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Der Yogtze-Fall

8.527 Beiträge, Schlüsselwörter: 1984, Ungeklärte Mordfälle, Yogtze, Anzhausen
traces
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Der Yogtze-Fall

09.10.2018 um 22:46
IamSherlocked schrieb:Warum schreibst du hier so Wiki- Beiträge? Und nix Eigenes?
Weil es keine trefflichere Antwort - gemeint als Denkanstoß - auf die jeweils vorangegangenen Beiträge hätte geben können. Ich bin zwar für gewöhnlich kein allzu großer Freund von Wikipedia, aber diesbezüglich war ich erstaunt, wie gut es manchmal Vorgänge auf den Punkt bringen kann.
IamSherlocked schrieb:Ich bin ja nicht doof
Keine Ahnung, was dieses Off-Topic von dir gerade soll. Ich denke wir sind alle erwachsen und können uns auf einer erwachsenen Ebene miteinander unterhalten.
IamSherlocked schrieb:und kann mir vorstellen, was du jeweils meinst bezogen auf den Fall
Warum fragst du mich dann, was diese "hier so Wiki-Beiträge" sollen?
IamSherlocked schrieb:nur bringt das hier wenig ohne deine eigne Meinung..... stand die hier schon wo?
Ich hoffe nicht, dass du mir gerade ernsthaft zum Vorwurf machen möchtest, dass du hier zwar fleißig Beiträge schreibst, jedoch den Thread nicht gelesen hast.


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Der Yogtze-Fall

14.10.2018 um 16:50
@Nightrider64
[quote9127]ob Stoll nicht vielleicht doch den Fluss meinte.
Ja, warum nicht? Und das ' war eventuell ein Betonungsstricherl oder gar ein Auslassungszeichen.
Klingt durchaus nach vollziehbar.

@IamSherlocked
Da passt aber das Semikolon nicht. Auf dem Zettel stand nicht "YOGTZE"
Vielleicht ein Auslassungszeichen? Schließlich hat YANGTZE sieben Buchstaben, der Name, der Stoll gerade auf der Zunge lag, YOG'TZE hinegen nur sechs. Also setzt er ein ' weil das Kreutzworträtsel ja nach einem Wort mit sieben Buchstaben verllangt.
Warum schreibst du hier so Wiki- Beiträge?
Ich vermute mal, weil das bei Zitaten so üblich ist. Außerdem ist der/die Poster/in ja nicht der Erfinder/in der Idee, und schon alleine von daher verpflichtet, sie auch nicht als eigene auszugeben und die Quelle zu nennen.
Und warum sollte man etwas noch einmal selbst schreiben, wenn es bereits korrekt geschrieben woanders steht?
Wo Du und jeder andere es auch nachlesen kann(st), und es vermutlich eher für richtig häl(s)t, als wenn jemand nur seine eigene Formulierung produziert.


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14.10.2018 um 17:53
off-peak schrieb:Ich vermute mal, weil das bei Zitaten so üblich ist. Außerdem ist der/die Poster/in ja nicht der Erfinder/in der Idee, und schon alleine von daher verpflichtet, sie auch nicht als eigene auszugeben und die Quelle zu nennen.
Und warum sollte man etwas noch einmal selbst schreiben, wenn es bereits korrekt geschrieben woanders steht?
Wo Du und jeder andere es auch nachlesen kann(st), und es vermutlich eher für richtig häl(s)t, als wenn jemand nur seine eigene Formulierung produziert.
Ich wollte von traces nur wissen, warum er/sie, bezogen auf den Fall bzw. das, was User kommentierten, genau diese Wiki- Artikel verlinkte. Muss ja i-wie da drauf gekommen sein, warum er/sie "YOG'TZE" für einen Neologismus hält und dazu noch betont, wann er denn auftreten kann, und ebenso wollte ich wissen, warum er/sie i-was, was ein User, oder mehrere, für einen Zirkelschluss hält. Bezogen auf den Fall. Denn bei Wiki steht das ja nur allgemein.


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14.10.2018 um 20:49
@IamSherlocked

Und warum hast Du das nicht einfach genauso gefragt? Deine Formulierung hingegen lang wie ein Vorwurf.

Na, vielleicht kann Dir @traces das jetzt, wo klar ist, was Du eigentlich wissen wolltest, ja noch mal so erklären, wie Du es offenbar gerne gehabt hättest.


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traces
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14.10.2018 um 21:34
Danke, @off-peak

Ich habe mich im Rahmen der Überlegungen, was denn das ominöse Wort YOGTZE bezeichnen könnte, zu Wort gemeldet, da bislang jedwede Bedeutungs-Möglichkeit hierzu durchgemendelt wurde - angefangen vom Yoghurt über internationale Häfen, chinesische Flüsse und Hefepilze - außer einer:

Nämlich die Betrachtung der Möglichkeit, dass dieses Wort schlichtweg "nichts" bedeutet.

