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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

13.165 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

24.03.2026 um 15:34
Zitat von OriginesOrigines schrieb:habe (oder zu Bott ins Boot gestiegen bin), nur weil ich mit Worten einen Gedanken spinne
Das habe ich nun wirklich nicht gedacht, dass du zu Bott ins Boot gestiegen bist :D
Es ist mir auch nicht verborgen geblieben, dass deine Haltung ihm gegenüber eher kritisch ist.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Das finde ich in der Tat bemerkenswert! Ist das womöglich ein Hinweis, dass die Verteidigungsstrategie Costards tatsächlich in Richtung „alles rechtmäßig“ gehen soll?
Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass das seine Argumentationslinie im Plädoyer werden wird.
Das wäre wirklich sehr dünnes Eis.
Denn selbst wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass eindeutig wäre, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht auch zu dem Zeitpunkt noch innehatte, wäre das natürlich kein Rechtfertigungsgrund für die nachfolgenden Gewalttaten.
Ich habe auch in Erinnerung, kann es leider aber nicht belegen, dass die Staatsanwaltschaft irgendwann mal gesagt hat, auch sie sei bei den Ermittlungen davon ausgegangen, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe. Man habe auf dieser Grundlage angeklagt.
Vielleicht kann sich jemand an diese Aussage erinnern. Ich weiß wirklich nicht mehr, wo ich das gelesen habe.


Warum der Anwalt heute mit diesem unnützen Einwand kam, ist mir allerdings auch überhaupt nicht klar.
Ich gehe mal davon aus, dass im Fall einer Entführung und der unmittelbar anschließenden Ermittlungen ganz klare Prioritäten auf Seiten der Polizei gesetzt werden. Und Prio ist natürlich auf jeden Fall die Kinder unversehrt und lebend aufzufinden.
Wer zu dem Zeitpunkt der Entführung das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und wo die Kinder rechtmäßig hingehören, kann man immer noch näher beleuchten, wenn die Kinder sicher aufgefunden worden sind.
Für mich ist das nur eine weitere Nebelkerze.
Vielleicht um die Arbeit der Polizei kritisch darzustellen o.ä.
Ich gehe eigentlich schon davon aus, dass mit den Anmerkungen irgendetwas vorbereitet werden soll.
Letztlich fügt sich das ein in die Argumentationsblase, die die ganze Zeit aufgepumpt wird auf der Block Seite.
Ich wiederhole jetzt nicht noch mal, die ist ja allen bekannt.

Dass man damit ein bestimmtes Bild in der Öffentlichkeit zeichnen möchte, okay.
Aber strafrechtlich, wie oben geschrieben, dünnes Eis.
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/

Das würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass es dazu auch keine Berichterstattung gibt.
Das finde ich eigentlich gut, auch wenn ich natürlich wahnsinnig neugierig auf die Aussagen wäre.
Insbesondere die Aussagen zu den Stofftieren, dem Pullover etc.
Das wäre nach meiner Einschätzung schon ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass CB im Vorfeld wusste, dass die Entführung stattfinden wird. Und es würde vermutlich sehr, sehr schwierig, dass irgendwie weg zu erklären.
Auch wenn Bott behauptet, es gäbe dafür eine "ganz einfache" Erklärung.


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24.03.2026 um 15:38
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24.03.2026 um 15:46
@two-cents
Irgendwie ist dein Beitrag weg.
Du hast recht! Sorry.
Im Text steht „der Nebenklagevertreter“.

@Origines
Danke für deine ausführliche Erklärung! Jetzt ist es für mich verständlich.


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24.03.2026 um 15:53
Zitat von leonorleonor schrieb:Philipp v.d. Meden hat heute von dem perfekten Verbrechen gesprochen.
Heute am 42. Verhandlungstag war lediglich Stefan Hensels 2. Verteidiger Dr. Christoph Henckel anwesend.

24.03.2026 m. Dr. Christoph Henckel
Zitat von leonorleonor schrieb:Im Text steht „der Nebenklagevertreter“.
Ja, genau, aber anhand des Fotos ist klar, dass damit nicht v. d. Meden gemeint sein kann. MOPO hätte es klarer formulieren sollen.


