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Todesdrama am Großglockner

1.019 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 08:47
Zitat von watnuwatnu schrieb:Die Lungenentzündung hatte K. evtl. (noch) nicht bemerkt.
Die Lungenentzündung kann sich auch erst durch die Unterkühlung und die letzten zwei Stunden vor ihrem Tod durch Erfrieren entwickelt haben.

SpoilerSo wurde bei Uwe Barschel (1987), der bewusstlos stundenlang in einer Badewanne lag (Wassertemperatur über 20 Grad), auch eine Bronchitis und eine beginnende Lungenentzündung festgestellt. Ob diese wie bei G. auch "viral" war, weiß ich nicht, Barschel hatte ja Berge an (tödlichen) Betäubungsmitteln eingenommen.

Aber ich vermute, diese Lungenentzündung hätte sich bei Kerstin G. nie entwickelt, wäre sie nicht an diesem Tag auf den Berg gegangen.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Müssten da nicht auch Abdrücke vorhanden sein vom Rucksack oder den Schuhen?
Der "Tatort" war die ganze Nacht starken Winden und Böen ausgesetzt. Die Bergretter mussten ja aufsteigen, ein Hubschrauber konnte sie wegen des Windes gar nicht absetzen. Ich glaube auch kaum, dass da die KTI mit aufgestiegen ist und eine klassische Tatortarbeit hätte stattfinden können. Zudem waren die Umstände zum Zeitpunkt der Bergung ja noch nicht genauer bekannt.

Die ganze Aktion war schon schwer genug und auch für die Bergretter sehr gefährlich. Sie haben die Leiche offenbar abseilen müssen und erst weiter unten konnte ein Hubschrauber landen und den Leichensack einladen.

SpoilerZur Beziehung zwischen Kerstin und Thomas: Da lässt sich alles mögliche spekulieren. Und da ist auch alles möglich. Es gibt Menschen, die gehen eine Beziehung ein, weil es zu zweit spaßiger ist, als alleine. Auch das Berge besteigen. Wer auf "Tinder" Partner sucht, sucht vielleicht gerade nicht den Mann/die Frau fürs Leben. "Liebe" ist eine irrsinnig großes Spektrum, das emotional höchst unterschiedlich sein kann. Jedenfalls scheint Thomas auch nicht unfürsorglich gewesen zu sein, so die Ex-Freundin. Nur wenn des Probleme gab, wurde er "grantig". Das ist jetzt nicht völlig exotisch. Ich kenne mindestens zwei oder drei Paare (zum Teil 25 Jahre verheiratet), bei denen läuft es gut, aber es kracht auch regelmäßig. Wie es mit denen auf so einer Tour wäre? Keine Ahnung. Solchen Extremsituationen liefern die sich zum Glück nicht aus.


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Todesdrama am Großglockner

um 08:51
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich lese das zum ersten Mal. Es könnte aber durchaus sein, dass andere Journalisten das aus Pietät nicht erwähnten. Sollte sie wirklich "upside down" gehangen haben, würde das erklären, wieso erwähnt wurde, dass bei stärkerem Wind die Gefahr bestanden hätte, dass sie über die Südwand (?) geweht wird. Und natürlich wäre sie dann auch freihängend gewesen, ohne Kontakt der Füße zum Boden.

Ich kann mir allerdings so gar nicht vorstellen, wie es dazu kommen könnte. Es müsste dann ja eine Drehung in der Luft, bei einem Sturz, stattfinden.
Würde das nicht von der Stelle abhängen?
Jetzt verstehe ich auch das Entsetzen der Retter beim Auffinden, wenn dies ihre Position war.

Unter ihr war ja aber ein kleiner Felsvorsprung.
Was wenn sie auf dem Stand, als sie einfach keine Kraft mehr hatte, sich hochzuziehen und eben da "blockiert" festhing. Sie konnte weder vor noch zurück und irgendwann konnte sie sich auch an dieser Stelle nicht mehr halten. Wenn man davon ausgeht, dass sie nicht ohne Festhalten mit den Händen an dieser Stelle stehen bleiben konnte.


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Todesdrama am Großglockner

um 09:40
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Lungenentzündung kann sich auch erst durch die Unterkühlung und die letzten zwei Stunden vor ihrem Tod durch Erfrieren entwickelt haben.
Bei Kerstin wurde eine virale Lungenentzündung festgestellt.

