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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

7.883 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 22:01
Zitat von antheanthe schrieb:Dass sie die Perspektive, die Gefühle und durchlittenen Nöte ihres Kindes in dieser Situation null sieht, sondern es scheinbar vorrangig um schulische Leistungen geht.
Danke. Das sehe ich gar nicht, aber okay.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 22:04
Zitat von antheanthe schrieb:Wenn CB drei Tage nach einer gewalttätigen Entführung von zwei ihrer Kinder mit dem Jugendamt hauptsächlich über die problematische schulische Entwicklung des jüngeren Kindes und ihre eigenen wahrgenommenen Schwierigkeiten mit dessen neuer Schule redet, dann ist das für mich ein Fall von absolut schrägen Prioritäten. Das käme in meinem Universum so ungefähr an zwanzigster Stelle.
Das sehe ich genauso. Aus Erfahrung weiß ich, dass Kinder sich im allgemeinen genervt fühlen, wenn die lieben Verwandten (die Omas, Opas, Tanten, Onkel) immer und immer wieder die gleichen Fragen stellen: "Naaa, und wie läuft’s so in der Schule?"

Dass in diesem Prozess nun sogar öffentlich die schulischen Leistungen von Theo ausgewalzt werden, finde ich persönlich daneben!


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gestern um 22:09
@klara.verstand
Da war ganz kurz ein anderer Beitrag von dir sichtbar, kommt der nochmal?
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Danke. Das sehe ich gar nicht, aber okay.
Mich würde interessieren was du siehst.


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gestern um 22:15
Nein, ich versuche Angriffspunkte zu vermeiden, was meinst du?


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gestern um 22:22
@klara.verstand
Ich sehe es ähnlich wie @anthe. Und mich stört so ein bisschen Polemik auch nicht.


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gestern um 22:37
Passt! Die (pseudo)unterhaltsamen lese ich auf Instagram! Hier habe ich sie nicht erwartet.


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gestern um 23:06
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Die Kinder waren nur wenige Tage nach der Obhut bei CB, sie wurden nahezu umgehend zu SH zurückgebracht. Dass das nach der Tat überhaupt so schnell erfolgt ist, ist mE eher positiv zu bewerten. Ein etwaiges Systemversagen lässt sich für mich nicht erkennen.
Da kann ich dir überhaupt nicht folgen. Es ist bereits vor der Rückkehr von CB und den Kindern am 2.1. nach HH ermittelt worden. Es gab schon Ermittlungen am oder im Haus der CB am 1.1., bei denen Delling der Polizei mitgeteilt haben soll, er wisse nicht, wo sich CB aufhalte. Die Polizei hat am Abend zumindest ein Foto von CB und SCHLAFENDEN! Kindern über Dr. C. erhalten.

Gleichzeitig stand bereits in der Presse, dass die Kinder in Dänemark GEWALTSAM entführt wurden. Am 3.1. erließ Dänemark einen europäischen Haftfefehl gegen CB wegen Freiheitsberaubung und gef. Körperverletzung.

Und in dieser Situation spaziert die Polizei im Haus der CB ein und aus und befragt die Kinder nicht - weder danach, was ihnen passiert ist noch ob sie Hilfe benötigen. Wie lange wäre das weitergegangen, hätte das OLG nicht zeitnah entschieden?

Das war mE ein Totalversagen der Ermittlungsbehörden. Die waren in der Lage und hielten es für notwendig, in der Folgewoche eine umfangreiche Durchsuchungsaktion wegen des Tatvorwurfs durchzuführen. Die Interessen der minderjährigen Opfer einer offensichtlichen Straftat wurden noch nicht mal erfragt. Vielmehr „kümmern“ sich JA-Mitarbeiterinnen, die sich am 1. Tag nach 2-3 Minuten abweisen lassen. Die wurden nach Aussage der Zeugin Nr. 2 von LKA-Beamten am Tag 1 (2.1.) „vorgelassen“.

Es wurde hier schon mehrfach besprochen: keine Untersuchung der Kinder nach Kenntnis des Tatablaufs zu erwartenden Verletzungen, keine Befragung durch die Polizei (die Kinder befanden sich in Obhut der Person, gegen die ein europäischer Haftbefehl bestand!). Das ist völlig ungewöhnlich, mutmaßliche oder hier offensichtliche Opfer einer Straftat derart im Stich zu lassen.

