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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

17.179 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 22:45
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Glaub ich nicht. Vll kotzt es ihn an, das jetzt so zu erfahren, vll löst es Eifersucht aus. Dass er sich aber auf einen Gedanken wie... Wenn sie dabei schon gelogen hat, wobei dann evtl noch... komplett einlässt, mit jeder Konsequenz - ich denke nicht.
Durchaus möglich, ja.
Ob ihm ein Licht hinsichtlich der TV aufgeht oder nicht spielt für mich nach und nach immer weniger eine Rolle.
Fakt ist er stellte eine Zeitlang dir TV über seinen Sohn und nun wieder. Er ist erwachsen, er ist "schlau" genug um immer alles besser zu wissen oder sich an gewisse Dinge nicht zu erinnern.

Selbst wenn er irgendwann einsieht, dass die TV den Mord begangen hat - es gab doch schon so viel andere Dinge, die nicht bestritten werden konnten.

Beispielsweise ihre Lästereien bei der Person vom JA zwecks dem Gottesdienst oder die Nachricht an ihre Friseurin, dass Fabian "so fett" sei, etc etc.
An keinem Punkt hat er sich da vor seinen Sohn gestellt.

Und das kann man nachher auch nicht mehr rückgängig machen. Auch nicht mit "Mimimi aber ich war blind vor Kuschelliebe"


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 22:48
Zitat von emzemz schrieb:Sicherungsverwahrung
Sicherungsverwahrung ist bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe eh überwiegend obsolet. Die Sicherungsverwahrung kommt nach Strafverbüßung. Da die lebenslange Freiheitsstrafe zeitlich unbestimmt ist, und die Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung auch daran gebunden ist, dass der verurteilte Täter keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellt, wären eine Aussetzung der Reststrafe auch zeitgleich eine Hinderung der Vollstreckung der Sicherungsverwahrung.
Dabei ist zunächst zu berücksichtigen, dass der Verurteilte weiterhin lebenslange Freiheitsstrafe und nicht die Maßregel zu verbüßen hat, wenn er auch nach der Mindestverbüßungsdauer noch als gefährlich einzuschätzen ist (vgl. § 57a Abs. 1 Nr. 3 i.V. mit § 57 Abs. 1 Nr. 2 StGB). Insoweit handelt es sich materiell um einen vergleichbaren Maßstab wie bei der Beurteilung der materiellen Voraussetzungen der Sicherungsverwahrung nach § 66 Abs. 1 Nr. 4 StGB. Deren Anordnung neben lebenslanger Freiheitsstrafe kann daher kaum praktische Bedeutung entfalten (vgl. auch BGH, Beschluss vom 26. März 2012 – 5 StR 57/12 zur Anordnung vorbehaltener Sicherungsverwahrung nach § 66a i.V.m. § 66 Abs. 3 StGB).
Quelle: https://www.strafrecht-bundesweit.de/strafrecht-blog/bgh-die-sicherungsverwahrung-neben-der-lebenslangen-freiheitsstrafe/
Die Aussetzung einer lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung setzt nämlich voraus, dass dies unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen der Allgemeinheit verantwortet werden kann (§ 57a Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 57 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StGB). Nur wenn sich im Laufe der Verbüßung der Strafhaft herausstellt, dass der Angeklagte nicht mehr gefährlich ist, wird er also aus der Strafhaft zu entlassen werden können. In diesem Fall dürfte indes auch eine zusätzlich angeordnete Sicherungsverwahrung nicht mehr vollzogen werden (§ 67c Abs. 1 StGB). Daraus folgt, dass durch die zusätzliche Anordnung der Sicherungsverwahrung kein zusätzlicher Gewinn für die Sicherheitsbelange der Allgemeinheit erzielt werden könnte.
Quelle: BGH, 3. Strafsenat des BGH vom 25.05.2025
Zwar wird es regelmäßig nicht zum anschließenden Vollzug der Sicherungsverwahrung kommen, da die lebenslange Freiheitsstrafe vollstreckt wird, solange der Verurteilte gefährlich ist. Im Falle der Aussetzung der weiteren Vollstreckung tritt aber bei gleichzeitiger Anordnung der Maßregel zusätzlich Führungsaufsicht ein. Diese ermöglicht eine gegenüber der Bewährungsüberwachung intensivere und ggf. längere Überwachung des dann in Freiheit befindlichen Verurteilten. Da die Strafkammer eine solche intensivere Überwachung für erforderlich gehalten hat, war die Anordnung ermessensfehlerfrei und im Hinblick auf die Gefährlichkeit des Angeklagten verhältnismäßig.
Quelle: https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/2017097.html (2 StR 178/16)

Einzig der Unterschied wäre, dass bei Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung, bei angeordneter Sicherungsverwahrung, die Maßregel eintreten würde, und die Auflagen höher und auch länger als die Bewährungszeit ausfallen können.