Google sagt dazu:
Eine virale Lungenentzündung (Viruspneumonie) ist eine akute Entzündung des Lungengewebes, verursacht durch Viren wie Influenza, RS-Virus oder SARS-CoV-2. Sie beginnt oft schleichender mit trockenem Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Diagnose erfolgt meist klinisch und durch Bildgebung. Die Behandlung ist primär symptomatisch, da Antibiotika nicht gegen Viren wirken.
Gesundheitsinformation.de
Gesundheitsinformation.de
+5
Wichtige Fakten zur viralen Lungenentzündung:
Symptome: Häufiger trockener Husten, Fieber, Schüttelfrost, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Atemnot und Muskelschmerzen. Sie tritt oft im Anschluss an eine obere Atemwegsinfektion auf.
Erreger: Häufige Auslöser sind Grippeviren (Influenza), RS-Viren (besonders bei Kindern), Adenoviren und SARS-CoV-2 (COVID-19).
Verlauf: Oft milder als bakterielle Lungenentzündungen, kann aber besonders bei Älteren, Säuglingen und immungeschwächten Personen schwer verlaufen.
Behandlung:
Symptomatisch: Fiebersenkende Mittel (Antipyretika), Schmerzmittel (Analgetika) und ausreichend Flüssigkeit.
Virostatika: Können bei spezifischen Viren (z.B. Influenza) in frühen Stadien helfen, sind aber bei vielen viralen Pneumonien kaum erforscht.
Antibiotika: Helfen nicht gegen Viren, werden aber eingesetzt, wenn eine bakterielle Superinfektion vermutet wird.
Dauer: Eine unkomplizierte Lungenentzündung heilt oft innerhalb von zwei bis drei Wochen aus, schwere Fälle können länger dauern.
Ich denke sie war vorher angeschlagen, dachte sie ist wieder fit. Und machte mit ihm die Tour.

Gab es da nicht vom Sachverständigen einen Satz dazu?

Kann eine Lungenentzündung durch Kälte entstehen, dazu sagt Google:
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) entsteht primär durch Viren oder Bakterien, nicht direkt durch Kälte allein. Kalte Luft und feuchtes Wetter im Winter begünstigen jedoch Infektionen, da sie die Atemwege reizen, die Durchblutung der Schleimhäute verschlechtern und Erregern das Eindringen erleichtern. Besonders bei verschleppten grippalen Infekten ist das Risiko hoch.
AOK
AOK
+4
Wichtige Zusammenhänge:
Ursachen: Bakterien (z.B. Pneumokokken) oder Viren sind die eigentlichen Auslöser, oft begünstigt durch geschwächte Abwehrkräfte im Winter.
Risiko durch Kälte: Kalte Luft reizt die Atemwege, verengt sie und lässt die Schleimhäute anschwellen, was die Ansiedlung von Viren/Bakterien erleichtert.



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Todesdrama am Großglockner

um 10:11
Habe noch was zur Auffindeposition gefunden:
(Soweit ich das verstanden habe, war der/die Berichtende beim Prozess anwesend.)
Thomas P. ließ im weiteren Verlauf nach eigenen Angaben aber Kerstin G. an einem Standplatz (Felsblock mit 2 Ringen) zurück und fixierte die schon total erschöpfte Kerstin G. (die sich laut Angabe von Thomas P. nur auf allen Vieren fortbewegen konnte) an einer „Köpferlschlinge“ (obwohl dort 2 Bohrhaken waren) und ging alleine in Richtung Adlerruhe um Hilfe zu holen. Die Auffindeposition von Kerstin P. war aber eine andere – sie wurde ein paar Meter tiefer an einer steileren Felsstufe mit einer Bandschlinge fixiert hängend von den Bergrettern gefunden. Sowohl der Alpingutachter als auch der Richter bezweifelten die Ausführungen von Thomas P. – denn wie soll Kerstin G. dort alleine, total erschöpft, wieder mit dem Rucksack und dem Splitboard am Rücken hingekommen sein?
Quelle: https://www.bergsteigen.com/news/neuigkeiten/glockner-drama-urteil/

Das macht einen Sturz eher unwahrscheinlich. An der unteren Stelle war sie ja wiederum fixiert.