Die Kinder waren fast 5 Tage!!!! ihrer Freiheit beraubt! Jede einzelne Minute in dieser Zeit ist eine zu viel. Das finde ich unglaublich! Aber Polizeibeamte werden dazu gehört werden, man wird hören, wer diese Zurückhaltung zu verantworten hat.


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gestern um 23:25
@LeonardodV

Ab wann war denn mutmaßlich erst klar, dass man nicht von einer legitimen Rückführung ausgehen konnte?

Das Bashing gegen die EBs finde ich hier fehl am Platz.

Der erste formale Akt fand ja auch nach Deiner Darstellung erst am 03.01. statt durch die Ausstellung des Haftbefehls.


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gestern um 23:28
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Das war mE ein Totalversagen der Ermittlungsbehörden.
Du hast da vollkommen Recht!
MMn ist genau das wieder der Kontext (Reichtum, Macht, Privilegien, Status...) den ich schon öfter angesprochen habe:
die Wechselwirkung aus "Polizei traut sich (erstmal) nichts gegen Block zu tun" und "Block traut sich (deshalb) Dinge zu tun" (Reihenfolge beliebig, Polizei ersetzbar durch Jugendamt).
Ich bin fest davon überzeugt, dass das Jugendamt sowie das LKA bei anderen Personen komplett anders vorgegangen wären.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Das finde ich unglaublich! Aber Polizeibeamte werden dazu gehört werden, man wird hören, wer diese Zurückhaltung zu verantworten hat.
Das hoffe ich. Und ich hoffe, dass klar wird, warum niemand die Kinder gesprochen und angehört hat!
Wobei ich bezweifle, dass weder das JA, noch das LKA ihre Fehler eingestehen werden.

Mittlerweile finde ich es ziemlich klug von Klara den Befragungstermin verschoben zu haben!
Erstmal alles anhören und dann gezielt zum Abschluss alles ins wahre Licht rücken...


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gestern um 23:35
Zitat von LanzaLanza schrieb:Der erste formale Akt fand ja auch nach Deiner Darstellung erst am 03.01. statt durch die Ausstellung des Haftbefehls.
Nein, durch den Beginn der Ermittlungen auf Ersuchen der dänischen Behörden in den Morgenstunden des 1.1., als die Polizei am Haus der CB war. Sie fand im übrigen nach ihrer Aussage „unglaublich“, dass sie VON DER POLIZEI nicht über die Entführung informiert wurde.

Zu diesem Zeitpunkt gab es ein Ermittlungsverfahren zumindest gegen UNBEKANNT, die Opfer waren allerdings befragt.

Delling ja auch, der hatte aber leider auf Anweisung der CB sein Telefon nicht dabei.

Bashing gegen Ermittlungsbehörden - gegen einen solchen Vorwurf verwehre ich mich!


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um 00:10
Ok ein EMV aus Dänemark. Wird sowas immer 1zu1 übernommen? Oder prüfen die hiesigen EB solch einen Antrag auf nationales Recht?

Knackpunkt ist doch wann aus einer vermeintlich legitimen Rückführung eine Entführung wurde?

Das können doch wohl kaum die EBs in der Kürze einschätzen
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Das war mE ein Totalversagen der Ermittlungsbehörden
Und daher finde ich, passt dieser Vorwurf nicht.


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um 00:43
Zitat von LanzaLanza schrieb:Ok ein EMV aus Dänemark. Wird sowas immer 1zu1 übernommen? Oder prüfen die hiesigen EB solch einen Antrag auf nationales Recht?

Knackpunkt ist doch wann aus einer vermeintlich legitimen Rückführung eine Entführung wurde?

Das können doch wohl kaum die EBs in der Kürze einschätzen
Sorry, am besten du liest dich erst mal zu den Dingen ein, die damals passiert sind. Das wurde alles offen kommuniziert - sowohl wann in Deutschland Ermittlungen eingeleitet wurden, wie die deutschen Behörden auf den Europäischen Haftbefehl reagiert haben und auch wann das war. Du diskutierst hier ohne Kenntnis des Ablaufs der einzelnen Verfahren in Deutschland und in Dänemark, beispielsweise die in der Nacht zum 1.1. direkt an die Polizei in Dänemark übermittelten und aufgezeichneten Aufnahmen des Alarmknopfes. Ich meine hier noch nicht mal Zeugenaussagen oder sonstige Ermittlungsergebnisse.

