Ich möchte noch einmal auf die Diskussion um finanzielle Aspekte zurückkommen.
Es ist ja wohl so, dass Gina H. verzweifelt reagierte, als Matthias R. sich von ihr trennte. Denn sie verlor nicht nur ihren Liebhaber, sondern auch den „Sponsor“, der bis auf die Miete alle Kosten für den doch recht aufwändigen Lebensstil der 30-Jährigen übernommen haben soll.
Das muss eine Menge gewesen sein. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Gina H. nach dem Abschied von R. offenbar in akute Geldnot geriet:
Angeklagte in Geldnot
Anders als ihre Verteidiger es am letzten Prozesstag darstellen wollten, litt Gina H. nach der Trennung offenbar doch an großen Geldsorgen. Einer Freundin schickte sie diese Sprachnachricht: „Jetzt werde ich Teddy (Anm. d. Red.: Gina H.s Pferd) abgeben, auch wenn ich es nicht möchte. Aber ich habe niemanden, der mich finanziell unterstützt.“ Sie habe keine Familie außer ihren Großeltern.
13.05.2026 - 12:39 Uhr
„Du hast mir alles weggenommen“
In einer weiteren Sprachnachricht nach der Trennung beklagt sich Gina H. bei Fabians Vater, dass er ihr nicht mehr hilft, dass sie betteln müsse: „Bin nur noch auf fremde Hilfe angewiesen. Weil du mir alles weggenommen hast. Alles.“
Quelle:
https://www.bild.de/regional/rostock/prozess-um-mord-an-fabian-freund-erzaehlt-von-gewalt-des-vaters-69f2f4ded6078134c45a3b9c?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.allmystery.de%2F[
Wohl auch vor diesem Hintergrund kämpfte Gina H. energisch um den Neuaufbau der Beziehung mit MR - aber ohne unerwünschte „Anhängsel“ wie Fabian.
Könnte sie dabei in ihrer Niedertracht auch darauf geschielt haben, dass sich für sie und ihrem Freund bei einem Ableben von Fabian auch finanziell neue Spielräume erschließen würden?
So fiel ja in diesem Fall die Verpflichtung des Vaters weg, Unterhalt für sein Kind zu entrichten. Liege ich ganz falsch, wenn ich das bei ihm als sehr fleißigem Facharbeiter auf etwa 500 bis 600 Euro pro Monat schätze?
Wenn ich das richtig sehe, hatte MR in der Anfangszeit Umgang mit seinem Sohn und Dorina L. deswegen auf Unterhalt verzichtet. Das änderte sich dann offenbar, sodass der Vater zahlungspflichtig gewesen wäre.
Angeblich hat Matthias R. seine Freundin ja monatlich mit etwa 500 Euro unterstützt. Zugleich beklagte er sich heftig über ihre Ansprüche und dass er trotz vermehrter Arbeit die Belastungen kaum tragen könne.
Dachte Gina H. womöglich, die Tötung von Fabian könne da monetär noch einen positiven Nebeneffekt haben und ihren Partner so entlasten, dass am Ende auch für sie mehr übrig bliebe? Die Staatsanwaltschaft hat ja in ihrer Anklage durchaus auf eine auch finanzielle Motivation abgehoben.
Außerdem soll noch eine Lebensversicherung auf Fabian abgeschlossen worden sein. Wer davon eventuell begünstigt wäre, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.
Nur um falschen Interpretationen vorzubeugen: Mir geht es einzig um mögliche Tatantriebe von Gina H.; dem Vater von Fabian unterstelle ich bei aller sonstigen Kritik nichts.