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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

36.885 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 15:55
Ich frage mich, ob ihr eigentlich der Ernst der Lage bewusst ist. Und ob sie sich für ihre letzten Worte eine letzte Story einfallen lässt, in der Hoffnung, dass man ihr es dann aber auch wirklich abnimmt. Wie sehr wird sie wohl noch "kämpfen"?

Weil das kann ja wohl wirklich nicht sein, dass man einer G.H. nicht glaubt. Das gab es noch nie.

Ich bin sehr gespannt auf ihre letzten Worte.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 15:55
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Ich habe aber nichts davon gelesen, dass die Staatsanwalt auch eine Verurteilung wegen Störung der Totenruhe gefordert hat.
Ich hatte vorhin gefragt, weil es mich interessiert hatte.
Habe zwar zwischenzeitlich die KI dazu befragt, aber viel lieber als das ist mir dann natürlich doch,wenn jemand
"menschliches" was dazu weiß.
Vielleicht wird es ja aber nochmal wo aufgegriffen in einem Bericht.
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Eine Frage. Gilt das Anzünden der Leiche eigentlich als Störung der Totenruhe?



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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:04
Ich finde die hier künstlich angefachte Diskussion um eine etwaige Störung der Totenruhe einfach nur ätzend und eher makaber.

So viel ich weil, hat ein solcher Straftatbestand in diesem Verfahren noch überhaupt keine Rolle gespielt. Natürlich ist das Anzünden der Leiche (offenkundig zur Spurenvernichtung) ein übler, verwerflicher Vorgang.

Aber im Vergleich zum Kernvorwurf Mord und der damit verbundenen Strafandrohung ist das eine untergeordnete Sache, die hier entsprechend defensiv behandelt werden sollte - auch mit Blich auf die Hinterbliebenen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:06
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Vielleicht wird es ja aber nochmal wo aufgegriffen in einem Bericht.
Warum sollte „Störung der Totenruhe“ nochmal aufgegriffen werden? Das Anzünden und der abgelegene Ort sollten der Tatverdeckung dienen.
Diente das Verbrennen einer Leiche nach der Begehung eines Tötungsdelikts dazu, sich der Strafverfolgung zu entziehen, darf nach der Rechtsprechung einem Täter ein solches Verwischen von Tatspuren nicht strafschärfend angelastet werden, selbst wenn es mit "Gefühlskälte" geschieht (vgl. BGHR StGB § 46 Abs. 2 Nachtatverhalten 17, 18
Quelle: https://www.hrr-strafrecht.de/4/02/4-183-02.php

Allerdings könnten das Verbrennen und der Ablageort für die niedrigen Beweggründe von Relevanz sein
Schley sieht die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe erfüllt. Fabian sei arg- und wehrlos gewesen. Gina H. habe ihn als Belastung für ihre Beziehung betrachtet und bei der Tat Frust und Hass ausgelebt. Auch das Anzünden der Leiche und die Wahl des abgelegenen Ortes wertete der Staatsanwalt als besonders verwerflich.
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/article/mordprozess-um-fabian-staatsanwaltschaft-fordert-lebenslange-haft-fuer-gina-h-10543166


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:22
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb:Ich habe aber nichts davon gelesen, dass die Staatsanwaltschaft auch eine Verurteilung wegen Störung der Totenruhe gefordert hat.
Das steht da auch nicht, sondern - dass das Anzünden des Körpers der Vernichtung von Spuren galt und sie ihn wie Müll entsorgt hat.

Ob das als untergeordneter Punkt im Urteil auftaucht, bleibt abzuwarten.

Es ging nur um diese Frage, ob das Störung der Totenruhe wäre und das wäre es. Da die StA. und die Nebenklage die besondere Schwere der Schuld einfordern, ist anzunehmen, dass es strafschärfend gewertet wird.

Es ging um die leidige Diskussion, grober Unfug. Das Anzünden ist eine Verächtlichmachung.
Vordergründig geht es hier um Mord - alles andere ist dem untergeordnet.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:36
Zitat von InterestedInterested schrieb:Vordergründig geht es hier um Mord - alles andere ist dem untergeordnet
Das ist schon klar. Aber es stand da ja, dass man nur das Plädoyer hätte verfolgen müssen, dann wüsste man, dass der Straftbestand erfüllt ist. Ich kann das diesen Worten nicht entnehmen.

Und ich kann nirgendwo erkennen, dass die STA oder Nebenklage dazu Stellung genommen haben.

Es wäre schon eine ziemliche Überraschung. Da es meines Wissens auch nicht angeklagt wurde und es auch nie einen rechtlichen Hinweis diesbezüglich gab.

Natürlich ist der schwerwiegendste Vorwurf der Mord und natürlich wird man es bald erfahren.

Aber wenn du schreibst, es würde im Plädoyer festgestellt, dass sie sich in den Augen der STA diesbezüglich schuldig gemacht hat, dann sollte man schon nachfragen dürfen. Ich kann da nichts erkennen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:45
Ich bin sehr ergriffen von Frau Habethas Plädoyer. Es war der Mutter immer wichtig, dass das Kind im Vordergrund steht und wir durch Fabians unverpixelte Fotos nie vergessen, dass es um ein unschuldiges Kind geht. Frau Habetha hat Fabian heute lebendig beschrieben und mit der nötigen Schärfe auf die Abgründe der Angeklagten aufmerksam gemacht.

