Grillage schrieb:Gerade weil die Zeitdaten so präzise genannt sind, denke ich, dass das überprüft wurde und er es selber belegt hat. Es klingt so, als sei man mit dem Förster um 11 Uhr verabredet gewesen und eine der Parteien - der Förster oder der Vater und sein Bruder - sind ein paar MInuten zu spät angekommen. Alle drei hätten auf Rückfrage wahrscheinlich gesagt, dass man sich "um 11 Uhr getroffen hat", aber da die Zeit 11:02 /11:05 Uhr genannt wurde
Hm ne, bei all den Erinnerungslücken, und oberflächlichen Aussagen, weiß er das auf die Minute genau? Wenn da einer oder zwei später kamen, wäre da eine Aussage: "die kamen da ein paar Minuten später" gekommen. Und da er keinen Zugriff auf die Ermittlungsakte hat, kann er ja nicht wissen, was die Polizei ermittelt hat bezüglich der Korrektheit seiner Angaben.
Aber im Gegenzug weiß er nicht, was in dem Gespräch mit der Angeklagten gesprochen wurde. Nicht mal bruchstückhaft, gar nichts. Das lässt mich zweifeln, und die minutengenaue Zeitangabe dahingehend zu sehen, dass manche Menschen dazu neigen, bei Aussagen zu glauben, eine minutengenaue Angabe ist besser, als eine alltägliche (um Elf, kurz nach Elf), aber im Gegenteil eher Fragen aufwirft.
Lavinia2000 schrieb:Das Alibi ist denke ich Wasserdicht!
Das Alibi zweifelt aktuell denke ich keiner an, sondern in der Gesamtschau seiner Aussage, dass er solche unwichtigen Angaben auf die Minute genau beziffern kann, aber aus einem (sieben ? Minuten) Telefongespräch am selben Tag nicht mal das grobe Thema oder Bruchstücke des Gesprochenen wiedergeben kann. Und so zieht sich das durch seine ganze Aussage, Unwichtigkeiten weiß er genau, aber wichtige, für die Angeklagte u.U. nachteilige Sachen weiß er nicht.