Ein notwendiger Weg, einen Tatablauf "einzuschätzen" ist die Befragung möglicher Tatopfer. Wenn mutmaßlich entführte Tatopfer in meinem Zugriffsbereich sind, habe ich mich als Ermittlungsbehörde um diese zu kümmern, sie zu befragen, sie zu "retten", sofern sie diesen Wunsch haben usw.. Das war ausschließlich den deutschen Ermittlungsbehörden möglich, da die Kinder nach Deutschland verbracht wurden. Hätten die Kinder als mutmaßliche Tatopfer gesagt: alles supi, wir warten schon seit Jahren auf diesen Tag - dann hätte es zunächst im Hinblick auf das Wohl der Kinder keinen Handlungsbedarf gegeben. Auch das ist letztendlich für dieses Verfahren bzw. die mögliche Bestrafung der Angeklagten nicht relevant. Schaun wir mal, ob sich die Befragung der Staatsanwaltschaft, die kein Verständnis für das Vorgehen der Mitarbeiterinnen des JA hatte, wiederholt, wenn die unter ihrer Anleitung tätigen Polizeibeamten befragt werden. Ich vermute allerdings, dass die Vorsitzende entsprechende Fragen bereits stellen wird. Dieses Verfahren wurde mutmaßlich von Beginn an, d.h. vom 1.1.an, von der Staatsanwaltschaft geführt, gegebenenfalls sogar unter Einbindung bzw unter Führung der Generalstaatsanwaltschaft.

Ich verstehe nicht, was daran nicht zu verstehen ist. Wenn du die menschliche Seite in dieser Sache so wichtig findest, versuche dich doch mal in die Situation der Kinder zu versetzen, die 10 und 13 Jahre alt waren, als sie entführt wurden.


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um 00:56
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:die in der Nacht zum 1.1. direkt an die Polizei in Dänemark übermittelten und aufgezeichneten Aufnahmen des Alarmknopfes. Ich meine hier noch nicht mal Zeugenaussagen oder sonstige Ermittlungsergebnisse.
Habe doch vorhin schon EMV aus Dänemark gesagt.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Hätten die Kinder als mutmaßliche Tatopfer gesagt: alles supi, wir warten schon seit Jahren auf diesen Tag - dann hätte es zunächst im Hinblick auf das Wohl der Kinder keinen Handlungsbedarf gegeben.
Diesen Anschein hat es wohl gegeben. Friedlich Konsole spielen etc.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Dieses Verfahren wurde mutmaßlich von Beginn an, d.h. vom 1.1.an, von der Staatsanwaltschaft geführt, gegebenenfalls sogar unter Einbindung bzw unter Führung der Generalstaatsanwaltschaft.
Hm. Da sind alle so verfügbar und können das einschätzen?

Es wurde ja korrekt an die Polizei übermittelt. Ggf. kommt bei denen dann an, aufgrund des OLG, dass es eine legitime Rückführung auch sein könnte?


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um 02:14
Passt gerade zu den Aussagen der Ja-Mitarbeiterin, finde ich.
Umstrittenes BuchRowohlt geht Väterrechtlern auf den Leim

Der Rowohlt Verlag will mit einem Buch über Eltern-Kind-Entfremdung ein vermeintliches Tabu brechen. Nach Kritik an Desinformation rudert er zurück.
Quelle: https://taz.de/Umstrittenes-Buch/!6143384/

Es geht um "PAS" und seltsam, die "Autorin" erlitt scheinbar genau CB´s Schicksal
Nachwort von umstrittenem Kinderpsychologen

Der Ehrenvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, wandte sich direkt an Rowohlt: „Ich würde mir wünschen, wenn Sie sich nicht durch umstrittene Experten aus welcher Szene auch immer manipulieren ließen. Streit um gefühlte Eltern-Kind-Entfremdung nützt in aller Regel nur Gutachtern, die hierzu vor Gericht für viel Geld Stellung nehmen sollen.“