Daher braucht man nicht wirklich diskutieren, ob sie Sicherungsverwahrung bekommen sollte oder nicht. Es ändert sich wenig.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich meine, es wurde schon erwähnt, dass ein Gutachter beauftragt ist, der bereits in der Haftanstalt mit ihr gesprochen hat.
Der Gutachter ist auch Prozessbeteiligter, laut einem der Ticker hat er auch den Vater zur Person der Angeklagten befragt.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 22:50
Zitat von Gast3938Gast3938 schrieb:Da fällt sonst das Kartenhaus zusammen... Er macht und zahlt doch alles. Lässt sich kontrollieren, und das für bisschen kuscheln. TV, Pferde, Hund, muss finanziert werden ... Alles andere ist egal
Nein das ist zu einfach gedacht mMn. Es geht hier um toxische emotionale Abhängigkeiten, von beiden Seiten. Das Finanzielle kommt für mich eher on top.

Normal denkende und fühlende Menschen suchen sich dann eben jemand anderen, der sie finanziert.
Sie kommen beide nicht voneinander los, wobei ich diese Bemühungen bei MR deutlich eher gesehen habe in der Vergangenheit. Er hat immerhin viele Dinge einigermaßen reflektiert und ihr auch vorgehalten. Letzten Endes war er es, der sich immer wieder trennen wollte.
Aus Gründen, die wir nicht kennen, kann er sich nicht lösen von ihr. Vermute dahinter auch ein schlechtes Selbstwertgefühl. Nur Sex wird das auch nicht sein. Der dient höchstens der Bewältigung von Krisen, weil beide nicht wissen, wie sie es sonst machen sollen.

Beide hochgradig gestört, während er eigentlich noch den "vernünftigeren" Part darstellt. Sein Verhalten vor Gericht entschuldige ich absolut nicht, aber ich erkläre es mir inzwischen damit, dass er total überfordert ist mit allem. Zu wenig Bildung, emotionaler Ausnahmezustand, abhängig von Gina und ihren Erklärungen, dazu wahrscheinlich Verdrängung ..und der Umstand, dass sein Kind tot ist, scheint bei ihm.noch gar nicht angekommen zu sein. Das lässt sich vielleicht auch psychologisch oder traumatisch begründen. Generell hat er vermutlich auch nie Strategien erlernt, mit Gefühlen umzugehen. Was nicht heißt, dass er sie nicht hat.

Leid tut er mir nur, weil er es offensichtlich versucht, aber nicht geschafft hat, sich aus dieser Beziehung zu lösen. Er hat es laut der Informationen ja auch wegen Fabian versucht.

Es ist alles sehr schwer zu fassen. Man darf aber nicht vergessen, dass nicht er vor Gericht steht, sondern seine Ex. Verzeihung.. Wieder-Partnerin. Sie hat ihn vollkommen im Griff.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 22:54
Bei so vielen Punkten muss doch irgendwann mal Klick machen bei ihm. Dass er sich so vehement weigert die Akte einzusehen, was will er damit demn erreichen? Finde er wurde da ziemlich gebrieft.
Kam das "Umdenken" seiner Aussagen während F. noch vermisst wurde oder erst nach Auffinden?


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 23:03
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Es ist alles sehr schwer zu fassen. Man darf aber nicht vergessen, dass nicht er vor Gericht steht, sondern seine Ex. Verzeihung.. Wieder-Partnerin.
Ich denke er steht durchaus auch vor einem Gericht. Nur nicht vor dem selben wie die TV.

Was man auch nicht vergessen darf und hier kaum beleuchtet wird, aus verschiedenen Gründen: Es gibt wahnsinnig viele Menschen die Dorina der Tat beschuldigen. Er hat dieser Vielzahl von Leuten bereits mit dem 2. Prozesstag sehr in die Karte gespielt und Dinge angefeuert. Er weiß darum. Dorina ist stark für Fabi, muss das alles durchstehen etc.
Da fällt es mir wirklich sehr schwer Verständnis für sein Verhalten aufzubringen. Und ganz so "dumm" wie er sich teilweise präsentiert, scheint er nicht zu sein wenn man seine Aussagen betrachtet.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 23:05
Zitat von Gast3938Gast3938 schrieb:Bei so vielen Punkten muss doch irgendwann mal Klick machen bei ihm. Dass er sich so vehement weigert die Akte einzusehen, was will er damit demn erreichen? Finde er wurde da ziemlich gebrieft.
Kam das "Umdenken" seiner Aussagen während F. noch vermisst wurde oder erst nach Auffinden?
Er hat sich vermutlich von ihren Erklärungen wieder mal einlullen lassen und dann nach dem Motto agiert: wir gegen den Rest der Welt. Differenzieren kann er vermutlich eh nicht so richtig, wenn es kompliziert wird. Er ist eben einfach gestrickt, was ich nicht mal despektierlich meine.
Andere Erklärungen wären weiterhin, dass er einfach verdrängen muss, um überhaupt klar zu kommen oder auch der Glaube, ohne sie nicht leben zu können.