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Todesdrama am Großglockner

um 10:17
Zitat von EichhörnchenEichhörnchen schrieb:Ich denke sie war vorher angeschlagen, dachte sie ist wieder fit. Und machte mit ihm die Tour.
Mag sein. Ich bin kein Internist, sondern gebe nur wieder, was mir zum Thema begegnet ist.

Und ich weiß: Lungenentzündungen sind bei jungen, trainierten und grundsätzlichen gesunden Menschen jetzt nicht so häufig wie ein Schnupfen oder grippaler Infekt (auch viral). Die Viren sind immer irgendwo. Es hängt entscheidend von der Immunabwehr ab. Alte, bettlägrige, geschwächte, verletzte (auch durch Oberschenkelhalsbruch) Menschen sterben häufig an einer Lungenentzündung. Das kann sehr schnell gehen: Bronchitis, Lungenentzündung, Multiorganversagen. Da mögen die Viren dann die Verursacher sein, aber eigentlich ist das multikausal. Gleiches gilt bei Immunsupressiva (bei Autoimmunerkrankungen oder Organtransplantationen angewendet). Auch da ist die Gefahr einer Lungenentzündung viel größer.

Und bei dem, was Kerstin G. allein an diesem Tag mitgemacht hat und erdulden musste, dürfte das Immunsystem ziemlich im Eimer gewesen sein. Das war also nicht die Ursache der Lungenentzündung, sondern die Folge der Umweltbedingungen und ihres Verhaltens. Schließlich stundenlange Bewegungslosigkeit am Fels, da geht es auch internistisch rapide bergab.


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Todesdrama am Großglockner

um 10:32
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Das macht einen Sturz eher unwahrscheinlich. An der unteren Stelle war sie ja wiederum fixiert.
Nein. Es macht einen Unterschied, ob das Seil "fixiert" ist oder der Körper. Die "Fixierung" des Körpers erfolgte durch das Sicherungsseil, in das sie beim Abrutschen/Stürzen gefallen ist. Gehalten hat sie ihr Hüftgurt. Das Seil war dann über befestigt, mit einer Bandschlinge.

Ich kenne mich mit Seilen in der Praxis nicht aus, aber den Videos zufolge, die es zum Besteigen des Stüdlgrats gibt, dienen die Seile nur der Sicherung. Es gibt dann Fixseile oder Haken für Karabiner, an denen das Seil befestigt wird. Bei einer Seilschaft sichern sich dann auch noch zwei oder mehr Bergsteiger gegenseitig, so dass der Fall ins Seil auch nicht zu hoch erfolgt, sonst kann das trotz Hüftgurt tödlich enden. Man muss sich also auch dem Gelände aufpassen, damit man trotz Seil nicht von einem Felsvorsprung aufgespießt wird oder mit dem Kopf gegen einen Steilhang knallt.

Thomas P. war vermutlich an der Stelle, wo er behauptet hatte, G. zurückgelassen zu haben. Er sicherte sie mit ihrem Seil. Sie versuchte die Schlüsselstelle hoch zu kommen. War zu entkräftet, erschöpft, nahe an der Besinnungslosigkeit. Glitt oder stürzte einige Meter ab, fiel ins Seil. P. konnte wegen des Überhangs nichts machen (laut den Sachverständigen), sie v.a. nicht hochziehen, nicht zu ihr absteigen. Sie war unrettbar im Seil "fixiert".

Vielleicht hat er noch gewartet, bis sie kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Das würde jedenfalls das ganze kryptische Verhalten mit der Rettung um 0:35 Uhr und später plausibel machen. Er war ja unstreitig erfahren. Also wusste er, dass vor dem nächsten Morgen nichts möglich war. Und brachte sich selbst irgendwann in Sicherheit. Und da er sicher nicht Superman ist, dürften die letzten 50 Meter zum Gipfel und der Abstieg zur Hütte für ihn auch lebensgefährlich gewesen sein.


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um 10:37
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Lungenentzündung kann sich auch erst durch die Unterkühlung und die letzten zwei Stunden vor ihrem Tod durch Erfrieren entwickelt haben.
Ich hatte gelesen, es gibt auch verdeckte Lungenentzündung - da merkt man vermutlich bis auf etwas Gliederschmerzen erstmal nix.
Und dann die Anstrengung über den Tag hinweg, das gab dann womöglich den Rest.


