Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

34.783 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 18:21
Zitat von AdsonAdson schrieb:Die Verteidiger unternehmen nicht einmal den Versuch einer alternativen Erklärung,
Die Verteidiger haben bereits vor einiger Zeut mit dem Fall angeschlossen - darauf deuten fast alle Aussagen, die sie über Gina treffen, hin. In letzter Zeit hört man nicht mehr, dass die Mandantin unschuldig ist, sondern dass sie versucht verstanden zu werden, dass sie 10h durchgehalten hat etc. Nichts Inhaltliches, nur prozessual.

Ich vermute:
-Gina hat ihnen nie reinen Wein eingeschenkt und beteuert auch hier ihre Unschuld
-Sie selber wissen aber, dass das nicht stimmt
-Gina lügt sie genauso an wie alle anderen
-Gina wechselt auch Richtung Verteidigung ständig ihre Versionen
-Die Verteidigung sieht vor diesem Hintergrund keinen Ansatz, sie strategisch zu verteidigen
-Die Verteidigung hat ihr deutlich davon abgeraten, sich einzulassen oder Fragen zu beantworten
-Die Verteidigung hat ihr deutlich gesagt, wie die Chancen stehen
-Die Verteidigung hat ihr gesagt, dass ein Geständnis die Länge der Strafe reduzieren könnte


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:15
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Das Lügen per se dient einfach nicht gut als Beweis, auch bei ihr nicht.
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Aber es geht ja hier dezidiert um das Lügen in Bezug auf sehr tatrelevante Umstände, z.B. die Bankgeschäfte oder die Autoreinigung. Dass sie hier aus irgendwelchen anderen Motiven (welche auch immer) lügt, kann man mE ausschließen. Auch dann sind die Lügen kein alleiniger Tatnachweis, ebenso wenig wie alle anderen Indizien, aber eben doch auch für sich stehend mehr oder wenig stark belastende Indizien.
Ich finde das Lügen von Gina H. vor Gericht auf jeden Fall gravierend. Es mag keinen Beweischarakter haben, aber entlarvend ist es schon - und das in mehrfacher Hinsicht.

Besonders ins Gewicht fällt dies dort, wo es um wichtige Bestandteile der Anklage und die Gegenwehr von Gina H. geht. Das berührt zum Beispiel ihr Alibi für den Vormittag des 10. Oktober.

Da hat die 30-Jährige zunächst die Version gestrickt, dass sie die ganze Zeit mit Olaf K., ihrem Nachbarn, zusammen war und „die Pferde gemacht“ habe. Darauf schwor sie ihn auch noch ausdrücklich ein.

Dann stellte sich heraus, dass Olaf K. tatsächlich
zwischendurch mit seinem Pkw nach Bützow unterwegs gewesen war. Flugs schaltete Gina H. um und gab Matthias R. in einem abgehörten Gespräch in der JVA folgende Variante preis:
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb am 09.07.2026: „Das Schlimme ist halt, dass ich am Freitag eine Stunde, eineinhalb Stunden halt alleine war. Vormittags. Mit Leo unterwegs. Alleine. Im Wald. Bei Lohmen. Aber das verwenden die halt gegen mich. Weil ich halt nicht mit Olaf war, wie ich gesagt habe. Aber er war in Richtung Bützow unterwegs! Ich war hinten bei Lohmen
https://m.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-prozess-um-fabian-polizist-schliesst-andere-taeter-aus-69f2f4ded6078134c45a3b9c#6a4f9719fe4170d03593b901
Und auf die Erkenntnis, dass ihr auffälliger Wagen kurz vor 11 Uhr in Güstrow in unmittelbarer Nähe von Fabians Wohnung gefilmt worden war, hatte Gina H. plötzlich die Erklärung parat, dass sie im Gegensatz zu ihrer ursprünglichen Aussage doch in Güstrow gewesen sei - aber nicht wegen Fabian, sondern zu einem Bankgeschäft im Auftrag ihrer Großmutter.