Natürlich folgen wir Menschen stets scheinbar dem Logikprinzip und unterstellen jedem Handeln eines Menschen, DASS es in jedem Fall ETWAS zu bedeuten habe, lassen dabei aber außen vor, dass eine solche Annahme nichts anderes ist als eine Vorannahme. Ob wir es wollen oder nicht: Es gibt Fälle, in denen es keine Bedeutung hat, in denen es keinen logischen Sinn hat - außer womöglich für den Betreffenden selbst. Und wenn schon derart intensiv unterstellt wird, dass dieses Wortes in jedem Fall eine Bedeutung haben MUSS, stellt sich mir die Frage, weswegen die Variante völlig außer acht gelassen wird, dass es lediglich in der Welt des Herrn Stolls eine Bedeutung hatte - womöglich einer schizophrenen Welt.

Natürlich macht es Spaß, allen Dingen dieser Welt einen Sinn und Grund zu unterstellen und natürlich darf man dem Gedanken frönen "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?" (H. Heine), aber es wäre wichtig, das dann in dem Bewusstsein zu tun, dass es daneben auch die Möglichkeit gibt, dass es eben "nichts" bedeutet.

Da ich den Eindruck gewonnen habe, dass dieses Bewusstsein in der Diskussion häufig fehlt und aufbauend auf diesem Mangel an Bewusstsein ganze Universen an Szenarien entwickelt werden, habe ich mir erlaubt, darüber hinaus den berühmten Zirkelschluss zu erwähnen, der seinerseits recht gut beschreibt, was passiert, wenn eine Theorie nur deswegen existiert, weil sie von einer Vorannahme ausgeht, die ihrerseits in ihrem Vorliegen nicht mal annähernd überprüft wurde, geschweige denn als existent oder gar zutreffend angesehen werden kann.

Derlei Zirkelschlüsse findet man in diesem Fall zuhauf, auch in anderen Fällen, aber an diesem ist besonders, dass es das Sammelsurium an haarsträubendsten Theorien wohl nur auf Grund eines einzigen Begriffes gibt, den sich niemand erklären kann (aber jeder ihn erklären können will).

So wird weder in Betracht gezogen, dass es diesen Zettel womöglich gar nicht gegeben hat, noch, dass er womöglich lediglich eine Legende ist, die seine Frau strickte, um sich nicht der Scham über das womöglich erkrankungsbedingte seltsame Verhalten ihres Mannes vor Fremden aussetzen zu müssen. Vielleicht war er auch ein irrelevantes Detail, das sie selbst jedoch heranzog, um sich das Verhalten ihres Mannes logisch herleiten zu können. Es wird auch nicht in Betracht gezogen, dass womöglich gar nicht diese Buchstabenkombination auf diesem Zettel stand, sollte es ihn tatsächlich gegeben haben. Dennoch wird hier eine Kausalität hergeleitet zwischen diesem Zettel und dem Verlauf des weiteren Abends. Dennoch bleibt jedoch die Frage: Was, wenn es diesen Zettel gar nicht gab?

Einem weiteren Zirkelschluss könnte man in Bezug auf die Ängste Stolls anheimfallen.
Nur, weil jemand sagt, dass er Angst hat, bedeutet das nicht, dass es auch tatsächlich einen objektiven oder objektivierbaren Grund hierfür gibt. Nur, weil sich jemand verfolgt fühlt, bedeutet das nicht, dass es auch einen tatsächlichen Verfolger gibt.

Auch die Herleitung verschiedener, vermeintlich miteinander verbundener Ereignisse, kann auf einem Zirkelschluss beruhen, nämlich dann, wenn man annimmt, dass das Eine Voraussetzung für das Andere war und Letzteres somit beweise, dass Ersteres absolut bewiesen sei.
Nur weil Stoll beispielsweise an diesem Abend voller Angst von Verfolgern sprach und später dann totgefahren aufgefunden wird, bedeutet das nicht, dass diese beiden Ereignisse erstens in direktem Bezug und zweitens in kausaler Beziehung zueinander stehen müssen. Das Ergebnis des toten Stolls- auch, wenn es viele nicht hören wollen - beweist eben nicht, dass seine Ängste zutreffend und die Verfolger real waren. Es kann sein - muss aber nicht.


