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Mordfall Hinterkaifeck

44.942 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hinterkaifeck, Hinterkeifeck, Einödhof, Sechsfach Mord
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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2013 um 13:03
@troadputzer,

na, ganz so einfach stellte sich das nicht dar.
Die EW in Bayern wurden einfach umbenannt in Bund "Bayern und Reich" u.A. die Ortsgruppe Schrobenhausen (Bat. Paargau).
Ob nun alle Gewehre/Waffen abgegeben wurden? In der Literatur wird dies bestritten. Ob nun grad die Schrobenhausener die Ausnahme waren?


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troadputzer
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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2013 um 15:24
Grüß' Dich @canales,

die hatten doch den köstlichen Schrobenhausener Spargel. Oberstspargelführer war damals der ehemalige Hauptmann Christian Schadt - eine sehr markante Persönlichkeit, wie man sich auf dem Veteranenbild leicht überzeugen kann. Zum Anbau und zur Pflege des Spargels benötigten die Spargelisten aber keine alten Gewehre, sondern viele Hacken. Selbst erfahrene Grabenkämpfer hätten mit dem aufgepflanzten Bajonett den Spargel nicht kultivieren können. Aber vielleicht hat einer der Experten hier doch die Gewehrabgabenliste vor sich liegen, von schwerer Bauernhand unterzeichnet, und lacht sich ins Fäustchen, weil wir das nicht wissen. Weiter viel Erfolg beim Forschen. Servus, mach's gut!


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2013 um 16:40
Aussage (laut Zeuge Bley) von Andreas Gruber zwei Tage vor der Tat:
"Fürchten tue ich mich nicht. Ich habe mein Gewehr schon hergerichtet..."

Wo ist die Wumme abgeblieben?

Man beachte die rechte Hand von A. Gruber auf den Tatortfotos " im Stadl".

@Kailah
und wer war der Leithammel der Truppe?


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Mordfall Hinterkaifeck

24.08.2013 um 21:49
@heike75,
kann mir gut vorstellen, dass man dem Anderl die in der Hand gehaltenen Waffe ( Schrotgewehr/Karabiner98/?), mit brachialer Gewalt ( Reuthaue/Bandeisen/..) weggeschlagen hat.
Evtl. haben hier zwei im Kriegshandwerk geübte Männer zusammengearbeitet. Einer bringt den Mann zu Fall, evtl, Schlag von hinten in die Kniekehlen, oder in das Genick, den Hinterkopf, Schädel, ein Anderer setzt die Attacke von vorne fort, "sichert" dabei Anderls Waffe, wie auch immer, es sind hierbei bekanntlich einige Optionen denkbar.

******
Bernie


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Kailah
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Mordfall Hinterkaifeck

24.08.2013 um 22:09
@heike75
heike75 schrieb:und wer war der Leithammel der Truppe?
Ich würde eher von "Leithammeln" im Plural sprechen, da möglicherweise jeder Ort einen solchen hatte.

Gleichwohl kenne ich die Antwort darauf nicht und ich werde auch nicht nachfragen.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Ortsgruppenführer, sofern sie Mitglied der Bürgerwehren waren, nicht auch hier leitend waren.

Grüße aus Gröbern.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.08.2013 um 23:05
@Kailah,
es steht übrigens noch die Frage im Raum, wann der Lenz seinen "Job" als Ortsvorsteher schliesslich abgab resp. abgeben musste. Denke doch, dass er in den letzten Jahren seines Lebens diese Funktion nicht mehr innehatte, zumal diese NSDAP-Infiltration sich zusehends breitmachte.

Ist dazu was bekannt ?
Oder habe ich diese Info verpennt ?
*****
Bernie


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Kailah
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25.08.2013 um 23:26
@Bernstein

Hm, ist mir ebenfalls nicht bekannt.

