Jetzt geht es darum, was Gina H. den Ermittlern erzählte. Die Angeklagte habe Matthias R. bei Befragungen „als gewalttätig ihr gegenüber und auch Fabian gegenüber dargestellt“, schildert die Polizistin. „Sie hat gesagt, dass es mehrfach dazu gekommen ist, dass er sie geschlagen hat, und Fabian hat das auch mitbekommen.“
Die Polizistin erinnert sich weiter. Demnach habe Gina H. auch angegeben, Matthias R. habe sie die Treppe vor dem Haus in Groß Breesen heruntergeschubst. Er sei auch gegenüber Fabian gewalttätig gewesen und habe ihn in seinem Zimmer eingesperrt und „nur zum Essen und für die Toilette rausgelassen“. So schilderte es Gina H. gegenüber der Polizeibeamtin.
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/prozess-um-mord-an-fabian-freund-erzaehlt-von-gewalt-des-vaters-69f2f4ded6078134c45a3b9cIrgendwie werde ich nicht schlau aus dieser Frau. Die Befragung hat am Montag nach Fabians Verschwindnen stattgefunden hat. So wie ich es verstanden habe, hatte die Polizistin zunächst (am Freitag oder im Verluab des Wochenendes) mit Fabians Vater gesprochen und war dann am Montag bei ihm auf der Arbeit, um sein Alibi zu überprüfen. Dort sind verschiedene Personen auf sie zu gekommen, die unabhängig voneinander negativ über Gina H gesprochen haben (sie sei kontrollierend, intrigant, aggressiv, habe ein sehr lautes Auftreten, eine schlechte Impulskontrolle). Draufhin sind die Polizisten dann ein zweites Mal zu Gina H gefahren und da lässt sie dann all dieses Geschwafel ab.
Es ist bekannt, dass sie im Laufe des Wochenendes MR merhfach vorgeworfen hat, er würde jetzt ständig Kontakt mit Dorina haben und er habe während der Suchaktionen mit anderen Frauen gesprochen - was ja wohl ein Witz ist. Die Polizei sucht mit Hundertschaften nach dem Jungen, der Vater hat privat u.a. über Facebook einen Suchaufruf gestartet und sie plärrt ihm die Ohren voll, er dürfe gefälligst nicht mit "anderen Frauen" - die ja wahrscheinlich einfach nur bei der Suche nach dem vermissten Kind helfen wollen - reden/schreiben.
Zuerst dachte ich, dass sie offenbar versucht, MR die Tat anzuhängen, aber nach etwas nachdenken deute ich diese Storys, die sie den Polizisten da auf der Terrasse erzählt hat, als kleine frustrierte Racheaktionen, weil die ungeduldige Gina Sorge hatte, dass ihr Plan nicht aufgeht und der räuige MR sich in ihre Arme flüchtet und jetzt ohne lästige Anhängsel ganz für sie da ist. Stattdessen lebt der Kontakt zu Dorina nach der Tat erstmal so richtig intensiv auf - was ja einfach nur verständlich ist, wenn der gemeinsame Sohn vermisst wid.
Irgendwie erscheint mir das ganze auch ein bisschen distanzlos. Die Polizistin sagte, sie sei erst not amused gewesen, als sie dort ankamen, weil das schon der zweite Besuch war, habe dann aber das Gespräch auf der Terrasse angeboten. Und dann erzählt sie denen da ihr halbes Leben, über die Beziehung zum angeblich gewaltvollen MR, zu dem Vater ihres Kindes blablabla - plaudert wie mit einer Freundin aus dem Nähkästchen.
Ich finde, das zeigt, wie impulsiv und unberechenbar sie offenbar ist. Heute hüh, morgen hott!