Auch das entpuppte sich als eine mehr als windige Geschichte. Gina H. widersprach sich bezüglich des Auftrags für diesen Bankbesuch, in Bezug und die Bankkarte und das Portemonnaie - und es stellte sich heraus, dass sie nie (wie behauptet) 1500 Euro abgehoben hatte.

Das sind keine Nebensächlichkeiten. Hier geht es konkret um die Frage, ob sie für den Zeitraum des Abholens und der Ermordung von Fabian ein Alibi aufweisen kann.

Dass sie sich dabei heillos in Lügen und Widersprüche verstrickte, betrachte ich als sehr wohl relevant für die Frage ihrer Schuld. Warum hätte Gina H. zu solchen Mitteln greifen müssen, wenn sie in der Lage gewesen wäre, stringent und schlüssig darzulegen, dass sie nicht als Mörderin in Betracht kommen kann?


3x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:24
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Mein Problem mit dieser Argumentation ist, schon für den hinreichenden Tatverdacht darf es kein wahrscheinliches Alternativszenario geben, ebenso für den Haftbefehl, später müsste man aus der U-Haft entlassen werden und es dürfte weder Anklage erhoben noch zugelassen werden. Also nur wenn bis zum Hauptverfahren kein wahrscheinliches Alternativszenario gibt, kommt es überhaupt zu diesem. Es ist also eine notwendige Voraussetzung für ein Hauptverfahren. Wenn man jetzt argumentiert, das Fehlen dieses Alternativszenarios wäre schön Beweis genug, bräuchte man das Hauptverfahren als Instanz des Schuldnachweises eigentlich nicht mehr.
Ich weiß glaube ich, was du meinst. Im Ergebnis finde ich das aber nicht überzeugend/richtig. Es kann ja durchaus von Anfang an ein konkretes mögliches Alternativszenario geben, dass die entscheidenden Stellen aber eben zu den Entscheidungszeitpunkten über Anklageerhebung, U-Haft und Anklagezulassung als (deutlich) unwahrscheinlicher bewerten als die Täterschaft der Angeschuldigten/Angeklagten. Eine solche Bewertung kann sich ja aber als Ergebnis der Hauptverhandlung auch ändern, vergleichbar mit den Entwicklungen im Badenwannenfall oder Eiskellerfall, in denen zu einem viel späteren Zeitpunkt auch plötzlich viel mehr für eine von Anfang an in Betracht gezogene Unfallthese sprach. Auch kann sich ja plötzlich ein Zeuge im Rahmen einer Vernehmung so widersprüchlich und verräterisch äußern, dass er plötzlich als wahrscheinlicherer Täter erscheint.

Formal kann man die Abwesenheit von entlastenden Umständen nicht zusätzlich belastend werten. Aber man hat bei der Bewertung der Schuld und der Gesamtwürdigung auch keine Scheuklappen auf. Und da macht es (jedenfalls in einem engen Fall, hier ist das Ergebnis ja ohnehin sonnenklar) eben doch einen Unterschied für den Richter, ob ich bei der Gesamtwürdigung von belastenden Indizien auch weiß, dass nur der/die Angeklagte für den nun einmal sicher geschehenen Mord in Frage kommt, oder aber die belastenden Indizien gegen einen Angeklagten bewerte, während man in der Hauptverhandlung auch tagelang ernsthaft über einen konkreten anderen Täter nachgedacht und dazu Zeugen gehört hat etc.

Aber wird vielleicht etwas theoretisch hier :)


2x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:36
@rabunsel
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Nein die Verteidigung hat nicht automatisch Einblick in die gesamte Ermittlungsakte und nicht alles aus den Ermittlungsakten kommt in die Prozessakten. Die Verteidigung kann Einblick einfordern und der Richter entscheidet dann ob die StA das rausrücken muss. Der Einblick kann beispielsweise wegen den Persönlichkeistrechten Dritter verwehrt werden.
So pauschal stimmt das doch nicht, oder?
Die Verteidigung bekommt selbstredend Akteneinsicht in sämtliche Akten, die die Ermittlungen gegen ihren Mandanten betreffen. Persönlichkeitsrechte hin oder her. Diese Partei kann sich ja nur ausreichend verteidigen, wenn Alles bekannt ist, was die Gegenseite gegen den Mandanten einbringen kann.