Grüße aus Gröbern


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26.08.2013 um 21:50
@Kailah,
ok, muss ich doch mal demnächst vor Ort nachfragen.
Sollte ich was erfahren, gebe ich es hier weiter.
*****
Bernie


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Mordfall Hinterkaifeck

26.08.2013 um 23:39
Hallo zusammen,

nach Euren militärtechnischen, politischen und anderen zeitgeschichtlichen Exkursen möchte ich mich einem Thema zuwenden, das erstaunlicherweise kaum kritisch reflektiert worden ist:
der Tathergangshypothese nach Reingruber.
Es wird ja gemeinhin angenommen, der/die Täter (ich verwende der Einfachheit halber im weiteren den Singular) hätte/n ein Rind losgebunden, um die durch die dadurch entstehende Unruhe die Opfer in den Stall bzw. in die Scheune zu locken um sie umzubringen. Hieran habe ich erhebliche Zweifel. Es ist zwar richtig, dass ein "lediges" (so heißt das auf bayrisch) Rind i.a. eine gewisse Unruhe im Stall auslöst, diese muss aber nicht unbedingt so groß sein, dass sie zwangsläufig bemerkt wird. Viel wahrscheinlicher ist es für mich, dass sich das Rind in den folgenden Tagen selbst seiner Kette entledigt hat, was bei der üblichen Anbindehaltung übrigens gar nicht mal so selten ist. Ganz abgesehen davon müsste sich, den Usancen auf dem Hof entsprechend, der Hund um diese Zeit schon im Stall befunden haben, wo er ja üblicherweise nachts eingesperrt wurde. Dafür gibt es einen einleuchtenden Grund: der Weg ins Haus über Maschinenhaus, Scheune und Stall war bei weitem nicht so gut gesichert wie eine abgeschlossene (und verriegelte) Haustür. Logischer ist es also für mich, dass das Bellen das Hundes eine Nachschau ausgelöst hat. Allerdings ist es bei diesem Szenario nur schwer nachvollziehbar, dass diese Nachschau nicht mindestens zu zweit und mit schussbereiter Waffe durchgeführt wurde, da doch ein Unbekannter auf dem Hof vermutet wurde.
Vorstellbar wäre weiterhin, dass VG ein "date" in der Scheune hatte und sich daher unter einem Vorwand in den Stall begab. In diesem Fall hätte der Hund, sofern ihm der Besucher vertraut war, nicht zwingend sofort bellen müssen, und die Serie der Nachschauen wäre durch das ungewöhnlich lange Ausbleiben der zuerst Nachsehenden ausgelöst worden.
Was ich mir bei dieser scheußlichen Tat aber nicht vorstellen kann: dass sie geplant gewesen ist.
Dagegen spricht für mich die Tatwaffe, diese besagte Reuthaue, die zwar fürchterliche Verletzungen verursachen kann, die aber doch recht unhandlich ist, zumindest bei Anwendung gegen zwei Personen gleichzeitig (damit hätte ein Täter rechnen müssen), und die auch unbrauchbar werden kann wenn z.B. bei einem heftigen Hieb der Stiel abbricht. Außerdem musste der Täter vom Vorhandensein mindestens einer Schusswaffe auf dem Hof (wie übrigens auf fast allen anderen auch) ausgehen, weswegen eine geplante Tat ohne adäquate eigene Bewaffnung ein großes Risiko für den Täter gewesen wäre.
Noch eine kurze Annotation zum historischen Kontext: die Bürgerwehren waren zwar in gewisser Weise paramilitärische Verbände, allerdings auf dem Land ohne große Schlagkraft, die sog. Freikorps waren da wesentlich wirkungsvoller und aktiver. Beiden gemeinsam war die politische Orientierung und die Gegner: die politische Linke (die man erfolgreich bekämpfen konnte) und die alliierten Kriegsgegner, gegen die es mangels Erfolgsaussichten nur zu revanchistischen Hasstiraden über das Versailler "Schanddiktat" und die feigen "Erfüllungspolitiker" reichte. Allerdings muss man hinzufügen, dass den kleineren Bauern für ein derartiges Engagement vor Arbeit und Sorge um ihr Auskommen ohnehin keine Zeit blieb (und das dürfte auch für Schrobenhausen und Umgebung gegolten haben). Neben dem Tod von Millionen junger Männer, i.d.R. Bauern- und Arbeitersöhnen, kamen auch mehrere Millionen Pferde im Krieg um.
Auch glaube ich nicht, dass es auf Reingruber politischen Druck in jedweder Richtung in diesem Fall gegeben hat. Sicherlich war er in jener Zeit überlastet, und er ist zumindest am Anfang davon ausgegangen, dass sich dieses Verbrechen mit endlichem Aufwand klären lässt.

