sein, wobei zumindest eine legale - nämlich dass die Kinder freiwillig mitkommen - übrigblieb.

In diesem Sinn - und so hat sie sich ja auch gestern geäußert - hat sie ja mE auch nie bestritten, dass sie diese ganzen Firmen beauftragt hat. Sie will nur diese konkrete Aktion nicht beauftragt haben. Mag vielleicht stimmen, dass sie über die Details nicht informiert war, aber einen Eventualvorsatz wird mir ihr schon unterstellen müssen.
„Auch David Barkay sollte genau das machen, er sollte Informationen bringen, sollte helfen. Ich habe alle Rechtswege beschritten. Immer wieder ging es mir darum zu fragen, wie ich die Kinder nach Hause geholt habe. So etwas wie diese Silvester-Aktion hätte ich nie in Auftrag gegeben.“
Quelle: https://www.bild.de/regional/hamburg/27-tag-im-live-ticker-was-sagt-das-jugendamt-ueber-christina-block-695e668e9c2c98991fda378b
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber Hensel scheint mir schon auch (und schon davor) ein knallharter Zeitgenosse gewesen zu sein. Siehe die Kommunikation mit dem Jugendamt, siehe seine Sabotage der familiengerichtlichen Begutachtung wie auch die Auseinandersetzungen zwischen 2014 und 2021. Von seinem Stil waren offenbar mehrere deutsche Behörden wenig angetan. Die Block'schen Maßnahmen verstärkten dann seine Konfliktbereitschaft. Und so schaukelte sich das auf.
In der Tat.
Der Verteidiger zitiert mehrere Schriftstücke, die den Vater in ein schlechtes Licht rücken. Verfahrensbeistände und Experten monieren die fehlende Kooperationsbereitschaft. Er übertrage seine Ängste auf die Mutter, unterbinde den Kontakt und dämonisiere sie. Hensel unterstelle allen Beteiligten Inkompetenz und verliere die Bedürfnisse der Kinder aus dem Blick. Die Zeugin bestätigt die damaligen Einschätzungen.
Anwalt Rieks will genauer wissen, wie die Tonalität Hensels gegenüber dem ASD war. "Das ging schon hoch her", fasst W. zusammen. Sie erinnert sich, dass auch eine Familienrichterin den Vater ermahnte, einen angemessenen Ton zu finden. Sonst müsse er den Gerichtssaal verlassen.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/richterin-will-chef-entfuehrer-aufrufen-ploetzlich-ergreift-christina-block-das-wort_67a527db-db21-4242-9f7d-9bcbdc653546.html
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Wobei der Terminus "psychologische Theorie" schon eine Aufwertung eines fachlich nicht haltbaren unwissenschaftlichen Konstrukts ist.
Demnach ist es also völlig unerheblich, wie sich der Vater über die Mütter und umgekehrt äußert? Völlig unerheblich, ob Lügen (ich unterstelle sie jetzt in concreto nicht SH, sondern ganz allgemein) über die Mutter oder den Vater behauptet werden? Es ist nicht möglich, durch sein eigenes Verhalten und eigene Erzählungen Kinder zu beeinflussen, Ablehnung oder Wohlwollen zu erzeugen?
Ob das nun ein wissenschaftlich anerkanntes Krankheitsbild ist oder nicht, aber diesen Umkehrschluss werden ja wohl auch keine Forscher ziehen.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 14:36
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Das hatte ich doch alles geschrieben.
Danke, dass Du es mir Deine Kritik nochmals erläutert hast.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ja, die haben sich da beide nicht mit Ruhm bekleckert.
Danke, um mehr geht es mir auch nicht.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Über die Auseinandersetzung zwischen 2014 und 2021 wissen wir doch relativ wenig oder?
Die angeblichen Vorfälle bei der Taufe lasse ich mal beiseite. Aber als besonders symptomatisch sehe ich die Anzeige gegen Eugen Block wegen des Hundebisses. Wohl so um 2015 und von Herrn Hensel proaktiv erwähnt. Wenn Familien nicht mehr in der Lage sind, ihre Streitigkeiten ohne Behörden und Gerichte zu lösen, dann dürfte es im Weiteren auch nicht harmonisch verlaufen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:könntest Du das belegen, denn nach meinem Kenntnisstand ist das sogenannte PAS nur eine unbelegte psychologische Theorie, die keine wissenschaftliche Grundlage hat und deshalb abgelehnt wird.
Da kann ich Dir nur das BVerfG zitieren:
Mit der vom Oberlandesgericht herangezogenen Eltern-Kind-Entfremdung wird auf das überkommene und fachwissenschaftlich als widerlegt geltende Konzept des sogenannten Parental Alienation Syndrom (kurz PAS) zurückgegriffen. Das genügt als hinreichend tragfähige Grundlage für eine am Kindeswohl orientierte Entscheidung nicht. Soweit ersichtlich besteht nach derzeitigem Stand der Fachwissenschaft kein empirischer Beleg für eine elterliche Manipulation bei kindlicher Ablehnung des anderen Elternteils oder für die Wirksamkeit einer Herausnahme des Kindes aus dem Haushalt des angeblich manipulierenden Elternteils (vgl. umfassend Zimmermann/Fichtner/Walper/Lux/Kindler, in: ZKJ 2023, S. 43 ff., und dies. in: ZKJ 2023, S. 83 ff.).
Quelle: BVerfG - 1 BvR 1076/23 - Beschl. v. 17.11.2023.