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14.10.2018 um 22:19
traces schrieb:So wird weder in Betracht gezogen, dass es diesen Zettel womöglich gar nicht gegeben hat, noch, dass er womöglich lediglich eine Legende ist, die seine Frau strickte, um sich nicht der Scham über das womöglich erkrankungsbedingte seltsame Verhalten ihres Mannes vor Fremden aussetzen zu müssen. Vielleicht war er auch ein irrelevantes Detail, das sie selbst jedoch heranzog, um sich das Verhalten ihres Mannes logisch herleiten zu können. Es wird auch nicht in Betracht gezogen, dass womöglich gar nicht diese Buchstabenkombination auf diesem Zettel stand, sollte es ihn tatsächlich gegeben haben. Dennoch wird hier eine Kausalität hergeleitet zwischen diesem Zettel und dem Verlauf des weiteren Abends. Dennoch bleibt jedoch die Frage: Was, wenn es diesen Zettel gar nicht gab?
Ja, danke auch, dass du das noch mal genauer ausgeführt hast! Zu dem, was ich von dir hier zitiere..... Ich hatte den Gedanken, dass es den Zettel gar nicht gegeben hat, schon öfter. Zuletzt nachdem ich den Stern Crime- Artikel las....., danach auch, dass es den Zettel evtl. schon gab, aber mit anderem Wortlaut. Ich denke, ich habe das hier auch kommuniziert. Könnte gelöscht worden sein. Ich habe auch anderes mit rein gebracht, was YOG'TZE bedeuten könnte, weil ich ganz einfach verstehen will, warum jemand gerade das auf einen Zettel schreibt....., oder sich ausdenkt..... Selbst als Neologismus ist das doch recht "speziell". ;)

Ich habe mir echt alles, was es an medialem Material gibt, rein gezogen, beim Podcast ( Das Böse bei Deezer) scheine ich hier sogar die Einzige zu sein, die ihn kennt, die Stern Crime nur deswegen gekauft, kaum ein anderer Fall hat mir je so Kopfzerbrechen bereitet. Und ich weiß noch nicht mal genau, warum. Gibt ja genug Cold Cases, die mindestens genau so "mysteriös" sind.


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14.10.2018 um 22:23
traces schrieb:Ich habe mich im Rahmen der Überlegungen, was denn das ominöse Wort YOGTZE bezeichnen könnte, zu Wort gemeldet, da bislang jedwede Bedeutungs-Möglichkeit hierzu durchgemendelt wurde - angefangen vom Yoghurt über internationale Häfen, chinesische Flüsse und Hefepilze - außer einer:

Nämlich die Betrachtung der Möglichkeit, dass dieses Wort schlichtweg "nichts" bedeutet.
naja, so ganz Richtig ist das nicht. Rein philosophisch betrachtet kann das Wort nicht nichts bedeutet haben bzw. es muss eine Erklärung geben, wenn dann hat das Wort vielleicht nichts mit dem Fall an sich zu tun und ist wie @traces sagt, ist das Wort nur Teil in GS Fantasie.. ohne Bezug zur Realität.

Aber viele interessanter fände ich den Gedankengang wenn man nur von einen Zettel wüsste, ohne was drauf stand.

Also GS Ehefrau schaute nie auf den Zettel, man wusste nur, dass er was schrieb und GS eine "Erleuchtung" bekam... Welche Thesen würden dann geschrieben werden.


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14.10.2018 um 22:38
ayahuaska schrieb:Also GS Ehefrau schaute nie auf den Zettel, man wusste nur, dass er was schrieb und GS eine "Erleuchtung" bekam... Welche Thesen würden dann geschrieben werden.
Aber wie kommt sie dann 5 Monate später genau darauf? ;)


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15.10.2018 um 04:37
Ich halte die Bedeutung des Zettels auch für absolut überbewertet.
Selbst wenn es den Zettel gegeben hat, und selbst wenn die Buchstabenkombination korrekt wiedergegeben worden ist, muss daraus noch keine Kausalität bzgl. der späteren Ereignisse resultieren.

Fakt ist ja, dass G.S. schon den ganzen Tatabend getrieben wirkte, so dass der Papillon-Besuch vermutlich ein Resultat aus der Getriebenheit des Herrn Stoll war, und nicht daraus das ihm "Ein Licht aufging" beim verfassen von YOG´TZE.


Nüchtern betrachtet wird der Fall ja erst so richtig mysteriös, als G.S. das Papillon aufsuchte.
An der Stelle verlor er erstmalig die Kontrolle.