Irgendwann wird aber auch ihm klar werden, was die Realität ist. Das hoffe ich jedenfalls für ihn selbst.


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gestern um 23:19
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Er hat dieser Vielzahl von Leuten bereits mit dem 2. Prozesstag sehr in die Karte gespielt und Dinge angefeuert. Er weiß darum. Dorina ist stark für Fabi, muss das alles durchstehen etc.
Ja an Empathie mangelt es ihm offenbar extrem. Wenn er allerdings von Gina derart beeinflusst ist, dass er das alles selber glaubt, ist sein Verhalten wieder irgendwie für sich genommen logisch.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Da fällt es mir wirklich sehr schwer Verständnis für sein Verhalten aufzubringen.
Es geht mir nicht um Verständnis. Es geht darum, sein Verhalten und seine Denkweise irgendwie einzuordnen.
Aus seiner Sicht passt es für ihn.

Ich will hier auch nicht für ihn als Menschen werben- Gott bewahre. Aber es gibt hier schon noch Unterschiede zu der Persönlichkeit von Gina.

Irgendwo hatte ich hier heute in einem Beitrag gelesen, sie manipuliert ihn, er manipuliert sie. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe hier nur eine Person, die manipuliert.


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gestern um 23:29
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Aber gerade deswegen und weil eine Persönlichkeitsstörung bei der Angeklagten vorliegt, finde ich es schwierig und um nicht zu sagen unangebracht, sie einfach als „böse“ oder sonstwas abzustempeln. Ja, ihre Handlungen sind für den Otto-Normalbürger nicht nachzuvollziehen und deren Resultat grausam noch dazu, aber wir wissen aktuell zu wenig, um Gina als „böse“ zu kategorisieren. Zumal das vermeintlich „Böse“ oder „Niederträchtige“, „Abgebrühte“ sehr wohl Auswüchse ihrer Störung sein können - für die sie wiederum nichts kann. Deshalb wurde und wird Gina ja auch von Fachleuten angesehen und ich warte lieber deren psychologische/psychiatrische Einschätzung ab.
Sorry, aber da widerspreche ich entschieden und ehrlich gesagt, kotzt mich so eine Argumentation auch an.
Die Frau hat planvoll gehandelt und hat gezielt einen kleinen Jungen der ihr aus ihrer Sicht bei der Verwirklichung ihrer Ziele im Weg stand heimtückisch aus seiner sicheren Wohnung weggelockt und ihn gezielt und brutal mit 6 Messerstichen in den Brustkorb ermordet.

Dieses Verhalten, diesen Plan, diese Tat sollen "Auswüchse ihrer Störung" sein?!

Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die unter einer psychiatrische Erkrankung (die Du hier als Störung bezeichnest!) leiden. Die meisten Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen werden nie in ihrem Leben straffällig, zumindest nicht mit Kapitaldelikte, wie es hier verhandelt wird. Einzige Aussnahme stellen Menschen mit akuten schizophrenen Wahnvorstellungen dar, aber für so ein Erkrankung gibt es bei Gina H keinerlei Anzeichen und auch keine Vorberichte. Und Menschem mit psychiatrischen Erkankungen begehen öfter Straftaten im Bereich der Suchtmittelkriminialität, weil einige dieser Erkrankungen eben mit einer höheren Neigung zu Suchterkrankungen einhergehen (und in der Folge teilw. auch Verkersdelikte).

Aber hier zu schwafeln, man dürfe die Angeklagte doch bitte nicht als böse, niederträchtig oder abgebrüht bezeichnen, ist doch einfach nur billige Rethorik.
Sie wusste genau, dass es juristisch und moralisch falsch war, das Kind zu töten. Hätte sie das nicht gewusste, hätte sie nicht vorher und nachher versucht, die Tat zu vertuschen, sondern hätte damit geprahlt. Sie ist also selber duchaus in der Lage, zwischen richtig und falsch - und da wir hier über den Mord an einem Kind reden,was ihr nichts getan hat, außer den Anspruch zu erheben, ab und zu Zeit mit seinem Vater zu verbringen und von diesem Unterhalt zu beziehen, weswegen von beidem entsprechend weniger für Gina H zur Verfügung stand - würde ich falsch hier durchaus mit böse übersetzen.
Sie hat niederträchtig gehandelt, weil sie das Kind ganz gezielt in eine Lage gebracht hat, in dem sie sein Vertrauen in sie als seine "Ziehmama" ausgenutzt hat, in der es hier völlig ausweglos und hilflos ausgesetzt war. Das alles aus maximal egoistischen Beweggründen.
Und wenn es nicht abgebrüht ist, ein 8 jähriges Kind mit 6 Messerstichen in die Brust zu ermorden und sich danach ins Auto zu setzen und 7 MInuten mit dessen Vater ein Schwätzchen zu halten - wahrscheinlich ging es darum, wie schön der Versöhnungssex zwei Tage zuvor doch war und das man das doch unbedingt bald wiederholen muss - dann weiß ich es auch nicht.