Auch wenn es für den Prozess nicht ausschlaggebend war, hat sie uns nochmal die Augen geöffnet, seit wann und wie Gina H. imner schon gelogen und manipuliert hat. Genauso wie sie es vor Gericht seit Tag 1 tut bzw. vermittelt.
Nun blickt Nebenklage-Anwältin Christine Habetha auf eine Anzeige von Gina H. aus dem Jahr 2013. Damals hatte Gina H. einen Übergriff durch einen Mann angezeigt, den Vorgang später jedoch als Vergewaltigung bezeichnet. „Ich will dieses Geschehen überhaupt nicht bewerten. Fakt ist: Um eine Vergewaltigung handelt es sich keinesfalls“, sagt Habetha.
Das kam ja nie richtig ans Tageslicht. Also auch da wurde scheinbar schon gelogen bzgl. einer Vergewaltigung.
Sie erwähnt auch, dass der psychiatrische Gutachter berichtet hatte, dass Gina H. mittels einer halbdurchsichtigen Leggings und eines tiefen Ausschnitts versucht habe, ihn zu manipulieren. „Jedenfalls äußerlich gibt sich die Angeklagte hier ganz anders. Da ist doch nichts geblieben von den Belohnungsbildern, die sie verschickt hat. Ponyfrisur, fast kindlich. Welchen Eindruck will sie uns hier vermitteln?“
Quelle: https://m.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fregional%2Frostock%2Flive-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c

Sie versucht also jetzt das Gericht mit ihrer "neuen" Erscheinung zu beeindrucken. Das machen sicherlich viele Angeklagte, nur hat man Gina wohl explizit nahe gelegt mal eine andere Schiene zu fahren. Obwohl der Richter männlich, hat sie ihr sexy Image ablegen müssen. Ich schätze, das ist ihr nicht leicht gefallen.
Sie berichtet von Gina H.s Aussage als Beschuldigte bei einem Satteldiebstahl damals vor dem Amtsgericht Güstrow. „Auch damals hat sie noch bei Gericht bis ins kleinste Detail versucht zu schildern, wie unschuldig sie ist“, sagt Habetha.
Quelle: s.o.

Das gleiche Muster. Keine Einsicht und kreativ verlogen.
Die Anwältin spricht laut, akzentuiert – und auch mit mächtig Schmach. "Erwerbsminderungsrente mit 28 – das muss man erstmal hinkriegen", sagt sie über die arbeitslose Angeklagte.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/fabian-mordprozess-in-rostock-bei-leichen-schilderung-verlaesst-fabians-mutter-weinend-den-saal_561cdcb9-a0cf-4e1e-9a22-61f1296057b4.html

Auch das aufbauend auf Manipulationen den Psychologen gegenüber. Die angebliche Vergewaltigung war dabei Mittel zum Zweck. Was war denn überhaupt die Wahrheit hinsichtlich ihrer Kindheit und den Männern, die sie geschlagen haben vom Vater ihres Sohnes bis hin zu Mathias?

Was ist ihre Einlassung wert oder was ihre letzten Worte?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 16:47
@fassbinder1925

Das ist dem geschuldet, dass es im Plädoyer eben um das Anzünden ging, u. Spuren zu beseitigen und der Entsorgung wie Müll und der Hoffnung, dass er von Wildschweinen gefressen worden wäre.

Dann wurde hier die Frage eingebracht, ob das Stören der Totenruhe wäre und ob diese strafbar wäre?

Wäre es, ist aber untergeordnet. Der Punkt Störung der Totenruhe wurde nicht behandelt als Extrapunkt im Plädoyer. Das Vorgehen selbst wäre es aber! Darum weise ich darauf hin, was die StA. bezüglich des Anzündens gesagt hat und was sie darin sehen, ihn wie Müll entsorgt zu haben.

Das sind eben diese leidigen Metadiskussionen, aus denen dann solche Sachen am Ende werden, statt aufmerksam mitzulesen, dann erübrigen sich diese Fragen und daraus resultierende Diskussionen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 17:02
... die Aussage Habethas bzgl der EWR finde sehr unrühmlich- tatsächlich gibt es Menschen, die aufgrund von Traumata oder anderen Erkrankungen schon sehr früh nicht mehr arbeitsfähig sind- leider.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 17:03
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ein wirklich starkes Plädoyer (soweit es durch die Ticker zu beurteilen ist). Bei den Ausführungen über Fabian (aus Sicht seiner Mama, Freunde etc) musste ich selbst beim Lesen echt schlucken.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Schönes Plädoyer von Habetha bislang. Dorina hätte keine bessere Anwältin für sich finden können.
Auch die StA hat alles gut auf den Punkt gebracht.
Staatsanwaltschaft und Nebenklage haben sich wirklich sehr gut gegenseitig ergänzt und ausgeführt! Während die StA sich komplett auf die Indizien konzentrierte und diese (nochmal) mMn klar auf den Punkt brachte, hat Frau Habetha Fabian als Menschen hevorgehoben und die Bedeutung seines Verlustes für Dorina und die Menschen in seinem Umfeld, die ihn liebten und mochten.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Nehme ich auch so wahr.
Ich finde ihr Plädoyer großartig und die Art wie sie Fabian, das Opfer dieser grausamen Tat, in den Mittelpunkt stellt und ihn beschreibt und würdigt sehr berührend und bewegend.
Frau Habetha hatte ja im Vorfeld bereits angekündigt, dass sie in ihrem Plädoyer eben nicht die TV in den Fokus rücken will, sondern das Opfer - Fabian. Sie hat das wirklich toll und bewegend umgesetzt, da schließe ich mich an und empfand das als sehr wichtig - eben auch für Dorina. Das war schon sehr emotional...
Alles andere wurde ja bereits vorher von allen an diesem Verhandlungstag ausgeführt: es gibt schlichtweg keinen Hinweis und kein Indiz auf eine alternative Täterschaft oder Motivlage.


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