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Todesdrama am Großglockner

um 12:22
Svensken hat ja bereits eine sehr tolle Rekonstruktion anhand der Lichter gemacht:
Zitat von svenskensvensken schrieb:Das muss nicht die Stelle sein. Man sieht die Rettungsmannschaft in diesem Moment, es kann aber sein, dass sie danach noch etwas weiter abgestiegen sind, weil der Fundort ja scheinbar 50m unterhalb des Gipfels war. Da, wo die auf dem Foto stehen, sind es nicht 50m denke ich. Aber ich habe diese Stelle mal in die Darstellung uebernommen. Siehe anbei.
Skrmbild 2026-02-26 120117Original anzeigen (0,9 MB)
Kann man hier am Bild auch ca erkennen, wo sie aufgefunden wurde und wo das berüchtigte Plateau ist, von wo aus er sie gesichert zurückgelassen haben will?

Für mich Laien sieht die Distanz, die zwischen 22:30 und 23:30 zurückgelegt wurde, unverhältnismäßig groß aus. Ich glaube nach wie vor, er ist zu einem bestimmten Zeitpunkt, weil er irgendwann keine Rücksicht mehr nahm, vorausgeprescht, hat gar nicht mehr gewusst, wo sie genau ist und in welchem Zustand sie sich befindet. Nur so kann ich mir den Ablauf des "Notrufs" erklären. Nur so seine gelogene Version.
Ich denke irgendwie, beide wussten, dass K. es in dieser Nacht bestenfalls noch zu diesem Plateau schaffen würde.


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Todesdrama am Großglockner

um 12:28
[
Zitat von EichhörnchenEichhörnchen schrieb:
- "Wie lang sind Sie bei der alpinen Einsatzgruppe?", fragt der Richter.
- "Seit 2009", ist die Antwort.

Und jetzt zum Auffindungsort der Verstorbenen:
- "Ist für Sie erklärbar, dass ich in so eine Situation gerate, aufgrund eines Sturzes, mit den Steigeisen drauf?"
- "Na, eigentlich net."

Die Einsatzgruppe habe einen Handschuh gefunden, die Sicherungsposition sei "spannend" gewesen, die Verstorbene habe keine Handschuhe getragen.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet[/quote]

Der Alpinpolizist findet die Sicherungsposition "spannend", also verdächtig, nicht selbsterklärend, genauso den Auffindungssituation der Kerstin G, also Widerspruch zwischen Sturzbild und Sicherung, das mit dem Handschuh ist auch verdächtig

Zitat von TritonusTritonus schrieb:Wobei das mit dem Sturz ja gar nicht sicher ist:
Es geht wieder um die Auffindungsposition. Wie Kerstin zu diesem Zeitpunkt gesichert war, ist "für mich nicht erklärbar", sagt der Alpinpolizist. Auch, dass sie durch einen Sturz in diese Position gekommen sein könnte, halte er für keine mögliche Erklärung. Spuren, dass sie aktiv dorthin abgeklettert wäre, habe es aber auch nicht gegeben.
Quelle: https://www.nachrichten.at/ticker/grossglockner-prozess-467/2/#pager-anchor

Die Frage ist, was bleibt denn da noch als Möglichkeit. Aber so lange wir keine Details kennen - schwierig zu diskutieren.
Nicht erklärbar ist die Sicherungsposition und die Position der Kerstin G passt nicht dazu, also durch einen Sturz könnte Kerstin G nicht in die Position gekommen sein, so wie das Seil befestigt ist.
Erklärung -kein normaler Kletterunfall, vielleicht auch Manipulation im Nachhinein.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:03
Das ist jetzt eine neue Information, die T's unwahre Behauptung (oder Diskrepanz zumindest) zum Standort, wo er sie zurückgelassen hätte offensichtlicher macht:
Thomas P. ließ im weiteren Verlauf nach eigenen Angaben aber Kerstin G. an einem Standplatz (Felsblock mit 2 Ringen) zurück und fixierte die schon total erschöpfte Kerstin G. (die sich laut Angabe von Thomas P. nur auf allen Vieren fortbewegen konnte) an einer „Köpferlschlinge“ (obwohl dort 2 Bohrhaken waren) und ging alleine in Richtung Adlerruhe um Hilfe zu holen. Die Auffindeposition von Kerstin P. war aber eine andere – sie wurde ein paar Meter tiefer an einer steileren Felsstufe mit einer Bandschlinge fixiert hängend von den Bergrettern gefunden.
Quelle: https://www.bergsteigen.com/news/neuigkeiten/glockner-drama-urteil/