Mir geht es dabei um die These, Entfremdung sei eine Störung und gründe (immer) auf elterliche Manipulation und das Kind müsse aus dem Haushalt des manipulierenden Elternteils heraus genommen werden, um die Entfremdung "zu behandeln".

Diese These hat mit Kindeswohl nichts zu tun, im Gegenteil.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Wobei der Terminus "psychologische Theorie" schon eine Aufwertung eines fachlich nicht haltbaren unwissenschaftlichen Konstrukts ist.
Was "fachwissenschaftlich widerlegt" ist, wofür "nach dem derzeitigen Stand der Fachwissenschaft kein empirischer Beleg existiert", ist nicht "unwissenschaftlich".

Entfremdung ist ein Prozess, der m.E. zwangsläufig stattfindet wenn Kontakt abreißt oder verweigert wird. Die Gründe für einen solchen Prozess können ganz unterschiedlich sein. "Unwissenschaftlich" wird es dort, wo man mit Zwangsmaßnahmen die Kinder dem angeblich manipulierenden Elternteil entziehen soll und sie von dem Elternteil betreut werden sollen, gegen den es die Entfremdungstendenzen gibt. Fatal, wenn dieser Elternteil nicht in der Lage ist, Kindern Geborgenheit zu geben. Besonders schrecklich, wenn Missbrauch, Gewalt, Drogen, Zerrüttung im Spiel sind. Aber auch Umgang kann in solchen Fällen schreckliche Auswirkungen haben.

Diese These ist ein bewusstes Negieren der kindlichen Seele. Schwarze Pädagogik übelster Sorte. Und eine solche Konsequenz für wissenschaftlich richtig zu halten, ist unwissenschaftlich. Ja.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 14:57
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Demnach ist es also völlig unerheblich, wie sich der Vater über die Mütter und umgekehrt äußert? Völlig unerheblich, ob Lügen (ich unterstelle sie jetzt in concreto nicht SH, sondern ganz allgemein) über die Mutter oder den Vater behauptet werden? Es ist nicht möglich, durch sein eigenes Verhalten und eigene Erzählungen Kinder zu beeinflussen, Ablehnung oder Wohlwollen zu erzeugen?
Für eine psychologische oder moralische Bewertung des Verhaltens der Elternteile mag das von Belang sein. Natürlich hat das Verhalten - ob vorsätzlich, fahrlässig, bewusst oder unbewusst - einen Einfluss auf Kinder. Ein vom Ex-Partner zutiefst verletzter Elternteil wird seinen Kummer oder Angst nicht verbergen können (nicht gut). Wird von seinen Kindern vielleicht Zuspruch erhoffen oder verlangen (übel), besonders stark die Familie abschotten oder im schlimmsten Fall seinen Kindern auch Hass, Hetze und Häme vermitteln (auch übel).

SpoilerAber auch ohne böse Worte können Kinder befürchten, der betreuende Elternteil könne sich abwenden, sie nicht mehr lieben, wenn sie sich dem "bösen" anderen Elternteil ein Stück weit zuwenden. Und das ist dann echt schwierig, weil ich dem Elternteil kein echtes Fehlverhalten vorwerfen kann. Und ich kann die Ablehnung auch nicht mit Zwangsmitteln (wie sie die "Entfremdungstheorie" präferiert) "aufbrechen", die Kinder nicht dorthin prügeln. Da bräuchte es behutsam begleitende neutrale Therapie, die den Kindern Ängste nimmt, Kontaktaufnahme erleichtert und den betreuenden Elternteil mit einbezieht.