Letzteres war eine Anspielung auf den Bremer Kinderpsychologen Stefan Rücker, der bei der Entstehung des Buchs von „Thea Talbusch“ eine wichtige Rolle spielte. Er ist einer der wichtigsten Lobbyisten der Väterrechtsbewegung in Deutschland. Er hat die Buchautorin nach eigenen Angaben vor etwa fünf Jahren kennengelernt und spricht von „Jahren der Zusammenarbeit“. Rücker hat für das Buch ein elfseitiges Nachwort verfasst. Auf der Rückseite des Buchumschlags sollte er mit der Empfehlung zitiert werden: „Was Thea zu sagen hat, muss hinaus in die Welt.“
..........

https://taz.de/Umstrittenes-Buch/!6143384/


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um 05:54
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Passt gerade
Reminder: Das WDR-Interview mit Rücker aus 2024 ist nur noch bis Anfang nächsten Monats abruf- und downloadbar:
Lisas Paarschitt: Der Beziehungs-Podcast mit Lisa Ortgies | 08.02.2024 | 35:12 Min. | Verfügbar bis 07.02.2026 | WDR Online

Der Streit um die Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block macht Schlagzeilen. Wie kann ein Konflikt so eskalieren und wie verkraften das die Kinder? Das fragt Lisa den Psychologen Dr. Stefan Rücker, der in dem Fall als Gutachter tätig ist.
Quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr/paarschitt/audio-stefan-ruecker-der-fall-block---worum-gehts-beim-kindeswohl-100.html


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um 07:28
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:vorliegenden Verfahren geht es aber im Kern um die brutale Entführung.
Ich bin ein bisschen müde, diese ewig gleichen Diskussionen im Tenor "Hensel, war aber auch scheiße" zu führen.
Ja, die haben sich da beide nicht mit Ruhm bekleckert
Das ist einer der Knackpunkte dieser Diskussion, da bin ich absolut bei dir. Ich habe auch noch von keinem User hier gelesen, dass es auf Seiten von SH nicht auch Fehlverhalten im Vorfeld der Entführung gegeben hat. Niemand hier stellt ihm einen Persilschein aus. Dennoch sind all das Punkte, die in einen evtl Prozess gegen ihn gehören, nicht in den laufenden gegen CB. Und ich schrieb es ja auch schon öfter - selbst wenn SH das größte Arschloch auf Erden wäre, die brutale Entführung der Kinder, Körperverletzung etc wäre dadurch dennoch nicht legitimiert.

Andernfalls könnte man diese Argumentation ja auf jede Art von Straftat anwenden. Eskalierende Konflikte gibt es immer wieder, meistens gibt es eine Vorgeschichte.

Der Bankraub könnte damit entschuldigt werden, dass die Bank das Konto des Täters sperrte, er somit in eine Situation kam, in der er nicht anders handeln konnte.

Die Körperverletzung gegenüber seiner Frau könnte der Täter damit rechtfertigen, dass sie ihn provozierte, nörgelte, stichelte, und er keine andere Wahl hatte, als ihr den Mund zu stopfen.

Wahrscheinlich würde jeder einer solchen Verteidigungsstrategie den Vogel zeigen. Aber bei CB sieht es plötzlich anders aus, wenn eine Entführung, Körperverletzung usw damit gerechtfertigt werden soll, dass SH sich im Vorfeld nicht korrekt verhielt und ihr deswegen keine andere Wahl blieb? Frei nach dem Motto - er verstieß gegen Gesetze, also darf ich das auch?
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Ich bin fest davon überzeugt, dass das Jugendamt sowie das LKA bei anderen Personen komplett anders vorgegangen wären.
Fehlentscheidungen gibt es immer wieder, auch bei Behörden. Das sollte nicht passieren, passiert dennoch. Aber ich habe hier auch das Gefühl, dass der Name, der Ruf der Familie etc evtl eine Rolle spielten. Die Kinder bei CB zu lassen, trotz europäischem Haftbefehl, nur weil sie evtl unauffällig wirkten, kann keine Rechtfertigung sein.