Mir fällt kaum ein Fall ein, in dem der Täter so böse,so niederträchtig und so abgebrüht gehandelt hat und deshalb muss man das auch so benennen dürfen. Egal wieviel "Störungen" die Angeklagte haben mag, die alle nicht bewirkt haben, dass sie selber nicht genau wusste, wie böse und niederträchtig diese Tat war.

P.S:ach ja, und was wir beim Thema niderträchtig nich vergessen haben: sie hat wohl auch noch versucht, die von ihr begangene Tat jemand anderem in die Schuhe zu schieben, der dann statt ihrer die besten Jahre seines Lebens im Knast hätte verbringen dürfen - während sie sich dank des eingesparten Unterhalts endlich das 6 und 7 Pferd - enschuldige Pony - hätte leisten und den himmlischen in der Wohnung hätte genießen können.
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Bildung ist leider nicht allen gleichermaßen gegeben und über seine Herkunft wurde ja schon einiges bekannt.
Wie wissen was Gina H über seine Familie denkt. Sie stinken, die achten nicht genug auf Körperhygiene und sind alle voll assi. Hohes Ross, auf dem man da sitzt, wenn man selbst von einer Frau abstammt, die aufgrund einer Suchproblematik nicht in der Lage war, ihre beiden Kinder zu versorgen und sich dann selbst ein Kind vom letzten Assi den man finden konnte, hat andrehen lassen, mit dem man nicht mehr klar kommt, was selbstverständlich an dem Kind liegt, nicht an ihrer Erziehung!


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 23:34
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wie wissen was Gina H über seine Familie denkt. Sie stinken, die achten nicht genug auf Körperhygiene und sind alle voll assi. Hohes Ross, auf dem man da sitzt, wenn man selbst von einer Frau abstammt, die aufgrund einer Suchproblematik nicht in der Lage war, ihre beiden Kinder zu versorgen und sich dann selbst ein Kind vom letzten Assi den man finden konnte, hat andrehen lassen, mit dem man nicht mehr klar kommt, was selbstverständlich an dem Kind liegt, nicht an ihrer Erziehung!
Ui. Komm mal etwas runter.... du magst recht haben, aber für ihre Vergangenheit kann sie nichts.

Es sind emotionale Themen, aber diese Unsachlichkeiten bringen uns auch nicht weiter.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 23:53
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Kind.
Was hat sie denn erwartet? Dass er sagt: "Fabian ist verschwunden. Er kann also dieses Wochenende nicht kommen. Wir haben also die Bude für uns"?
Vermutlich dachte sie, dass er Trost bei ihr sucht. Es ging, wie immer, ausschließlich um sie.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 23:56
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ui. Komm mal etwas runter.... du magst recht haben, aber für ihre Vergangenheit kann sie nichts.

Es sind emotionale Themen, aber diese Unsachlichkeiten bringen uns auch nicht weiter.
Ich kann Grillage verstehen. Ich bin selbst in einer, sagen wir mal, dysfunktionalen Familie groß geworden. Lebte im sozialen Brennpunkt und habe alleine in der Kindheit und Jugend so schwere Traumata erlebt, dass sich zwei Psychotherapeuten gewundert habe, dass ich noch lebe.

Als Person mit Traumata sind genau solche Argumentationen wie "Ach sie hatte ja so eine schwere Kindheit" sehr angreifend. Das schürt, auch wenn wahrscheinlich unabsichtlich, Stigmata, dass psychisch erkrankte Menschen zu Straftäter werden. Ein Vorurteil, was eh schon in der Gesellschaft sehr präsent ist.

Und ist gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht, weil es wie eine billige Ausrede klingt. So als ob eine Gina H. ja gar nicht anders konnte als ein Kind umzubringen. Es klingt, als wäre sie das Opfer. Das Opfer ihrer psychischen Erkrankung. Gleichzeitig werden Parallelen zu Psychosen und Wahn gezogen, die etwas vollkommen anderes sind als Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen wie PTBS/kPTBS und definitiv sich komplett anders äußern was Steuerungsfähigkeit und die Unterscheidung zwischen gut und böse ist.