Es hatte geheißen sie war 10m weiter unten im (zwangsläufig gestrafften) Seil hängend gefunden worden von dem Standort aus gesehen wo er angegeben hatte, dass sie mit Seil fixiert zusammen gesessen sind. Deshalb war meine Assoziation 10m Seillänge gewesen. Jetzt stellt sich aber heraus, dass ihr Seilende einige Meter weiter unten mit einer Bandschlinge um einen Felskopf fixiert war. Der Richter hatte ihn ja gefragt, wie er die Fixierung genau gemacht hat (was er geantwortet hat, wissen wir nicht). Oben auf dem Platz war ein Felsblock mit zwei Bohrhaken (Ringen), das wäre eine sicherere Seil-Fixierung gewesen. Wo ihr Seilende tatsächlich angebunden war, war es stattdessen um einen Fels gebunden.
Da wird also offensichtlicher, dass T. mit seiner Version lügt. Denn da hätte K., als sie anscheinend ziemlich oben auf der Schlüsselstelle Steilwand angekommen war wieder selbst abklettern müssen, um ihr Seil selbst weiter unten am Fels zu fixieren. Das ist völlig unlogisch in ihrem erschöpften Zustand.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:10
Zitat von parabolparabol schrieb:Der Alpinpolizist findet die Sicherungsposition "spannend", also verdächtig,
Das ist deine Interpretation, die nicht unmöglich ist. Aber ich wüsste nicht, dass in der Verhandlung geäußert wurde, dass am Handschuh EDIT: o. Sicherung etwas verdächtig ist.
O. g. "spannend" kann ebenso "dilettantisch" heißen. Dass TP relevante Sicherungstechniken bzw. den Flaschenzug nicht beherrschte, sprach der Richter an.
- -
Zitat von parabolparabol schrieb:, das mit dem Handschuh ist auch verdächtig
Nach dem, was wir tatsächlich zum Thema Handschuh wissen, kann ich nichts besonders Verdächtiges erkennen.
Sie könnte sich die Handschuhe z. B. selbst ausgezogen haben -> sog. Kälteidiotie oder Versuch, etwas zu öffnen/verwenden, was man mit Handschuh nicht schafft.
Seit meinem Post, in dem ich nach Quellen fragte, ist zum Thema Handschuhe keine neue Info gepostet worden, soviel ich weiß. Aber wir konnten klären, dass u. g. „Handschuh nahe Blut“ z. B. nur eine unbelegte Annahme ist.

- - -
Unten werden Handschuhe in verschiedenen Situationen erwähnt:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Handschuh
Es gab mehrere Situationen, in denen Handschuhe erwähnt wurden, die nichts miteinander zu tun haben müssen. K. wurde ohne Handschuhe gefunden. Der Richter erwähnte z. B. in seiner Sturz-Variante, K. könnte dabei einen Handschuh verloren haben.
Zitat von KarloSamtKarloSamt schrieb:
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Ein Handschuh lag anscheinend nahe der Blutspur.
Hast du dafür mal eine Quelle? Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich habe bisher nichts darüber gelesen.
Gefunden habe ich dazu
Die Einsatzgruppe habe einen Handschuh gefunden, die Sicherungsposition sei "spannend" gewesen, die Verstorbene habe keine Handschuhe getragen.
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet

Der Handschuh muss nach o. g. Zitat nicht nahe Blutspur gefunden worden sein.
-
Aussage TP:
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Das Opfer hat beim „Seilpendler“ ihren Handschuh verloren. „Ich habe ihr dann meinen Reserve-Handschuh gegeben“, so der Angeklagte. Als der Polizei-Hubschrauber kam, habe das Paar diesen wahrgenommen. „Ich habe Kerstin gefragt, ob sie einen Notruf abgesetzt hat – das hat sie verneint. Sie hat auch betont, dass es ihr gut gehe“, so ihr Freund. 10.59
Quelle: https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196
- - -
Wenn man eigene Annahmen sauber von den wenigen bekannten Fakten trennt, kann man sich zumindest der Wahrheit etwas annähern. Wir alle schreiben hier evtl. mit unterschiedlicher Motivation. Mich beschäftigt v. a. die Frage, was TP zu seinem fragwürdigen Verhalten gebracht hat.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:11
P.S. (Zeit abgelaufen) Vielleicht hatte ich früher etwas missverstanden in der Vermischung der Begriffe Fixierung und Blockade (der Begriff Blockade ist nicht genau definiert, kann verschiedenes bedeuten)