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um 10:04
Zitat von leonorleonor schrieb:Wieso „zu Recht“?
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Wie meinst du das?
Ich erinnere mich, und habe eben noch einmal nachgesehen, dass am 05.12. hier auf den Seiten 315/316 ausführlich über den Vorfall mit dem Hund geschrieben wurde. Eugen Block hatte sich nach dem Biss geweigert, die Kinder vor dem Hund zu schützen und den vorgeschriebenen Weg einzuhalten, den er nach dem Vorfall hätte gehen müssen.
Den Satz hatte ich nicht richtig ausformuliert. Natürlich musste sich der Großvater mit dem bissigen Hund vom Vater (und Mitsorgerechtsinhaber) des betroffenen Kleinkindes (T.) etwas sagen lassen. Aber der Vater kann ihm jetzt auch nicht diktieren, wie er konkret mit seinem Hund umzugehen hat. Sondern nur verlangen, dass Gefährdungen des Kleinkindes ausgeschlossen sind. Am Ende war es so, dass Eugen Block wohl 2.000 Euro Geldauflage (§ 153a StPO) zahlen musste - und das kann nur wegen des Bisses (fahrlässige Körperverletzung) gewesen sein. Und nicht weil er den Forderungen des Vaters nicht nachgekommen ist.

Aber ich halte es für lebensnah, wenn Herr Block auch kein Interesse daran gehabt hätte, dass der Hund nochmal T. beißt.

Mir geht aber nicht um irgendwelche Sorgfaltspflichtverletzungen, sondern dass schon zu diesem frühen Zeitpunkt keine problemlösende Kommunikation mehr möglich war. Offenbar auch nicht zwischen den Elternteilen, sonst hätte man das intern gelöst.
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Auch hier ist es so. Ich "picke" jetzt mal @Lanza und @Origines heraus (ohne eure "Linie" zu werten). Euch ist insbesondere die "menschliche Seite" wichtig: wie konnte das passieren? - wer hat wann Fehler gemacht? - das kann doch nicht richtig gewesen sein, wie SH sich verhalten hat! - usw..

Den meisten Teilnehmern der Diskussion (einschließlich mir) geht es mE aber hier um das, worum es auch in diesem Verfahren, das ja das Thema dieses Threads ist, geht. Der (Straf)-"Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u.a.. Und da geht es darum, wer an der brutalen Entführung der Kinder beteiligt war bzw. hierfür verantwortlich ist.
Ob es die meisten Teilnehmer sind? Hier wird seitenweise über E. Block, C. Block, Delling, RA Bott usw. abgelästert, die charakterlichen Eigenschaften seziert, oft sehr abgewertet, gerade im Hinblick auf eine "privilegierte" Stellung der Familie Block, ihren Reichtum natürlich. Klassisches Boulevard-Verhalten, viele Beiträge triefen ganz schön vor Häme und könnten auch Leserkommentare auf bild.de sein. Oder Fans des "Team Hensel".

Es gibt auch eine ganze Reihe differenzierter Stimmen (eigentlich sind die überwiegend), die aber auch die Aspekte des Falles unterschiedlich beleuchten und bewerten. Je nach persönlichen Präferenzen und auch Kompetenzen. Du @LeonardodV widmest Dich intensiv den (verfahrens-)rechtlichen Fragestellungen. Dafür bin ich Dir sehr dankbar, denn dann muss ich mich damit nicht so beschäftigen oder der Welt die StPO erklären. ;-) Mein Blickwinkel ist zudem ein persönlicher, oder wurde immer persönlicher, je mehr ich darüber erfuhr. Was ich auch nicht verschweige. In meinem Fall kam es nicht zu schwerkriminellen Handlungen, aber auch zu Straftaten, zum Einsatz der Polizei, zur Entfremdung mit jahrzehntelangem Kontaktabbruch usw. Dabei denke ich, dass ich über die Jahrzehnte einen ziemlich abgeklärten Blick auf diese Ereignisse gewonnen habe.

Die kriminalpsychologische Frage, wie es hier zur Eskalation bis hin zu dieser Entführung kam, ist unabhängig von meiner Betroffenheit notwendiger Bestandteil für ein Verständnis von der Tat. Deshalb hat das Gericht ja auch gestern die erste Zeugin befragt. Die Vorgeschichte wird in diesem Prozess immer wieder thematisiert werden. Der Nachweis der Schuld umfasst ja nicht nur die Erfüllung eines Straftatbestandes. Sondern auch die Bewertung, wie groß die Schuld ist. Für den Betroffenen wie auch für die Öffentlichkeit ist ja oft nicht entscheidend, ob jetzt § x oder § y erfüllt sind, sondern wie das Strafmaß ist. Wenn ich das richtig im Kopf habe beträgt der mögliche Strafrahmen nach Anklageschrift 1 bis 10 Jahre.