Viele Grüße
Ludwig


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Mordfall Hinterkaifeck

27.08.2013 um 01:03
@ Ludwig_01:

Sehr gut. Sicher der beste Beitrag seit Wochen.

Zu Deinen Hauptpunkten möchte ich Folgendes bemerken:

Jungrind: Die Aussage des A. Schwaiger, der den Futtergang im Stall bei seiner Ankunft als vollkommen sauber beschreibt, stützt Deine Überlegung. Das Tier ist sehr wahrscheinlich erst viel später frei gekommen.

Nachschau: Die Verletzungen der Opfer sprechen dafür, dass sie arglos in einen Hinterhalt gerieten.
Daher ist die Annahme wahrscheinlich, dass die Bedrohung nicht so richtig wahr genommen wurde. Die Ankunft der Magd hat möglicherweise auch die Aufmerksamkeit gemindert, der Tatzeitpunkt um ca. 19.00 Uhr reißt die Opfer jeweils aus ihren letzten Tätigkeiten des verflossenen Tages.

Planung: Ja, es gab da einen Plan. Sonst wäre die Haue ja nicht zur Stelle gewesen. Es muss das natürlich keine Mordabsicht gewesen sein. Aber eine grundsätzliche Inkaufnahme tödlicher Gewalt ist sicher keine Fehlannahme. Es ist denkbar, dass der ohnehin vorgesehene Moment der Attacke durch eine unerwartete Begegnung der V. Gabriel im Stadel mit den Tätern ausgelöst wurde.

Historischer Kontext: Das sehe ich auch so. Alles andere ist Dichtung und Folklore.


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Kailah
ehemaliges Mitglied


Mordfall Hinterkaifeck

27.08.2013 um 14:28
@Ludwig_01
Zu Ihrer "...Annotation zum historischen Kontext"":

Das Ermorden von 6 Personen, davon nur einer ein erwachsener Mann, benötigt tatsächlich keine "große Schlagkraft"! Da bin ich bei Ihnen.

Im Übrigen geht es mir und anderen bei dem historischen Kontext mehr um die Rolle der Münchner Polizei. Und hier ist sehr wohl bewiesen, welche "nationalen Verstrickungen" und welche "Blindheit auf dem rechten Auge" es gab und auch, welcher "Druck" dort ausgeübt wurde.

@Zilch
Zilch schrieb:Historischer Kontext: Das sehe ich auch so. Alles andere ist Dichtung und Folklore.
Was denn genau ist in Ihren Augen "Dichtung" und was ist "Folklore" hinsichtlich des historischen Kontextes?


Als "Dichtung" bezeichnet man heute primär in Versen gesetzte Werke insbesondere des Mittelalters und der deutschen Epochen vom Sturm und Drang bis zur Vormärz.

Der Begriff "Folklore" (engl. folk „Volk“ und lore „Überlieferung“ oder „Wissen“) umfasst im engeren Sinne die mündlichen Überlieferungen eines Volks. Im weiteren Sinne bezeichnet Folklore die Gesamtheit aller volkstümlichen Überlieferung und ist auf der ganzen Welt anzutreffen. Folklore bedeutet wörtlich also „Wissen des Volkes“ oder auch „Überlieferung des Volkes“.

Beides ist doch definitiv bei ALLEN HK-Theorien nicht der Fall - oder doch? Dann lassen Sie uns dass bitte unbedingt wissen!

Grüße aus Gröbern


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troadputzer
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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 14:22
Grüß Euch, ich bin es wieder einmal. Heute schreibe ich zur Abwechslung über eine interessante Entdeckung.

