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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

12.097 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 15:34
Zitat von OriginesOrigines schrieb:habe (oder zu Bott ins Boot gestiegen bin), nur weil ich mit Worten einen Gedanken spinne
Das habe ich nun wirklich nicht gedacht, dass du zu Bott ins Boot gestiegen bist :D
Es ist mir auch nicht verborgen geblieben, dass deine Haltung ihm gegenüber eher kritisch ist.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Das finde ich in der Tat bemerkenswert! Ist das womöglich ein Hinweis, dass die Verteidigungsstrategie Costards tatsächlich in Richtung „alles rechtmäßig“ gehen soll?
Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass das seine Argumentationslinie im Plädoyer werden wird.
Das wäre wirklich sehr dünnes Eis.
Denn selbst wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass eindeutig wäre, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht auch zu dem Zeitpunkt noch innehatte, wäre das natürlich kein Rechtfertigungsgrund für die nachfolgenden Gewalttaten.
Ich habe auch in Erinnerung, kann es leider aber nicht belegen, dass die Staatsanwaltschaft irgendwann mal gesagt hat, auch sie sei bei den Ermittlungen davon ausgegangen, dass CB das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe. Man habe auf dieser Grundlage angeklagt.
Vielleicht kann sich jemand an diese Aussage erinnern. Ich weiß wirklich nicht mehr, wo ich das gelesen habe.


Warum der Anwalt heute mit diesem unnützen Einwand kam, ist mir allerdings auch überhaupt nicht klar.
Ich gehe mal davon aus, dass im Fall einer Entführung und der unmittelbar anschließenden Ermittlungen ganz klare Prioritäten auf Seiten der Polizei gesetzt werden. Und Prio ist natürlich auf jeden Fall die Kinder unversehrt und lebend aufzufinden.
Wer zu dem Zeitpunkt der Entführung das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat und wo die Kinder rechtmäßig hingehören, kann man immer noch näher beleuchten, wenn die Kinder sicher aufgefunden worden sind.
Für mich ist das nur eine weitere Nebelkerze.
Vielleicht um die Arbeit der Polizei kritisch darzustellen o.ä.
Ich gehe eigentlich schon davon aus, dass mit den Anmerkungen irgendetwas vorbereitet werden soll.
Letztlich fügt sich das ein in die Argumentationsblase, die die ganze Zeit aufgepumpt wird auf der Block Seite.
Ich wiederhole jetzt nicht noch mal, die ist ja allen bekannt.

Dass man damit ein bestimmtes Bild in der Öffentlichkeit zeichnen möchte, okay.
Aber strafrechtlich, wie oben geschrieben, dünnes Eis.
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/

Das würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass es dazu auch keine Berichterstattung gibt.
Das finde ich eigentlich gut, auch wenn ich natürlich wahnsinnig neugierig auf die Aussagen wäre.
Insbesondere die Aussagen zu den Stofftieren, dem Pullover etc.
Das wäre nach meiner Einschätzung schon ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass CB im Vorfeld wusste, dass die Entführung stattfinden wird. Und es würde vermutlich sehr, sehr schwierig, dass irgendwie weg zu erklären.
Auch wenn Bott behauptet, es gäbe dafür eine "ganz einfache" Erklärung.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 15:38
---


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um 15:46
@two-cents
Irgendwie ist dein Beitrag weg.
Du hast recht! Sorry.
Im Text steht „der Nebenklagevertreter“.

@Origines
Danke für deine ausführliche Erklärung! Jetzt ist es für mich verständlich.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 15:53
Zitat von leonorleonor schrieb:Philipp v.d. Meden hat heute von dem perfekten Verbrechen gesprochen.
Heute am 42. Verhandlungstag war lediglich Stefan Hensels 2. Verteidiger Dr. Christoph Henckel anwesend.

24.03.2026 m. Dr. Christoph Henckel
Zitat von leonorleonor schrieb:Im Text steht „der Nebenklagevertreter“.
Ja, genau, aber anhand des Fotos ist klar, dass damit nicht v. d. Meden gemeint sein kann. MOPO hätte es klarer formulieren sollen.


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um 16:06
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Kriminalitätsbelastung in diesem Milieu ist sehr gering, beschränkt sich vermutlich auf Steuerhinterziehung oder findet versteckt und unentdeckt hinter den Mauern ihrer Häuser statt.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Natürlich ist das so. Dazu gibt zig kriminologische und kriminalwissenschaftliche Untersuchungen und Analysen.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir wollen hier doch nicht diskutieren, was es für Thesen zur "Kriminalität" gibt.
Nein, das wollen wir tatsächlich nicht.
Ich hatte einzig auf deinen Beitrag reagiert zur Kriminalitätsbelastung in diesem Milieu. Und „sehr gering“ sehe ich nach wie vor als kritische Aussage.


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um 16:13
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Und „sehr gering“ sehe ich nach wie vor als kritische Aussage.
Im Vergleich schon. Junge alleinstehende Männer ohne Schulabschluss sind halt nun mal nach allen Zahlen, die wir haben, viel kriminalitätsbelasteter als Frauen um die 50, die Kinder, einen Hochschulabschluss und ein gut gefülltes Bankkonto haben.

Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und darauf kam es mir an.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Das habe ich nun wirklich nicht gedacht, dass du zu Bott ins Boot gestiegen bist :D
Klar, ist ja auch eindeutig ein sinkendes Schiff... ;)


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um 16:38
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 16:50
Zitat von KTGKTG schrieb:
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Tja - jetzt sitzen sie in der Zwickmühle!