Das kann man aber derzeit alles vergessen. Erst mit zeitlichem Abstand zum Prozess könnte man darüber nachdenken.


Aber strafrechtlich hat der ganze Kram wohl nur Auswirkungen auf die Strafzumessung. Das war meines Wissens auch der Grund für die gestrige Vernehmung der Zeugin vom Jugendamt. Womit diejenigen Stimmen widerlegt sind, die das Thema gebetsmühlenartig als OT gebrandmarkt haben.

Die Schuldfrage in diesem Prozess hängt davon jedenfalls nicht ab. Frau Block wird sich nicht damit entschuldigen können, dass auch Herr Hensel "böse" war. Denn der Vater hat keine Straftaten begangen (evtl. mit Ausnahme eines Kindesentzugs, es gibt bekanntlich eine Anklage), zumindest keine, die in diesem Prozess verhandelt werden. Und die Kinder wollten offenbar bei ihm bleiben. Manipulation oder Dämonisierung hin oder her. Dafür wird man strafrechtlich nicht belangt.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 15:26
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber strafrechtlich hat der ganze Kram wohl nur Auswirkungen auf die Strafzumessung. Das war meines Wissens auch der Grund für die gestrige Vernehmung der Zeugin vom Jugendamt. Womit diejenigen Stimmen widerlegt sind, die das Thema gebetsmühlenartig als OT gebrandmarkt haben.
Ich glaube, in einem meiner ersten Beiträge hier in diesem Thread habe ich das geschrieben. Als es nämlich um die Frage ging, warum so unglaublich viele Zeugen zugelassen sind, die im Grunde nichts zum Tatgeschehen berichten können.


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gestern um 15:31
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb am 03.10.2025:Dass das Gericht so viele Beweisanträge zulässt, die scheinbar mit dem Tatvorwurf nichts zu tun haben, lässt mich mutmaßen, dass das Gericht das bei der Strafzumessung bei einer allfälligen Verurteilung berücksichtigt.
@Origines: Hier mein Beitrag vom 3.10.2025


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 15:38
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber als besonders symptomatisch sehe ich die Anzeige gegen Eugen Block wegen des Hundebisses. Wohl so um 2015 und von Herrn Hensel proaktiv erwähnt. Wenn Familien nicht mehr in der Lage sind, ihre Streitigkeiten ohne Behörden und Gerichte zu lösen, dann dürfte es im Weiteren auch nicht harmonisch verlaufen.
Im Tenor lastest du die Causa „Hund“ aber wieder SH an. Dabei gäbe es hier wiederum ebenso einen anderen Blickwinkel.

Das Tier war/ist offensichtlich ein Hovawart - mithin Hunde von beeindruckender Größe. Insbesondere aus dem Blickwinkel kleiner Kinder! Ausreichend Zutat für Angst - begründet oder unbegründet.

Hier kam hinzu, dass der Jüngste offenbar gebissen wurde. Also fortan definitiv Angst!

Kann es also nicht sein, dass der Vater seine Kinder schlicht schützen wollte? Kann es also nicht sein, dass den Patriarchen es aber einen feuchten Kehricht interessiert hat, was der „Nichtnutz“ dazu denkt?

Der Patriarch erwartet den Sonntags-Kotau der Kinder auf seinem Anwesen - furzegal, ob sie Angst vor dem Tier haben!

Kann es nicht sein, dass SH - allein gegen alle (vermutlich auch gegen die Kindesmutter, die sich vor Papi nicht gerade macht) stand? Kann es nicht sein, dass er sich und den Kindern nicht anders zu helfen wusste?

Wäre doch möglich. Genauso, wie die Möglichkeit besteht, dass SH aus Erfahrung gute Gründe hatte, die Gespräche mit dem - womöglich voreingenommenen - JA mitzuschneiden.

Genauso möglich, wie man auch sagen kann, weder SH noch die dänischen Sicherheitsbehörden waren paranoid in der Annahme eines Entführungsszenszenrios. Vielmehr war es die vorausschauende Annahme einer offensichtlich mehr als realistischen Möglichkeit.

Wir haben alle zwei Zeilen zu dem Hunde-Vorfall gelesen. Keiner kennt die Umstände. Auch ansonsten wissen wir nichts zur Zeit vor 2021.