Ich habe jetzt das angebliche 1921 Waidhofener Klassenfoto im Internet gefunden, welches von der Homepage eines anderen Hinterkaifeck-Forums und von dem ZDF-Film über den Fall Hinterkaifeck bekannt sein dürfte. Offensichtlich stammt es aber aus dem Jahre 1931 und zwar aus dem Ort Klein Runow im Kreis Schlawe in Pommern, heute Polen. Der abgebildete Lehrer hieß Karl Ziehlke - er war der letzte deutsche Lehrer an der dortigen Dorfschule. Es gibt auch noch ein anderes Foto von ihm und einer Dorfschulklasse aus dem Jahre 1921. Ein Foto der ehemaligen Dorfschule von 1990 ist ebenfalls vorhanden. Der ehemalige Besitzer dieser Fotos ist leider bereits im Jahre 2007 gestorben. Die Webseite mit den beiden Klein Runower Klassenfotos etc. wurde am Freitag den 03.10.2003 , also fast vor 10 Jahren zuletzt geändert!

Eine kurze Chronologie über „Oma K.“ und das angeblich in ihrem Nachlaß gefundene Klassenfoto aus „Waidhofen“:

„Oma K.“ wird am 20.09.2007 um 22:32 erstmals hier im Allmy-Hinterkaifeck-Forum vorgestellt:

Diskussion: Mordfall Hinterkaifeck

Am 30.04.2008 um 10:22 wird die traurige Nachricht vom Ableben der „Oma K.“ im gesegneten Alter von 94 Jahren gemeldet:

Diskussion: Mordfall Hinterkaifeck

Vom sensationellen Auftauchen des Klassenfotos von 1921 und anderen Fotos, im Nachlaß der
„Oma K.“, wird hier am 25.07.2008 um 11:09 freudig berichtet:

Diskussion: Mordfall Hinterkaifeck

Wie kam dann das Foto nach Bayern? Entweder wurde das Klassenfoto und andere Fotos von den Nachfahren des verstorbenen ehemaligen Besitzers verkauft, verliehen, verschenkt, oder es bestand eine andere Verbindungen zu dem ehemaligen Allmy-Mitglied, der auch noch zahlreiche andere Beiträge über die „Oma K.“ verfaßt hat. Das ist aber eher unwahrscheinlich, weil der Verstorbene ein bekannter Heimat- und Familienforscher war. Es ist wäre daher auch möglich, daß das ehemalige Allmy-Mitglied familiäre Wurzeln aus dem ehemaligen Osten Deutschlands besitzt und bei seinen Recherchen zufällig auf diese Webseite gestoßen ist und sich dann dieses Foto von 1931 heruntergeladen hat. Dieses Foto wirkt ja durch sein Jugendstil Passepartout besonders ansprechend. Wie dem auch immer sei, Möglichkeiten, wie er zu diesem Foto gekommen ist, gibt es viele. Hier kann jeder seine Phantasie walten lassen. Aufklären könnte es nur er.

Es ist daher kein Wunder, daß bei Herkunft des Fotos aus Klein Runow, Kreis Schlawe, Pommern, selbst die unermüdlichsten und begabtesten Hinterkaifeck-Forscher in Waidhofen und in der Umgebung mit diesem Klassenfoto nicht fündig werden konnten. Alle anderen Versuche, die Herkunft dieses Fotos herauszufinden, scheiterten deshalb auch. Was besonders erstaunlich ist, daß Einheimische, aus der Gegend um Waidhofen, auf dem Foto Kinder erkannt haben wollen, die niemals in dieser Gegend gelebt haben. Man sieht daraus, wie wenig aussagekräftig solche Befragungen sind. Vorallem, wenn soviele Jahre seit der Aufnahme verstrichen sind. Es empfiehlt sich daher, solche Aussagen besonders kritisch zu betrachten und sie mit äußerst Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit zu überprüfen, ehe man sie als Tatsachen weiterverbreitet. Im Zweifelsfalle läßt man es daher lieber sein. Was diese Leute zu solchen Aussagen veranlaßte, das hatte sicher unterschiedliche Beweggründe. Die einen möchten gerne helfen und Freude bereiten, während andere möglicherweise eine weniger edle Gesinnung antreibt, oder manche nur ganz schnell wieder ihre Ruhe haben wollen, oder gar ein bestimmtes Ziel damit verfolgen. Das Alter spielt natürlich auch eine große Rolle. All das ist ja der Polizei von Zeugenaussagen ebenfalls bestens bekannt.

