Photographer73 schrieb:Sie ist schuldig, macht sich aber keine Sorgen, dass es die Tatwaffe ist und Spuren daran sie belasten könnten, weil sie die wirkliche Waffe vergraben, versenkt oä hat -> Ablenkung, Kritik an der Polizeiarbeit ("Wurde nicht untersucht...")
Photographer73 schrieb:Es ist die Tatwaffe und GH will, dass das festgestellt wird, weil sie den Mord jemand anderem in die Schuhe schieben will und es evtl auch entsprechende Spuren an dem Messer gibt, das vll nicht ganz so zufällig gefunden wurde, wie dargestellt. Evtl hat sie ja auch versucht Spuren zu platzieren, als sie verschiedene Leute zum Fundort schleppte und was mit Fabians Schuhen ist, wissen wir auch noch nicht.
So würde ich das auch zusammenfassen. Ich denke, ihr ist klar, dass es nicht die Tatwaffe ist, weil sie genau weiß, wo die tatsächlich liegt.
Die andere Option sehe ich nicht so, dazu bräuchte sie ja einen aktiven Unterstützer, zumindest wenn man davon ausgeht, dass der Mülleimer regelmäßig gelehrt wurde, der das Messer im Dezember in den Mülleimer geworfen hat, als sie ja schon in U-Haft war. Und sie hätte irgendwie sicherstellen müssen, dass der Hausmeister L es auch sicher dort entdeckt und es nicht mit der nächsten Leerung für immer weg ist. Das schließe ich aus.
Für sie liegt der Nutzen dieser Welle, die ihre Verteidiger da machen vor allem darin, dass es Matthias R bei der Stange hält, der damit seine Zweifel an den Ermittlungen bestätigt sieht. Wenn dann nichts gefunden wird, heißt es, dass das Messer zu lange rumgelegen hat, natürlich findet man nach so langer Zeit nichts mehr, oder ähnliches...blablabla, sie wirds ihm schon erklären!
wobel schrieb:Ich ärgere mich grad fast nicht gefragt zu haben - ich hab heute schon zweimal mit einer Ford-Werkstatt bzw. Ford-Händler telefoniert. Wär mir aber dann schon peinlich gewesen zu fragen, das ist Verwandtschaft und ganz sicher wäre die Rückfrage gewesen "worom brauchsch du jezd en Ranger?"...
(ich fahre einen 20 Jahre alten Fiesta mit unglaubwürdigem Kilometerstand, die würden sich schlapplachen).
Wie wäre es mit: "Ich frage für eine Freundin..."
;-)))
wobel schrieb:Ich glaube auch nicht dass wir das so hoch hängen sollten welches Auto sie fährt und wer da Eigentümer, Halter oder einfach nur Finanzier gewesen sein könnte - es hilft ja auch nicht weiter. Letztendlich spielt es auch keine Rolle ob das Auto, das sie benutzt hat, wirklich ihr gehört hat, maximal im Zusammenhang mit ihren Lebenshaltungskosten und dem Anklagepunkt der "niedrigen Beweggründe" (dazu gehören ja auch die vermuteten finanziellen Interessen). Dass sie weit über ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten gelebt hat wurde ja gestern ausführlich herausgestellt, und das obwohl sie noch nicht einmal Miete bezahlt hat bei den Großeltern.
Ich denke, über ihrer finanziellen Verhältnisse wird es noch sehr viele Infos im Laufe des Prozesses geben. Ich war neulich als Zuschauerin in einem Prozess, in dem es um einen Mord aus Habgier ging. Fast eine ähnliche Beziehungskonstellation: Handwerker mit finanziell anspruchsvoller deutlich jüngerer Freudin. Der Mord fand zwei Tage vor einer geplanten Urlaubsfernreise mit der ganzen Familie statt, die noch nicht mal angezahlt war, die der Reiseveranstalter schon mehrmals angemahnt hatte und der Angeklagte hatte dem Reiseveranstalter schon einen schlecht gefälschten Screenshot der angeblichen Überweisung geschickt, als Beleg, dass das Geld am Tag der Abreise da sein werde. Er hat dann vor Gericht eine wilde Rechnung aufgestellt, wie er das locker alles am Montag vor Reiseantritt hätte bezahlen können, ob wohl sein Konto am Freitag mit 11 € in den miesen war.
Angeblich hätte auch die Freundin vorgehabt, ihren Anteil zu der Reise beizutragen (die dann in ihrer Aussage auch bestätigt hat, dass sie selbstverständlich bei allen Reisen immer auch einen Anteil bezahlt hätte: er habe den Flug und das Hotel bezahlt und sie habe dann ab und zu mal eine Restaurant-Rechnung oder die Eintritte bei Besichtigungen übernommen.....)
In der Verhandlung hat eine spezialisierte Finanzermittlerin ausgesagt, die die finanziellen Verhältnisse des Angeklagten, der Freundin und auch der Opfer (es ging um die Frage, wie viel Bargeld die im Haus gehabt haben müssen) analysiert hat und dabei wurde der Zeitraum von 2 Jahren vor der Tat ausgewertet. Es ging nicht nur darum, wie der Kontostand zu welchen Zeitpunkt war, sondern eben auch darum, wie viel wo in bar abgehoben wurde und was mit EC-Karten wo gekauft wurde, um zu sehen, wovon die alltäglichen LEbenshaltungskosten gedeckt wurde, oder ob es ersichtlich war, dass jemand auch noch irgendwelche Einnahmen in Form von Bargeld haben muss.
Ich gehe davon aus, dass das hier in diesem Fall auch so gemacht wurde und ganz genau aufgedröselt wird, welche EInnahmen Gina H hatte, welche regelmäßigen und auch außergewöhnlcihen Ausgaben anfielen und wie sie diese bestritten hat. Und das gleiche wird für Matthias R erfolgen. Gerade weil er so unterschiedliche Angaben gemacht hat: kurz nach der Tat sprach er noch von monatlich 500 €, jetzt im Prozess von 200 bis 300 € und will das mit den 500 nicht so gesagt, notfalls auch nicht so gemeint haben.
Und da reden wir von den regelmäßigen Zuwendungen, hinzu sind sicher noch außergewöhnliche, einmalige Ausgaben gekommen, wie z.B. hohe Tierarztkosten, vielleicht die Entsorgung des toten Pferdes oder größere Futterlieferungen etc.
Wenn ich allein diese Formulierungen von ihm bei ihrer Forderung nach dem Pferdeanhänger für 12.000 € sehe, die
@Foxie123 oben zitiert hatte, gibt das doch einen ganz guten Eindruck, dass das nicht das erste mal gewesen sein kann, dass sie nachdrücklich finanzielle Forderungen an ihn fomuliert hat und zwar auch in sehr hohen beträgen. Er antwortet sinngemäß: "Für Dich ist alles nie gut genug, es muss immer das beste sein, ich kann das finanziell nicht mehr stemmen."/quote]