Mangelndes diplomatisches Talent auf Seiten SH, ist vielleicht nicht zielführend. Aber auch hier pendelt sich die Waage in der Aufrechnung mit dem Clan - allen voran EB - durchaus ein, denke ich.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 15:55
Zitat von GernhardGernhard schrieb:. Genauso, wie die Möglichkeit besteht, dass SH aus Erfahrung gute Gründe hatte, die Gespräche mit dem - womöglich voreingenommenen - JA mitzuschneiden.
Es gibt keine Gründe Gespräche mit dem Jugendamt mitzuschneiden.
Es gibt immer die Möglichkeit, jemanden zu diesen Gesprächen mitzunehmen. Im Zweifelsfall hätte er Fragen können, ob er seinen Anwalt mitbringen kann.

Dass er möglicherweise begründete Sorge hatte, dass das Jugendamt nicht ganz unvoreingenommen ist, würde ich nicht ausschließen.
Aber darauf gibt es angemessene Reaktionen. Und er hatte seit Jahren ein Familienanwalt, mit dem er sich auch zu dieser Problematik hätte besprechen können.

Ich finde selbst in seiner Situation kann er sich nicht einfach alles erlauben.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Genauso möglich, wie man auch sagen kann, weder SH noch die dänischen Sicherheitsbehörden waren paranoid in der Annahme eines Entführungsszenszenrios. Vielmehr war es die vorausschauende Annahme einer offensichtlich mehr als realistischen Möglichkeit.
Ja, das sehe ich ganz genauso. Und das Szenario hat sich ja relativ früh abgezeichnet, wie wir mittlerweile wissen.
Schockiert mich jedes Mal, dass CB schon nach wenigen Tagen die Truppen losgeschickt habt, um die Familie auszuspähen.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 16:11
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Im Tenor lastest du die Causa „Hund“ aber wieder SH an. Dabei gäbe es hier wiederum ebenso einen anderen Blickwinkel.
Nein, ich habe den anderen Blickwinkel ("der sture Eugen Block lässt seinen bissigen Hund einfach frei laufen, obwohl da ein Säugling ist") schon mitgedacht.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Kann es also nicht sein, dass der Vater seine Kinder schlicht schützen wollte? Kann es also nicht sein, dass den Patriarchen es aber einen feuchten Kehricht interessiert hat, was der „Nichtnutz“ dazu denkt?
Kann es nicht sein, dass Herr Block ebenfalls nicht wollte, dass sein Hund seinen gerade 1-jährigen Enkel beißt? Und er sich vielleicht zu Recht nicht sagen lassen wollte, was der Vater dazu denkt?

Du weißt das nicht, sondern vertrittst eine Tendenz, Mutmaßungen. Und ich weiß es auch nicht. Aber symptomatisch für die Beziehung Block <-> Hensel zu diesem Zeitpunkt ist der Vorfall. Und das strahlt natürlich aus: Auf die Mutter, die Kinder, den Vater, die Kinder, den Großvater usw.

Die Luft war schon lange bleihaltig. Und Hensel eben genauso ein sturer Bock wie sein Schwiegervater. Eine schrecklich nette Familie. Alle.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 16:28
@Origines
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Und er sich vielleicht zu Recht nicht sagen lassen wollte, was der Vater dazu denkt?
Wieso „zu Recht“?


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gestern um 16:37
Zitat von OriginesOrigines schrieb:
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Kann es also nicht sein, dass der Vater seine Kinder schlicht schützen wollte? Kann es also nicht sein, dass den Patriarchen es aber einen feuchten Kehricht interessiert hat, was der „Nichtnutz“ dazu denkt?
Kann es nicht sein, dass Herr Block ebenfalls nicht wollte, dass sein Hund seinen gerade 1-jährigen Enkel beißt? Und er sich vielleicht zu Recht nicht sagen lassen wollte, was der Vater dazu denkt?
Wie meinst du das?
Ich erinnere mich, und habe eben noch einmal nachgesehen, dass am 05.12. hier auf den Seiten 315/316 ausführlich über den Vorfall mit dem Hund geschrieben wurde. Eugen Block hatte sich nach dem Biss geweigert, die Kinder vor dem Hund zu schützen und den vorgeschriebenen Weg einzuhalten, den er nach dem Vorfall hätte gehen müssen.