Entweder zählen (für sie dann erstmalig!!) Kindeswohl und Prozessbeschleunigung - oder aber die eigene Agenda ist erneut wichtiger…


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um 17:03
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Ahhh, vielleicht war das ja der eigentliche Plan: Die Polizei trifft die Mutter im Hotel an und verschafft ihr somit selber das Alibi.
Das finde ich eine sehr spannende Theorie von Ringlnatz. Ich setze noch einen drauf:
Die Polizei war so clever, CB nicht sofort zu besuchen, und hat bewusst abgewartet, weil sie hofften, dass sie sich auf den Weg macht und sie zu den Kindern führt. Und ihr erstmal einen "zeitlichen Vorsprung" gegeben. Bzw. die dänische Polizei hat das so gewünscht. Was haltet ihr von dieser Theorie?


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um 17:08
Übrigens eine Frage lässt mich seit Anbeginn des Prozesses nicht los:

Wenn es Christinas größter (verständlicher) Wunsch war, die Kinder nach der "Zurückbehaltung" wieder zu sehen bzw. mit ihnen zu sprechen und die Vorwürfe aufzuklären....
....warum um Gottes Namen hat sie sich nicht einfach - noch am Sonntag Abend - ins Auto gesetzt und ist selber nach Dänemark gefahren zum Haus von SH und hat dort ihn zu Rede gestellt bzw. mit den Kindern gesprochen. Wenn ich die Mutter wäre ich hätte mich ab diesem Tag jeden Tag auf gemacht von Hamburg nach Dänemark und dort geklingelt und vorgesprochen. Ganz ohne Begleitung von Security etc.

Es war doch völlig unnötig 100.000ende Euro teure externe Detektive zu engagieren um zu "prüfen ob die Kinder noch leben".... sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 17:25
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:. sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?
Eine besitzergreifende und vielleicht hysterische Mutter hätte das vermutlich so machen können, wie von Dir beschrieben, eine liebende eher nicht; einer liebenden Mutter wäre es ein Anliegen, das Kind/die Kinder nicht in einem zugespitzten Elternkonflikt zu zermahlen.
Wenn das Kind/die Kinder beim anderen Elternteil leben wollen, ist das zu respektieren.

Eine Annäherung kann nur durch die Kinder selbst erfolgen, wenn man als „verlassener“ Elternteil Gesprächsbereitschaft signalisiert hat.
So sehe ich das.


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um 17:29
Zitat von KTGKTG schrieb:Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Ich dachte, dass es deshalb kaum eine Chance hätte. Aber ausgerechnet IB hatte heute gesagt, dass er den Entwurf prüfen müsse aber dann sehr wahrscheinlich zustimmen werde. Die Verteidiger würden die Vernehmungsbeamte trotzdem in Anschluss befragen können.

Die Richterin hatte auch erklärt, dass die Vernehmungen ca. 15 weitere Verhandlungstage beanspruchen würden. Ich denke alle werden dem Selbstleseverfahren hier zustimmen.

Falls es so passiert: Werden die Aussagen der Kinder dann nicht öffentlich ausser im Prozess wird daraus zitiert?


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

um 17:32
Zitat von Liquid78Liquid78 schrieb:....warum um Gottes Namen hat sie sich nicht einfach - noch am Sonntag Abend - ins Auto gesetzt und ist selber nach Dänemark gefahren zum Haus von SH und hat dort ihn zu Rede gestellt bzw. mit den Kindern gesprochen. Wenn ich die Mutter wäre ich hätte mich ab diesem Tag jeden Tag auf gemacht von Hamburg nach Dänemark und dort geklingelt und vorgesprochen. Ganz ohne Begleitung von Security etc.

Es war doch völlig unnötig 100.000ende Euro teure externe Detektive zu engagieren um zu "prüfen ob die Kinder noch leben".... sie hätte doch einfach selber hinfahren können - völlig kostenlos - und jede liebende Mutter hätte das so gemacht?! Oder wie sehen das die anderen Mütter hier?
Mal die Frage nach dem Geschlecht außen vor gelassen, jeden Tag vor der Tür zu stehen, bedeutet sicher Stress für Kinder und setzt sie damit einem Loyalitätskonflikt aus. Aus meiner Sicht zwar nachvollziehbar, aber keine gute Lösung.

Ob die Kinder noch leben ordne ich als CB typische Dramaturgie ein. Ich weiß nicht, wo sie den Ansatz für ein derartiges worst case Szenario gesehen hat.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:
Zitat von KTGKTG schrieb:
Die Vorsitzende verkündet, dass die Vernehmungen der Kinder im Selbstleseverfahren eingeführt werden sollen: „Das würde uns viel Zeit ersparen.“ Dazu müssten die Verteidiger zustimmen. Die Staatsanwaltschaft signalisiert schon mal Zustimmung.
Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/gericht/liveticker-der-42-tag-im-block-prozess/
Hat das denn Chancen, dass die Verteidiger zustimmen ? Bzw. würde man die Vernehmungsbeamten trotzdem vernehmen? Bott will denen doch bestimmt vorhalten, dass die zu wenig nach der Vorgeschichte gefragt haben.
Tja - jetzt sitzen sie in der Zwickmühle!

Entweder zählen (für sie dann erstmalig!!) Kindeswohl und Prozessbeschleunigung - oder aber die eigene Agenda ist erneut wichtiger…
Es wäre zumindest anständig, würden sich die Verteidiger der StA anschließen.
Und CB hätte darüberhinaus die Chance eine Erklärung abzugeben, in der sie eindeutig unterstützt, dass die Kinder nicht noch weiter belastet werden ;)


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