Ob es für eine (Straf-)Verteidigung vernünftig ist, dass Frau Block ihren Mann immer wieder angreift und für Dinge beschuldigt, die hier nicht verhandelt werden, und vermutlich auch keine strafrechtliche Relevanz haben, ist eine andere Frage. Du siehst das zu Recht sehr kritisch. Die Angeklagte tut es fortlaufend, vermutlich weil das die einzige Verteidigung ist, die sie emotional vorstellt: "Ich konnte nicht anders, bitte versteht das doch!" Und zugleich behauptet sie: "Ich wollte das nicht, eigentlich habe ich nichts damit zu tun." Genau das wird aber bei Gericht nichts fruchten, weil das begangene Unrecht dadurch nicht geringer wird und sich mangelnde Einsichtsfähigkeit immer negativ auswirkt.

Während ich anfangs eine Bewährungsstrafe noch für wahrscheinlich gehalten hatte, ist die Tat im Prozessverlauf immer monströser geworden, hat Züge organisierter Kriminalität (die aber nur auf eine Tat gerichtet war). Mittlerweile bin ich gedanklich auch bei Hausnummern, die von Beobachtern immer wieder mal in den Raum gestellt werden. Aber mich interessiert halt die Sachverhaltsaufklärung der Tat selbst (wer hat wann mit wem was besprochen, wie viel Geld ist geflossen usw.) eher sekundär. Das Prozessgeschehen wird hier so gut aufbereitet und beleuchtet, dass ich mir ab und an die Freiheit erlaube, an beiden Elternteilen Kritik zu üben. Die Situation, wie sie jetzt ist und von September 2021 bis Dezember 2023 schon war, ist für die Kinder eine Katastrophe. Und das liegt eben nicht nur alleine an der Entführung oder den unangemessenen Handlungen der Mutter, auch wenn nur sie strafrechtlich belangt wird, weil nur sie Straftaten begangen hat (ich bin ja der Auffassung, Hensel hat ab August 2021 keine Kindesentziehung begangen, wenn die Kinder sich geweigert haben, zur Mutter zurückzufahren).


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 11:09
Danke, @Origines. Ich stimme Dir zu und gehöre hier auch zu den Mitlesenden mit einer immer auch noch etwas anderen Lesart. Ich schrieb bereits, dass Nachtrennungs- und narzisstische Gewalt (inklusive Täter-/Opfer-Umkehr und Umfeldmanipulation durch "Flying Monkeys") vorkommen und massiv Eltern in ihrer Wahrnehmung für kindliche Bedürfnisse beeinträchtigen und damit ihre Kinder nachhaltig traumatisieren können - sogar in weniger dramatischen Fällen wie diesem hier. Ich schrieb auch bereits, wie sehr narzissistisches Verhalten einen Menschen "zur Weißglut" bzw. auch höchst irrationalem Verhalten treiben kann. Mich irritiert, wie hier weiterhin jedes Fitzelchen "anti-Block" zu großen spekulativen Bösewichtsszenarien aufgebläht, jedes neue Detail zu dem "auch undiplomatischen" Verhalten des "weißen Ritters" SHs jedoch schweigend stehen gelassen oder mit Inkompetenz der Behörden oder Irrelevanz zum Fall wegdiskutiert wird. Ich liste die Chronologie hier nicht nochmal auf, aber (als 1 Beispiel) er hat spätestens mit der frühen Anmeldung der Kinder in der dänischen Schule direkt Tatsachen geschaffen, CB dann von dort verweisen lassen - alles mit dem Argument, die Kinder hätten angst vor ihr, er hat die Notfallknöpfe beantragt, was auch für Kinder angst vor der ander;) en Person verstärkt, sämtliche Kommunikation dazu mit dänischen Behörden lief (wie man in Interviews/bei Jens Hovsgaard lesen kann) über AH als Übersetzerin. ihr könnt das alles mit einbeziehen oder nicht. Ich kann CB nicht als so eiskalt sehen, wie sie hier von vielen dargestellt wird. Sie hat eben Geld und Macht, da braucht man nicht neidisch zu werden. Der edle Ritter hatte das Spiel auch jahrelang mitgespielt. Ihre Position ermöglicht ihr mehr Ressourcen in dieser Auseinandersetzung, die sie allerdings, vorsichtig gesagt, offenbar suboptimal eingesetzt hat.