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24.03.2026 um 16:06
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Kriminalitätsbelastung in diesem Milieu ist sehr gering, beschränkt sich vermutlich auf Steuerhinterziehung oder findet versteckt und unentdeckt hinter den Mauern ihrer Häuser statt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Natürlich ist das so. Dazu gibt zig kriminologische und kriminalwissenschaftliche Untersuchungen und Analysen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir wollen hier doch nicht diskutieren, was es für Thesen zur "Kriminalität" gibt.
Nein, das wollen wir tatsächlich nicht.
Ich hatte einzig auf deinen Beitrag reagiert zur Kriminalitätsbelastung in diesem Milieu. Und „sehr gering“ sehe ich nach wie vor als kritische Aussage.


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24.03.2026 um 16:13
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Und „sehr gering“ sehe ich nach wie vor als kritische Aussage.
Im Vergleich schon. Junge alleinstehende Männer ohne Schulabschluss sind halt nun mal nach allen Zahlen, die wir haben, viel kriminalitätsbelasteter als Frauen um die 50, die Kinder, einen Hochschulabschluss und ein gut gefülltes Bankkonto haben.

Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und darauf kam es mir an.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Das habe ich nun wirklich nicht gedacht, dass du zu Bott ins Boot gestiegen bist :D
Klar, ist ja auch eindeutig ein sinkendes Schiff... ;)


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24.03.2026 um 16:38
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.


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24.03.2026 um 16:50
Zitat von KTGKTG schrieb:
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Tja - jetzt sitzen sie in der Zwickmühle!

Entweder zählen (für sie dann erstmalig!!) Kindeswohl und Prozessbeschleunigung - oder aber die eigene Agenda ist erneut wichtiger…


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24.03.2026 um 17:03
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Ahhh, vielleicht war das ja der eigentliche Plan: Die Polizei trifft die Mutter im Hotel an und verschafft ihr somit selber das Alibi.
Das finde ich eine sehr spannende Theorie von Ringlnatz. Ich setze noch einen drauf:
Die Polizei war so clever, CB nicht sofort zu besuchen, und hat bewusst abgewartet, weil sie hofften, dass sie sich auf den Weg macht und sie zu den Kindern führt. Und ihr erstmal einen "zeitlichen Vorsprung" gegeben. Bzw. die dänische Polizei hat das so gewünscht. Was haltet ihr von dieser Theorie?


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24.03.2026 um 17:08
Übrigens eine Frage lässt mich seit Anbeginn des Prozesses nicht los:

Wenn es Christinas größter (verständlicher) Wunsch war, die Kinder nach der "Zurückbehaltung" wieder zu sehen bzw. mit ihnen zu sprechen und die Vorwürfe aufzuklären....
....warum um Gottes Namen hat sie sich nicht einfach - noch am Sonntag Abend - ins Auto gesetzt und ist selber nach Dänemark gefahren zum Haus von SH und hat dort ihn zu Rede gestellt bzw. mit den Kindern gesprochen. Wenn ich die Mutter wäre ich hätte mich ab diesem Tag jeden Tag auf gemacht von Hamburg nach Dänemark und dort geklingelt und vorgesprochen. Ganz ohne Begleitung von Security etc.

Es war doch völlig unnötig 100.000ende Euro teure externe Detektive zu engagieren um zu "prüfen ob die Kinder noch leben".... sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?


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24.03.2026 um 17:25
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:. sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?
Eine besitzergreifende und vielleicht hysterische Mutter hätte das vermutlich so machen können, wie von Dir beschrieben, eine liebende eher nicht; einer liebenden Mutter wäre es ein Anliegen, das Kind/die Kinder nicht in einem zugespitzten Elternkonflikt zu zermahlen.
Wenn das Kind/die Kinder beim anderen Elternteil leben wollen, ist das zu respektieren.

Eine Annäherung kann nur durch die Kinder selbst erfolgen, wenn man als „verlassener“ Elternteil Gesprächsbereitschaft signalisiert hat.
So sehe ich das.


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24.03.2026 um 17:29
Zitat von KTGKTG schrieb:Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Ich dachte, dass es deshalb kaum eine Chance hätte. Aber ausgerechnet IB hatte heute gesagt, dass er den Entwurf prüfen müsse aber dann sehr wahrscheinlich zustimmen werde. Die Verteidiger würden die Vernehmungsbeamte trotzdem in Anschluss befragen können.

Die Richterin hatte auch erklärt, dass die Vernehmungen ca. 15 weitere Verhandlungstage beanspruchen würden. Ich denke alle werden dem Selbstleseverfahren hier zustimmen.