Ja, der Ton ist vielleicht nicht perfekt, aber kann die Emotionalität von Grillage voll und ganz nachvollziehen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

um 00:21
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Interessanter Gedanke.
Ja, um ein paar Ecken gedacht hätte das aufgehen können. Die Wahl des Tatorts ("Schweinesuhle") könnte auch mit weniger Ecken damit zusammenhängen. Irgendwann irgendwo war auch die Rede von "Tiere beobachten"...
Was halt so garnicht aufgeht ist es, wenn eine erklärte Tierliebhaberin, die das Schlachten nicht ertragen kann, einen Jäger beim Ansitzen auf Wildschweine begleitet. Mag sein MR ist der Widerspruch garnicht aufgefallen.

Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich beim ehemals mysteriösen Jäger um den zweiten Tümpelzeugen handeln könnte?
Die Gummipuppengeschichte die irgendwie niemand glauben wollte hat sich damit immerhin aufgeklärt.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Was ich aber am wenigsten verstehe, ist, warum sie just an diese Tag, so kurz vor dem Mord, das Waldfoto gemacht hat. Warum riskieren, dass irgendwann ihr Handy durchsucht wird und sich die Polizei über ihre Anwesenheit zu diesem Zeitpunkt nahe dem Tator wundert? Oder diente das Foto dazu, dem da ja noch lebenden Fabian irgendetwas vorzutäuschen?
Vielleicht nur Routine. Und Leo hat da doch so lieb geguckt...
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Aber es wäre doch eigentlich logisch gewesen, dass er in diesem Moment und möglicherweise bis zum Fund der Leiche, nach dem Kind sucht. Es war doch schließlich sein Kind.
Die Frage ist ob man in so einer Situation nachts ziel- und planlos da draußen überhaupt irgendwas erreichen kann. Dass man da, wenn man schon nicht physisch zusammensitzt, zumindest in ständigem Kontakt mit dem anderen Elternteil ist - das wär zumindest was ich erwarten würde.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Was hat sie denn erwartet? Dass er sagt: "Fabian ist verschwunden. Er kann also dieses Wochenende nicht kommen. Wir haben also die Bude für uns"?
Hoffentlich nicht dass er direkt 'ne Flasche Sekt köpft.
Zitat von XianiXiani schrieb:Aber in jedem Szenario ist sie irgendwie am Fund beteiligt. Warum das alles? Wäre doch sinnvoller, einfach die Füße stillzuhalten und nicht unnötig die Zielscheibe auf die Stirn zu malen. Ja, natürlich lassen sich so leichter ihre Spuren am Tatort aus ihrer Sicht erklären, aber das ändert ja nichts an den Reifenspuren oder mögliche andere DNA am Körper.
Vielleicht dachte sie wirklich, dass da niemand draufkommt?
Dass der Jäger sich nicht weiter für die Gummipuppe interessiert - dumm gelaufen.
Deshalb der zweite Tümpelzeuge. Der dann merkt dass was faul ist, aber nicht direkt zur Polizei geht. Als er sich dazu durchringt, ist Gina aber schon mit der Freundin am Tümpel die direkt die Polizei verständigt.
Jede Menge Fußabdrücke und Reifenspuren, dazu noch Wildschweine. Passt doch alles wenn's ums Spurenverwischen geht.


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um 00:22
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wie wissen was Gina H über seine Familie denkt. Sie stinken, die achten nicht genug auf Körperhygiene und sind alle voll assi. Hohes Ross, auf dem man da sitzt, wenn man selbst von einer Frau abstammt, die aufgrund einer Suchproblematik nicht in der Lage war, ihre beiden Kinder zu versorgen und sich dann selbst ein Kind vom letzten Assi den man finden konnte, hat andrehen lassen, mit dem man nicht mehr klar kommt, was selbstverständlich an dem Kind liegt, nicht an ihrer Erziehung!
@Xiani
Es ging mir hauptsächlich um diese Passage im Text von Grillage.