Was Du vielleicht meinst ist, dass die Verteidigung keine Akteneinsicht erhält in die Ermittlungsakten, wenn es gegen weitere mögliche Tatverdächtige geht. Wenn gegen diese der Tatverdacht ausgeschlossen wurde, so wären in der Tat deren Persönlichkeitsrechte betroffen. Da gibt es aber dann auch nichts, was substantiell der Verteidigung helfen könnte.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:43
Was ist eigentlich mit der Geschichte, als Gina zu M sagte, der Staatsanwalt haette gesagt, wenn sie zugibt, daß sie es war, kriegt sie 15 Jahre, ansonsten 25 Jahre?


2x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 19:47
Zitat von TsunamisnapTsunamisnap schrieb:Was ist eigentlich mit der Geschichte, als Gina zu M sagte, der Staatsanwalt haette gesagt, wenn sie zugibt, daß sie es war, kriegt sie 15 Jahre, ansonsten 25 Jahre?
Ich glaube nicht, dass wir davon noch was hören.
Ich glaube sie hat einfach zu viele Krimis gesehen.


2x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:08
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:Ich glaube sie hat einfach zu viele Krimis gesehen.
Bei ihrer Smartphonezeit hätte sie das wohl eher besser mal gemacht.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:15
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Christian war der Grund für den Ausflug mit Nachtsichtgerät im fremden Revier und es ging von ihm aus (seine Aussage diesbezüglich gelogen) - ach nein, sie brauchte nur einen Vorwand, um sich mit Christian zu treffen - ach nein, Social Media war der Grund - ach nein, Matthias hatte es erzählt (in einem Telefonat, das es gar nicht gab) - Indizien zeigen etwas anderes.
Heike hatte die Idee mit der Leine und fuhr mit dem Rollator nochmal über den Acker für's Alibi (alles andere ist gelogen - Indizien zeigen etwas anderes. Mit Olaf besprach sie direkt auch ein Alibi, obwohl er ihr aufgrund eines abhelehnten "Heiratsantrags" (es ging aber wohl nur um eine Versicherung) das Liebste nehmen und sie zerstören wollte (länger vorher) - laut ihrer Aussage hatte er auch schon einen Mord begangen. Finanziell war sie gar nicht abhängig von Matthias, hatte am Monatsende 500 Euro übrig und wollte die Beziehung eigentlich gar nicht mehr, das ging von ihm aus (Indizien vor der Tat zeigen etwas anderes) - auch jetzt noch. Bankgeschäfte sollte sie für die Großeltern machen, allerdings wurden sie nie gemacht und alle Beweise zeigen, auch nie nachgeholt bzw überhaupt beauftragt. Die Bankkarte in der Sattelkammer vergessen - ach nein - das gesamte Portemonnaie - aber auch nicht wieder nach Hause gefahren deswegen - ach nein, anscheinend doch, denn man war ja direkt danach mit Portemonnaie im Edeka gefilmt worden mit dem Sohn. Sie war nie in Klein Upahl vorher - ach doch: zum Schlitten fahren mit den Kids - ach doch - mit dem Hund und dem Lütten spazieren gehen dort am Tattag - ach - der Lütte war ja gar nicht dabei - da habe sie sich versprochen, denn der war ja in der Schule. Handy wurde dann für längere Zeit ausgemacht (1x seit Besitz des Smartphones, abgesehen von einigen Minuten bei Inbetriebnahme) um den Kopf frei zu bekommen nach den Streitereien mit Matthias - ach doch nicht - es hatte nur genervt, dass Christian nicht sofort geantwortet hatte auf das Foto - erst ca 90 Sekunden später.
Ich habe bestimmt viele Dinge vergessen.
Ja, einiges (aber: genial)!
Tümpelsichtung mit Olaf, das Messer, die Wohnung oben, die Bauchschmerzen, die Flucht ins Ausland ...