Daß das Bild aus dem Osten stammen könnte, wurde aber bald nach der ersten großen Freude über die Nachricht dieses Fundes in „Oma Ks.“ Nachlaß vermutet. Die Gesichter der Kinder und deren Kleidung, verglichen mit anderen Klassenfotos aus Bayern, ließen nämlich schnell starke Zweifel aufkommen. Auf bayerischen Klassenfotos aus dieser Zeit sind die Dorfkindern nämlich oft barfuß, oder haben genagelte Schuhe an und sind ärmlich gekleidet. Ich erinnere mich noch daran, wie wir von anderer Seite äußerst scharf angegriffen wurden, als wir es wagten über die Herkunft des Klassenfotos Zweifel zu äußern, obwohl wir mit den Waidhofener Schülerlisten nachweisen konnten, daß es eine Schülerin dieses Namens – die angebliche spätere „Oma K.“ - in der Schule Waidhofen nie gegeben hat. Es war daher meiner Meinung nach deshalb auch leichtsinnig, daß dieses Klassenfoto aus Waidhofen stammend in einem Fernsehfilm über Hinterkaifeck gezeigt wurde, um damit nachzuweisen, daß eines der Mädchen Cili Gabriel, die Tochter von Karl Gabriel ist. Von dieser Klassenfotogeschichte, einschließlich des Oma-Interviews und der anderen Beiträge über sie, muß deshalb nach dem Fund von mir angenommen werden, daß alles nur der Phantasie entsprungen ist. Die hier auch sehr kontrovers diskutierte Erzählung vom einarmigen Oberleutnant mit seinem Kommandotrupp und dem Flugzeug- und Waffenlager auf Hinterkaifeck dürfte daher mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen sein. Meine Überzeugung gründet auch deshalb darauf, weil seit vielen Jahren weder für die Omaerzählung, noch für das Kriminalepos vom militärischen Mordkommando nachprüfbare Beweise vorgelegt wurden.

Zuerst das Klassenbild aus Klein Runow, Kreis Schlawe, Pommern, aus dem Jahre 1931 mit dem Lehrer Karl Ziehlke, es dürfte vielen bereits bekannt vorkommen:

http://www.schlawe.de/gemeinden/klein-runow/Schulbild1931.jpg

Hier können Interessierte alle Bilder betrachten:

http://www.schlawe.de/gemeinden/klein-runow/index.htm

Ich überlasse es jedem selber, sich mit dem von mir zur Verfügung gestellten Material, seine Meinung zu bilden.

Grüße

tp


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 14:58
@troadputzer

In den letzten Jahren ist es etwas still geworden um das Klassenfoto auf dem angeblich das zweitjüngste Opfer zu sehen sein soll, die kleine Cäzilia Gabriel.

Die Nachforschungen über die Herkunft des Bildes gingen jedoch in all den zurückliegenden Jahren unvermindert weiter. Es war auch Dein besonderes Anliegen etwas über die Herkunft des Bildes herauszubekommen. Du hast es geschafft.

Ich gratuliere Dir ganz herzlich zu diesem interessanten Fund!


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troadputzer
versteckt


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 15:14
Danke, ich bin allgemein an alten Klassenfotos und deren Geschichte interessiert. An dieses Foto hatte ich auch schon lange nicht mehr gedacht, wie es halt der Zufall will, prangte es plötzlich auf dem Bildschirm.


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 15:20
@troadputzer

Herzlichen Glückwunsch.

Endlich ist Klarheit geschaffen! Diese Erkenntnis ist sehr wichtig.