Wir alle sind maximal angegriffen und emotional bei diesem Fall. Das ist überhaupt kein Thema. Dennoch muss man irgendwann einlenken. Gina hatte keinerlei Einfluss darauf, woher sie stammt und was ihr passiert ist. Man weiß auch nicht, warum sie sich auf den Vater ihres Kindes eingelassen hat. Das ist ja so ne Art Psychologie, dass man wieder Menschen sucht, die eine .so behandelt haben, wie die Eltern es gemacht haben. Und dann wird noch vorausgesetzt, dass sie es mit ihrem Sohn nicht hinbekommt. Ja, es liegt nahe, aber wieso muss man da so los poltern.
Zitat von XianiXiani schrieb:So als ob eine Gina H. ja gar nicht anders konnte als ein Kind umzubringen. Es klingt, als wäre sie das Opfer. Das Opfer ihrer psychischen Erkrankung. Gleichzeitig werden Parallelen zu Psychosen und Wahn gezogen, die etwas vollkommen anderes sind als Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen wie PTBS/kPTBS und definitiv sich komplett anders äußern was Steuerungsfähigkeit und die Unterscheidung zwischen gut und böse ist.
Danke für deine Offenheit, aber sei dir gewiss- niemand hier versucht Gina als das Opfer darzustellen. Ein Opfer ihrer Umstände ist sie sicher und das tut mir persönlich auch leid- aber da sie erwachsen ist und ja auch in Therapie, sollte sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können, gerade mit Kind.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

um 00:22
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Selbst wenn er irgendwann einsieht, dass die TV den Mord begangen hat - es gab doch schon so viel andere Dinge, die nicht bestritten werden konnten.
Muss er das denn überhaupt irgendwann? Ich bin mittlerweile ziemlich sicher dass er schon am Tat-Tag irgendwann abends kapiert hat was Sache ist.
Er will offen zeigen dass er hinter ihr steht - vielleicht obwohl er es weiß?
Die Liebe ist groß - oder wie war das?
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:... die Nachricht an ihre Friseurin, dass Fabian "so fett" sei ...
So hart hat sie das geschrieben? Ich hab nur was von "schlechter Ernährung" und "nicht mal was zum Mittagessen" in Erinnerung.
Beides kann ich mir durchaus als einen Auswuchs der üblichen Patchwork-Probleme vorstellen.
Ich will da jetzt sicher nichts schönreden, aber ich kann mir denken dass da wirklich Welten aufeinander geprallt sind.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:An keinem Punkt hat er sich da vor seinen Sohn gestellt.
Womöglich schlägt da zu, was Du mit weitergegebenen Traumata meintest?
Ich krieg mehr und mehr das Gefühl dass es da ohnehin wenig Liebe für die Kinder gab - weder von Gina ihrem eigenen Sohn gegenüber, noch von MR Fabian gegenüber. Vielleicht meinte Gina ja das, als sie zu Dorina meinte dass Fabian mehr von Dorina brüchte als von seinem Vater...
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Nein das ist zu einfach gedacht mMn. Es geht hier um toxische emotionale Abhängigkeiten, von beiden Seiten. Das Finanzielle kommt für mich eher on top.
Auch wenn ich finde dass "toxisch" zusammen mit "narzisstisch" und "reflektieren" die so ziemlich inflationärsten Begrifflichkeiten der letzten Jahre sind - die haben sich echt nicht gut getan. Und womöglich ständig aneinander vorbei geredet (ich kenn sowas).
Zitat von Gast3938Gast3938 schrieb:Finde er wurde da ziemlich gebrieft.
Kam das "Umdenken" seiner Aussagen während F. noch vermisst wurde oder erst nach Auffinden?
Während Fabian noch vermisst wurde, hat er sie schon gefragt ob sie was damit zu tun hat. Sie hat geantwortet ob er spinnt.


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um 00:27
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:
Zitat von AnjuleAnjule schrieb:An einen Selbstmordversuch glaube ich nicht. Sie hat sich selbst verletzt und das Bild gepostet. Auch das kann zur Manipulation gedacht gewesen sein. "Sieh her, wie schlecht es mir geht."
Selbstverletzung und ein Selbstmordversuch sind doch 2 sehr unterschiedliche Handlungen.
Das sehe ich auch so. Wenn ich das so lese,denke ich mit meiner Küchenpsychologie dirkt an die Persönlichkeitsstörung Borderline.
Was mir echt aufgefallen ist, ist das der Typ sich an fast keine Gespräche erinnern kann, die er mit der Tv geführt hat, aber das sie sex hatten und wie viel mal. Macht den Eindruck das er nicht viel nachdenkt und was ihm wichtig ist.


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um 00:34
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Dennoch muss man irgendwann einlenken. Gina hatte keinerlei Einfluss darauf, woher sie stammt und was ihr passiert ist. Man weiß auch nicht, warum sie sich auf den Vater ihres Kindes eingelassen hat. Das ist ja so ne Art Psychologie, dass man wieder Menschen sucht, die eine .so behandelt haben, wie die Eltern es gemacht haben. Und dann wird noch vorausgesetzt, dass sie es mit ihrem Sohn nicht hinbekommt. Ja, es liegt nahe, aber wieso muss man da so los poltern
Okay, das ist ein fairer Punkt und stimmt. Niemand hat sich ausgesucht in welche Familie man hinein geboren wird, wie man erzogen wird und in welchem Umfeld man allgemein erwachsen wird und sollte deswegen nicht verurteilt werden.
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Danke für deine Offenheit, aber sei dir gewiss- niemand hier versucht Gina als das Opfer darzustellen. Ein Opfer ihrer Umstände ist sie sicher und das tut mir persönlich auch leid- aber da sie erwachsen ist und ja auch in Therapie, sollte sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können, gerade mit Kind.
Deinen Punkt mit "aber da sie erwachsen ist, sollte sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können" unterschreibe ich vollkommen. Vermisse ihn aber gleichzeitig bei anderen, die eben die psychische Erkrankung als alleinigen Faktor für ihre Tat ausmachen bzw fühlt es sich an, als ob sie es als Entschuldigung nutzen. Dabei ist Gina Mitte 30 Jahre alt und sogar verantwortlich für ein eigenes Kind.


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um 00:36
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ui. Komm mal etwas runter.... du magst recht haben, aber für ihre Vergangenheit kann sie nichts.
Ne, da kann sie nichts für. Aber ihr Marionettenhansel auch nicht und dem wirft sie es ja vor.
Zitat von XianiXiani schrieb:Als Person mit Traumata sind genau solche Argumentationen wie "Ach sie hatte ja so eine schwere Kindheit" sehr angreifend. Das schürt, auch wenn wahrscheinlich unabsichtlich, Stigmata, dass psychisch erkrankte Menschen zu Straftäter werden. Ein Vorurteil, was eh schon in der Gesellschaft sehr präsent ist.
Genau darum geht es mir! Aus Unkenntnis und Unverständnis werden hier Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen stigmatisiert, nur um reflexhaft anzumahnen, dich bitte ja nicht zu hart über eine mutmaßliche Kindermörderin zu urteilen. Und dabei vergisst man mal eben, dass man hunderttausenden anderen Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen das Stigma aufdrückt, völlig passive Menschen ohne freien Willen, Marionetten ihrer Erkrankung und am Ende ja irgendwie auch ohne moralischen Kompass und damit potentiell gefährlich zu sein.
Bevor wir sie als solche benennen, schauen wir uns doch erst mal an, ob ihre Niederträchtigkeit, ihre Bösartigkeit und ihre Abgebrühtheit nicht nur der "Auswuchs ihrer Störungen" ist. Allein die Bezeichnung "Auswuchs ihrer Störung" lässt mir echt die Hutschnur hochgehen. Die arme gestörte Gina sitzt da gebeutelt von ihren Störungen ganz passiv in der Ecke und plötzlich wächst es aus ihr raus, so dass sie mal eben ein Kind ermorden muss.

Die Frau hat durchtrieben bis in die letzte Haarspitze ihren Lebensgefährten gemolken, Menschen in ihrem Umfeld gegeneinander ausgespielt, sich genommen was sie gerade haben wollte und sich dann dran gemacht daran zu arbeiten, das lästige "Scheiß-Anhängel" zu entfernen, um ihr eigenes Leben schöner, entspannter ("ohne ihn war immer himmlische Ruhe"!) und materiell erfüllter zu gestalten. Sie hat nicht in einem Wahn, sondern geplant gehandelt, immer ihr egoistisches Ziel vor Augen. Sie weiß genau, welche Knöpfe man bei wem wann und wie feste drücken muss, um das zu bekommen, was sie haben will. Das ist genau das Gegenteil von sich passiv dem massiven Druck seiner Störung hinzugeben, die übermächtig ist. Das ist gezieltes EInsetzen von Kompetenzen und Fertigkeiten um zu bekommen, was man gerade haben will.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

um 00:37
Zitat von wobelwobel schrieb:Auch wenn ich finde dass "toxisch" zusammen mit "narzisstisch" und "reflektieren" die so ziemlich inflationärsten Begrifflichkeiten der letzten Jahre sind - die haben sich echt nicht gut getan. Und womöglich ständig aneinander vorbei geredet (ich kenn sowas).
Zwar komplett OT, aber bei narzisstisch stimme ich dir zu. Reflektieren ist ein stinknormaler Begriff. Toxisch..
Naja... Man tut sich halt gegenseitig nicht gut.

Inflationär finde ich das nicht.
Zitat von XianiXiani schrieb:Als Person mit Traumata sind genau solche Argumentationen wie "Ach sie hatte ja so eine schwere Kindheit" sehr angreifend. Das schürt, auch wenn wahrscheinlich unabsichtlich, Stigmata, dass psychisch erkrankte Menschen zu Straftäter werden. Ein Vorurteil, was eh schon in der Gesellschaft sehr präsent ist.
Es ist doch eher umgekehrt in diesem Fall. Man versucht, herzuleiten, wie es dazu kommen kann.

