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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

32.275 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 10:54
Zitat von Marienkäfer1Marienkäfer1 schrieb:Es macht aber auch keinen Sinn, am 18.10. zu schreiben "letzte Woche ist der Sohn von meiner Freundin verschwunden", weil da bereits seit 4 Tagen bekannt war, dass er tot ist.
Es war seit 14.10. bekannt, dass er tot ist, aber verschwunden ist er am 10.10. Ich glaube nicht, dass am 18.10. schon feststand, dass er bereits am 10.10. ermordet wurde.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 11:21
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:Es war seit 14.10. bekannt, dass er tot ist, aber verschwunden ist er am 10.10. Ich glaube nicht, dass am 18.10. schon feststand, dass er bereits am 10.10. ermordet wurde.
Laut Chronologie von RTL waren die ersten Obduktionsergenbisse am 16.10. bekanntgegeben worden:
16. Oktober 2025: Staatsanwaltschaft nennt Details zu Fabians (†8) Tod

Die Rostocker Staatsanwaltschaft ordnet eine Obduktion an und meldet sich zwei Tage nach dem Leichenfund mit einem ersten Ergebnis: Der kleine Fabian (†8) starb durch Gewalteinwirkung und somit liegt ein Gewaltverbrechen vor. Mehr Details werden zu diesem Zeitpunkt nicht an die Öffentlichkeit getragen.
Quelle: https://www.rtl.de/news/chronologie-zum-fall-fabian-8-aus-guestrow-vom-verschwinden-bis-zum-prozess-gegen-gina-h-id6827454.html

Man kann aber sagen, dass Gina bereits kurz nach der Auffindung und bereits am 10.10. anscheinend Bedenken hatte, im "Fokus" zu stehen.
Das zeigen u.a. diese abgehörten Telefonate und Nachrichten:


Zu Matthias R. am 10.10. (abends):
Es geht weiter mit Chat- und Sprachnachrichten zwischen Fabians Vater und der Angeklagten Gina H. R. sagt, er mache sich Sorgen. Den Namen Fabian erwähnt er nicht. H. antwortet: "Was ist denn los? Was macht dir denn noch Sorgen?" Sie würde ja vorbeikommen, "aber ist Fabian nicht bei dir?" fragt sie via Sprachnachricht. Außerdem sagt sie, sie wolle "ungern auf Kameras zu sehen sein". Matthias R. hatte zu Hause mehrere Überwachungskameras.
Quelle: Allmystery Themenwiki, Live-Ticker T-Online


