RitterTrenk schrieb:Ich war mir ja seit dem ersten Prozesstag und aufgrund der aus den Medien bekannten Informationen schon sicher, dass dies für eine Verurteilung reichen wird und habe seit dem Bestätigen dieser Infos in den ersten Verhandlungstagen keinerlei Zweifel, dass es so kommen wird. Ich sehe eine absolut lückenlose und erdrückende Beweislage durch mehrere Dutzend Indizien, viele stark belastende Fakten sind gleich mehrfach durch Zeugen und objektive Beweismittel belegt und Gina tut durch ihre verräterischen Lügen und Widersprüche ihr Übriges.
Schon vor Wochen und bis zuletzt war ich irritiert, dass es hier entgegen einer überwältigenden Mehrheit einzelne Stimmen gab, die noch Alternativtheorien hinterher hingen oder Zweifel an der Festigkeit der Anklage und der Verurteilung hatten - oft allerdings in Unkenntnis der Anwendung von in dubio pro reo und des notwendigen Beweismaßstabs für einen Schuldspruch.
Nachdem nun in dieser Woche
a) eine Einlassung hinter uns liegt, mit der Gina nach objektiver Draufsicht keinerlei Punktgewinne verzeichnen konnte, sondern vielmehr durch offene Widersprüche zu eigenen vorherigen Angaben sowie unglaubwürdige Lügenvorwürfe gegen alle drei Tümpelzeugen aufgefallen ist, und
b) das Video der Vernehmung neben maximal unpassendem Verhalten und abschätzigen Aussagen über Fabian auch wieder zahlreiche nachweisliche Lügen und verräterische Statements gezeigt hat, und
c) die Handydaten sowohl die Version von Christian (und nicht die von Gina) zum 1. Tümpelbesuch stützen, als auch die Bankgeschäfte-Alibi-Story als Lüge enttarnen und ihre Anwesenheit am Tatort an noch weiteren Tagen sowie das Treffen mit Fabian am Vortag der Tat bestätigen/nahe legen
nochmals die Frage:
Gibt es hier noch jemanden, der Zweifel an Ginas Schuld sowie ihrer sicheren Verurteilung hat? Falls ja, mit welcher Begründung?
Danke für diesen Beitrag!
Genau so, wie du es hier schwarz auf weiß zusammengefasst hast, denke ich es auch.
Ich hätte mich wahrscheinlich gar nicht getraut, das so deutlich auf den Punkt zu bringen. Was mir von Anfang an am schwersten fiel zu glauben, ist schlicht die Vorstellung, dass irgendjemand bei einem solchen Verbrechen an einem unschuldigen achtjährigen Kind freiwillig mithelfen oder jemanden decken würde.
Das ist doch etwas Völlig anderes, als wenn sagen wir "Halbkriminelle" gemeinsam einen Diebstahl oder so begehen.
Aber bei einem toten Kind, das macht niemand mit. Umso erleichternder ist es jetzt zu sehen, wie sich die Beweislage Stück für Stück schließt.