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Todesdrama am Großglockner

um 13:13
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Jedenfalls nehme ich an, dass er einiges vor ihr oben ankam, und dass er da dann das Handy gezückt hat und die Anrufe gesehen hat - wahrscheinlich unüblich derselbe mehrmals in der Nacht, und er daher zurückrief um 0.30 Uhr . Ich kann mir vorstellen, dass sie da zwar äußerst erschöpft war, es aber noch nicht passiert ist. Sonst hätte er nicht so getan als gäbe es keinen eindeutigen Notfall
Das kann ich mir auch so vorstellen. Es fällt mir doch schwer anzunehmen, wenn T.P. wusste, dass K.G. blockiert war in dieser aussichtslosen Lage, dass er das dann nicht eindeutig als Notsituation kommuniziert hätte.

Andererseits muss irgendein Hilfeersuchen Thema gewesen sein, denn beide Gesprächsteilnehmer sagen übereinstimmend, der Alpinpolizist habe gesagt, es könne unter diesen Bedingungen kein Hubschrauber mehr aufsteigen.


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um 13:16
Zitat von parabolparabol schrieb:Nicht erklärbar ist die Sicherungsposition und die Position der Kerstin G passt nicht dazu, also durch einen Sturz könnte Kerstin G nicht in die Position gekommen sein, so wie das Seil befestigt ist.
Ja, so habe ich das auch verstanden.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Da wird also offensichtlicher, dass T. mit seiner Version lügt. Denn da hätte K., als sie anscheinend ziemlich oben auf der Schlüsselstelle Steilwand angekommen war wieder selbst abklettern müssen, um ihr Seil selbst weiter unten am Fels zu fixieren. Das ist völlig unlogisch in ihrem erschöpften Zustand.
Ja, eben. Ich kann mir aber wiederum nicht vorstellen, dass T sie in dieser finalen Auffindesituation gesehen hat, denn dann hätte er das einfach so beschreiben können und es wäre ein Unfall gewesen. Er macht sich aber sozusagen freiwillig schuldig, indem er zugibt, sie zurückgelassen zu haben, und bizarrerweise glaubt der Richter dies nicht... also wirklich.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:24
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Und wie man auf den WebCam Fotos um 10 bis 10.30 vormittags dann sah, dürften die Bergretter da oben auf dem Grat gestanden
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Kann man hier am Bild auch ca erkennen, wo sie aufgefunden wurde und wo das berüchtigte Plateau ist, von wo aus er sie gesichert zurückgelassen haben will?
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Thomas gab an, sie bei ca. 50 Meter unterm Gipfel allein gelassen zu haben. Das wäre da, wo die Platte mit Fixseil begann. Video ca. Minute 28
@Silberstreif. Was meinst du genau mit Grat, auf dem du die Bergretter verortest? Das "Klapfl" ist ja die gefährlichste Stelle, laut Video, das Agrimony eingestellt hat, ist dort Absturzgefahr. Ich bin mir unsicher, ob die Bergretter dort hätten stehen können. Oder standen sie eventuell auf dem Plateau kurz darüber?


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Todesdrama am Großglockner

um 13:31
[/code]
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Kann man hier am Bild auch ca erkennen, wo sie aufgefunden wurde und wo das berüchtigte Plateau ist
Da wo der grüne Pfeil ist, wo die Bergretter mind. 40min. lang am Vormittag dann gesehen wurden. Bis dorthin ca. ist sie gekommen, irgendwo drunter hing sie fest. Sie hat von 20-22 Uhr kaum Höhenmeter geschafft (deshalb kam dann der Heli nachschauen), aber dann kam sie wieder weiter hoch.
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Oder standen sie eventuell auf dem Plateau kurz darüber?
Das glaube ich, ja. Das Ende der Schlüsselstelle Steilwand liegt etwas niedriger und westlicher als der Gipfel. Das entspricht den Webcam Aufnahmen mit den über 40min. lang sichtbaren Bergrettern.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:45
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Er macht sich aber sozusagen freiwillig schuldig, indem er zugibt, sie zurückgelassen zu haben,
Vielleicht ist das wirklich ein Verarbeitungsmechanismus. Er könnte wirklich absolut unter Schock gewesen sein, als er die Blockade von K.G. realisierte und absolut hilflos war ihr zu helfen.

