BuenCamino
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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 14:14Das hast Du als Beispiel sehr gut und plausible dargelegt.Blaubeeren schrieb:Bei der Steuerungsfähigkeit bin ich nicht sicher, wie man das herleiten könnte. Da die psychischen Erkrankungen nicht wirklich bekannt sind. Ein gezieltes oder gesteuertes Vorgehen bei der Tatbegehung reicht hier mMn nicht aus um das zu untermauern. Denn es wird ja auch andere Fälle geben, wo zbsp ein Täter die ganze Zeit Stimmen hört, und quasi von außen gesteuert wird, aber gezielt und berechnend, gar klug, handelt. Hier nicht der Fall, aber nur als Beispiel.
Ob mutmaßlich in diesem Fall bei Gina H., wenn sie die Tat nachweislich wirklich begangenen hat, nicht doch die Stimmen im Kopf gesagt haben einen Menschen umzubringen ist aus der Ferne schwer zu beurteilen.
Seit meiner 20-jährigen Tätigkeit als Krankenpfleger in der forensischen Psychiatrie habe ich viele, wirklich sehr viele, Menschen kennengelernt die angegeben haben Stimmen zu hören.
Vielen hat man angesehen wenn die Stimmen im Kopf da waren, bei wiederum anderen vielen war das nicht erkennbar.
Bei dem einen hat bildlich der „Engel“ und bei dem anderen bildlich der „Teufel“ auf der Schulter gesessen.
Es gibt nicht dieses eine Verhaltensmuster wo man, schon gar nicht aus der Ferne, beurteilen kann ob jemand Stimmen hört oder eben nicht.
Ich bin mal auf den weiteren Verlauf des Prozesses gespannt, ob zum gesundheitlichen Zustand von Gina H. was erwähnt werden wird.
Sollte die eine oder andere psychische Erkrankung erwähnt werden, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auch hier Beiträge hören die das untermauern wollen oder auch Gina H. unterstellen das Ganze nur vorzuspielen.
Die Diagnostik im psychiatrischen Bereich ist für Psychiater nicht immer einfach, aber es gibt in der heutigen Zeit schon gute Instrumente um eine saubere Diagnostik zu tätigen.
Sollte eventuell später eine Unterbringung von Gina H. erfolgen, so werde ich zu einem späteren Zeitpunkt hier mal genauer darauf eingehen und den Maßregelvollzug genauer erklären.
Im Maßregelvollzug ist es auf jeden Fall nicht so ein „Lotterleben“ wie die Gesellschaft da draußen es meint zu wissen.
Viele haben und werden die „Welt“ des Maßregelvollzug beruflich als Außenstehende nie kennenlernen.
Ich bin jedenfalls mal gespannt wie morgen der Prozess am Landgericht Rostock fortgeführt werden wird.



