Mich hat dieses Detail an der Aussage der Schwester gestern aufmerksam werden lassen:
Sitzengeblieben: Auf Entscheidung der Mutter hat Gina H. Die erste Klasse wiederholt. Gina H. meint, das hätte sie extra provoziert, um mit ihrer Schwester in einer Klasse zu sein. Laut der Schwester soll Gina H. einfach leistungsschwach gewesen sein. Dazu kommt, dass beide niemals in einer Klasse waren.
Quelle:
https://www.ostseewelle.de/nachrichten/Live-Ticker-Fall-Fabian-id1655266.htmlAuch da zeigt sich das bekannte Muster: Schuld sind mal wieder andere, nicht Gina H. Die hat nicht irgendwo versagt, es wird die Story gedichtet, dass die Mutter es angenehmer/ praktischer - ja was eigentlich - fand, wenn die Kinder die gleiche Jahrganggsstufe besuchen.
Für mich könnte das fast ein bisschen der Schlüssel sein. Für die ältere Schwester - schulisch lag wohl nur eine Jahrgangsstufe zwischen den beiden, aber im Ticker stand, die Schwester sei 2 Jahre jünger - ist es schon schwer, einsehen zu müssen, dass die kleine Schwester ihr von der Entwicklung her ebenbürtig, vielleicht sogar überlegen ist. Als große Schwester ist man natürlicherweise einem jüngeren Geschwisterkind voraus, was halt normal ist, weil man halt älter ist. Die Kinder merken das automatisch, man muss es ihnen nicht erklären und für das jüngere Geschwisterkind ist das auch nicht problematisch.
Wenn sich da aber die Verhältnisse ändern, noch dazu erkennbar durch objektiv und auch für die Kinder erfassbare Tatsachen, ist das für das ältere Geschwisterkind oft schwer zu verkraften. Es ist es einfach nicht schön, von der kleinen Schwester überholt zu werden und frisst dann schnell massiv am Selbstbewusstsein.
Ich kenne tatsächlich Familien um Bekanntenkreis, bei denen das auch so war und wo ich beobachtet habe, wie schwer das auch für die Eltern ist, damit umzugehen und beiden Kindern gerecht zu werden.
Das, was gestern in der Aussage der Schwester eie eine himmelschreinend ungerechte Behandlung durch die Großmutter rüberkam, kann meiner Meinung nach durchaus auch der verzweifelte Versuch gewesen sein, die weniger begabte Gina, die offenbar in der Schule und im Sozialverhalten hinter ihrer kleineren Schwester zurück lag, dies nicht zu sehr spüren zu lassen und ihre Defizite irgendwie auszugleichen.
Die Eltern ( in diesem Fall halt die Großeltern) neigen dann dazu, alles schön zu reden, was das Kind gerade msl mäßig irgendwie auf die Kette bringt, es zu verteidigen und damit eben oft genug ungerecht gegenüber dem anderen Kind zu sein.
Und auch später, wenn das Kind erwachsen wird, ist es wahnsinnig schwer, das Kind nicht weiter übermäßig beschützen und entschuldigen zu wollen.
Ich will gar nicht schönreden, was die Schwester gestern ausgesagt hat. Und schon gar nicht will ich das Verhalten und den Charakter von GH entschuldigen oder verharmlosen, im Gegenteil, ich finde diese Frau einfach nur zum Kotzen ind gebe jedem, der in die Nähe eines solchen Menschen gerät, den Rat, möglichst schnell und möglichst weit wegzurennen.
Ich denke abet nicht, dass die Großmutter aus Bosheit und Gehässigkeit so gehandelt hat, sondeen aus Überforderung und vielleicht sogar gutem Willen. Die meisten Menschen verfolgen keine bösen Absichten, sondern wollen etwas gut machen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht...