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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

35.778 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:07
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Die einfachere Variante ist mindestens genauso plausibel: Wenn Gina ihn am 10. Oktober tatsächlich abgeholt hat, ging Fabian spontan mit, weil er sie kannte und ihr vertraute.

ABER: ich verstehe durchaus den Sinn hinter dieser Theorie. Heimtücke. Hier geht's in Richtung Mord, besondere Schwere der Schuld etc.
Es ist doch so oder so ein heimtückischer Mord. Aber meinst du, sie ist spontan mit Messer im Gepäck am Freitag da aufgekreuzt, an einem Morgen, an dem er Schule gehabt hätte?
Irgendwoher muss sie ja gewusst haben, dass er zu Hause ist und Messer, Brandbeschleuniger und Streichhölzer eingepackt haben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:08
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:ist doch so oder so ein heimtückischer Mord. Aber meinst du, sie ist spontan mit Messer im Gepäck am Freitag da aufgekreuzt, an einem Morgen, an dem er Schule gehabt hätte?
Irgendwoher muss sie ja gewusst haben, dass er zu Hause ist und Messer, Branbeschleuniger und Streichhölzer eingepackt haben.
Alles richtig. Aber umgekehrt, also mit Verabredung, für mich noch absurder.
Und wieso muss sie sich vorher verabreden, um dann am Freitag an Messer und Brandbeschleuniger zu denken?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:09
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Fabian war 8 und hätte seiner Mutter jederzeit erzählen können: „Gina kommt morgen“ oder „Gina will mir etwas zeigen.“ Gerade ein angebliches „Sag Mama nichts“ hätte auch nach hinten losgehen können.
Ich glaube, es gibt durchaus Kinder, die Geheimnisse (und für Fabian wäre es ja ein Geheimnis gewesen) für sich behalten können. Gut möglich, dass Fabian dazu gehörte. Gina kannte ihn schließlich gut. Sie wird ihm klargemacht haben, dass das tolle Erlebnis nicht stattfinden kann, wenn er seiner Mutter etwas davon verrät.
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Dass Fabians Handy am 10. Oktober zu Hause blieb, beweist nicht, dass Gina ihm schon am Vortag gesagt hatte, er solle es dortlassen. Dafür gibt es keinen bekannten Beleg. Und ganz ehrlich : wozu auch?
Möglicherweise, damit sein Weg nicht später von der Polizei nachverfolgt werden kann. Was vielleicht auch möglich gewesen wäre, wenn Gina es nach dem Mord weggeworfen hätte.
Zitat von paddgopaddgo schrieb:wozu überhaupt die Verabredung am Vortag?
Damit sie sichergehen konnte, dass er am Freitagvormittag zu Hause ist.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:16
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Alles richtig. Aber umgekehrt, also mit Verabredung, für mich noch absurder.
Und wieso muss sie sich vorher verabreden, um dann am Freitag an Messer und Brandbeschleuniger zu denken?
Wieso würde sie extra - in Mordabsicht - nach Güstrow düsen, wenn er zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich in der Schule ist?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:38
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Möglicherweise, damit sein Weg nicht später von der Polizei nachverfolgt werden kann. Was vielleicht auch möglich gewesen wäre, wenn Gina es nach dem Mord weggeworfen hätte.
Das ist klar. Funktioniert aber auch ohne Verabredung.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Damit sie sichergehen konnte, dass er am Freitagvormittag zu Hause ist.
Und Gina soll derart überzeugend gewesen sein, dass er Bauchschmerzen vortäuscht?
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Wieso würde sie extra - in Mordabsicht - nach Güstrow düsen, wenn er zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich in der Schule ist?
Eben deshalb halte ich die Theorie für schwach und drehe es mal um: Wenn Gina am 9.10 gezielt in Mordabsicht nach Güstrow gefahren sein soll, müsste sie vorher gewusst haben, dass Fabian wegen Nasenblutens früher aus der Schule abgeholt worden war. Dafür kenne ich bislang keinen Belegt.

Dass Fabian tatsächlich früher zu Hause war, macht ein zufälliges Treffen möglich – aber es erklärt nicht, woher Gina das vorher hätte wissen sollen. Für eine geplante Fahrt mit dem Ziel, ihn zu treffen, fehlt genau dieses Bindeglied. Genau deshalb ist die Sichtung des Rangers am frühen Nachmittag rund 50 Meter von seiner Wohnung überhaupt relevant. Das beweist natürlich kein Treffen mit Gina – aber das Argument „sie hätte doch wissen müssen, dass er in der Schule ist“ greift faktisch nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:45
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Eben deshalb halte ich die Theorie für schwach und drehe es mal um: Wenn Gina am 9.10 gezielt in Mordabsicht nach Güstrow gefahren sein soll, müsste sie vorher gewusst haben, dass Fabian wegen Nasenblutens früher aus der Schule abgeholt worden war. Dafür kenne ich bislang keinen Belegt.
Du wirfst hier alles durcheinander, deshalb werde ich auch nicht weiter mit dir diskutieren.

Ich sprach vom Tattag, dem 10.10.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

12.09.2026 um 23:50
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:Du wirfst hier alles durcheinander, deshalb werde ich auch nicht weiter mit dir diskutieren.

Ich sprach vom Tattag, dem 10.10.
Nein. Du verstehst mich falsch. Ich habe ja geschrieben, dass ich die Sache mal umdrehe und absichtlich so getan, als hätte sie die Mordabsicht schon am 09.10 gehabt. Warum sollte sie sonst am 09.10 in Güstrow gewesen sein? Um sich zu verabreden für den 10.10?
Oder denkst du, dass die Begegnung zufällig und spontan war am 09.10? Warum parkt sie dann dort? Und woher wusste sie dann, dass Fabian am 09.10 zuhause mit Nasenbluten sitzt?

Eine Verabredung macht für mich aus Tätersicht schlicht keinen Sinn oder ist mindestens weniger plausibel.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 00:41
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Und woher wusste sie dann, dass Fabian am 09.10 zuhause mit Nasenbluten sitzt?
Er saß aber doch eben nicht zuhause, sondern bei einem Freund. Er wurde von dessen Mutter weggeschickt und ist von dort zum Jugendclub geradelt undvzwsr zur normalen Zeit, zu der er auch sonst in den Jugendclub radelt. Sowohl von seinem Zuhause aus als auch vom der Adresse des Freundes aus musste er an der Stelle vorbei, an der ein Zeuge G.s Auto gesehen hat.
Sie musste also nicht davon ausgehen, dass er mit Nasenbluten zuhause ist, sondern nur, dass er, wie er es wohl fast an jedem Tag getan hat, zur üblichen Zeit in den Jugendclub radelt.vFascdas sein üblicher Tagesablauf war, wird G gewusst haben. Ich bin sicher, dass er ihr oder ihrem Sohn in ihrem Beisein mal davon erzählt hat.

Für die Strecke hat er 5 Minuten länger als berechnet gebraucht.

GH ist eine geschickte Manipulatorin, die sogar erwachsene Männer mühelos um den Finger wickeln. Sie kannte Fabian seit mehreren Jahren ich bin sicher, dass die ihn schon vorher massiv beeinflusst hat ( um ihm von seinem Vater zu enttfremden) und dass die genau wusste, welche Register sie bei ihm ziehen muss, damit er tut, was sie sagt.
Das Argument, Kinder könnten kein Geheimnis bewahren lassen ich nicht gelten, denn das ist hundertmal widerlegt. Wie viele Kinder werden mehrfach über Wochen, Monate, manchmal sogar Jahre missbraucht, ohne sich den Eltern anzuvertrauen. Die Missbraucher wissen auch genau, wie sie ihren Opfern einschätzen können, sich niemanden anzuvertrauen.
Gina wird ohn schon dahingehend bearbeitet haben, dass er auch am nächsten Tag blau machen soll indem er Bauchschmerzen (!!!) vortäuschen soll und dass das ganze ein Geheimnis bleiben muss, von dem er seiner Mutter nichts erzählen darf.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 00:44
Um das voraus zu schicken: Ich bin nicht zwingend festgelegt, was die Frage „Verabredung am Vortag“ oder „Abholung auf gut Glück“ am Tattag anbelangt. Für beide Versionen gibt es beachtenswerte Argumente.
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Und wozu überhaupt die Verabredung am Vortag? Fabian kannte Gina und vertraute ihr. Wenn sie am Freitag spontan vor der Tür stand und sagte „Komm mal kurz mit“ oder „Ich will dir was zeigen“, brauchte sie gar keine Vorbereitung.
Das ist mir dann aber doch etwas zu platt. Ich glaube schon, dass eine Vorbereitung in Form einer Verabredung am Vortag durchaus von Vorteil für Gina H. gewesen wäre: Dadurch konnte sie sicher sein, dass Fabian zu bestimmter Zeit zu Hause war - und so ließ sich gewährleisten, dass der Junge abfahrbereit parat stand und sich der Aufenthalt in Güstrow zeitlich auf ein Minimum beschränken ließ (wichtig, um möglichst keinen Zeugen aufzufallen).


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 00:52
Ich habe eine Frage an @RitterTrenk, der sich ja0 offensichtlich sehr gut in der StPO auskennt.

Ich war mal als Besucher in einem Prozess, in dem es tatsächlich ähnlich, wie im Verfahren gegen Gina H lief. Auch da wollte der Angeklagte gegen den ausdrücklichen Rat seines Verteidigers unbedingt eine Einlassung abgegeben, zu dieser aber keine Fragen beantworten. Nach der Einlassung hat ihm der Richter genau wie der vorsitzende Richter im Verfahren gg. Gina H. erklärt, dass er und andere Prozessbeteiligte vielleicht das ein oder andere bei der Einlassung nicht richtig verstanden hätten und dass seien Antworten auf eventuelle Fragen dazu beitragen würden, die Einlassung richtig zu verstehen. Ohne seine Antworten würden stattdessen Fragen offen und Missverständnisse bestehen bleiben. Daraufhin hat sich der Angeklagte bereit erklärt, Fragen zu beantworten - so wie Gina H auch.

Nach ein paar Fragen hat er aber gemerkt, dass das ganze nicht so lief, wie er sich das vorgestellt hat und die Fragen schon ziemlich unangenehm wurde, er zu vielen auch nicht wirklich befirdiegende Antworten geben konnte.
Daraufin hat sien Anwalt verkündet, dass er keine weiteren Fragen beantworten will.
Der Richter hat draufhin gesagt, dass das so nicht ginge. Da er bereits Fragen beantwortet habe, und nicht pauschal abgekehnt hat, Fragen zu beantworten, durften alle weiteren Fragen gestellt werden und er musste jeweils sagen, dass er sich dazu nicht äußern will. Das hat der gute Mann gerade mal zwei oder drei Fragen lang ausgehalten. Er hat an der Fragestellung gemerkt, dass jeweils ein Detail aus seiner Einlassung aus seiner Sicht falsch gedeutet worden ist und das wollte er dann unbedingt korrigieren. Letztendlich hat er zu so gut wie allen Fragen eine Antwort geliefert und sich insgesamt massiv geschadet.

Ist das tatsächlich so vorgeschrieben, dass wenn einmal mit Antworten auf Fragen angefangen wurde, die Angeklagte die Beantwortung von weiteren Fragen nicht mehr pauschal ablehnen kann?
Wenn ja, bin ich sicher, dass auch GH genau in das gleiche Fettnäpfchen springt und zwar bis zum Hals. Sie kann nämlich auch nicht Details, die ihr nicht gefallen, unkommentiert stehen lassen und meint, wenn sie ihren verlogenen Senf dazu gibt, kann sie das Gericht vom Gegenteil überzeugen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 01:14
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Und auch der Angeklagten selbst scheint diese Fragestellung wichtig zu sein. Mich macht es stutzig, dass Gina H. sich so vehement gegen den Eindruck wehrt, sie könnte am 9. Oktober in Güstrow gewesen sein. Warum sonst hat sie energisch die Aussage von Christian D. dementiert, man sei an diesem Tag nur eine Stunde -maximal bis 14 Uhr- am Krebssee spazieren gegangen?

Die von ihr nun genannte Aufenthaltsdauer (14.30 Uhr bis 15 Uhr) diente erkennbar nur einem Ziel: eine potenzielle Begegnung mit Fabian in Güstrow für unmöglich zu erklären. Auch dafür wiederum wird Gina H. ihre Gründe haben.
Dass im Hinblick auf die angebliche vergessene Portemonnaie Story am Tattag, bei der sie nach der letzten Anpassung ihrer Aussage - ich war doch noch schnell Zuhause, das Portemonnaie holen - meinte, dass sie sich ja wohl nicht an jede Kleinigkeit erinnern könne.

Dass am 9.10. aber ihr Handy im Auto in der Ladeschale lag, bis sie es klingeln hörte, daran konnte sie sich noch sehr detailreich erinnern. Was im übrigen dann doch auch wieder nicht passte, weil sie ja mit CD hin und her schrieb. Dazu meinte sie in einer ihrer diversen Aussagen Anpassungen, man hätte regelmäßig nebeneinander gesessen und sich geschrieben (das war die Alters"Diskussion" mit dem Richter).
Zitat von timmy123timmy123 schrieb:Ansonsten könnten durchaus auch manche Zufälle im Spiel gewesen sein, z.B. er schaut zum Fenster raus und sieht ihr Auto, als sie herfährt.

Aber hat sie sich nicht - wie so oft - mit einer eher nebensächlichen Bemerkung ("Ich weiß ja gar nicht, wo er da oben wohnte") mal wieder verraten? Was hätte der Mord, der von einem Mister X verübt worden wäre, mit der Wohnung zu tun??
Alleine das "oben" legt ja schon dar, dass sie sehr wohl weiß, wo er wohnt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 01:26
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Alles richtig. Aber umgekehrt, also mit Verabredung, für mich noch absurder.
Und wieso muss sie sich vorher verabreden, um dann am Freitag an Messer und Brandbeschleuniger zu denken?
Weil es für einen geplanten wichtig wäre zum Zeitpunkt der Verabredung des Abholens des geplanten Mordopfers auch die Tatutensilien dabei zu haben.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Ich glaube, es gibt durchaus Kinder, die Geheimnisse (und für Fabian wäre es ja ein Geheimnis gewesen) für sich behalten können. Gut möglich, dass Fabian dazu gehörte. Gina kannte ihn schließlich gut. Sie wird ihm klargemacht haben, dass das tolle Erlebnis nicht stattfinden kann, wenn er seiner Mutter etwas davon verrät.
Ich vermute eher einen negativen Druck - wenn Du etwas erzählst, dann darfst Du Deinen Vater nie wieder sehen, machst den sehr traurig, etc. Das hätte bei einem Kind, wie Fabian beschrieben wurde, sicher gezogen und würde auch seinen bedrückten Gemütszustand am 9.10. abends erklären.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 01:49
Zitat von BohoBoho schrieb:Ich vermute eher einen negativen Druck - wenn Du etwas erzählst, dann darfst Du Deinen Vater nie wieder sehen, machst den sehr traurig, etc. Das hätte bei einem Kind, wie Fabian beschrieben wurde, sicher gezogen und würde auch seinen bedrückten Gemütszustand am 9.10. abends erklären.
Frage: das scheint an mir vorbeigegangen zu sein. Wer hat das ausgesagt, dass er bedrückt war am 9.10. - Dorina?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 02:02
Zitat von BohoBoho schrieb:
Zitat von timmy123timmy123 schrieb:Aber hat sie sich nicht - wie so oft - mit einer eher nebensächlichen Bemerkung ("Ich weiß ja gar nicht, wo er da oben wohnte") mal wieder verraten? Was hätte der Mord, der von einem Mister X verübt worden wäre, mit der Wohnung zu tun??
Alleine das "oben" legt ja schon dar, dass sie sehr wohl weiß, wo er wohnt.
Sie wird ihn ja sicherlich auch öfters schon abgeholt oder nach Hause gefahren haben.

Mal hat er vielleicht irgendwas vergessen und sagte: ich geh schnell nochmal hoch und hol es. Wenn Gina ihn abholte, dann könnte Dorina geschrieben haben, dass sie Fabian dann runter schickt.

Gina muss nie an der Wohnungstüre gewesen sein, oder genau gewusst haben in welchem Stockwerk oder ob die rechte, mittlere oder linke Wohnung zu Fabian gehört und somit ist für mich der Satz von ihr "Ich weiß ja gar nicht, wo er da oben wohnte", überhaupt kein Indiz, dass sie sich verraten hat oder sie lügt. Sie wusste sicherlich schon jahrelang, dass er "oben" wohnt, aber nicht genau wo "oben".


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 06:40
Zitat von antonialunaantonialuna schrieb:Frage: das scheint an mir vorbeigegangen zu sein. Wer hat das ausgesagt, dass er bedrückt war am 9.10. - Dorina?
Soviel ich mich erinnere ging es ihm nach dem Telefonat mit seinem besten Freund nach Angaben seiner Mutter schlecht. Ob das seelischer oder körperlicher Natur weiss ich nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 08:13
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Nasenbluten zuhause ist, sondern nur, dass er, wie er es wohl fast an jedem Tag getan hat, zur üblichen Zeit in den Jugendclub radelt.vFascdas sein üblicher Tagesablauf war, wird G gewusst haben. Ich bin sicher, dass er ihr oder ihrem Sohn in ihrem Beisein mal davon erzählt hat.
Ok. Möglich. Ich will nicht vehement gegen solche Theorien dagegen reden (@Tiergarten). Aber auch hier würde dann die Aussage des Zeugen in sich zusammenfallen, der Ginas Auto in der Nähe des Hauses am 09.10 gesehen hat. Wir hätten nun nicht ein einziges Indiz dafür, dass sie am 09.10 in Güstrow war.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 08:31
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich habe eine Frage an @RitterTrenk, der sich ja0 offensichtlich sehr gut in der StPO auskennt.

Ich war mal als Besucher in einem Prozess, in dem es tatsächlich ähnlich, wie im Verfahren gegen Gina H lief. Auch da wollte der Angeklagte gegen den ausdrücklichen Rat seines Verteidigers unbedingt eine Einlassung abgegeben, zu dieser aber keine Fragen beantworten. Nach der Einlassung hat ihm der Richter genau wie der vorsitzende Richter im Verfahren gg. Gina H. erklärt, dass er und andere Prozessbeteiligte vielleicht das ein oder andere bei der Einlassung nicht richtig verstanden hätten und dass seien Antworten auf eventuelle Fragen dazu beitragen würden, die Einlassung richtig zu verstehen. Ohne seine Antworten würden stattdessen Fragen offen und Missverständnisse bestehen bleiben. Daraufhin hat sich der Angeklagte bereit erklärt, Fragen zu beantworten - so wie Gina H auch.

Nach ein paar Fragen hat er aber gemerkt, dass das ganze nicht so lief, wie er sich das vorgestellt hat und die Fragen schon ziemlich unangenehm wurde, er zu vielen auch nicht wirklich befirdiegende Antworten geben konnte.
Daraufin hat sien Anwalt verkündet, dass er keine weiteren Fragen beantworten will.
Der Richter hat draufhin gesagt, dass das so nicht ginge. Da er bereits Fragen beantwortet habe, und nicht pauschal abgekehnt hat, Fragen zu beantworten, durften alle weiteren Fragen gestellt werden und er musste jeweils sagen, dass er sich dazu nicht äußern will. Das hat der gute Mann gerade mal zwei oder drei Fragen lang ausgehalten. Er hat an der Fragestellung gemerkt, dass jeweils ein Detail aus seiner Einlassung aus seiner Sicht falsch gedeutet worden ist und das wollte er dann unbedingt korrigieren. Letztendlich hat er zu so gut wie allen Fragen eine Antwort geliefert und sich insgesamt massiv geschadet.

Ist das tatsächlich so vorgeschrieben, dass wenn einmal mit Antworten auf Fragen angefangen wurde, die Angeklagte die Beantwortung von weiteren Fragen nicht mehr pauschal ablehnen kann?
Wenn ja, bin ich sicher, dass auch GH genau in das gleiche Fettnäpfchen springt und zwar bis zum Hals. Sie kann nämlich auch nicht Details, die ihr nicht gefallen, unkommentiert stehen lassen und meint, wenn sie ihren verlogenen Senf dazu gibt, kann sie das Gericht vom Gegenteil überzeugen.
Bitte mein Wissen nicht überschätzen :)

Klingt schon sehr grenzwertig, was du berichtest.
Zwingend ist das geforderte "Einzel-Schweigen" jedenfalls absolut nicht. Dass die Fragen trotz Verweigerung noch einzeln weiter gestellt werden, ist nicht völlig unüblich, weil etwa die Staatsanwaltschaft die Nichtbeantwortung protokolliert haben will. Aber das Ganze darf dann nicht den Charakter einer Ausübung von Druck oder einer Falle für einen impulsiven Angeklagten zur Aushebelung seines (auch teilweisen) Schweigerechts bekommen, wie es hier etwas wirkt. Wäre interessant, ob die Verteidigung der Verwertung der späteren Aussagen widersprochen und sie dann trotzdem Niederschlag im Urteil gefunden haben. Wenn ja, könnte man über einen Revisionsgrund nachdenken.

Falls es bei Gina irgendwann zu einem Abbruch der Beantwortung von Fragen kommt, was ich nicht für ganz unwahrscheinlich halte (StA und besonders Nebenklage werden wohl nochmal "bissiger" fragen als der auch schon unnachgiebige Vorsitzende), denke ich, dass die Kammer anders agieren würde. Man würde Gina nochmal erläutern, dass die Beantwortung der Fragen zur Vermeidung von Widersprüchen ja wichtig sein könnte etc und ihr erklären, dass man aus der Verweigerung auch nachteilige Schlüsse ziehen könnte, es dann aber dabei belassen, wenn sie weiter schweigt. Man "braucht" ihre weiteren Antworten jetzt auch einfach nicht mehr dringend genug, um sich dort jetzt womöglich in das Fahrwasser eines Revisionsgrunds zu bewegen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 10:11
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sie musste also nicht davon ausgehen, dass er mit Nasenbluten zuhause ist, sondern nur, dass er, wie er es wohl fast an jedem Tag getan hat, zur üblichen Zeit in den Jugendclub radelt.vFascdas sein üblicher Tagesablauf war, wird G gewusst haben. Ich bin sicher, dass er ihr oder ihrem Sohn in ihrem Beisein mal davon erzählt hat.
Zitat von paddgopaddgo schrieb:Ok. Möglich. Ich will nicht vehement gegen solche Theorien dagegen reden (@Tiergarten). Aber auch hier würde dann die Aussage des Zeugen in sich zusammenfallen, der Ginas Auto in der Nähe des Hauses am 09.10 gesehen hat. Wir hätten nun nicht ein einziges Indiz dafür, dass sie am 09.10 in Güstrow war.
Das verstehe ich nicht - in mehrfacher Hinsicht.

Warum soll die Aussage des Zeugen in sich zusammengebrochen sein und es nun kein einziges Indiz mehr dafür geben, dass Gina H. am 9.10. in Güstrow war?

1.
Ich sehe keinen Grund dafür, die Sichtung des Wagens zur fraglichen Zeit in der Ulmenstrasse als Fata Morgana des Zeugen einzustufen.

2.
Es gibt neben der Fahrzeugsichtung sehr wohl weitere Anhaltspunkte dafür, dass es an dem Tag zu einer Begegnung zwischen (mutmasslicher) Täterin und Opfer gekommen sein könnte.

So haben Experten des Ermittlerteams herausgefunden, dass es am 9.10. zwischen ca. 14.15 Uhr und 14.30 Uhr ein Zeitfenster gab, in dem sich die Wege von Gina H. und Fabian kreuzen konnten.

Als einer der wahrscheinlichen Orte dafür gilt die Ulmenstrasse, die der Junge in aller Regel nutzte, um von seiner Wohnung (oder auch von seinem Freund) zum Jugendclub zu radeln. In eben jener Straße wurde der parkende Ranger von Gina H. zu relevanter Zeit gesehen - und just an diesem Tag brauchte Fabian für diese Strecke fünf Minuten länger als sonst. Möglicher Grund: Er wurde aufgehalten und in ein Gespräch verwickelt.

Laut Auswertung der Handydaten von Gina H. hat die Angeklagte am 9.10. zwischen 14.14:07 Uhr und 14.25:36 Uhr ein Telefongespräch mit einer Mitarbeiterin der AWO geführt. Um 14.26 Uhr registrierte ihr Handy dann für kurze Zeit „WALK“, also „gehen“.

Demnach könnte es sein, dass GH das Gespräch während des Parkens in der Ulmenstrasse führte und dann, als sie Fabian sah, das Auto verließ und auf ihn zuging. Immerhin deckt sich dieser Zeitpunkt mit der Phase, in der das Kind sich auf dem Weg zum Jugendclub befand.

Und noch eine Anmerkung zu der Frage, ob Gina H. am frühen Nachmittag überhaupt hätte in Güstrow sein können, weil sie doch mit Christian D. am Krebssee spazieren war: Da gibt es einen auffälligen, bedeutsamen Widerspruch hinsichtlich der Dauer dieses Aufenthalts. CD sprach von 13 Uhr bis maximal 14 Uhr; GH nannte jetzt in der richterlichen Vernehmung 14.30 Uhr bis 15 Uhr als Zeitpunkt der Beendigung des Spaziergangs - aus für mich durchsichtigen Gründen.

Also: Ob es tatsächlich zu einem Treffen mit einer eventuellen Verabredung für den nächsten Tat kam, ist nicht erwiesen, aber absolut im Bereich des Möglichen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 10:44
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Mal hat er vielleicht irgendwas vergessen und sagte: ich geh schnell nochmal hoch und hol es. Wenn Gina ihn abholte, dann könnte Dorina geschrieben haben, dass sie Fabian dann runter schickt.

Gina muss nie an der Wohnungstüre gewesen sein, oder genau gewusst haben in welchem Stockwerk oder ob die rechte, mittlere oder linke Wohnung zu Fabian gehört und somit ist für mich der Satz von ihr "Ich weiß ja gar nicht, wo er da oben wohnte", überhaupt kein Indiz, dass sie sich verraten hat oder sie lügt. Sie wusste sicherlich schon jahrelang, dass er "oben" wohnt, aber nicht genau wo "oben".
Mein Gedanke war folgender:
Sie erwähnt von sich aus die Wohnung von F. und bringt es in Zusammenhang mit dem Verschwinden bzw. den Mord ("Ich weiß ja noch nicht mal, wo er da oben wohnte").
Sie sagt damit indirekt, dass der Täter ihn an der Wohnung abgeholt hat.
Das meinte ich mit Täterwissen.
Und so gibt es m.E. viele Beispiele, bei denen sie sich ganz ohne Not verplappert und sich verrät, ohne es zu merken.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

13.09.2026 um 11:26
Zitat von WMWM schrieb:Soviel ich mich erinnere ging es ihm nach dem Telefonat mit seinem besten Freund nach Angaben seiner Mutter schlecht. Ob das seelischer oder körperlicher Natur weiss ich nicht.
Und im Jugendklub fiel auf, dass er bedrückt war, als er dort ankam. Das waren mit die ersten Zeugenaussagen.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Gina muss nie an der Wohnungstüre gewesen sein, oder genau gewusst haben in welchem Stockwerk oder ob die rechte, mittlere oder linke Wohnung zu Fabian gehört und somit ist für mich der Satz von ihr "Ich weiß ja gar nicht, wo er da oben wohnte", überhaupt kein Indiz, dass sie sich verraten hat oder sie lügt. Sie wusste sicherlich schon jahrelang, dass er "oben" wohnt, aber nicht genau wo "oben".
Ja klar, 4 Jahre lang hat die "Ziehmutter" das Kind liebevoll versorgt (um es dann nach GH zu ergänzen, das von der Mutter nachlässig versorgte und vom Vater geschlagene Kind) und in diesen 4 Jahren hat sich das Kind NIE dazu geäußert, in welchem Stockwerk es wohnt, welches denn das Fenster von seinem Zimmer ist, wenn er abgeholt wurde oder so banale Dinge, wie Licht ist an in der Wohnung, wenn ihn GH heimbringt. Natürlich wird auch nie ein Fabian oder die Mutter mal zum Fenster rausgeschaut haben, wenn GH unten stand und auf ihn wartete.

Wenn ich den 4-8jährigen Sohn meines Partners heimbringe und ihn unten an der Straße rauslasse, dann mache ich außerdem sicher, dass er auch in der Bude sicher bei Mutter ankommt und braus nicht einfach weg.

Aber natürlich....bei GH ist das alles anders....sie weiß nichts und ihr Name ist Hase.


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