Könntest Du also bitte noch die Fortsetzung (Teil 2) liefern?
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Es wirkt auf mich manchmal, als würde sie da einen Film nachspielen...
Ganz genau, aber ein ganz übles C-Movie mit einer Prise Rosamunde Pilcher ("Das Liebste nehmen" - kam plötzlich bei Olaf vor, davor aber schon mal mit Matthias).

Wenn es nicht so furchtbar tragisch und traurig wäre, könnte man fast lachen ...


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:22
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich kann Dir nicht folgen, wer hat denn sonst noch gelogen?
Vermutlich die Unwahrheit gesagt haben:

Matthias R
Max (der Zeuge vom 02.07.)
Die Schülerin
Die Schüler
Die Großmutter

Natürlich sind das unterschiedliche Dinge und nicht in jedem Fall absichtliche Lügen. Nur wenn man diesen Zeugen glauben würde, dann würden viele anderen Indizien nicht mehr möglich.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:33
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:
Zitat von MINKA123MINKA123 schrieb:Ich glaube sie hat einfach zu viele Krimis gesehen.
Bei ihrer Smartphonezeit hätte sie das wohl eher besser mal gemacht.
Stimmt auch wieder. Bei den Krimis wird der Mörder am Schuss immer überführt.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 20:55
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Nein - es reicht, Zweifel zu saehen.
Die Verteidigung muss kein (stimmiges) Alternativszenario entwerfen.
Ein halbwegs plausibles Alternativszenario ist eines der besten Mittel, um eben die beabsichtigten Zweifel zu säen. Natürlich ist es nicht das einzig mögliche und vielleicht im Einzelfall auch überhaupt unnötig - aber wenn man nichts hat *und* auch kein Alternativszenario, dann wird es eben eng.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:00
Zitat von AdsonAdson schrieb:Ein halbwegs plausibles Alternativszenario ist eines der besten Mittel, um eben die beabsichtigten Zweifel zu säen. Natürlich ist es nicht das einzig mögliche und vielleicht im Einzelfall auch überhaupt unnötig - aber wenn man nichts hat *und* auch kein Alternativszenario, dann wird es eben eng.
Also wenn ich tatverdächtig und angeklagt bin - dann werde ich Zweifel säen und meine Unschuld beweisen, aber doch nicht noch einen altermativen Täter präsentieren. Wie auch?

Zumal es in dem Verfahren ja um mich geht. Und nicht um die Tat an sich.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:07
Zitat von Scooby7Scooby7 schrieb:Also wenn ich tatverdächtig und angeklagt bin - dann werde ich Zweifel säen und meine Unschuld beweisen, aber doch nicht noch einen altermativen Täter präsentieren. Wie auch?
Ein Alternativszenario bedeutet ja eben nicht, einen anderen Täter präsentieren zu müssen.

Aber angenommen, ein Todesfall könnte Mord oder ein Unfall sein, dann würde man als Verteidiger sinnvollerweise versuchen, die Unfallthese zu untermauern und dafür Argumente zu finden, denn je wahrscheinlicher eine solche alternative Erklärung erscheint, umso weniger wahrscheinlich wie die Schuld des in diesem Fall Angeklagten. Oder wenn es denn zweifelsfrei ein Mord/Totschlag war (6 Messerstiche gehen schlecht als Unfall durch), dann wäre eben eine halbwegs plausible Erklärung einer anderen Möglichkeit (Bsp: "3 Monate später wurde 50 km entfernt ein Mord nach dem gleichen Muster verübt, während der Angeklagte in U-Haft war") deutlich besser und zielführender im Sinne von "Zweifel säen" als die Forderung nach einem Gutachten für einen Nebenschauplatz der Anklage. Da geht es doch nur um Zeit schinden und am Ende sagen zu können "wir haben alles versucht".