Und, btw, wenn ich nicht will, dass mein Hund meinen Enkel beißt, dann tue ich alles, um das in Zukunft zu verhindern.
Insofern verstehe ich deine Aussage nicht.


Hervorhebung von mir.


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gestern um 16:50
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Gerade aber weil ein so großer Aufwand betrieben wurde und so viele Mittel eingesetzt wurden (fernab der juristischen) macht es keinen Sinn. Eine gewaltsame, plumpe Entführung mit Spuren hätte sie schließlich billiger haben können, um es lapidar auszudrücken. Dass die Aktion und Gewaltanwendung, wie sie dann erfolgte, nicht nur krass traumatisierend für die Kinder war, sondern strafbar, musste sie gewusst haben.
Natürlich wusste sie, dass das strafbar ist, seine Kinder zu entführen. Keinesfalls durfte deshalb ein Kontakt zwischen ihr und den beauftragten Entführern bekanntwerden. Die engagierten ITler waren da ja erst mal völlig unverdächtig und sie konnte davon ausgehen, dass die unmittelbar nach der Entführung ihr Köfferchen packen und Deutschland verlassen würden. Soweit war der Plan auch geschickt angelegt. Dass man irgendwelchen Israelis hinterherermitteln würde, das hatte sie wohl nicht auf dem Schirm. Und noch weniger dürfte sie mit den Aussagen von Barkay gerechnet haben.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 17:27
Zitat von emzemz schrieb:Natürlich wusste sie, dass das strafbar ist, seine Kinder zu entführen. Keinesfalls durfte deshalb ein Kontakt zwischen ihr und den beauftragten Entführern bekanntwerden. Die engagierten ITler waren da ja erst mal völlig unverdächtig und sie konnte davon ausgehen, dass die unmittelbar nach der Entführung ihr Köfferchen packen und Deutschland verlassen würden. Soweit war der Plan auch geschickt angelegt. Dass man irgendwelchen Israelis hinterherermitteln würde, das hatte sie wohl nicht auf dem Schirm. Und noch weniger dürfte sie mit den Aussagen von Barkay gerechnet haben.
Bereits am 3.1 wurde ein Haftbefehl erlassen. Die Akteure sind identifiziert, der Ablauf der Entführung meiner Wahrnehmung nach unbestritten - ob die Israelis selbst angeklagt werden können, wird ja nicht ihre Hauptsorge gewesen sein. Sie wird auch ein Ergebnis vor Augen gehabt haben, das anders ist als ein Prozess und traumatisierte Kinder, die sofort zurückgebracht werden. Dem Umstand, dass die Cousine die Kinder holte, sie Kontakte zu den Entführern hatte, sie keinen Moment eine von ihr nicht beauftragte Entführung von Dritten angedacht hat, wurde ja nie etwas entgegengesetzt und das alles steht ja für sich. Sie wusste also, dass die Kinder von dem von ihr beauftragten "Team" zurückgebracht wurden.
Viel Vertuschung oder Planung im Vorfeld wie bei einer Geheimdienstoperation hat ja wohl nicht stattgefunden. Dazu gibt es doch viel zu viele eindeutige Datenspuren. Ganz im Gegenteil: Sie hat vorher offensiv jeden Kanal bedient, der ihr zur Verfügung stand, um deutlich zu machen, dass sie ihre Kinder "zurückholen" (bewusst gewäht, aber damit will ich niemanden triggern, der den tatsächlichen Ablauf vor Augen hat) möchte. Also: Warum hätte sie sich laut Anklage für eine derartige Beauftragung entscheiden sollen, die im Desaster enden MUSS? Es macht keinen Sinn für mich.


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gestern um 17:39
Zitat von LanzaLanza schrieb:Die Einschätzung vom WELT Reporter Petersen, der die Vorgeschichte für "super wichtig" findet und zusammen mit Moderatorin Droste die menschliche Sicht der Mutter beleuchtet.
Dieser Beitrag ist ein Abbild der Diskussion, die hier zum Teil geführt wird, und - ich drücke das mal so aus - immer wieder zu Diskrepanzen führt. Sowohl Herr Petersen als auch Frau Droste fanden die Vorgeschichte "super wichtig" aus menschlicher Sicht. Herr Petersen räumte jedoch auf Nachfrage der Moderatorin ein, dass er davon ausgehe, dass diese Vorgeschichte aus juristischer Sicht keine Rolle spielen werde. Diese Auffassung teile ich. Natürlich "verkauft" sich der private Hintergrund für die Medien besser als irgendwelche juristischen Feinheiten. Das wollen die Leute lesen.

