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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

12 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Folter, Salzgitter ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 02:16
Hallo,

da es mich etwas verwundert hier noch nichts dazu gefunden zu haben, eröffne ich mal das Thema.

In Salzgitter wurde eine Haushaltshilfe von der Familie bei der sie angestellt war gefoltert.
Viel ist aktuell noch nicht bekannt, aber ich versuche es mal grob zusammen zu fassen:

Putzhilfe (32) wurde von Familienmutter ( 62), Tochter (28) und Vater ( 49) im Haus gefoltert.
Unter anderem soll sie dazu gezwungen worden sein, sich selbst die Zähne zu ziehen.
Das kuriose an der Sache ist, das sie ( laut einem Fernsehbericht) nicht gefangen gehalten wurde. Die Putzhilfe pflegte Kontakte nach Außen, oder ging z.B. Einkäufe erledigen. Die Nachbarn wunderten sich allerdings über ihre äußeren Verletzungen.

Wie bereits geschrieben ist bisher nicht viel mehr bekannt, aber ich finde den Fall höchst erschreckend.

Ein Link zu einem Zeitungsbericht:Bericht


Was denkt ihr?

AcidJesus


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 02:38
So habe sich die Haushälterin in zwei Fällen selbst mit einer Rohrzange mehrere Zähne ziehen müssen. Die Beschuldigten sollen außerdem die Zunge der Frau auf ein Brett genagelt, den Bauch der Frau mit einem Bunsenbrenner verbrannt und sie mit einem Baseballschläger geschlagen haben.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/haftbefehl-familie-soll-putzhilfe-in-salzgitter-gefoltert-haben,salzgitter-136.html (Link aus dem EP)

Abscheuliches Verhalten der TVs


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 02:42
Zitat von AcidJesusAcidJesus schrieb:Das kuriose an der Sache ist, das sie ( laut einem Fernsehbericht) nicht gefangen gehalten wurde. Die Putzhilfe pflegte Kontakte nach Außen, oder ging z.B. Einkäufe erledigen.
Die Abgründe der Menschheit. Das Opfer scheint sich in einer Abhängigkeit befunden zu haben oder
glaubte es zumindest, das es so sei.
Zitat von AcidJesusAcidJesus schrieb:Was denkt ihr?
Der Fall wird leider untergehen, weil die Medien gerade eine andere Sau durch`s Dorf treiben.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 03:28
Zitat von AcidJesusAcidJesus schrieb:Was denkt ihr?
Extrem grausamer Fall. Sollte sich das alles so bewahrheiten, hoffe ich, dass die TV für sehr lange aus dem Verkehr gezogen werden.

Was mir zuerst auffällt - untypische Konstellation von Beteiligten. Der Ehemann der Frau soll mehrfach vorbestraft sein, unter anderem wegen Vergewaltigung mit gefährlicher Körperverletzung, und saß deshalb bereits mehrfach im Knast. Dazu dann aber noch ein Mutter-Tochter-Gespann, die anscheinend auch schwer einen an der Waffel haben und extrem sadistisch und skrupellos sind, unfassbar.

Wie sie das Opfer dazu gebracht haben sich selbst zu verletzen und anscheinend auch immer wieder in das Haus zurückzukehren (falls es stimmen sollte, dass sie dieses zwischendurch auch verlassen konnte), werden die Ermittlungen sicherlich ergeben. Ich tippe auf Drohungen, vll im Bezug auf evtl Verwandte oder Bekannte des Opfers, irgendeine Form der emotionalen Abhängigkeit oä. So oder so wirklich schlimm.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 04:34
Der Fall hinterlässt bei mir sehr viele Fragezeichen. Folter und Quälerei sind nun an sich gesehen ja keine Innovation, aber wie bereits festgestellt ist es die "Freiwilligkeit" des Opfers die mir echt zu schaffen macht.

Täter-Opfer Beziehung, Drohungen usw....alles gut und schön, aber für mich passt das trotzdem nicht zusammen. Nachbarn hatten berichtet das die Haushaltshilfe stets nett und freundlich war, obwohl man sich darüber wunderte das sie keinen Zahn mehr um Mund hatte (Sic!).
Sie hätte sich sehr einfach befreien können.

Auch wenn nicht direkt vergleichbar, so denke ich z.B. an N.Kampusch die die erstbeste Gelegenheit genutzt hatte um zu flüchten.....auch nach vielen Jahren.

Ich hoffe das folgendes nun nicht als "Victim-Blaming" verstanden wird, aber zumindest mir kommt unweigerlich die Frage auf ob es sich ggf. um ein völlig pervertiertes BDSM-Ding handelt.

Wie auch immer....absolut verstörend. Die Taten sollen auch gefilmt worden sein.