Wenn Du Deine Unschuld nicht beweisen kannst (was ohnehin schwierig ist, deshalb muss im deutschen Recht eben üblicherweise die Schuld und nicht die Unschuld bewiesen werden), dann wäre es für Dich doch ein echter "Lichtblick", wenn z.B. während Deiner U Haft ein sehr ähnliches Verbrechen verübt wird, welches Dir definitiv nicht angelastet werden kann. Ja, keine "Garantie" für einen Freispruch. Aber eben ein durchaus handfester Grund zum Zweifeln für das Gericht.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 21:24
Zitat von AdsonAdson schrieb:Wenn Du Deine Unschuld nicht beweisen kannst (was ohnehin schwierig ist, deshalb muss im deutschen Recht eben üblicherweise die Schuld und nicht die Unschuld bewiesen werden), dann wäre es für Dich doch ein echter "Lichtblick", wenn z.B. während Deiner U Haft ein sehr ähnliches Verbrechen verübt wird,
Unschuld beweisen: wenn ich als TV ein Alibi habe, Zeugen, Kameras, Standortdaten, Flugdaten etc. dann kann ich nicht schuldig sein. Heutzutage gibt es so viele digitale Spuren, dass das einfacher ist als vor 50 Jahren.

In den meisten Fällen werden Tatverdächtige dadurch ausgeschlossen - wenn ich eichtig verstanden habe, wurden hier auch Olaf K, Christian D und Matthias R geprüft und kommen als Täter nicht in Frage.