Genaues Datum unklar, jedoch kurz nach der Auffindung:
Dem Zeugen Olaf K. wird ein abgehörtes Telefonat zwischen ihm und der Angeklagten vorgespielt. Es geht um Wildtierkameras. Gina H. hat Angst, von diesen fotografiert worden zu sein. Sie sei in der Gegend von Fabians Leichenfundort mit dem Auto unterwegs gewesen, sie sei zum Tierheilpraktiker wegen ihres Pferdes gefahren.
...
Der Richter hakt jetzt beim Nachbarn von Gina H. nach: „Frau H. hat ihnen gesagt, sie war mit Leo spazieren. Hier in dem Telefonat sagt sie was anderes, dass sie zu dem Tierheilpraktiker wollte. Sie haben sie sogar gefragt, ob das nachweisbar ist. Die Polizei hat bei dem Tierheiler gefragt, ob eine Frau H. bei ihm war.“
Er verliest einen Aktenvermerk: „Am 21. Oktober wurde die Praxis in Lohmen des Tierheilers durch die Beamten aufgesucht. Gina H. will dort bei ihm gewesen sein. Der Betreiber Frank H. wurde gefragt und gab an, sich bis 17 Uhr dort aufgehalten zu haben. Hunde und Katzen habe er seit acht Wochen nicht mehr behandelt. Gina H. war ihm vom Namen nicht bekannt, ihren auffälligen orangefarbenen Fiat hat er ebenfalls nicht gesehen.“
Richter: „Hat Frau H. noch mal etwas zu dem Tierheilpraktiker gesagt?“
Zeuge: „Nein, nur in dem Telefonat, ansonsten nichts.“
In einem Telefonat mit Olaf K. berichtete Gina H., dass sie Angst davor habe, dass man Spuren an ihrem Auto finde. Zuvor hatte sie die Information von einer Person erhalten, dass Wildkameras ausgewertet werden. „Ich habe ihm gesagt, dass mir der Arsch auf Grundeis geht wegen meines Autos. Aber er meinte, wenn ich ordentlich gereinigt habe, dann finden die da eh keine Spuren. Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. Das wäre natürlich auch die Arschkarte“, so Gina H. in dem Telefonat mit Olaf K.
...
Das abgehörte Telefonat wird fortgesetzt: Gina H.: „Und Adi (Matthias R., der Vater von Fabian, d.Red.) und Dorina sollen Versicherungsbetrug machen wollen. Adi hat einen Haufen Schulden, na die Lebensversicherung für Fabian.“
Olaf K. lachend: „Ziehen sie sowas auch in Betracht? Heftig, ehrlich.“
Gina H.: Ich hab richtig Schiss, wenn die sich jetzt schon sowas ausdenken.
Olaf K.: „Wenn du damit nichts zu tun hast, ist doch alles gut. Solange nichts bewiesen ist, ist doch alles gut. Wenn du nicht mit drinnen steckst, musst du dir keine Gedanken machen.“
Gina H.: „Ich hab schon die beklopptesten Geschichten gehört, wie unschuldige verhaftet werden, die dann im Knast sitzen. Ich kenn auch jemand der unschuldig im Knast gesessen hat und nie wurde der richtige Täter gefunden.“
Quelle: Allmystery Themenwiki (Bild-Zeitung Live-Ticker)

Zu Christian R. (ebenfalls aufgezeichnetes Gespräch) am 13.10.:
Im Gericht werden nun mehrere Sprachnachrichten vom 13. Oktober abgespielt. Darin schlägt Gina H. vor, in den Wäldern bei Klein Upahl nach Fabian zu suchen.
„Ich will jetzt nicht bei der Polizei anrufen und die da hinschicken“, sagt sie. Stattdessen wendet sie sich an Christian D. und verweist auf dessen Wärmebildkamera: „Mit wem konnte ich das sonst noch machen außer mit dir? Du hast ja Technik.“
Der Zeuge sagt zu. Wenige Stunden später fahren beide gemeinsam zu dem späteren Fundort. Dort entdeckt Gina H. nach seiner Aussage die Leiche des Jungen.
Quelle: Allmystery Themenwiki (Bild Live-Ticker)

Ich denke, dieses "wann wurde das Social Media Video hochgeladen" kann man sich doch eigentlich schenken... Es ist doch schlichtweg albern, das als Beweis heranzuziehen, wie sie denn auf die Gegend kam...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 11:32
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:
Zitat von Marienkäfer1Marienkäfer1 schrieb:Es macht aber auch keinen Sinn, am 18.10. zu schreiben "letzte Woche ist der Sohn von meiner Freundin verschwunden", weil da bereits seit 4 Tagen bekannt war, dass er tot ist.
Es war seit 14.10. bekannt, dass er tot ist, aber verschwunden ist er am 10.10. Ich glaube nicht, dass am 18.10. schon feststand, dass er bereits am 10.10. ermordet wurde.
Im Gericht wurde nur eine zusammengeschnittene Version gezeigt und das Original -Video wird von der Nebenklage nachgereicht. Das erklärt vermutlich ein paar Unstimmigkeiten, evtl. auch dass der Montag rausgeschnitten wurde.
Außerdem versucht man Zeugenaufrufe in der Regel eher offen zu gestalten um mögliche Zeugen nicht zu beeinflussen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:02
Zitat von BohoBoho schrieb:GH hätte "besser" daran getan, das Verbrechen zeitnah einzuräumen und es auf eine psychische Ausnahmesituation aufgrund der Trennung zu begründen. Natürlich immer noch die Frage mit der Planung, aber auch da hätte es Möglichkeiten gegeben, das irgendwie abzuschwächen.
Dann wäre sie ggf. sogar mit weniger als Mord davon gekommen und hätte gute Chancen gehabt, nach 10-12 Jahren oder sogar früher wieder frei zu sein.

Zum Glück ist ihr dieses strukturierte Denken aber nicht gegeben und so wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine dieser grausamen Tat an einem unschuldigen kleinen Jungen, der keiner Seele je was getan hat und schon im zarten Alter von 8 Jahren mehr im Leben auf die Reihe gekriegt hat, als die TV, im Mindestmaß angemessene Strafe bekommen.
Man kann über die richtige Verteidigungsstrategie in diesem Fall trefflich streiten. Als juristischer Laie fällt es mir etwas schwer, die bestmögliche Lösung zu identifizieren.

Man darf sicher auch geteilter Meinung sein, was die Leistung der beiden Anwälte von Gina H. während des Prozesses anbelangt. Aber man sollte fair sein, und dazu gehört meiner Ansicht nach die Erkenntnis, dass in diesem Fall von vornherein Hopfen und Malz verloren war.

Gegen zwei maßgebliche Belastungsfaktoren war für die Verteidiger objektiv kein Kraut gewachsen: das überbordende Mitteilungsbedürfnis der Angeklagten und ihr irrsinniges Bemühen, das Auffinden der Leiche von Fabian zu beschleunigen.

Mit Abertausenden von Chats und Sprachnachrichten sowie abgehörten Telefonaten lieferte Gina H. den Ermittlern jede Menge Informationen und Erkenntnisse quasi „frei Haus“. Zeitweise wurden um die 30 000 Vorgänge auf ihrem Handy in weniger als fünf Tagen registriert.

Vor allem aus dem Austausch von Nachrichten und Einschätzungen zwischen ihr und Matthias R. gelang es den Ermittlern, ein abgerundetes Bild vom Motiv der Angeklagten zu gewinnen. Hass auf Fabian, Sehnsucht nach einem Neubeginn der Beziehung zu dem auch als Geldgeber unbedingt benötigten MR - Gina H. redete und schrieb sich um Kopf und Kragen. Wohl selten ist Fahndern ein solcher Schatz an belastenden Informationen in die Hände gefallen.

Ebenfalls nicht mehr aus der Welt zu schaffen war das Täterwissen, das Gina H. mit den Sightseeing-Touren zum Tatort Tümpel offenbarte. Zielstrebig führte sie nacheinander drei Bekannte zur Leiche von Fabian - in der Hoffnung, dass sie nach dem offiziellen Auffinden des toten Jungen endlich den ersehnten Kontakt zu Fabians Vater neu knüpfen konnte.

Täterwissen und Motiv - das ergaben zwei tragende Säulen der Anklage. Sie waren gewissermaßen „handgemacht“ durch das Verhalten von Gina H. und ließen auf jeden Fall ein Ziel für die Verteidigung unrealistisch erscheinen: einen Freispruch.

Daher spricht in der Tat Einiges dafür, dass man frühzeitig hätte umschwenken sollen. Aber was ist, wenn die Angeklagte da partout nicht mitspielt?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:16
Zitat von BohoBoho schrieb:GH hätte "besser" daran getan, das Verbrechen zeitnah einzuräumen und es auf eine psychische Ausnahmesituation aufgrund der Trennung zu begründen. Natürlich immer noch die Frage mit der Planung, aber auch da hätte es Möglichkeiten gegeben, das irgendwie abzuschwächen.
Dann wäre sie ggf. sogar mit weniger als Mord davon gekommen und hätte gute Chancen gehabt, nach 10-12 Jahren oder sogar früher wieder frei zu sein.

Zum Glück ist ihr dieses strukturierte Denken aber nicht gegeben und so wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine dieser grausamen Tat an einem unschuldigen kleinen Jungen, der keiner Seele je was getan hat und schon im zarten Alter von 8 Jahren mehr im Leben auf die Reihe gekriegt hat, als die TV, im Mindestmaß angemessene Strafe bekommen.
Gina rechnete ja anscheinend die ganze Zeit wirklich damit, dass sie freigesprochen wird. Sonst hätte sie ihre Anwälte ja nicht gefragt wann der Prozess endlich vorbei sei, sie wolle endlich nachhause.

Von daher kann es wirklich sein.dass sie erst jetzt gemerkt hat, dass sie vor vor Gericht eben nicht mit ihrer Manipulation durchkommt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:16
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Laut Chronologie von RTL waren die ersten Obduktionsergenbisse am 16.10. bekanntgegeben worden:
Du sagst es, die ERSTEN Obduktionsergebnisse. Die Toxikologie stand da, nur mal als Beispiel, noch aus. Auch Brandgutachten, etc. haben viel länger gedauert.
Man hatte das bestätigte Ergebnis, dass es ein Gewaltverbrechen war, mehr aber auch nicht.
Die Auswertung, wann er an diesen Tümpel gelangt ist und ob er da noch lebte (Fußspuren), etc., das stand doch alles noch aus.

In der Zeit vom 10.10. bis 13.10. war mit Kenntnisstand vom 18.10. das Kind "verschwunden".
GH dagegen wusste am 18.10. ja schon, dass er zumindest am 13.10. tot war, denn da war sie ja am Tümpel mit CD und Olaf. Wenn man jetzt mal die ganzen anderen Sachverhalte außer Acht lässt.....


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:22
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Daher spricht in der Tat Einiges dafür, dass man frühzeitig hätte umschwenken sollen. Aber was ist, wenn die Angeklagte da partout nicht mitspielt?
Dann muss sich der Anwalt beugen.
Deshalb möchte ich schon auch die beiden Anwälte von Gina H., die hier häufig als ein wenig unbeholfen stigmatisiert werden, "verteidigen". Sie müssen zumindest versuchen, der Version der Angeklagten Glaubwürdigkeit zu verschaffen und Zweifel an der Version der Staatsanwaltschaft zu säen. Und wenn das nunmal kleine Strohhalme sind, müssen sie danach greifen. Auch wenn jemand, der von ihrer Schuld überzeugt ist, das als lächerlich abtut. Es ist kein angenehmer Job, mitunter vielleicht sehr peinlich, aber es ist eben die Aufgabe.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:33
Zitat von BohoBoho schrieb:Du sagst es, die ERSTEN Obduktionsergebnisse. Die Toxikologie stand da, nur mal als Beispiel, noch aus. Auch Brandgutachten, etc. haben viel länger gedauert.
Wann tauchte denn das "Feuerfoto" bei den EB auf?
Ich denke spätestens da war der mögliche Tatzeitraum annähernd 100%ig sicher.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 12:46
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Daher spricht in der Tat Einiges dafür, dass man frühzeitig hätte umschwenken sollen. Aber was ist, wenn die Angeklagte da partout nicht mitspielt?
Das ist es eben. Die TV sagt: ich war es nicht! Punkt. Dass den Anwälten bei alldem, was vorliegt, auch selbst Zweifel kamen, sie einiges hinterfragt und sicherlich mehr als 1x zu anderem geraten haben (zuletzt, was jetzt die Anhörung anging), ist wohl klar. Sie können aber eben nur mit dem arbeiten, was ihre Mandantin ihnen sagt oder worauf sie selbst besteht, und sei es noch so abstrus. Das ist nunmal ihr Job (wenn auch sicherlich kein einfacher - was eben diese verzweifelten Beweisanträge und Statements gut spiegeln).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:01
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Leuchtet auch ein, die Großeltern werden dazu gar nicht in der Lage sein.
Da ist ja das was G. bei ihrer Verhaftung am 6.11 wollte, dass der Sohn bei ihren Großeltern bleibt, auf der einen Seite verständlich dass er nicht auch noch sein Umfeld verliert, auf der anderen Seite irrsinnig, da die Großeltern selbst schon alt sind und teilweise auf Hilfe angewiesen sind.
Es gibt noch einen anderen Grund, warum es irrsinnig wäre, den Sohn bei den Großeltern zu lassen. Durch die Herausnahme aus dem gewohnten Umfeld in eine zum Glück nicht öffentlich bekannte Pflegefamilie ist er eben auch komplett aus dem ganzen randlichen Wahnsinn draussen. Wäre er bei den Großeltern geblieben, hätte er den ganzen Medienrummel, das Getratsche und die bestimmt nicht unerheblichen Sorgen der Großeltern abbekommen. Der Bub wird in seinem Leben noch einiges durch die (bislang rechtlich immer noch) mutmaßliche Tat seiner Mutter zu verarbeiten haben - gut, dass er da jetzt erst mal nicht mittendrin steckt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:26
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:ihr irrsinniges Bemühen, das Auffinden der Leiche von Fabian zu beschleunigen
Ich persönlich sehe in diesem irrsinnigen Bemühen ein anderes Motiv als den Kontakt zu MR.
Ihr muss klar gewesen sein, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis F. gefunden wird. Aber dann würde man u.U. jede Menge an Spuren finden, die auf sie hindeuten. Deshalb mussten Spuren von ihr dorthin, die sich harmloser erklären lassen.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wohl selten ist Fahndern ein solcher Schatz an belastenden Informationen in die Hände gefallen.
Perfekt ausgedrückt.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:war das Täterwissen, das Gina H. mit den Sightseeing-Touren zum Tatort Tümpel offenbarte
Ja, ihr Täterwissen!
Z.B. auch mit dem Bemühen, ein Alibi für den 10.10. ausgerechnet für die Stunden am Vormittag zu basteln, einem Zeitraum, an dem damals nur der Täter wissen konnte, dass hier etwas passiert ist.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Täterwissen und Motiv - das ergaben zwei tragende Säulen der Anklage.
Ganz genau!
Ich frage mich, warum Täterwissen und Motiv nicht schon längst für ein Urteil ausreichen und sich das Gericht so extrem viel Mühe bei den Indizien macht?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:48
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Es gibt noch einen anderen Grund, warum es irrsinnig wäre, den Sohn bei den Großeltern zu lassen. Durch die Herausnahme aus dem gewohnten Umfeld in eine zum Glück nicht öffentlich bekannte Pflegefamilie ist er eben auch komplett aus dem ganzen randlichen Wahnsinn draussen. Wäre er bei den Großeltern geblieben, hätte er den ganzen Medienrummel, das Getratsche und die bestimmt nicht unerheblichen Sorgen der Großeltern abbekommen. Der Bub wird in seinem Leben noch einiges durch die (bislang rechtlich immer noch) mutmaßliche Tat seiner Mutter zu verarbeiten haben - gut, dass er da jetzt erst mal nicht mittendrin steckt.
Ja da hast du vollkommen Recht, er hatte ja laut G. schon einiges davon in der Schule vor ihrer Verhaftung abbekommen, für ihn ist alles eh schon schlimm genug und man kann hoffen dass er dort bleiben kann, auch wenn das Ehepaar schon etwas älter ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:48
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich denke, dieses "wann wurde das Social Media Video hochgeladen" kann man sich doch eigentlich schenken... Es ist doch schlichtweg albern, das als Beweis heranzuziehen, wie sie denn auf die Gegend kam...
Darum geht's doch gar nicht. Ohm findet dieses Video interessant, weil es lt Aussage von Zeugen bereits am 13.10. von Raffaela hochgeladen worden sein soll, sie darin explizit u.a. den Ort Klein Upahl nennt und das ja für Täterwissen seitens Raffaela (!) sprechen könnte. So hat er seinen Beweisantrag begründet.

