wobel schrieb:Zu dem Zeitpunkt wurde der Vater noch nicht abgehört - da war Fabian ja noch nicht als vermisst gemeldet.
Und man sollte im Hinterkopf behalten dass dieses 7-Minuten-Gespräch nach der Tötung geführt wurde, während MR bei der Arbeit war. Wie gut er sich daran erinnern kann (oder erinnern will) wird entsprechend auch ein bisschen davon abhängen, ob er da dann mal eben Pause eingelegt hat (Raucher-Pause?) oder neben der Arbeit her telefoniert hat.
Das soll sein schlechtes Erinnerungsvermögen jetzt nicht relativieren, sondern nur ein Hinweis auf die Umstände des Telefonats sein.
Ja genau, das Telefonat muss stattgefunden haben, als er nach dem Treffen mit dem Förster schon wieder auf der Arbeit war:
05.05.2026 - 12:41 Uhr
Vater schildert seinen Tagesablauf, als Fabian verschwand
Als Nächstes geht es um den Tag von Fabians Verschwinden. Matthias R. schildert detailliert seinen Tagesablauf. Er sei gegen 6 Uhr aufgestanden und habe einen Arbeitskollegen abgeholt. Gegen 10 Uhr habe er die Arbeit verlassen, um zu einer Autowerkstatt zu fahren. Um 11.02 Uhr oder 11.05 Uhr habe er sich mit dem Förster im Wald bei Groß Breesen getroffen, weil der ihm mitteilen wollte, wo er Holz machen kann. Um 11.58 Uhr sei er jedoch wieder bei der Arbeit gewesen. Um 16 Uhr habe er Feierabend gemacht und noch im Keller eines Kollegen ein Bier getrunken und geraucht. Um 16.53 Uhr habe er dann einen verpassten Anruf von Dorina L. gehabt. Sie hatte ihn fragen wollen, ob er Fabian abgeholt hat.
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/der-schwere-gang-von-fabians-mutter-sie-sagt-im-mordprozess-aus-69f2f4ded6078134c45a3b9c?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.allmystery.de%2FGina H hat um 11:42 Uhr ihr Handy wieder eingeschaltet und dann zunächst mit dem Bekannten telefoniert, mit dem sie sich am Bolzsee treffen wollte. Später hat sie dann um 12:48 Uhr Matthias R angerufen, der ja seit 11:58 Uhr wieder auf der Arbeit war (da das mintengenau benannt wird, vermute ich ein Aus- und wiedr Einstempeln bei der Arbeitszeiterfassung) und mit ihm ca. 7 Minuten gesprochen
Was ich immer noch nicht so ganz hintereinander bekomme ist die Zeitleiste von der "endgültigen Trennungsnachricht" am Vortag bis zu diesem Telefonat.
@Foxie123 hatte ja für den 10.10. (Tattag) eine Zeitleiste zu den verlesenesn Sprachnachrichten aufgestellt:
Foxie123 schrieb:10.10.2026
Vormittags
xx Uhr Matthias: "Hast du mich blockiert?"
xx Uhr Gina: "Ja, ich habe dich überall blockiert. Ich war enttäuscht, dass du zur Flasche gegriffen hast, anstatt zu mir zu kommen.“
12:48 Uhr Matthias: "Ist auch deine Entscheidung, mehr wollte ich nicht wissen."
12:49 Uhr von Gina an Matthias einen Anruf - 6 Minuten 54.
(Worum es ging, daran erinnert sich M nicht)
13:39 Uhr Gina „ich will das nicht akzeptieren. Ich will das mit uns hinbekommen“ (trauriger Smilie)
13:41 Uhr Gina: „ich liebe dich dafür zu sehr“
Telefonat zwischen Gina und Matthias: 21 Sekunden
(Worum es ging, daran erinnert sich M nicht)
(Zeitangabe 13:41 Uhr von mir abgeändert, weil Tippfehler im Originalpost)
Er fragt nach, ob sie ihn blockiert hat, also müsste das er erste Kontakt nach dem Blockieren sein.
Sie wirft ihm also vor, am Vortag nicht zu ihr gekommen zu sein und stattdessen getrunken zu haben. Das nennt sie als Grund, warum sie ihn blockiert hat.
Aber wo passt denn da diese endgültige Schluss-Mach-Ansage rein? Das müsste ja vor dem Blockieren gewesen sein, sie gibt aber an, dass sie nur enttäuscht war, dass er getrunken hat, statt zu ihr zu kommen und nicht, dass sie ihn blockiert habe, weil er ja schließlich Schluss gemacht hat. Auch dass er nachfragt, ob sie ihn blockiert hat, passt ja nicht zu einem endgültigen Schluss-Machen, denn wenn er das als letztes vor dem Blockieren gemacht hätte, hätte er kaum verwundert nachgefragt, ob sie ihn blockiert hat.
Er ist mit der Antwort offenbar ganz zufrieden: "Ist auch deine Entscheidung, mehr wollte ich nicht wissen." und das passt ihr nicht, denn schon 1 Minute später ruft sie bei ihm an und das Gespräch dauert fast 7 Minuten.
Es kann aber nicht sonderlich positiv verlaufen sein, weil sie nicht bereit ist "das" (also vermutlich die Trennung oder die Einsicht, dass sie es "nicht hinbekommen") so zu akzeptieren. Und nachdem daraufhin nicht gleich eine Reaktion erfolgt schickt sie noch schnell eine Liebeserklärung hinterher.
Dann 20-Skunden Telefonat, in dem man sich offenbar mal wieder versichert hat, dass man einander doch braucht. Denn am späteren Nachmittag, als sie es nicht mehr aushält, zu spekulieren, ob er schon mitbekommen hat, dass Fabi weg ist, geht die Unterhaltung wieder ganz normal mit "Na, was machst Du los?", obwohl sie auf ihr Liebesgeständnis keine positive schriftliche Reaktion bekommen hat (woraus ich schließe, dass diese halt in dem 20_Sekunden-Telefonat stattfand).