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:21
Zitat von AdsonAdson schrieb:Das Fehlen eines Alternativszenarios ist nicht "Beweis genug" für eine Anklage oder gar Verurteilung, aber das Vorhandensein eines solchen kann Anklage oder spätestens Verurteilung verhindern.
Genau das sehe ich auch so.
Ich finde halt, man kann als Zuschauer eines Prozesses gegen eine Person nicht daraus schließen, dass man keine anderen Szenarien erfährt, dass es diese tatsächlich auch nie gegeben hat, auch nicht, dass diese ausgeschlossen worden sind.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Das sind keine Nebensächlichkeiten. Hier geht es konkret um die Frage, ob sie für den Zeitraum des Abholens und der Ermordung von Fabian ein Alibi aufweisen kann.
Das ist natürlich absolut gravierend, sie war anwesend als es das letzte Lebenszeichen von Fabian gab, dann war sie daraufhin in der Nähe des späteren Fundorts und war auch wieder dabei als er aufgefunden wurde. Das sind extrem belastende Indizien keine Frage, aber ob sie sich bei der Erklärung dazu selbst widersprochen hat oder 10 mal genau das selbe gesagt hätte, macht meiner Meinung nach nicht viel Unterschied, solange es sich nicht auf einem anderen Weg verifizieren ließe.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Dass sie sich dabei heillos in Lügen und Widersprüche verstrickte, betrachte ich als sehr wohl relevant für die Frage ihrer Schuld. Warum hätte Gina H. zu solchen Mitteln greifen müssen, wenn sie in der Lage gewesen wäre, stringent und schlüssig darzulegen, dass sie nicht als Mörderin in Betracht kommen kann?
Da sich G ja schon lange vorher recht häufig in Lügen und Widersprüche verstrickt hatte, scheint sie auch ohne guten Grund auf das Lügen zurück zugreifen und gibt stringenten und schlüssigen Erklärungen nicht den Vorzug oder ist dazu nicht in der Lage.
Ich vermute wirklich, dass sie auch irgendwelche widersprüchlichen Geschichten erzählen würde, wenn sie unschuldig wäre und deshalb halte ich die anderen Indizien für viel relevanter.
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Es kann ja durchaus von Anfang an ein konkretes mögliches Alternativszenario geben, dass die entscheidenden Stellen aber eben zu den Entscheidungszeitpunkten über Anklageerhebung, U-Haft und Anklagezulassung als (deutlich) unwahrscheinlicher bewerten als die Täterschaft der Angeschuldigten/Angeklagten. Eine solche Bewertung kann sich ja aber als Ergebnis der Hauptverhandlung auch ändern, vergleichbar mit den Entwicklungen im Badenwannenfall oder Eiskellerfall, in denen zu einem viel späteren Zeitpunkt auch plötzlich viel mehr für eine von Anfang an in Betracht gezogene Unfallthese sprach.
Auch wenn ich dir Recht geben möchte, dass sich im Prozess einiges ändern könnte, zeigen diese Beispielsfälle doch genau das Gegenteil.
Im Eiskellerfall wurde ein Unfall bei einer ersten Leichenschau wegen vermeintlicher Strangulationsmale ausgeschlossen und obwohl sich das bei der rechtsmedizinsuchen Untersuchung schon bald als Fehleinschätzung herausstellte, wurde dennoch im Ermittlungsverfahren und während dem ganzen ersten Prozess daran festgehalten, dass ein Unfall ausgeschlossen sei und diente als Hauptbegründung für den Schuldspruch. Zudem gab es alternative Tatverdächtige, der Verdacht löste sich in Luft auf und fand auch keinen Eingang in die Prozessakten, als man sich für den dringenden Tatverdacht gegen den im Revisionsverfahren Freigesprochenen entschied.
Und im Badewannenfall wurde erst nach 13 Haftjahren der vorschnelle Ausschluss eines Unfalls revidiert.
Zitat von jaskajaska schrieb:Was Du vielleicht meinst ist, dass die Verteidigung keine Akteneinsicht erhält in die Ermittlungsakten, wenn es gegen weitere mögliche Tatverdächtige geht. Wenn gegen diese der Tatverdacht ausgeschlossen wurde, so wären in der Tat deren Persönlichkeitsrechte betroffen. Da gibt es aber dann auch nichts, was substantiell der Verteidigung helfen könnte.
Ja


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:23
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Und nicht nur das, sondern alle um sie herum haben kriminelle Energien oder sind evtl sogar selbst verdächtig...
Alle um die herum lügen. Dascerstaunliche dabei ist ja, dass diese Personen sich nicht mal zi kennen scheinen, maximal vom Sehen her. Man kann also davon ausgehen, dass sie sich nicht mal untereinander abgesprochen haben, um Gina H durch Lügen in die Sch... zu reiten. Vielmehr spinnt angeblich jeder von denen eine Story zusammen, die GH schlecht dastehen lässt. Warum sollten sie das tun?!
Ein " wahrer Täter" hätte natürlich einen Grund, die Schuld auf jemanden zu schieben. Aber CD, Tümpel-Olaf und Heike werden Fabian kaum gemeinsam umgebracht haben.
Selbst wenn man das völlig abwegig Gedankenspiel anstellt, einer der drei sei der Täter, welches Motiv sollten dann die anderen beiden haben, zu Lasten von GH zu lügen?

Egal wie man es dreht und wendet, es haben nicht drei Bekannte von GH ohne Motiv gelogen, sondern GH, denn diese hat ja wohl ein Motiv zu Lügen.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Dass sie sich dabei heillos in Lügen und Widersprüche verstrickte, betrachte ich als sehr wohl relevant für die Frage ihrer Schuld. Warum hätte Gina H. zu solchen Mitteln greifen müssen, wenn sie in der Lage gewesen wäre, stringent und schlüssig darzulegen, dass sie nicht als Mörderin in Betracht kommen kann?
Eben. Man muss sich doch fragen, warum sie zu bestimmten Sachverhalten mehrmals falsche Storys erzählt, die sie jeweils an die Ermittlungsergebnisse anpasst.Das hat sie während der Ermittlungen mehrfach gemacht, wenn die Ermittler ihr vorgehalten haben, zu welchem Stelle sie Widersprüche zu GHs Aussage gefunden haben. V.a. aber auch gegenüber MR, und dann ihren Bekannten.
Jetzt macht sie vor Gericht weiter damit.