'Ich bin selbst in einer, sagen wir mal, dysfunktionalen Familie groß geworden' - ja ich auch.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

um 00:43
Zitat von XianiXiani schrieb:Ja, der Ton ist vielleicht nicht perfekt, aber kann die Emotionalität von @Grillage voll und ganz nachvollziehen.
Als selbst Betroffene kann ich mich da nur anschließen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

um 00:44
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Sicher ? In der Anklageschrift stand m.W auch Heimtücke. Das Strafgesetzbuch :
In einem Mordprozess in Deutschland müssen Nachweise oder Beweismittel dafür erbracht werden, wie das Opfer aus dem Haus gelockt wurde, wenn dies für die Feststellung von Mordmerkmalen wie Heimtücke oder Planung relevant ist.Wichtige Punkte zur Beweisführung:Beweislast: Grundsätzlich trägt die Staatsanwaltschaft die Beweislast. Sie muss dem Angeklagten die Tat nachweisen.Heimtücke: Das Locken aus dem Haus dient oft dazu, das Opfer arg- und wehrlos zu machen, was als Heimtücke gewertet wird.
Quelle: Google mit Verweis auf das Strafgesetzbuch
Diskussion ist schon ganz woanders, aber um das nochmal klarzustellen: ja, sicher. Dein Verweis ist natürlich KI-Quatsch und hat mit "dem Strafgesetzbuch" auch nichts zu tun. Im StGB wird bei den Mordmerkmalen die Heimtücke schlicht aufgezählt und in keinster Weise definiert, geschweige denn so genau wie es der KI-Quatsch suggeriert, so funktioniert Gesetzessystematik in unseren Breitengeraden auch nicht.

Man braucht für die Heimtücke nach der Definiton der Rechtsprechung ein Ausnutzen der im Tatzeitpunkt bestehenden Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers. Entscheidend ist also, dass Fabian am abgeschiedenen Tümpel mit "Ziehmama" Gina keinen Angriff erwartet hat und sich auch deshalb nicht verteidigen konnte. Hierfür reicht letztlich, dass man feststellt/weiß/ohne vernünftige Zweifel davon ausgeht, dass

- eine Nähebeziehung zwischen dem kindlichen Opfer und der erwachsenen Täterin bestand
- Fabian freiwillig mitgekommen ist
- der Tümpel abgelegen ist
- Gina ihn dort unvermittelt und unerwartet angegriffen hat (es also nicht etwa plötzlich zu einem Streit und einer dann offenen körperlichen Konfrontation kam)

Lediglich die Annahme im letzten Spiegelstrich könnte Gina versuchen zu entkräften, wenn sie sich entsprechend einlässt, also eine Affekttötung infolge eines plötzlichen Streits einräumt. Derzeit deutet nichts auf eine solche Einlassung hin. Zudem müsste eine solche Story ja dann auch noch glaubhaft sein, auch das ist schon alleine aufgrund des Mitführens des Messers, der Textnachrichten im Vorfeld mit ihrem Motiv etc pp nicht sehr wahrscheinlich.

Aber natürlich kommt es nicht drauf an, was genau die Story war, mit der sie Fabian zum Mitkommen bewegt hat. Wie sollte das auch bei Tötungsdelikten regelmäßig zu beweisen sein, was Opfer und Täter vor der Tat im Wortlaut besprochen haben? Und wie weit will man diese Beweisanforderungen spannen ("wenn sie ihm einen Ausflug zur Eisdiele versprochen hat, müsste die StA erstmal beweisen, um welche Eissorten es Fabian dabei ging").

Will mich in diesem Punkt nicht zu sehr wiederholen, aber viele hier haben insgesamt eine falsche Vorstellung davon, was zulasten der Täterin alles vermeintlich absolut zweifelsfrei und sicher bewiesen werden muss. Es reicht für eine Verurteilung aber eben "schon" aus, wenn die Kammer am Ende der Beweisaufnahme aufgrund der Gesamtschau der Beweisanzeichen sicher ist, dass die Angeklagte die angeklagte Tat begangen hat. Dafür muss weder jeder einzelne Schritt der Tatfolge/-vorbereitung bewiesen oder auch nur bekannt sein, noch scheidet eine Berücksichtigung einzelner belastender Indizien deshalb aus, weil es für den entsprechenden Sachverhalt auch irgendeine andere, aber nicht gleichermaßen wahrscheinliche unverfängliche Erklärung geben mag.

Es gab auch schon Verurteilungen wegen Tötungsdelikten, bei denen die Todesursache völlig unklar war/keine Leiche gefunden werden konnte, man den Tatzeitraum nur ganz grob auf Wochen/Monate eingrenzen konnte oder völlig unklar war, wie Täter und Opfer überhaupt zueinander standen und aufeinander getroffen sind.


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