Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.
um 15:34Das habe ich nun wirklich nicht gedacht, dass du zu Bott ins Boot gestiegen bist :DOrigines schrieb:habe (oder zu Bott ins Boot gestiegen bin), nur weil ich mit Worten einen Gedanken spinne
Es ist mir auch nicht verborgen geblieben, dass deine Haltung ihm gegenüber eher kritisch ist.
Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass das seine Argumentationslinie im Plädoyer werden wird.Gernhard schrieb:Das finde ich in der Tat bemerkenswert! Ist das womöglich ein Hinweis, dass die Verteidigungsstrategie Costards tatsächlich in Richtung „alles rechtmäßig“ gehen soll?
Das wäre wirklich sehr dünnes Eis.
Denn selbst wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass eindeutig wäre, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht auch zu dem Zeitpunkt noch innehatte, wäre das natürlich kein Rechtfertigungsgrund für die nachfolgenden Gewalttaten.
Ich habe auch in Erinnerung, kann es leider aber nicht belegen, dass die Staatsanwaltschaft irgendwann mal gesagt hat, auch sie sei bei den Ermittlungen davon ausgegangen, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe. Man habe auf dieser Grundlage angeklagt.
Vielleicht kann sich jemand an diese Aussage erinnern. Ich weiß wirklich nicht mehr, wo ich das gelesen habe.
Warum der Anwalt heute mit diesem unnützen Einwand kam, ist mir allerdings auch überhaupt nicht klar.
Ich gehe mal davon aus, dass im Fall einer Entführung und der unmittelbar anschließenden Ermittlungen ganz klare Prioritäten auf Seiten der Polizei gesetzt werden. Und Prio ist natürlich auf jeden Fall die Kinder unversehrt und lebend aufzufinden.
Wer zu dem Zeitpunkt der Entführung das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und wo die Kinder rechtmäßig hingehören, kann man immer noch näher beleuchten, wenn die Kinder sicher aufgefunden worden sind.
Für mich ist das nur eine weitere Nebelkerze.
Vielleicht um die Arbeit der Polizei kritisch darzustellen o.ä.
Ich gehe eigentlich schon davon aus, dass mit den Anmerkungen irgendetwas vorbereitet werden soll.
Letztlich fügt sich das ein in die Argumentationsblase, die die ganze Zeit aufgepumpt wird auf der Block Seite.
Ich wiederhole jetzt nicht noch mal, die ist ja allen bekannt.
Dass man damit ein bestimmtes Bild in der Öffentlichkeit zeichnen möchte, okay.
Aber strafrechtlich, wie oben geschrieben, dünnes Eis.
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Das würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass es dazu auch keine Berichterstattung gibt.
Das finde ich eigentlich gut, auch wenn ich natürlich wahnsinnig neugierig auf die Aussagen wäre.
Insbesondere die Aussagen zu den Stofftieren, dem Pullover etc.
Das wäre nach meiner Einschätzung schon ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass CB im Vorfeld wusste, dass die Entführung stattfinden wird. Und es würde vermutlich sehr, sehr schwierig, dass irgendwie weg zu erklären.
Auch wenn Bott behauptet, es gäbe dafür eine "ganz einfache" Erklärung.