Es ist doch völlig klar, dass Ginas Story in der Einlassung genauso gelogen war wie die Story mit dem Schlittenfahren (CD) oder die Story mit dem Jagen bzw Tiereschauen bei ihrer ersten Einvernahme. Sie hat doch jedem was anderes erzählt.

Ich kann aber verstehen, dass Raffaela nicht in einen Tatverdacht gerückt werden möchte. Wenn also das Video mit dem Zeugenaufruf tatsächlich erst am 18.10. hochgeladen wurde, sollte sie das aufklären. Wenn das am letzten Prozesstag abgespielt Video tatsächlich bewusst zusammengeschnitten war, sollte das Konsequenzen haben. Es geht hier um die Aufklärung des Mordes an einem Kind, da hat so etwas keinen Platz!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:51
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Es gibt noch einen anderen Grund, warum es irrsinnig wäre, den Sohn bei den Großeltern zu lassen. Durch die Herausnahme aus dem gewohnten Umfeld in eine zum Glück nicht öffentlich bekannte Pflegefamilie ist er eben auch komplett aus dem ganzen randlichen Wahnsinn draussen. Wäre er bei den Großeltern geblieben, hätte er den ganzen Medienrummel, das Getratsche und die bestimmt nicht unerheblichen Sorgen der Großeltern abbekommen. Der Bub wird in seinem Leben noch einiges durch die (bislang rechtlich immer noch) mutmaßliche Tat seiner Mutter zu verarbeiten haben - gut, dass er da jetzt erst mal nicht mittendrin steckt.
Irrwitzige Diskussion.

Die Großeltern können nicht einmal mehr selbstständig den Alltag bewältigen und sollen jetzt noch ein kleines Kind großziehen. Die könnten bereits in ein oder zwei Jahren in einem Altenheim oder gar tot sein. Eine weitere traumatische Erfahrung für das Kind, erst recht wenn es in unmittelbarer Umgebung, sprich im selben Haushalt passiert.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:55
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:Die Großeltern können nicht einmal mehr selbstständig den Alltag bewältigen und sollen jetzt noch ein kleines Kind großziehen. Die könnten bereits in ein oder zwei Jahren in einem Altenheim oder gar tot sein. Eine weitere traumatische Erfahrung für das Kind, erst recht wenn es in unmittelbarer Umgebung, sprich im selben Haushalt passiert.
Ich gehe mal davon aus dass G. dachte sie wäre da gleich wieder draußen aus der U-Haft und sich alles schnell zu ihren Gunsten klären würde.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 13:59
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:Es ist doch völlig klar, dass Ginas Story in der Einlassung genauso gelogen war
Die Polizistin wurde doch befragt, ob social Media im Kontext zum Suchort eine Rolle spielten. Die hat das klar verneint.
26.08.2026 - 13:27 Uhr
Widerspruch bei Social-Media-Aussagen
Auf die Frage nach Informationen aus sozialen Medien antwortet Gina H.: „Nichts anderes, als was Matthias mir erzählt hat.“ Am Montag hatte sie dagegen erklärt, online auf Klein- und Groß Upahl als mögliche Suchorte gestoßen zu sein.

Richter Holger Schütt stoppt deshalb das Video und hakt bei der Polizistin nach. Hinweise darauf, dass Gina H. den Fundort aus sozialen Medien kannte, habe es später nicht gegeben, sagt die Zeugin.
Quelle: Live-Ticker zum Mordprozess um Fabian: Was verrät der geheimnisvolle Zeuge? | Regional | BILD.de https://share.google/EaNvkk6GknZXhhKqQ

(Man muss ziemlich weit runter und neu nachladen)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 14:14
Zitat von Gast81Gast81 schrieb:Wenn das am letzten Prozesstag abgespielt Video tatsächlich bewusst zusammengeschnitten war, sollte das Konsequenzen haben.
Das hoffe und denke ich - genauso, wie für den Zeugen Aluhut und seine Aktionen.

Es ist in diesem Fall wirklich unglaublich, was einige Menschen da mit NULL Bezug zum Fall und Beteiligten für Aktionen am Laufen haben. Da geht es nur um Klicks, Reichweite vergrößern, etc.