Du hast hervorragende Arbeit geleistet.


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Kailah
ehemaliges Mitglied


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 17:24
@troadputzer

Herzlichen Dank für diese Aufklärung eines Schwindels; um einen solchen dürfte es sich ja handeln.

Dennoch eine Anmerkung:
troadputzer schrieb:Die hier auch sehr kontrovers diskutierte Erzählung vom einarmigen Oberleutnant mit seinem Kommandotrupp und dem Flugzeug- und Waffenlager auf Hinterkaifeck dürfte daher mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls in diese Kategorie einzuordnen sein. Meine Überzeugung gründet auch deshalb darauf, weil seit vielen Jahren weder für die Omaerzählung, noch für das Kriminalepos vom militärischen Mordkommando nachprüfbare Beweise vorgelegt wurden.
Dieser Rückschluss geht mir insofern zu weit, als dass in Bezug auf OLT-/Flugzeug-Theorie ja solcherart Betrugsversuche meines Wissens nicht versucht wurden, sondern lediglich als Theorie in den Raum gestellt wurden, was ich im Übrigen für legitim halte (wenngleich ich von dieser Theorie nichts halte).

Sehr wohl jedoch können ich und andere uns sehr gut vorstellen, dass es sowohl für die Münchener Polizei als auch die 'Dorfgemeinschaft' Gründe gegeben hat, der Wahrheit nicht auf den Grund gehen zu wollen, die - zumndest AUCH - im historischen Kontext begründet liegen könnten (man beachte den Konjunktiv!).

Eine "Oma K." oder ein pommersches Klassenfoto braucht es zum Beweis des historischen Kontextes nicht - der ist hinreichend belegt. Einen "Beweis", dass die Ermordeten einer privaten und/oder politisch motivierten Feme zum Opfer vielen, gibt es hingegend nicht!

Hinsichtlich der HK-Diskussion stehen ALLE Beteiligten unverändert "vor dem Null";
gleichwohl sollte doch bitte weiter in alle Richtungen gedacht/verdächtigt werden, solange keine belastbaren Indizien ein spezifisches Erklärungsmodell mit großer Sicherheit präferieren. Offensichtliche 'Spaßvögel' werden wir hier sicherlich noch des öfteren erleben!

Das es auch anders geht, kann ich anhand alter Fotos meiner Tante L aus Gröbern beweisen (siehe unten)!

Grüße aus Gröbern



Das echte Klassenfoto

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Ein neues Foto von Anton Gruber

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Foto von Viktoria Gabriel (geb. Gruber) [Das Schönheitsideale wechseln wird hier nebenbei auch klar]

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Der Beweis, dass die Mörder bekannt wurden/sind und einer der Täter auch gefasst wurde.

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pensionär
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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 17:32
@troadputzer

Auch von mir herzlichen Glückwunsch. Forscherfleiß, Glück und "nichts ist so fein gesponnen..."

Wenn Du jetzt bald zu Interviews nach Runowo Sławieńskie eingeladen wirst, frag doch mal bitte bei der Gelegenheit auch gleich nach, ob bekannt ist, wer das sitzende Mädchen links in der zweiten Reihe mit dem einfachen dunklen Kleidchen ist. Ob die Dame noch lebt - oder ob sie begraben ist und ggf. wo ? Die hatte ich für mich - fast alle Zweifel beiseite schiebend, als die kleine Cäcilie ausgemacht und dachte sogar, die Bißspur vom Hinterkaifecker Spitz an ihrem "Backen" erkannt zu haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 17:51
„Offensichtliche 'Spaßvögel' werden wir hier sicherlich noch des öfteren erleben!“

@Kailah

Bist du auch einer dieser „Spassvögel“ oder kannst du mehr zu deinen Fotos sagen?


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 17:51
@hauinolo sollte sich hier bezüglich des Klassenfotos und der "Omologie" erklären.

Das ist nun fast vier Jahre überfällig.


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Kailah
ehemaliges Mitglied


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 19:04
@flaucher

😉

Wollte auch mal....... höre auch sofort wieder auf!