Das muss wirklich schrecklich sein, so etwas zu erleben. Und vermutlich hat er erkannt, dass sie das nicht mehr überlebt - egal was er tut. Da können Schuldgefühle einen schon überwältigen, dass man die irgendwie abwehren muss innerlich. Und in der Erkenntnis, sie überlebt das nicht mehr, hat er sich innerlich etwas zurechtgelegt, auch zum Selbstschutz. Er hatte ja zuvor einfach viel falsch gemacht und das sich vor sich selbst einzugestehen, wenn man einen Menschen dem Tode geweiht sieht, halte ich für eine seelisch bedrückende Situation.

Nach außen konnte er wohl irgendwie besser damit umgehen zu sagen, er habe sich auf den Weg gemacht, um Hilfe zu holen. So konnte er sich davor schützen, darüber sprechen zu müssen, was eigentlich passiert ist.

Und womöglich ist er dann im Nachhinein bei der Version geblieben, um nicht als jemand dazustehen, der heute das erzählt und morgen das. Vielleicht war der Richter ja kurz davor (deshalb schätze ich den Richter sehr für seine Empathie) - der Moment, als der Verteidiger eine Pause forderte - T.P. dazu zu bringen, die Wahrheit zu sagen, aber schließlich ist er bei dieser Version geblieben.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:47
@svensken:
Und auch nochmals Danke für die zusammengefasste Übersicht der Lichtpunkte der Helmlampen über den Abend/die Nacht hinweg, sehr hilfreich.
Mir flimmerte es im Screenshotvergleich immer ziemlich vor den Augen - zudem ist mein relativ gut ausgestatteter Rechner beim Durchblättern/Nachladen der Uhrzeiten der Webcams ziemlich "in die Knie gegangen".
Zitat von svenskensvensken schrieb:Die Frage ist berechtigt. Denn da scheint es ja irgendwie ein Muster zu geben. Er geht mit ihm erfahrungs- und konditionsmässig unterlegenen Frauen auf Touren, die diese ueberfordern. ... ... ... Böse Zungen sprechen von "Alpine Divorce".
Ich hatte zuvor davon noch nie etwas gehört, aber schlagt den Begriff mal nach, ganz übel, an Perfidie nicht zu übertreffen ...


Dazu ein Artikel von gestern aus "usatoday" - 27.02.2026
'Alpine divorce' is a viral new dating term. It's causing panic across the internet.

There's a horrifying dating term going viral, and every dater needs to be aware of it.

The internet is abuzz right now with the term "alpine divorce." It happens when a couple goes on a date out in nature − think a hike, camping trip or bike ride − and then one abandons the other in the wilderness to fend for themselves.

It's a horrible form of abuse, experts say. And it's also not as uncommon as you might think.

Stephanie Sarkis, a psychotherapist specializing in narcissistic abuse among other mental health issues, says she's had clients who have, unfortunately, experienced this. She says an "alpine divorce" can be deeply traumatic, causing immense mental and physical distress.

...
...
Quelle:
https://eu.usatoday.com/story/life/health-wellness/2026/02/27/alpine-divorce-viral-dating-term/88905680007/

Übersetzung - via https://www.deepl.com/de/translator
Es gibt einen erschreckenden Begriff aus dem Bereich Dating, der gerade viral geht, und jeder, der sich verabredet, sollte ihn kennen.

Im Internet wird derzeit viel über den Begriff „Alpine Divorce” diskutiert. Er beschreibt eine Situation, in der ein Paar ein Date in der Natur unternimmt – beispielsweise eine Wanderung, einen Campingausflug oder eine Radtour – und dann einer der Partner den anderen in der Wildnis zurücklässt, sodass dieser sich selbst durchschlagen muss.

Experten sagen, dass dies eine schreckliche Form des Missbrauchs ist. Und es ist auch nicht so ungewöhnlich, wie man vielleicht denken könnte.

