RitterTrenk schrieb:dass es schlichtweg nicht möglich ist, mit einem Einkommen auf mehr oder weniger Bürgergeld-Niveau 1 Pferd und 4 Ponys zu halten, ein großes Auto zu fahren und auch sonst ein recht großzügiges Gina-Leben zu führen, sollte ohne große Auseinandersetzung objektiv einleuchten.
RitterTrenk schrieb:Weiß nicht so recht, warum es vor dem Hintergrund einer solch klaren Selbsteinschätzung noch Raum für Zweifel oder Relativierungen geben soll. Zumal es für die Motivlage ja sogar ausreichen würde, wenn die finanzielle Unterdeckung/Abhängigkeit nur von Gina subjektiv empfunden worden wäre.
Eben, sich subjektiv in einer finanziellen Notlage befunden zu haben reicht als Motiv doch völlig aus.
Wie bedrohlich es sich anfühlen muss, einen Kontosaldo von ca. 0 € zu haben, während sich gleichzeitig die Rechnungen stapeln, kann wohl jeder nachvollziehen. ( Selbst der - vielleicht auch gerade der - dem das noch nie selbst passiert ist, eben weil er Wert drauf gelegt hat, nie in so eine Situation zu kommen.)
Natürlich ist die "Notlage" im Fall von Gina H. sehr relativ und aus Sicht vieler hier hatte sie eher ein Luxusproblem. Es ging bei ihr ja nicht konkret darum, dass sie nicht weiß, wie sie nächsten Monat die Miete bezahlen und den Kühlschrank für sich und hr Kind befüllen soll. Sie hätte sich ja einfach von den Pferden trennen können, um ihre laufenden Kosten drastisch zu reduzieren und gleichzeitig ein paar € durch den Erlös in ihre Kasse zu spülen.
Das kam aber für die nicht wirklich in Frage, was man natütlich ganz romantisch mit überbordender Liebe zu den einzelnen Individuen erklären kann: "Sie würde das nie übers Hetz bringen, ihre geliebte Cleo (oder wie auch immer die anderen hießen) zu verkaufen!" (Jeder der selbst ein Tier hat kann das sicher nachvollziehen).
Man kann es aber auch so sehen, dass die Pferde, die Pferdehaltung und das Turnierreiten wesentlicher Bestandteil ihres Lifestyle und ihres Selbstbildes waren. MR und auch der Therapeut haben ausgesagt, das Zusammensein mit den Pferden hätte sie beruhigt und ihr Stabilität gegeben. Hinzu kommt der Keramiker-Sugardaddy, der ihr auch noch eingeredet hat, sie könne als Turnierreiterin erfolgreich sein und viel Geld verdienen, wenn sie ihr angebliches Talent trainieren und ihr Pferd Cleo weiter "aufbauen" würde ( überings ein widerlicher Begriff im Zusammenhang mit einem Lebewesen).
Die hätte sich mit dem Verkauf der Pferde also nicht nur 5 liebgewonnene Tiere aus dem Herzen reißen, sondern auch ihren gesamten Lebensstil und einen ganz wesentlichen Bestandteil ihres Lebensentwurfs über Bord werfen müssen. Hätte auf etwas, von dem ihr Therapeut gesagt hat, es sei gut füt sie, verzichten nüssen. Und sie hätte den Traum von der erfolgreichen Berufs-Turnierreiterin Gina H begraben müssen, in den sie ( aus ihrer Sicht!) schon viel investiert hat und dem sie ( ebenfalls aus ihrer Sicht!) schon recht nahe
gekommen ist (selbst wenn sie objektiv gesehen nicht mehr als ein paar mittelmäßige Platzierungen auf Provinzturnieren vorzuweisen hat).
Wenn man sich verdeutlicht, was für GinaH also an der Frage dranhing, ob sie sich die Pferde weiter leisten kann, dann kann man denke schon sagen, dass dir schlechte Finanzlage nach der Trennung für die extrem bedrohlich gewirkt haben muss, weil für sie damit auch ihr Lebensentwurf und ihr Selbstbild daran hingen, die Pferde halten zu können.
Ich will damit auf keinen Fall für Verständnis für GinaH werben. Ich habe null Verständnis für sie und was sie Fabian angetan hat. Ich bin genauso wie viele andere hier schockiert, dass es ihr offenbar gelungen ist, sich ohne jemals wirklich gearbeitet zu haben, eine fette EWR aus Dauer zu sichern und noch dazu andere Menschen bis aufs Hemd auszuziehen, um sich selbst 24/7 ihrem Hobby und Freizreitvergnügen widmen zu könnrn, noch datu ohne jemals den Hals voll genig zu bekommen. Für mich ist sie ein parasitär lebender Mensch, der an totaler Selbstüberschätzung leidet und dem andere Menschen egal sind, sobald die nicht von Nutzen für ihn sind.
Aber vielleicht hilft es, zu versuchen, ihre Sichtweise nachvollzuziehen um zu verstehen, wieso sie offenbar bereit war, zu so drastischen Mitteln zu greifen. Wir kennen mehrere Nachrichten von ihr, worin sie ihre finanzielle Lage sehr dramatisch beschreibt und beklagt. Sie hat es subjektiv als bedrohlich empfunden, als Motiv reicht das meiner Meinung nach völlig aus.