Das krasse dabei finde ich, dass sie sich nicht mal die Mühe gemacht zu haben scheint, ihre Einlassung den Ermittlungsergebnissen anzupassen. Am letzten Tag der Sommerpause bemerkt sie, dass sie die CD mit den Sprach- und Textnachrichten nicht öffnen kann. Madame H. hat es bis dahin also offenbar nicht für nötig gehalten, da mal reinzuschauen. Trotzdem hat die fleißig ihre 95 Seiten zusammengeschustert, denn die wird sie ja nicht in den paar Tagen zwischen Ende der Sommerpause und ihrer Einlassung verfasst haben.

Das fällt ihr jetzt extrem auf die Füße: GH behauptet was in ihrer Einlassung, dem Richter fällt ein Widerspruch zu den objektiven Indizien auf, er fragt deshalb noch mal nach, GH zieht die nächste Version aus der Tasche, worauf hin der Richter ein Knöpfchen drückt, um eine Tonaufnahme abzuspielen, die gleich beide Versionen widerlegt, woraufhin GH mit der dritten Version rausrückt und tatsächlich erwartet, dass ihr die noch jemand glaubt.

GH ist echt eine miserable und noch dazu faule Lügnerin. Sie haut einfach raus, was gerade zu passt scheint. Erschreckend, dass sie bis jetzt zumindest bei einigen Leuten damit durchgekommen ist. (Ein paar großzügig verteilte freizügige Niackidei-Bildchen werden dabei durchaus eine überzeugendere Rolle als ihre Argumente gespielt haben.

Aber nicht mal jetzt, wo für sie extrem viel auf dem Spiel steht, eigentlich der ganze Rest ihres Lebens, ind wo sie Einblick in die Akten hat und damit genau wissen könnte, was die Gegenseite weiss, macht die sich die Mühe, sich ihr Lügengerüst so zusammenzubauen, dass es nicht an jeder einzelnen Kante wackelt und bröckelt. Die hat echt gedacht, sie kommt damit durch!!!

Dazu passt auch die Aussage von einem ihrer Verteidiger, sie habe erst jetzt begriffen, was für sie auf dem Spiel steht. Ich habe das zunächst gar nicht verstanden, wie kann man das den bitte Monate lang nicht begreifen, wen man jede Woch ei bis zweimal mit Fußfesseln und Aktenordnet vor der Fratze in den Gerichtssaal geführt wird und sich 7 bis 8 Stunden anhören muss, was die Ermittler alles an erdrückenden Beweisen gegen einen zusammengetragen haben?!?!
Aber mittlerweile erkläre ich mir das so, dass due tatsächlich gedacht hat, sie streitet auf 95 Seiten einfach alles ab, bewirft einige der Belastungszeugen mit ein bisschen Dreck und dann sagt der Vorsitzende Richter: "Ach so hat sich das ganze abgespielt! Ja dann sitzen sie natürlich völlig zu Unrecht seit Monaten im Knast. Dann will ich sie mal frei sprechen. Bitte hier ist das Formular für die Beantragung der Haftentschädigung. Bitte entschildigrn sie die Umstände, die wi Ihnen im letzten halben Jahr zugemutet haben!"
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Formal kann man die Abwesenheit von entlastenden Umständen nicht zusätzlich belastend werten.
So zum Beispiel etwa ein fehlendes Alibi. Niemand ist verpflichtet 24/7 einen Ehepartner/ Arbeitkollegen/Kumpel bei sich zu haben, der die Abwesenheit vom Tatort bezeugen kann. Das groteske im Fall von GH ist, dass sie sich gerade durch die zahlreichen und vorzeitigen Bemühungen um ein wasserdichtes aber falsches Alibi verdächtig gemacht hat und diese Bemühungen eben als durchaus schwerwiegendes Indiz bewertet werden dürfen.