Stephanie Sarkis, eine Psychotherapeutin, die sich unter anderem auf narzisstischen Missbrauch spezialisiert hat, sagt, dass sie leider schon Klienten hatte, die dies erlebt haben. Sie sagt, dass eine „Alpine Scheidung“ zutiefst traumatisch sein kann und immense psychische und physische Belastungen verursacht.
In USA, las ich, falls jemand dessen überführt werden kann, ergibt das 5 bis 15 Jahre Gefängnis.


Ebenso berichtete gestern kurier.at in seiner Rubrik Trend Hub
Alleingelassen: Großglockner-Fall löst Welle an Berichten von Frauen aus
Nach dem Erfrierungstod auf dem Großglockner, bei dem ein Mann seine Partnerin zurückließ, berichten auf TikTok nun zahlreiche Frauen von ähnlichen Erfahrungen.
...
...

Quelle:
https://kurier.at/trend-hub/grossglockner-von-freund-bei-wanderung-alleingelassen-alpine-divorce/403135417



Wie gefährlich die Welt doch geworden ist ... ich für meinen Teil bin sehr erschrocken.


Möchte aber auch noch einmal betonen, dass es hier nicht so gewesen sein muss.
Es ist sehr schwierig, hierzu eine absolute Überzeugung (trotz aller Unstimmigkeiten bzgl des Hergangs) zu haben.


Wie hier im Thread auch schon mal angesprochen, auch sehr grosse Überforderung kann zu völlig unlogischem Handeln führen.

Man kann es sich eventuell so vorstellen:
>> Einerseits vor Energie kaum laufen können, überbordende Begeisterungsfähigkeit bis zum Abwinken, aber bei der geringsten Überforderung (schon eine Kleinigkeit läuft nicht nach Plan) völlig "lost" sein (= und anders als normaltypisch zu reagieren, wäre zB ruhig u besonnen bleiben).

Dann ist/wird die Sache mit der Schuld sehr schnell absolut relativ.
Ich will TP nicht in Schutz nehmen, aber so etwas in der Art liegt durchaus auch im Bereich des Möglichen. Das ist auch unabhängig vom Alter oder ob sich jemand im Griff hat, wie man es freundlich formulieren könnte.
Ganz ohne Narzissmus oder Psychopathie, da reicht ein (im Grunde ungefährliches!!) ADHS.
Ich wollte es nur mal in den Raum stellen und zu Bedenken geben.


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Todesdrama am Großglockner

um 13:56
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Man kann es sich eventuell so vorstellen:
>> Einerseits vor Energie kaum laufen können, überbordende Begeisterungsfähigkeit bis zum Abwinken, aber bei der geringsten Überforderung (schon eine Kleinigkeit läuft nicht nach Plan) völlig "lost" sein (= und anders als normaltypisch zu reagieren, wäre zB ruhig u besonnen bleiben).

Dann ist/wird die Sache mit der Schuld sehr schnell absolut relativ.
Ich will TP nicht in Schutz nehmen, aber so etwas in der Art liegt durchaus auch im Bereich des Möglichen.
Das ist auch unabhängig vom Alter oder ob sich jemand im Griff hat, wie man es freundlich formulieren könnte.

Dazu würde auch passen, daß er sich vorkommt "wie im Film" (das sagt er einmal, als er morgens von Richter Hofer befragt wird, Der Standard), sitzt da paralysiert und kann auch nicht so recht antworten - er weiß einfach nicht, warum er so oder so nicht oder (nicht) anders gehandelt hat.
Und zwar nicht aus Böswilligkeit, sondern weil er es nicht weiß und kann, und zwar wirklich nicht kann. Ist das verständlich?

Ganz ohne Narzissmus oder Psychopathie, da reicht ein (im Grunde ungefährliches!!) ADHS.
Ich wollte es nur mal in den Raum stellen und zu Bedenken geben.
Bearbeitungzeit war schon abgelaufen, ich habe die hinzugefügten Sätze fett eingesetzt


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Todesdrama am Großglockner

um 14:02
Hallo.
Ich lese in diesem Thread nur immer wieder mal mehr, mal weniger gut mit.
Daher bitte einfach nicht drauf eingehen, falls unwichtig.
Ist eigentlich bekannt ob es an den Fingern bzw. einzelnen Gliedern irreversible Erfrierungen gab, oder diese zwar eine gewisse Mitleidenschaft durch die Kälte erfahren hatten, aber noch nicht total geschädigt waren?


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