Falls es so passiert: Werden die Aussagen der Kinder dann nicht öffentlich ausser im Prozess wird daraus zitiert?


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24.03.2026 um 17:32
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:....warum um Gottes Namen hat sie sich nicht einfach - noch am Sonntag Abend - ins Auto gesetzt und ist selber nach Dänemark gefahren zum Haus von SH und hat dort ihn zu Rede gestellt bzw. mit den Kindern gesprochen. Wenn ich die Mutter wäre ich hätte mich ab diesem Tag jeden Tag auf gemacht von Hamburg nach Dänemark und dort geklingelt und vorgesprochen. Ganz ohne Begleitung von Security etc.

Es war doch völlig unnötig 100.000ende Euro teure externe Detektive zu engagieren um zu "prüfen ob die Kinder noch leben".... sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?
Mal die Frage nach dem Geschlecht außen vor gelassen, jeden Tag vor der Tür zu stehen, bedeutet sicher Stress für Kinder und setzt sie damit einem Loyalitätskonflikt aus. Aus meiner Sicht zwar nachvollziehbar, aber keine gute Lösung.

Ob die Kinder noch leben ordne ich als CB typische Dramaturgie ein. Ich weiß nicht, wo sie den Ansatz für ein derartiges worst case Szenario gesehen hat.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:
Zitat von KTGKTG schrieb:
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Tja - jetzt sitzen sie in der Zwickmühle!

Entweder zählen (für sie dann erstmalig!!) Kindeswohl und Prozessbeschleunigung - oder aber die eigene Agenda ist erneut wichtiger…
Es wäre zumindest anständig, würden sich die Verteidiger der StA anschließen.
Und CB hätte darüberhinaus die Chance eine Erklärung abzugeben, in der sie eindeutig unterstützt, dass die Kinder nicht noch weiter belastet werden ;)


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

24.03.2026 um 18:02
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:....warum um Gottes Namen hat sie sich nicht einfach - noch am Sonntag Abend - ins Auto gesetzt und ist selber nach Dänemark gefahren zum Haus von SH und hat dort ihn zu Rede gestellt bzw. mit den Kindern gesprochen. Wenn ich die Mutter wäre ich hätte mich ab diesem Tag jeden Tag auf gemacht von Hamburg nach Dänemark und dort geklingelt und vorgesprochen. Ganz ohne Begleitung von Security etc.
Das hätte sie schon viel eher machen sollen und zwar zügig nachdem die Kinder in DK geblieben sind. Was die Kinder wollten wusste sie doch, eine Entschuldigung und das Versprechen sie nicht mehr so rüde zu behandeln. Wahrscheinlich war das zu einfach und zu billig, vermute ich.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

24.03.2026 um 18:04
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Wenn das Kind/die Kinder beim anderen Elternteil leben wollen, ist das zu respektieren.
Ja das stimmt absolut. Aber genau das respektiert sie ja gerade nicht sondern sagt aus, die Kinder seien dort wo sie sind in Gefahr und müssen unbedingt zu ihr zurück.

Ich meinte oben nicht wörtlich "jeden Tag vor der Türe stehen" das war eher so gedacht: Einmal reicht ja mit den Kindern zu sprechen, aber sie hat es nicht ein einziges Mal versucht.

Was mich zur nächsten Frage bringt: Seitdem Sie die Kinder einige Tage seit Silvester 2024 gesehen hat und mit ihnen verbracht hat... spätestens da hatte sie doch VIEL Zeit mit ihnen zu sprechen, und die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich selber ein Bild davon zu machen wie es ihnen beim Vater geht... ob die Kinder die Mutter wirklich verstoßen haben... was der Grund für den Umzugswunsch war.... und um welche Gewaltvorwürfe es ging... und ob sie wirklich entfremdet waren usw.

Sie kann doch nicht nur Mikado gespielt haben und Playstation.