Auch hier ist es so. Ich "picke" jetzt mal @Lanza und @Origines heraus (ohne eure "Linie" zu werten). Euch ist insbesondere die "menschliche Seite" wichtig: wie konnte das passieren? - wer hat wann Fehler gemacht? - das kann doch nicht richtig gewesen sein, wie SH sich verhalten hat! - usw..

Den meisten Teilnehmern der Diskussion (einschließlich mir) geht es mE aber hier um das, worum es auch in diesem Verfahren, das ja das Thema dieses Threads ist, geht. Der (Straf)-"Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u.a.. Und da geht es darum, wer an der brutalen Entführung der Kinder beteiligt war bzw. hierfür verantwortlich ist.

Wenn man beleuchten möchte, was in der Beziehung und der Trennung der ehemaligen Eheleute falsch gelaufen ist, benötigt man Informationen, die vermutlich (und hoffentlich) nicht an die Öffentlichkeit kommen werden. Hierzu sind einzelne MEINUNGEN bekannt, neben der von CB und SH hat hier RA Uecker im Podcast einiges mitgeteilt. Wenn man das aber einigermaßen seriös aufarbeiten möchte, ist das ohne Kenntnis der finanziellen Auseinandersetzungen im Rahmen der Scheidung (und des kurz zuvor unterzeichneten Ehevertrages, der lt. Uecker offensichtlich angreifbar war), der Kenntnis der emotionalen Situation der Eheleute im Zeitpunkt der Trennung und nachdem SH wohl recht zeitnah eine neue Partnerin gefunden hat, der Situation der Kinder vor und nach der Trennung usw. usw., nicht möglich. Da bewegt man sich im spekulativen Bereich, denn keiner der beiden Protagonisten ist verpflichtet, auf Vorwürfe oder Äußerungen der anderen Seite zu reagieren. Das ist auch gut so. Nicht umsonst schützt unser Rechtssystem familienrechtliche Verfahren dadurch, dass sie in nichtöffentlicher Verhandlung zu führen sind. Eine Klärung dieser Fragen ist für das Strafverfahren nicht notwendig. Entscheidend sind hier ausschließlich die familienrechtlichen Entscheidungen, die getroffen worden und wie diese juristisch zu bewerten sind (sprich: wer hatte wann das Sorgerecht, wer hatte wann das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht - hierzu hat sich das BVerfG verhalten, RA Uecker hat hierzu im Podcast seine Rechtsauffassung mitgeteilt). Wichtig ist auch, ob die Kinder durch die Entführung durch die Firma des David B. in die Gefahr einer erheblichen Gefährdung ihrer seelischen Entwicklung gebracht wurden. Hierzu wurden und werden die Mitarbeiter des Jugendamts befragt, die jedoch bisher mangels direktem eigenen Kontakt zu den Kindern hierzu aus eigener Wahrnehmung nichts beitragen konnten.

Und hier ist eben die Diskrepanz in der Diskussion in diesem Forum, da es unterschiedliche Diskussionsebenen gibt. Diese werden auch nach einem Urteilsspruch nicht beseitigt werden, denn dieser "Fall" beschäftigt aus unterschiedlichen Blickwinkeln eine Vielzahl von Menschen und die Presse bedient das Interesse. Auch die Verteidigung der Angeklagten bewegt sich, absolut nachvollziehbar, auf diesem Terrain.

Um auf die Einschätzung des Journalisten Petersen zurückzukommen, die ich teile: so interessant und "super wichtig" die Bewertung der "menschlichen Seite" sein mag, für die juristische Bewertung dieses Falls ist sie (mit den oben bezeichneten Ausnahmen) keine Rolle.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 17:45
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Also: Warum hätte sie sich laut Anklage für eine derartige Beauftragung entscheiden sollen, die im Desaster enden MUSS?
Dieses Desaster konnte sie nicht voraussehen. Wie letztendlich Barkay und Mitarbeiter den Job erledigen, war für sie nicht absehbar. Ich denke, da hat sie einfach vertraut, dass die Entführung inklusive Alpakahof professionell „abgewickelt“ wird.
Das Desaster ist doch erst im Laufe der Ermittlungen deutlich geworden.