Ich kann verstehen, wenn Angehörige oder Freunde, die nicht an die Täterschaft glauben, aktiv sind - wie z.B. die Ehefrau von A Darsow.

Wenn hier aber Videos bewusst geschnitten werden, um diese im Prozess einbringen zu lassen, dann sollte das massive Konsequenzen haben und R hat ja schon rechtliche Schritte angekündigt. Wenn auch sie zum Teil kritisch zu sehen ist - wobei ich ihre Anfangsintention immer noch nachvollziehen kann, irgendwann war sie aber auch näher dran, den Prozess zu torpedieren als D zu "helfen" - ist es doch eine andere Nummer einer Person Täterwissen mit manipulierten Videos zu unterstellen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 14:18
Zitat von BohoBoho schrieb:Das hoffe und denke ich - genauso, wie für den Zeugen Aluhut und seine Aktionen.
Da Du schon zum zweiten Mal einen "Aluhut" erwähnst - wen meinst Du damit? Den Zeugen Max oder den "Privatermittler"?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 14:52
Mal eine ganz grundsätzliche Frage zu Gina's Verteidigern:

- Ohm ist Pflichtverteidiger - der wird natürlich erstmal vom Staat bezahlt

- Löcker ist Wahlverteidiger - Wer bezahlt den denn eigentlich die ganze Zeit?
So langsam müsste das ja in den 5-stelligen Bereich gehen nach den ganzen Monaten. Jetzt wurden ja noch Tage drangehängt (u.a. durch neue Beweisänträge der Verteidung). Und evtl wird es sich ja auch danach noch hinziehen, wenn sie in Revision gehen, sollte Gina verurteilt werden. Macht Matthias jetzt noch mehr Überstunden, übernehmen Oma und Opa das neben dem Kredit nun auch noch, hat sie andere Unterstützer? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das Ganze "pro bono" macht? Gab es dazu mal Infos?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

29.08.2026 um 15:04
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Mal eine ganz grundsätzliche Frage zu Gina's Verteidigern:

- Ohm ist Pflichtverteidiger - der wird natürlich vom Staat bezahlt

- Löcker ist Wahlverteidiger - Wer bezahlt den denn eigentlich die ganze Zeit?
So langsam müsste das ja in den 5-stelligen Bereich gehen nach den ganzen Monaten. Jetzt wurden ja noch Tage drangehängt (u.a. durch neue Beweisänträge der Verteidung). Und evtl wird es sich ja auch danach noch hinziehen, wenn sie in Revision gehen, sollte Gina verurteilt werden. Macht Matthias jetzt noch mehr Überstunden, übernehmen Oma und Opa das neben dem Kredit nun auch noch, hat sie andere Unterstützer? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das Ganze "pro bono" macht? Gab es dazu mal Infos?
Ich meine, dass es keine gesicherten Quellen dazu gibt (da müsste ich echt lange suchen), der Löcker aber mit einem vagen "wohl" (besser kann ich es grad nicht belegen) als zweiter Pflichtverteidiger fungiert. Das "Wahl" bezieht sich m. W. nur darauf, dass man schon auch beim PV zumindest bisserl mit aussuchen kann, lasse mich gerne von Rechtskundigen korrigieren, falls ich da völlig falsch denke. Ich hab auch noch eine Begründung - eben für den zweiten Pflichtverteidiger - im Kopf: Der Prozess hat eine derartige Relevanz, dass es mit nur einem Pflichtverteidiger, der dann wegen Hustenschnupfendepressionenprostatabeschwerden ausfällt, zu unguten Prozessverzögerungen kommen würde, weshalb ein zweiter PV, der dann adäquat mit eingebunden ist, nötig ist, damit der Prozess dann auch flüssig weitergeht. Ganz persönlich glaub ich nicht daran, dass MR oder sonstwer außer dem Staat respektive seiner Bürger den Löcker zahlt. Würde ich den selber zahlen, wäre der seinen Job schon los...


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