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troadputzer
versteckt


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 19:25
Grüß Dich Kailah,

danke für das Einstellen solcher Schätze aus dem Familienalbum. Ich weiß das zu schätzen, weil die Urgröbener sonst eher als zurückhaltend in dieser Beziehung gelten. Respekt sag ich, Deine Tante ist weit herumgekommen. Sogar Verbindungen zum "Blauen Blut" sind da. ;)

Das Klassenbild gefällt mir und die Viktoria auch. Deshalb zwei kleine Kostproben:

Klassenbild 1906
Hier kann es sich nur um die Schüler der alten Schule in Klinok handeln. Der Lehrer David Kanke steht (12.10.1878-1938) vorne und hinten sein Sohn David. Oberste Reihe ganz rechts ist meine Oma Katharina Penner (geb. Voht) (17.07.1896-29.11.1971). Zweite Reihe von oben, das dritte Mädchen von rechts ist Helene Esau (geb. Penner) (1896-1935). Die dritte reihe von oben, das fünfte Mädchen  ist Elisabeth Riediger geboren in Lindenau, Ukraine (28.10.1898-29.03.1999) wurde 100 Jahre alt, verstarb in Canada. Alle andere unbekannt. Foto 1906.

Viktoria

ch2003jr8czxzl8b2

;)


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troadputzer
versteckt


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 20:03
pensionär schrieb:Wenn Du jetzt bald zu Interviews nach Runowo Sławieńskie eingeladen wirst, frag doch mal bitte bei der Gelegenheit auch gleich nach, ob bekannt ist, wer das sitzende Mädchen links in der zweiten Reihe mit dem einfachen dunklen Kleidchen ist. Ob die Dame noch lebt - oder ob sie begraben ist und ggf. wo ? Die hatte ich für mich - fast alle Zweifel beiseite schiebend, als die kleine Cäcilie ausgemacht und dachte sogar, die Bißspur vom Hinterkaifecker Spitz an ihrem "Backen" erkannt zu haben.

Aus Wikipedia:

Am 8. März 1945 besetzte die Rote Armee den Ort. Im Laufe des Jahres 1947 begann die Übernahme der Höfe durch polnische Familien. 1950 war die Vertreibung der deutschen Bevölkerung abgeschlossen.

Das Schicksal der deutschen Menschen wird dort heute niemanden mehr bekannt sein. Es ist sicher auch dort so, wie es z.B. Gräfin Dönhoff in ihrem Buch über Ostpreußen beschreibt: "Namen, die keiner mehr kennt".


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Kailah
ehemaliges Mitglied


Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 20:13
@troadputzer
Richtig! Ja, die Technik macht's möglich.

Armer Guttenberg...... 😝


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 21:35
@troadputzer,
Tolle Sache, Gratulation !
Es war ja leider schon keine grosse Frage mehr, dass dieses ominöse Klassenfoto einfach nicht das richtige ist. Ich lief mir da den Wolf ab, mit dem Teil, und auch der öffentliche Aushang in W. , über Wochen hinweg, brachte bekanntlich nichts. Und dies hatte mir auch persönlich weh getan, denn es war eine grosse Enttäuschung, ein Rückschlag, gerade auch wegen der kleinen Cilli.

Danke Dir, dass wir nun in dieser Sache Gewissheit haben !

Nun geht es weiter, im Takt, ab morgen bin ich wieder in W., auf der Suche nach weiteren Puzzleteilchen.

*****
Bernie


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Mordfall Hinterkaifeck

28.08.2013 um 21:36
@troadputzer
heiliger Bimbam!
Saubere Arbeit! Gratuliere - Hammer!!!

Ich habe mich erst gefragt, warum es hier heute Abend so voll ist... Ach wie schön... wie in alten Zeiten!!!

@Badesalz
Badesalz schrieb: @hauinolo sollte sich hier bezüglich des Klassenfotos und der "Omologie" erklären.
Das ist nun fast vier Jahre überfällig.
Klar - ich krieg die Tür nicht zu!


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