Im Prinzip gibt es aufgrund der dünnen Faktenlage kaum mehr zu diskutieren, aber ggf. ergeben sich weitere Infos die man dann hier sammeln kann.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 04:58
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Die Abgründe der Menschheit. Das Opfer scheint sich in einer Abhängigkeit befunden zu haben oder
glaubte es zumindest, das es so sei.
So sehe ich das auch. Mich erinnert das zunächst einmal an das "Horrorhaus in Höxter."

Ich vermute, dass im Leben des Opfers schon einiges nicht gut gegangen ist, die Tatsache, dass es bei den vermutlichen Tätern eingezogen ist, sagt mir, dass es nicht aus dem kam, was man so "geregelte Verhältnisse" nennt, vielleicht obdachlos war usw. Mit anderen Worten: ich befürchte, die Opferrolle war dem Opfer nicht unbekannt. Was alles noch schlimmer macht.

Es gibt leider in der Welt durchaus viele Fälle in welchen sich Opfer von Gewalt, Entführungen usw. nicht selbst aus der Situation befreien können, obwohl sie sich frei in der ðffentlichkeit bewegen dürfen usw. (z.B. E Smart u.a.) Daraus darf man keinesfalls den Schluss ziehen, sie blieben "freiwillig" in der Situation.

So oder so ein schrecklicher Fall menschlicher Abgründe.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 10:17
Zitat von AcidJesusAcidJesus schrieb:as kuriose an der Sache ist, das sie ( laut einem Fernsehbericht) nicht gefangen gehalten wurde. Die Putzhilfe pflegte Kontakte nach Außen, oder ging z.B. Einkäufe erledigen.
Laut dem Artikel übernahm das Opfer die Putzaufgaben aus Dank dafür, dass sie bei den Leuten wohnen durfte. Sie fürchtete wohl, rausgeworfen und damit obdachlos zu werden, wenn sie nicht "mitspielte". Sie hat bestimmt nicht freiwillig mitgemacht! Die Täter haben ihre Hilflosigkeit ausgenutzt.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

27.03.2026 um 15:08
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Sie fürchtete wohl, rausgeworfen und damit obdachlos zu werden, wenn sie nicht "mitspielte".
Ich fürchte so einfach ist es nicht.
Wer bitte, der noch bei Verstand ist, lässt sich foltern nur um einer Obdachlosigkeit zu entgehen?
Ich würde tippen, dass das Opfer ohnehin labil, vllt. sogar psychisch krank ist.
Aber dass ist vorerst nur meine Vermutung.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

28.03.2026 um 09:37
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Sie fürchtete wohl, rausgeworfen und damit obdachlos zu werden, wenn sie nicht "mitspielte".
Ich fürchte so einfach ist es nicht.
Wer bitte, der noch bei Verstand ist, lässt sich foltern nur um einer Obdachlosigkeit zu entgehen?
Ggf ein Opfer, das auf der Straße, vorher, in der Kindheit oder wo und wann auch immer bereits schreckliches erleiden musste. Es gibt bestimmt eine Vorgeschichte, da bin ich bei @Rick_Blaine .
Und leider haben sadistische Täter dann oft auch einen Blick dafür, wer sich als Opfer besonders gut «eignet»


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

28.03.2026 um 13:07
Was für eine abscheuliche Tat. Ich teile die Meinung einiger meiner Vorredner, dass hier ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis bestanden haben muss. Wie kann man jemanden dazu bringen, sich selbst zu verstümmeln (eigene Zähne ziehen), gemeinschaftlich zu foltern, und dann kehrt diese Person wieder zu ihren Peinigern zurück? Die junge Frau hatte anscheinend kein stabiles soziales Umfeld und möglicherweise bereits zuvor wenig soziale Struktur in ihrem Leben.

Der Fall Höxter kam mir auch als erstes in den Sinn. Die Ermittler gehen momentan von einem Zeitraum zwischen Ende 2025 und März 2026 aus, in dem die Taten in dem genannten Haus stattgefunden haben sollen. Es ist jedoch denkbar, dass die Bekanntschaft bereits viel länger existierte, und davon gehe ich persönlich aus.

Die Tatsache, dass das Opfer dort wohnte und als "Putzhilfe" tätig war, deutet auf eine tief verwurzelte, asymmetrische Machtstruktur hin, die wahrscheinlich lange vor den ersten körperlichen Folterungen begann. Damit jemand Anweisungen zur Selbstverstümmelung befolgt, muss sein Wille zuvor systematisch gebrochen worden sein. Das benötigt Zeit und eine starke emotionale Abhängigkeit.

Die 32-jährige Frau war im ähnlichen Alter wie die 29-jährige Tochter der 62-jährigen Mutter. Möglicherweise bestand zu Beginn eine Art "Freundschaft" zwischen ihr und der Tochter der Familie, die die junge Frau in die Familie integrierte? „Freundschaft“ hat dann nach und nach in Gewalt umschlagen: Hat sich die Situation dann möglicherweise immer weiter zugespitzt?