Ich denke CB hat darauf vertraut, dass die, wie sie es nannte, Rückführung, wie geplant über die Bühne geht, sie in HH das Zepter schwingt und die Anwälte, LKA- Beamten und Damen vom JA dirigiert und letztendlich über das Gutachten von Rücker wieder in den „Besitz“ der Kinder kommt.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 17:49
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Den meisten Teilnehmern der Diskussion (einschließlich mir) geht es mE aber hier um das, worum es auch in diesem Verfahren, das ja das Thema dieses Threads ist, geht. Der (Straf)-"Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u.a.. Und da geht es darum, wer an der brutalen Entführung der Kinder beteiligt war bzw. hierfür verantwortlich ist.
Das ist ein guter Punkt in den vielen Seiten hier. Danke fürs Aufwerfen, ich möchte eine gegenteilige Wahrnehmung schildern: Mein Interesse an diesem für mich (als Nichtdeutsche) damals nur rudimentär bekannten Fall wurde erst durch die für mich (wiederum als Nichtdeutsche) sehr eigenartige Vermengung von Recht und Sympathien zur Familie Block ausgelöst. Meiner Meinung nach hat Frau Block juristisch einiges zu verantworten, aber die zahlreichen menschlichen Charakterverfehlungen der gesamten Familie Block, die hier aktiv und beherzt diskutiert wurden und werden, teile ich nicht.


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gestern um 17:55
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Dieses Desaster konnte sie nicht voraussehen. Wie letztendlich Barkay und Mitarbeiter den Job erledigen, war für sie nicht absehbar. Ich denke, da hat sie einfach vertraut, dass die Entführung inklusive Alpakahof professionell „abgewickelt“ wird.
Du meinst, sie hätte eine verdecktere" Entführung vor Augen gehabt, wo sie nicht in Verdacht geraten könnte, obwohl sie nicht mal so getan hat, als hätte sie Angst um ihre Kinder, als sie diese abgeholt hat?


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 18:04
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Es gab also (auch oder ausschließlich) einen Auftrag an Barkay hinsichtlich der Kinder.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Das ist mir auch beim Lesen direkt ins Auge gesprungen, dass sie das jetzt zum ersten mal selber eingeräumt hat.
Das fiel mir auch direkt auf. Wahrscheinlich wird sie sich, sollte es nochmal Thema werden, aber darauf rausreden, dass es nur um nebensächliche Informationsbeschaffung ging, Überprüfung der Richterin oä.
Glaubt man den Wahrnehmungen darüber, was CB in ihrer Erklärung am gestrigen Tage laut LTO von sich gegeben haben soll:
Vor diesem Hintergrund habe sie versucht, sich selbst ein Bild vom Zustand der Kinder zu machen, sie zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Die Beauftragung von Sicherheitsfirmen, insbesondere auch von Cyber Cupula unter David Barkay, habe allein dem Ziel gedient, die Kinder in Sicherheit zu bringen und ihren Schutz zu gewährleisten.
Quelle: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-aussage-jugendamt-hensel-unkooperativ

... geht das noch weit über das hinaus, was andere Medien geschrieben habe.

Generell ist es so, dass die Wahrnehmungen über das in Aussagen Mitgeteilte bei Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung häufig nicht übereinstimmen. Daher ist es auch interessant, die unterschiedlichen und zum Teil gegensätzlichen Inhalte der "Liveticker" zu beobachten. Das ist ein Problem, was immer wieder zu der Forderung führt, dass Strafprozesse audiovisuell (wie das in vielen anderen Ländern der Fall ist) aufgezeichnet werden. Ob und wann das kommt, steht in den Sternen. Am Ende ist das entscheidend, was der Gericht wahrgenommen hat.

Sollten die Wahrnehmungen von LTO und Gericht übereinstimmen, wird sich CB hier schwer revidieren können. Das würde schon ein Nachweis dafür sein, dass es einen Auftrag an David B. gab, "die Kinder in Sicherheit zu bringen", der ja bisher in Abrede gestellt wurde. Eine immer wieder dem Beweisergebnis neu angepasste Aussage wird natürlich entsprechend gewertet. Eine vor sich spontan hinplaudernde (verteidigte) Angeklagte habe ich noch nie erlebt. Da fragt man sich schon: wer hat das zu verantworten? Aber letztendlich muss die Frage nicht beantwortet werden. Die Fakten sprechen für sich und werden bereitwillig von der Kammer in der Urteilsbegründung herangezogen werden.


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