CurlySue_ schrieb:Aber gerade deswegen und weil eine Persönlichkeitsstörung bei der Angeklagten vorliegt, finde ich es schwierig und um nicht zu sagen unangebracht, sie einfach als „böse“ oder sonstwas abzustempeln. Ja, ihre Handlungen sind für den Otto-Normalbürger nicht nachzuvollziehen und deren Resultat grausam noch dazu, aber wir wissen aktuell zu wenig, um Gina als „böse“ zu kategorisieren. Zumal das vermeintlich „Böse“ oder „Niederträchtige“, „Abgebrühte“ sehr wohl Auswüchse ihrer Störung sein können - für die sie wiederum nichts kann. Deshalb wurde und wird Gina ja auch von Fachleuten angesehen und ich warte lieber deren psychologische/psychiatrische Einschätzung ab.
Sorry, aber da widerspreche ich entschieden und ehrlich gesagt, kotzt mich so eine Argumentation auch an.
Die Frau hat planvoll gehandelt und hat gezielt einen kleinen Jungen der ihr aus ihrer Sicht bei der Verwirklichung ihrer Ziele im Weg stand heimtückisch aus seiner sicheren Wohnung weggelockt und ihn gezielt und brutal mit 6 Messerstichen in den Brustkorb ermordet.
Dieses Verhalten, diesen Plan, diese Tat sollen "Auswüchse ihrer Störung" sein?!
Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die unter einer psychiatrische Erkrankung (die Du hier als Störung bezeichnest!) leiden. Die meisten Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen werden nie in ihrem Leben straffällig, zumindest nicht mit Kapitaldelikte, wie es hier verhandelt wird. Einzige Aussnahme stellen Menschen mit akuten schizophrenen Wahnvorstellungen dar, aber für so ein Erkrankung gibt es bei Gina H keinerlei Anzeichen und auch keine Vorberichte. Und Menschem mit psychiatrischen Erkankungen begehen öfter Straftaten im Bereich der Suchtmittelkriminialität, weil einige dieser Erkrankungen eben mit einer höheren Neigung zu Suchterkrankungen einhergehen (und in der Folge teilw. auch Verkersdelikte).
Aber hier zu schwafeln, man dürfe die Angeklagte doch bitte nicht als böse, niederträchtig oder abgebrüht bezeichnen, ist doch einfach nur billige Rethorik.
Sie wusste genau, dass es juristisch und moralisch falsch war, das Kind zu töten. Hätte sie das nicht gewusste, hätte sie nicht vorher und nachher versucht, die Tat zu vertuschen, sondern hätte damit geprahlt. Sie ist also selber duchaus in der Lage, zwischen richtig und falsch - und da wir hier über den Mord an einem Kind reden,was ihr nichts getan hat, außer den Anspruch zu erheben, ab und zu Zeit mit seinem Vater zu verbringen und von diesem Unterhalt zu beziehen, weswegen von beidem entsprechend weniger für Gina H zur Verfügung stand - würde ich falsch hier durchaus mit böse übersetzen.
Sie hat niederträchtig gehandelt, weil sie das Kind ganz gezielt in eine Lage gebracht hat, in dem sie sein Vertrauen in sie als seine "Ziehmama" ausgenutzt hat, in der es hier völlig ausweglos und hilflos ausgesetzt war. Das alles aus maximal egoistischen Beweggründen.
Und wenn es nicht abgebrüht ist, ein 8 jähriges Kind mit 6 Messerstichen in die Brust zu ermorden und sich danach ins Auto zu setzen und 7 MInuten mit dessen Vater ein Schwätzchen zu halten - wahrscheinlich ging es darum, wie schön der Versöhnungssex zwei Tage zuvor doch war und das man das doch unbedingt bald wiederholen muss - dann weiß ich es auch nicht.
Mir fällt kaum ein Fall ein, in dem der Täter so böse,so niederträchtig und so abgebrüht gehandelt hat und deshalb muss man das auch so benennen dürfen. Egal wieviel "Störungen" die Angeklagte haben mag, die alle nicht bewirkt haben, dass sie selber nicht genau wusste, wie böse und niederträchtig diese Tat war.
P.S:ach ja, und was wir beim Thema niderträchtig nich vergessen haben: sie hat wohl auch noch versucht, die von ihr begangene Tat jemand anderem in die Schuhe zu schieben, der dann statt ihrer die besten Jahre seines Lebens im Knast hätte verbringen dürfen - während sie sich dank des eingesparten Unterhalts endlich das 6 und 7 Pferd - enschuldige Pony - hätte leisten und den himmlischen in der Wohnung hätte genießen können.
CurlySue_ schrieb:Bildung ist leider nicht allen gleichermaßen gegeben und über seine Herkunft wurde ja schon einiges bekannt.
Wie wissen was Gina H über seine Familie denkt. Sie stinken, die achten nicht genug auf Körperhygiene und sind alle voll assi. Hohes Ross, auf dem man da sitzt, wenn man selbst von einer Frau abstammt, die aufgrund einer Suchproblematik nicht in der Lage war, ihre beiden Kinder zu versorgen und sich dann selbst ein Kind vom letzten Assi den man finden konnte, hat andrehen lassen, mit dem man nicht mehr klar kommt, was selbstverständlich an dem Kind liegt, nicht an ihrer Erziehung!