Der Frosch-im-Wasser-Effekt: Legt man einen Frosch in kochendes Wasser, springt er raus. Erhitzt man das Wasser ganz langsam, bleibt er sitzen, bis er stirbt. Im Fall Salzgitter fing es sicher nicht mit Folter an. Es begann mit kleinen Abwertungen, dann Verboten, dann ersten Schlägen. Das Opfer passt sich jedes Mal ein Stück mehr an, um zu überleben, bis das Unmenschliche zum „neuen Normal“ wird.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

28.03.2026 um 13:24
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Laut dem Artikel übernahm das Opfer die Putzaufgaben aus Dank dafür, dass sie bei den Leuten wohnen durfte. Sie fürchtete wohl, rausgeworfen und damit obdachlos zu werden, wenn sie nicht "mitspielte". Sie hat bestimmt nicht freiwillig mitgemacht! Die Täter haben ihre Hilflosigkeit ausgenutzt.
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Ich fürchte so einfach ist es nicht.
Wer bitte, der noch bei Verstand ist, lässt sich foltern nur um einer Obdachlosigkeit zu entgehen?
Ich würde tippen, dass das Opfer ohnehin labil, vllt. sogar psychisch krank ist.
Aber dass ist vorerst nur meine Vermutung.
Ich kann die Argumentation von @AlteTante nachvollziehen, aber ich denke es ging dabei nicht nur darum, "ein Dach über dem Kopf zu haben" und nicht auf der Straße leben zu müssen. Dagegen gibt es in Deutschland ja ein ausreichendes Auffangnetz.
Aber wahrscheinlich geing es, wenn das denn ein Teil der Abhängigkeit war, weit mehr als nur um wohnen, sondern auch um soziale Einbindung. Solche Täter sind gut darin, ihre Opfer zunächst zu isolieren, sich zunächst deren Vertrauen zu erschleichen, sich wichtig in deren Leben zu machen.
Genauso sind die Höxteraner doch vorgegangen: sie haben die Frauen zunächst emotional eingewickelt, dann räumlich isoliert, indem sie sie von weiter weg in ihr Haus in einem kleinen Kaff verfrachtet haben, in dem sie selbst ja sehr isoliert und abgeschirmt lebten. Haben die letzen Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigen und Freunden gekappt, in dem sie Handys kassiert haben, teilweise selber damit geantwortet haben.
Gleichzeitig haben sie eine Art bestrafungssystem aufgebaut und damit den Opfern das Gefühl gegeben, die hätten die Misshandlungen als Strafen selbst verschuldet und damit verdient. Und das dann immer mehr gesteigert.

Es gab erst vor zwei Wochen ein Urteil zu einem Fall aus dem Vogelsberg, der erschreckende Parallelen zum Höxter-Paar aufweist. Erstaunlicherweise hat der Fall deutschlandweit kaum mediale Aufmerksamkeit bekommen:

https://www.hessenschau.de/panorama/prozess-zum-mordfall-in-lauterbach-vermieter-paar-muss-lebenslang-in-haft-v3,lauterbach-urteil-100.html

Das Paar hatte ein runtergekommenes Gehöft in einem kleinen Ort, in dem es ständig wechselnde Mieter gab, die es finanziell ausgebeutet und teilweise misshandelt hat. Viele Mieter haben es geschafft, rechtszeitig das Weite zu suchen, eine Frau mit Down-Syndrom leider nicht. Sie wurde über fast zwei Monate dort regelmäßig misshandelt und erniedrigt und schließlich von dem Paar ermordet.
Auch da haben sich die beiden Täter gezielt schwache Menschen als Opfer ausgesucht und sie über das "Mietverhältnis" und das "bei sich wohnen lassen" in eine Abhängigkeit gebracht, was dazu geführt hat, dass viele der Menschen eine ganze Weile gebraucht haben, bis sie sich daraus berfeien konnten.


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Putzhilfe in Salzgitter gefoltert

28.03.2026 um 15:35
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Es gab erst vor zwei Wochen ein Urteil zu einem Fall aus dem Vogelsberg, der erschreckende Parallelen zum Höxter-Paar aufweist. Erstaunlicherweise hat der Fall deutschlandweit kaum mediale Aufmerksamkeit bekommen:
Tatsächlich erstaunlich und für mich das erste mal das ich von diesem Fall höre. O.g. ist mind. genauso verstörend wie das hier im Thread besprochene Verbrechen.

Einen Unterschied sehe ich aber darin das in Vogelsberg die Tatmotive bekannt sind, was natürlich hauptsächlich der Aufklärung durch den Prozess geschuldet ist. Darauf müssen wir in Salzgitter erst noch warten.


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