behind_eyes schrieb:Einen Tag zuvor wurde öffentlich bekannt das die Finderin die Ex des Vaters ist.
Ja - und wenn man nicht weiß, was und wie untersucht wird, dann gibt man bereitwillig ein gründlich gereinigtes Auto ab. Klar muss sie kooperieren. Klar weiß sie, dass sie als Bezugsperson in den engeren Fokus rückt.
Nur weil sie "was nicht sieht, was sie entfernen hätte können" bedeutet es nicht, dass es die Forensik auch nicht sieht. Für sie war das Auto aufgenscheinlich "sauber". Ne Flasche Grillanzünder hätte sie vielleicht in Erklärungsnot gebracht. Das hätte man aber logisch begründen können.
Sie hat seit August keinen Kontakt mehr mit dem Kind. Ihr Handy wird das auch klar belegen, dass keine wie auch immer geartete Kontaktaufnahme stattfand. Dass man sich aber auch alle anderen Nachrichten zu Gemüte führen würde, hat sie möglicherweise unterschätzt.
Eine random Spaziergängerin hätte wohl auch nichts auf dem Handy, was nach Kontakt zum Opfer aussah. Und auch genannte "Brandbeschleuniger" aller Art wären erstmal für sich betrachtet nicht kritisch. Glaube auch nicht, dass eine random Touristin je so denken würde. Einige geben ja vor, dass sie das tun würden.
In Anbetracht dessen, dass sie nicht täglich Kinder umbringt, finde ich die Fehlerquellen, die letztendlich zu ihrer Festnahme führten, nicht sonderlich überraschend.
Was die Tat allerdings belegt: Den absoluten Tötungswillen. Begründet in der knappen Zeit der Abholung, Tötung, Inbrandsetzung. Da gab es keinen Aufschub, das war in auch zeitlich kurzer Abfolge. Fahrtzeiten jeweils rausgerechnet. Das setzt für mich zwingend Planung, Vorsatz und Durchführung aus und das ganz gezielt und vorbereitet.