Tiergarten schrieb:Bis heute ist doch noch nicht einmal offiziell verkündet, dass und in welcher Höhe Gina H. EWR bezieht - und aus welchem Grund sie diese für ihr Alter stattliche Rente überhaupt in Anspruch nehmen darf.
Für eine fundierte Einschätzung des Finanzbedarfs der Angeklagten wäre es sicher auch hilfreich, einmal durch einen Experten darlegen zu lassen, mit welchen Kosten man denn für ein Reitpferd und drei Ponys rechnen muss (Futter, Versicherung, Tierarzt, Transporter, Turniere etc).
Das wird noch kommen. Zur Erinnerung: zur damaligen erweiterten Mordkommission gehörten 37 Ermittler, darunter auch Betrugsermittler:
Die Kommissariate arbeiteten intensiv zusammen, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Selbst die Betrugsermittler wurden einbezogen, die Ermittlungsakten sind mittlerweile mehrere Hundert Seiten stark.
Quelle:
https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/staatsanwalt-im-mordfall-fabian-8-ueberrascht-mit-aussage-ueber-die-tatverdaechtige-4090529(Der Artikel stammt vom 14.11.25, Gina H war am 6.11.25 festgenommen worden.)
Vor einiger Zeit wurde hier ja darüber spekuliert, warum auch Betrugsermittler einbezogen wurden. Manche meinten als Notbehelf wg. Personalmangel, andere spekulierten, dass parallel Ermittlungen wegen Sozialbetrugs gg. Gina H liefen. Beides trifft, denke ich, nicht zu, das Polizeipräsidium Rostock wird genug qualifizierte Mitarbeiter haben, um bei einer erweiterten Mordkommission nicht auf fachfremde Experten zurückgreifen zu müssen, nur um die Mordkommission voll zu bekommen. Und wenn eine erweiterte Mordkommission mit Hochdruck wegen des Mordes an einem 8-jährigen Jungen ermittelt, ermitteln die nicht noch nebenbei wegen Sozialbetrugs, wofür zum einen keine auch nur annähernd vergleichbare Dringlichkeit besteht und sie zum anderen gar nicht zuständig, denn die Rentenversicherung unterhält eigene Ermittlungsabteilungen.
Ich denke vielmehr, dass es hier um Finanzermittler aus dem Betrugsdezernat ging, die in der Mordkommission mitgearbeitet haben, um den finanziellen Hintergrund von Gina H und MR aufzuarbeiten. Dass die finanzielle Abhängigkeit von MR ein Teil des Tatmotivs von Gina H war, dürfte den Ermittlern schon recht schnell klar geworden sein, das geht aus mehreren ihrer Nachrichten, die den Ermittlern ja vorlagen, deutlich hervor. Insofern war klar, dass der finanzielle Hintergrund von beiden gründlich angeschaut werden muss.
MR ist auch schon in einer seiner ersten Vernehmungen danach gefragt worden, mit wie viel Geld er Gina H monatlich unterstützt ( damals hat er ca. 500 € gesagt und es vor Gericht dann deutlich runtergespielt).
Ich bin sicher, dass noch ein Finanzermittler im Prozess aussagen und dabei genau Gina H s finanzielle Situation vor und nach der Trennung aufzeigen wird. Er wird auch deutlich mehr ermittelt haben, als sich nur die Kontoauszüge von GH und MR anzuschauen, gerade weil es ein offenes Geheimnis ist, dass MR Schwarz gearbeitet haben soll, um alles in Gina H s Gäule pumpen zu können. Ich bin.sicher, dass nachvollzogen werden kann, wer wo was an Rechnungen produziert (= Bestellungen aufgegeben) und wer sie dann bezahlt hat.
Tiergarten schrieb:Im Übrigen: Ich vermisse auch immer noch eine „amtliche“ Klarstellung, wem denn nun die von Gina H. betreuten Tiere gehören. Sind die alle in ihrem Besitz, oder zum Teil im Eigentum von Matthias R.? Eine eindeutige Aussage aus dem Gerichtssaal ist mir da nicht in Erinnerung.
Dass die Tiere nicht ihr gehören sondern offiziell MR ist meiner Meinung eine zu einem Gerücht verselbstständigte Spekulation hier aus dem Forum.
Löcker hat gesagt, sie besitze nur ein Pferd, die anderen 4 seien nur Ponys. Damit wollte er den notwendigen finanziellen Aufwand runterspielen, der für die Haltung notwendig ist. Wieso hätte er das so unelegant über die Reduzierung auf Ponygröße machen sollen, wenn er einfach nur hätte drauf hinweisen müssen, dass nur das Springpferd ihr gehört und die anderen 4 MR?
Blaubeeren schrieb:Ich vermisse eine solche amtlich ermittelte Summe zwar auch. Aber das Gericht scheint sich eher dafür zu interessieren, welche Auskünfte bzw Äußerungen die TV einzelnen Personen ihres Umfeldes ggü geäußert hat, was überhaupt sie selbst darüber äußert, denn was das Gericht zu den Einnahmen ermittelt hat, weiß das Gericht ja selber und braucht es im Prozess nicht mehr zu erfragen.
Wie gesagt, ich bin sicher, dass wir noch von " amtlich ermittelte Summen" und vor allem Defiziten hören werden.
Trotzdem ist der andere Aspekt, nämlich der subjektive Eindruck, den Gina H von ihrer finanziellen Situation hatte, mindestens genauso wichtig. Denn wenn da zumindest zum Teil das Motiv für die Tat liegt, kommt es natürlich genau darauf an, wie Gina H subjektiv ihre finanzielle Situation empfunden hat und nicht so sehr, wie schlecht oder gut sie objektiv gesehen nach der Trennung von MR dastand.
Dass sie die Trennung von MR auch finanziell sls Desaster empfunden hat, machen ja einige ihrer Nachrichten deutlich. Dass sie über ständig über ihre Verhältnisse gelebt hat, haben schon mehrere Zeugen ausgesagt.