3x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:45
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Dazu passt auch die Aussage von einem ihrer Verteidiger, sie habe erst jetzt begriffen, was für sie auf dem Spiel steht. Ich habe das zunächst gar nicht verstanden, wie kann man das den bitte Monate lang nicht begreifen, wen man jede Woch ei bis zweimal mit Fußfesseln und Aktenordnet vor der Fratze in den Gerichtssaal geführt wird und sich 7 bis 8 Stunden anhören muss, was die Ermittler alles an erdrückenden Beweisen gegen einen zusammengetragen haben?!?!
Aber mittlerweile erkläre ich mir das so, dass due tatsächlich gedacht hat, sie streitet auf 95 Seiten einfach alles ab, bewirft einige der Belastungszeugen mit ein bisschen Dreck und dann sagt der Vorsitzende Richter: "Ach so hat sich das ganze abgespielt! Ja dann sitzen sie natürlich völlig zu Unrecht seit Monaten im Knast. Dann will ich sie mal frei sprechen. Bitte hier ist das Formular für die Beantragung der Haftentschädigung. Bitte entschildigrn sie die Umstände, die wi Ihnen im letzten halben Jahr zugemutet haben!"
Absolut richtig. Sie hat tatsächlich wahrscheinlich gedacht, es wird sich alles aufklären, wenn ich mich dazu geäußert habe. Sie war ja manchmal auch schon so genervt und aufgeregt, dass sie - glaube ich zumindest, am liebsten was dazwischen gerufen hätte.
Sie war wirklich ganz wild drauf, etwas zu sagen, sich rechtfertigen zu können..Davon konnten ihre Anwälte sie auch nicht abhalten. Ihre Anwälte waren sich lange nicht sicher, ob sie sich einlassen wird, denn die haben bestimmt noch vergeblich versucht, ihr davon abzuraten..Auch als der Anwalt sagte, dass es ganz sicher kein Geständnis werden würde, wussten die schon, wie sie tickt und dass ihre Mandantin,- bei all den "Lügenden" Zeugen, nach jedem Verhandlungstag völlig wütend und aufgelöst war. So jedenfalls glaube ich das.
G. war davon überzeugt, dass sie einfach ihre Sichtweise und ihre Geschichten erzählt und der Richter ihr glaubt.
Vermutlich haben die Anwälte sie auch im Glauben gelassen, dass sie G. Für glaubwürdig halten.

Interessiert es einen Angeklagten eigentlich, ob die eigenen Anwälte einen Glauben? Denn G. Anwälte wissen ja angeblich auch nicht, ob sie die Tat begangen hat.
Das ist schon merkwürdig.


1x zitiertmelden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 22:57
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Memo an mich: Wenn ich jemals einen Anwalt brauche, dann weiß ich schon, wen ich definitv nicht brauche.
Entschuldigung: OT: Aber ich musste kurz herzhaft lachen. Nein, Ohm und Löcker haben sich tatsächlich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert


melden

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 23:09
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber nicht mal jetzt, wo für sie extrem viel auf dem Spiel steht, eigentlich der ganze Rest ihres Lebens
Naja, wenn sie 25 Jahre sitzt dann wird sie dann so etwa 56 sein wenn sie rauskommt. Wie sagt man so schön „60 ist das neue 40“. Will sagen, der Rest des Lebens finde ich etwas übertrieben. Und ich vermute auch im Jahr 2051 haben sich die Männer immer noch nicht geändert und lassen sich dann wieder mit entsprechenden Bildchen locken. Sie hat ja jetzt schon „Fanpost“ von Männern ins Gefängnis bekommen…


2x zitiertmelden