Womit ich zur Sache komme: Es ist gut vorstellbar, dass sie die Entführung vielleicht nicht direkt beauftragt aber zumindest "gebilligt" hat. Es gab ja auch den Druck wegen der anstehenden finalen Entscheidung zum Sorgerecht. Entscheidend ist, wie hier schon gesagt, wo war der Kipppunkt, wo wurde die Rückholaktion zur Gewaltaktion? Und was wusste CB wann dazu?

Normalerweise gehe ich doch nicht davon aus, dass Kinder überhaupt gewaltsam zur Mutter zurückgeführt werden müssen oder dabei mit Gewalt reagieren, die dann eskaliert. Wenn CB davon ausging, dass SH die Kinder "manipuliert" habe, dann glaubte sie selbst, dass sie ihre Mutter eigentlich vermissen würden. Die Frage ist doch: Wann wurde ihr klar, dass die Kinder die Alarmknöpfe trugen, dass Klara brutal behandelt worden war, dass sie Todesängste hatten? Auf dem Alpakahof? Hatten Barkay & Olga ihr gesagt, es sei alles supi verlaufen? Sie ging davon aus, dass SH die Kinder sofort wieder "haben" wollen würde (warum blieb sie eigentlich überhaupt in HH?), na klar, aber ab wann wusste sie, was in der Nacht wirklich geschehen war?
Die Situation stelle ich mir absurd und schrecklich vor, und auch verunsichernd für die MA vom JA. Dann spricht sie mit ihr eben über das Thema Schule, weil sie vielleicht damit auch direkt wieder Tatsachen schaffen will - wie SH damals in Dänemark. Für mich klingt so ein Verhalten durchaus plausibel. Wer geht denn davon aus, dass _so etwas_ wie diese Entführung mit so viel Gewalt passiert sein könnte? Und - eine These: Diese Gewaltspirale könnte maßgeblich eskaliert sein, aufgrund von SHs radikaler Umgangsverweigerung, selbst den Großeltern gegenüber. Derartige Trennungsgewalt mag nicht justiziabel sein, aber, sollte es hier eine Rolle spielen, hoffe ich, dass das Gericht das zumindest beim Strafmaß mit anerkennt.

So, jetzt könnt ihr mich hier auch steinigen ;) bzw., ich wünsche mir hier eine wirklich offene Diskussion, ohne persönliche Angriffe. Im Familienrecht liegt einiges im Argen und ist diskussionswürdig. Ich verfolge den Fall, weil ich hoffe, dass sich hier doch noch einmal etwas bewegt - und den Blick auf das Wohl der Kinder nicht verliert. Und vielleicht auch, dass die Richterin am Ende beiden Eltern einmal deutlich sagt: So geht das alles jedenfalls nicht!


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 11:21
Zitat von mrs_beeblebroxmrs_beeblebrox schrieb:Es ist gut vorstellbar, dass sie die Entführung vielleicht nicht direkt beauftragt aber zumindest "gebilligt" hat
Wie stellst du dir das vor, gebilligt, aber nicht direkt beauftragt? Es gibt doch eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder hat sie sie in Auftrag gegeben oder eben nicht. Alles andere klingt wieder nach - die haben sich selbst beauftragt und das dürfte doch mittlerweile wirklich überholt sein? Es gibt entsprechende Tagebucheinträge, es gab Treffen, es floß Geld, es gab eine WA Gruppe, Überwachung der Hensels usw. Kannst du, unter Einbeziehung dieser Tatsachen mal ausführen, wie du das genau meinst? Dass SH zu schaden kommen könnte, muss ihr ja auch klar gewesen sein.


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um 11:28
Sie könnte von Plänen gewusst, aber bewusst nicht interveniert haben - oder auch bewusst herausgehalten worden sein. Es gibt ja da noch ein paar andere aktive potentielle "Agenten". - Ich sage nicht, dass ich das Ganze nicht auch hanebüchen als Plan wahrnehme und wie das hätte gut aussehen sollen, ist mir auch unklar. Aber sie hatte ja auch schon sehr viel anderes versucht. Nur, dass es so brutal werden würde, vor allem für die Kinder, das glaube ich wirklich nicht, dass sie sich das so hatte vorstellen können.


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