Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.
gestern um 18:1416.36 Uhr: In der abschließenden Bewertung bleiben die Anwälte ihrer Linie treu. Der Tag habe deutlich gezeigt, dass das Jugendamt in Hamburg vor und nach der Silvesternacht "naheliegende und für das Kindeswohl essenzielle Fragen nicht gestellt hat", sagt Hensel-Anwalt Christoph Henckel. Die Mitarbeiter hätten es nicht für nötig befunden, zu fragen, wie die Kinder überhaupt zurück zur Mutter kamen. Der Anwalt stellt Unwillen, Unfähigkeit oder Überforderung in den Raum. Das könne in einem Strafverfahren jedoch nicht geklärt werden.
Die Folge daraus allerdings sehr wohl: "Der Versuch der Verteidigung, das Jugendamt als Kronzeugen aufzubauen, ist ungeeignet." Es habe keine objektive und vollumfängliche Untersuchung des Sachverhalts gegeben. Er habe volles Vertrauen in die Sachverständige, das einzuordnen.
Verteidiger Ingo Bott bedient sich der Worte seines Kollegen Rieks: "Das war ein absoluter Meilenstein in diesem Verfahren." Die Aussagen der beiden Zeuginnen hätten alle Schilderungen der Nebenklage zur Vorgeschichte des Familienstreits widerlegt. "Wir haben absolut wichtige Dinge erfahren", unterstreicht Bott. Die konkrete Gefahr für das Kindeswohl, die Vorsätzlichkeit und die Gefährdung der seelischen Entwicklung der Kinder sei vom Vater ausgegangen. Die Ansicht hätten mehrere Fachkräfte vertreten: "Menschen, die mit den Kindern und Herrn Hensel gesprochen haben."
Auch einen anderen Aspekt hält Bott hoch. "Die Gewaltvorwürfe sind heute implodiert", sagt er über die Anschuldigungen gegen seine Mandantin. Zudem habe Zeugin sehr wohl deutlich gemacht, dass das Konzept der Entfremdung in ihrer Berufspraxis eine Rolle gespielt habe. Viel mehr hätten die Kinder nach der Rückkehr nach Hamburg einen normalen, ungezwungenen und offenen Eindruck auf die Fachkräfte erweckt. Das widerspreche auch der Darstellung der Nebenklage, dass die Kinder keinen Umgangswunsch mit der Mutter gehabt hätten. "Das spricht nach Jahren des Einbehaltens zu 100 Prozent dagegen", sagt Bott.
Soll heißen: Die Argumentation der Nebenklage funktioniert aus Sicht der Verteidigung nur, wenn das gesamte Hamburger Hilfssystem diskreditiert wird. Daran will sie nun Zweifel säen, um die Vorwürfe der Anklage zu entkräften.Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/richterin-will-chef-entfuehrer-aufrufen-ploetzlich-ergreift-christina-block-das-wort_67a527db-db21-4242-9f7d-9bcbdc653546.html
Ich habe mir gerade die gestrigen Statements durchgelesen. Einem solchen Gerichtsverfahren zu folgen, ist garnicht so leicht….
Bott spricht davon, dass die Gewaltvorwürfe implodiert seien. Und von SH die Gefährdung der seelischen Entwicklung ausgegangen sei.
Gab es jetzt tatsächlich keine Klapse auf den Hinterkopf und andere übergriffige Erziehungsmethoden mehr?