Was hat sie denn all die Tage mit den Kindern gesprochen, wenn sie all dies bis heute nicht weiß und IMMER noch denkt die Kinder sind bei SH in Gefahr und müssen dort Weg.
Das will mir nicht in den Kopf.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

24.03.2026 um 19:05
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Ahhh, vielleicht war das ja der eigentliche Plan: Die Polizei trifft die Mutter im Hotel an und verschafft ihr somit selber das Alibi.
Das finde ich eine sehr spannende Theorie von Ringlnatz. Ich setze noch einen drauf:
Die Polizei war so clever, CB nicht sofort zu besuchen, und hat bewusst abgewartet, weil sie hofften, dass sie sich auf den Weg macht und sie zu den Kindern führt. Und ihr erstmal einen "zeitlichen Vorsprung" gegeben. Bzw. die dänische Polizei hat das so gewünscht. Was haltet ihr von dieser Theorie?
Hm, auf mich wirkt das Ganze eher ungeplant und mit einer gehörigen Prise Zufall versehen, und mit einer noch größeren Prise Naivität und Kopflosigkeit.
Viel Kalkül sehe ich da eher nicht.

Zum einen war die Tat an sich nicht wirklich planbar, zumindest nicht en Detail, zum anderen hat mE der entstandene Druck ein wirklich rationales Handeln verhindert, es wirkt eher kopflos auf mich. Ich hatte das weiter oben schon mal geschrieben:
Ich glaube schon, dass die Durchführung an sich auf jeden Fall geplant war, also die Rückholung der Kinder. Man hatte die Sylvesternacht als "günstigen" Zeitpunkt ausgemacht, aufgrund der Hinweise, dass die Familie dort am Hafen sich das Feuerwerk anschaut.
Dieses setting hat sicherlich erstmal Vorteile: es ist laut, die Leute sind abgelenkt durch Partys, Feiern usw. eventuell schon nicht mehr ganz nüchtern - das sind erstmal günstige Voraussetzungen.
Was man aber nicht vorhersehen konnte war: - gehen die Hensels überhaupt raus zum Hafen?
- wenn ja: wer ist alles dabei? (AH, der Sohn von ihr, eventuell noch Partygäste usw.). Oder vielleicht nur SH mit Klara. Oder ganz allein.
- wer ist vielleicht noch am Hafen? Wär ja blöd, wenn plötzlich halb Grasten auf dieselbe Idee käme und viele Leute sich dort aufhalten , eventuell auch noch eingreifen
Das sind ja alles Faktoren, die die Durchführung behindert oder sogar verunmöglicht hätten, zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Nach dem "erfolgreichen Zugriff" wusste man nicht
- wie weit man überhaupt kommt, ob man nicht vielleicht schon in DK in die Arme der Polizei gelaufen wäre oder in D auf der Autobahn eventuell angehalten worden wäre usw.
Da sind einfach zu viele Komponenten, die nicht vorhersehbar und somit nicht 100%ig planbar waren.

Da man nicht wusste, ob die Aktion überhaupt glückt zu diesem Zeitpunkt, konnte man auch nicht im Vorfeld beispielsweise Zugverbindungen zum Alpakahof buchen.

Ich gehe schon davon aus, dass CB mit Olga in der Sylvesternacht Kontakt gehabt hatte (ist das nicht auch irgendwo belegt?). Zumindest wird Olga ja CB, die auf heißen Kohlen gesessen haben muss, in irgendeiner Form informiert haben kurz, dass "es" nun am laufen ist.
Es wäre in der Tat auffällig gewesen, wenn CB sofort um 1:00h aufgebrochen wäre zum Alpakahof. Schließlich wusste man nicht, ob man dort auch unbehelligt ankommt.
Also muss die Verabredung gewesen sein: sobald wir am Hof eintreffen, geben wir das "Go-Signal" an CB, dass sie sich auf den Weg machen darf.
So lange musste CB noch so tun als ob nix wär, alles andere wäre zu auffällig.
Normales Verhalten bedeutete: ganz normal ein paar Gläschen Wein trinken (hat eventuell auch geholfen, um die Anspannung zu ertragen?), das Hotel repräsentieren, sprich: smalltalk, Anstoßen auf's Neue Jahr usw. Auf diese Weise die Zeit zu überbrücken, hat ja auch was. Besser als an den Nägeln knabbernd und mit den Füßen scharrend irgendwo alleine (maximal noch mit Gernhard) in der Bude hocken - und warten.
Ab Zeitpunkt Abholung erscheint es mir, dass da relativ wenig wirklich geplant war, außer, dass CB zum Hof kommt, ihre Kinder freudig auf sie zurennen - und alles ist gut.
Nicht vergessen: man wähnte sich auf der rechtlich sicheren Seite! Kury und Costard und diverse Anwälte waren sich einig, Kubicki fand es auch ungerecht, Ex-BNDler haben nicht wirklich ein Veto eingelegt... Heißt: man war offensichtlich überzeugt, dass, wenn man dann Kontakt zur Polizei hat, das Ganze Mißverständnis der deutschen und dänischen Justiz plausibel erklären könnte und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Die Polizei entschuldigt sich für die Belästigung und zieht beruhigt wieder ab, schließlich ist Recht und Ordnung wieder hergestellt (aus Blockscher Sicht).
Womit man glaube ich NICHT gerechnet hat, ist die Tatsache, dass es plötzlich einen Europäischen Haftbefehl gegeben hat und die "Rückführung" als kriminelle Handlung bewertet hat.
Somit hat das ganze dann eine komplett andere Wendung genommen - ich meine mich zu erinnern, dass es Anrufe auf dem Hof gegeben hat, CB hat mit AC (?) telefoniert, danach war alles "ganz schrecklich" - und es wurde hektisch. Geplanter einwöchiger Detox-Aufenthalt auf dem Hof wurde kurzfristig abgeblasen und die Reise nach HH angetreten. GD war ja in HH verblieben - der könnte dann z.B. den Transfer mit der Cousine organisiert haben usw.

