SilentEvidence schrieb:Mein Fazit: Ganz gleich, wie das Urteil ausfallen wird, am Ende bleiben in diesem Prozess, bis auf die Anwälte (weil deren Job) nur Verlierer.
Das ist das Traurige daran. Ihr geliebtes Kind ist für immer weg, auf so vernichtende Weise, aus absurden Gründen. Keiner wird da je wieder ungeschehen machen können. Die Tat ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und das Kind der Täterin trägt ebenso die Konsequenzen dieser Tat, wie auch die Mutter des Opfers. Es ist wirklich traurig.
Justsaying schrieb:So denke ich auch.
Fabian ist ihr ja best. nicht in einem Zustand der Schuldfaehigkeit ueber den Weg gelaufen - angenommen, sie hat die Tat begangen: dann sie ist zu seiner Wohnung hingefahren, hat ihn mitgenommen, hat die Leiche angezuendet und Bekannten erzählt, dass an Brandleichen wenig Spuren (wie DNA) nachgewiesen werden kann...
Ihre Äußerung, dass an Brand- und Wasserleichen keine DNA-Spuren nachweisbar wären, spricht ja dafür, dass sie die Leiche aus eben diesen Gründen angezündet haben könnte, um Spuren zu beseitigen. Deswegen ist in der Klageschrift wahrscheinlich auch dieses als Motiv (Spurenbeseitigung) für die Verbrennung des Leichnams benannt.
Spuren beseitigen tut man ja aus dem tieferen Motiv, um einer Entlarvung als Täter/in zu entgehen, um nicht bestraft zu werden. Also wäre ihr bewusst gewesen, dass sie eine Straftat begeht. Auch das Inszenieren der Auffindung diente dann ja letztendlich der Spurenverwischung, etc. Also Einsichtsfähigkeit ließe sich so herleiten, finde ich.
Bei der Steuerungsfähigkeit bin ich nicht sicher, wie man das herleiten könnte. Da die psychischen Erkrankungen nicht wirklich bekannt sind. Ein gezieltes oder gesteuertes Vorgehen bei der Tatbegehung reicht hier mMn nicht aus um das zu untermauern. Denn es wird ja auch andere Fälle geben, wo zbsp ein Täter die ganze Zeit Stimmen hört, und quasi von außen gesteuert wird, aber gezielt und berechnend, gar klug, handelt. Hier nicht der Fall, aber nur als Beispiel.
Oder dass ein Täter zbsp aus extrem panischer Angst heraus, einen Mord begeht, obwohl er oder sie weiß, dass das eine Straftat ist. Dass ein Täter durch diese Panik die Kontrolle über sein Willen verliert.