Zu Deiner Theorie mit der Polizei als Alibi: glaube ich somit nicht dran. Zu dem Zeitpunkt im Elysée, also zwischen 0 und 10h war man, denke ich, noch in voller Überzeugung, dass alles "rechtens" sei. Wozu dann also ein "Alibi"? Das brauchte man erst, als auf dem Alpakahof durch die hektischen Telefonate klar wurde, dass es wohl doch nicht so "rechtmäßig" war wie angenommen. Oder vielmehr herbeigewünscht.


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24.03.2026 um 19:13
@SirLouis: Wow, das ist eine gute ausführliche treffende Zusammenfassung, die Staatsanwaltschaft kann diesen Teil abschreiben für Ihre Plädoyer bzw. Philipp von der Meden :-)


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24.03.2026 um 19:15
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir wollen hier doch nicht diskutieren, was es für Thesen zur "Kriminalität" gibt. Oder wie das "Dunkelfeld" bei Straftaten geschätzt werden kann. Was statistisch in der PKS erfasst wird. Oder ob Ordnungswidrigkeiten (OWi) Straftaten sind.
Keine Ahnung was du willst, ehrlich gesagt - ich habe nur mit meiner Sicht darauf reagiert.
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:Was haltet ihr von dieser Theorie?
Naja, mein Ansatz war eher ironisch gemeint - deshalb das langgezogene Ahhhh. 😉


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24.03.2026 um 19:26
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:Was mich zur nächsten Frage bringt: Seitdem Sie die Kinder einige Tage seit Silvester 2024 gesehen hat und mit ihnen verbracht hat... spätestens da hatte sie doch VIEL Zeit mit ihnen zu sprechen, und die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich selber ein Bild davon zu machen wie es ihnen beim Vater geht... ob die Kinder die Mutter wirklich verstoßen haben... was der Grund für den Umzugswunsch war.... und um welche Gewaltvorwürfe es ging... und ob sie wirklich entfremdet waren usw.
Du stellst absolut die richtigen Fragen. Zumindest aus dem Blickwinkel eines normalen, vernunftbegabten und in der Realität lebenden Menschen.

Allerdings stellt sich die zweite Frage nach CBs Logik eben nicht. Würde es doch voraussetzen, eine eigene (Mit)Schuld im Bereich des Möglichen zu sehen.

So funktioniert Block-Logik aber nicht. Blocks sagen immer die Wahrheit, also haben Blocks auch immer Recht - also KANN sie doch hinsichtlich der Ihr vorgeworfenen schwarzen Pädagogik auch keine Schuld haben.

Zudem war sie Anfang Januar schon längst in den Fängen des besorgten Entgifters. Und der hatte nun mal ganz spezielle Vorstellungen, wie in diesen Tagen mit den Kindern zu verfahren war.


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24.03.2026 um 19:29
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:Was hat sie denn all die Tage mit den Kindern gesprochen, wenn sie all dies bis heute nicht weiß und IMMER noch denkt die Kinder sind bei SH in Gefahr und müssen dort Weg.
Und das denkt sie eben nicht wirklich. Das möchte sie nur die Außenwelt glauben machen.


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