Da das Papillon ja laut Zeugenaussage wenig seriös war ("In so einem Millieu verkehre ich nicht!"), dürften die Zeugenaussagen der damals anwesenden Gäste angezweifelt werden.
Wenn am Abend nur 3-4 Stammgäste (wie in XY dargestellt) anwesend waren, diese jedoch alle eher "zwielichtig" waren, dürfte man von diesem Personenkreis keine allzu zutreffenden Zeugenaussagen erwarten. Vielleicht waren die damals anwesenden auch alle in irgendeiner Form involviert?
Der Wirt des Etablissements war evtl. selber eingeschüchtert worden, oder hatte einfach (berechtigte!) Sorge um seine Existenz, wenn er wahrheitsgemäß ausgesagt hätte.


Meines Erachtens wurden die Aufenthaltsorte des Herrn S. bisher viel zu wenig beleuchtet, sei es die zwielichtige Kneipe oder das "Highway"....


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Der Yogtze-Fall

15.10.2018 um 06:15
@Sakuro
Der Meinung bin ich auch. In XY wird die Kneipe harmlos und unbedarft dargestellt. Gemäss Zeugenaussage war sie aber alles andere als das... wenn man sich jetzt mal vorstellt, dass die Ereignisse dort ganz anders waren, als ausgesagt wurde bzw in XY dargestellt, dann könnte der Kern des „übels“ auch dort vermutet werden. Die Aussage, das Stoll einfach so vom Hocker gekippt ist und sich dabei einen Cut im Gesicht zugezogen hat, ist vor diesem Hintergrund/Milieu doch sehr zweifelhaft...

Gruss Canelo


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15.10.2018 um 16:17
Sakuro schrieb:Da das Papillon ja laut Zeugenaussage wenig seriös war ("In so einem Millieu verkehre ich nicht!"), dürften die Zeugenaussagen der damals anwesenden Gäste angezweifelt werden.
Die Aussage einer älteren Frau, dort verkehre sie nicht, sollte nun auch nicht überbewertet werden.

So wie dargestellt, handelte es sich um eine normale Kneipe auf dem Land.

An diesem Donnerstag Abend im Oktober war das Lokal nur spärlich besucht ( Aussage xy)
Es ist davon auszugehen, das sämtliche Gäste ermittelt wurden und auch keine unbekannten Gäste an diesem Abend dort waren.

Das wäre in xy mit Sicherheit thematisiert worden, wären dort unbekannte" Personen gewesen.
Es werden wohl alle Anwesenden ausführlich befragt worden sein, ohne das sich eine Spur daraus ergab.
Sakuro schrieb:Wenn am Abend nur 3-4 Stammgäste (wie in XY dargestellt) anwesend waren, diese jedoch alle eher "zwielichtig" waren, dürfte man von diesem Personenkreis keine allzu zutreffenden Zeugenaussagen erwarten.
Das ist eben die Frage, wer da was als Zwielichtig definiert und warum die Zeugen sich alle zusammen die Geschichte ausgedacht haben sollten.

Ich denke, da wird aus einer Aussage einer völlig unbeteiligten ( zwielichtige Gesellschaft) zu viel hinein interpretiert.
Für manche Dorfbewohner war es wahrscheinlich schon zwielichtig, wenn dort "Langhaarige" herumhingen.


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Der Yogtze-Fall

15.10.2018 um 20:48
@traces
So wird weder in Betracht gezogen, dass es diesen Zettel womöglich gar nicht gegeben hat, noch, dass er womöglich lediglich eine Legende ist, die seine Frau strickte, um sich nicht der Scham über das womöglich erkrankungsbedingte seltsame Verhalten ihres Mannes vor Fremden aussetzen zu müssen.
Ich denke schon, dass es ihn gegeben hat.
Da sich damals solche Sachen nicht mit Windeseile in Internet Netzwerken ausbreiteten, musste sie auch in Sachen Schamgefühl nicht wirklich etwas befürchten.
Ich sehe daher keinen Grund, sich so einen Unsinn auszudenken.
Nur weil Stoll beispielsweise an diesem Abend voller Angst von Verfolgern sprach und später dann totgefahren aufgefunden wird, bedeutet das nicht, dass diese beiden Ereignisse erstens in direktem Bezug und zweitens in kausaler Beziehung zueinander stehen müssen.
Stimmt. Aber nur mal, um es technisch richtig zu haben, das wäre kein Zirkelschluss mehr, das ist nur die leider oft vorkommende Verwechslung von Korrelation und Kausalität.


@IamSherlocked
Aber wie kommt sie dann 5 Monate später genau darauf?
Weil man eben verzweifelt nach einem Anhaltspunkt sucht.


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Der Yogtze-Fall

16.10.2018 um 10:40
Nightrider64 schrieb:Ich denke, da wird aus einer Aussage einer völlig unbeteiligten ( zwielichtige Gesellschaft) zu viel hinein interpretiert.Für manche Dorfbewohner war es wahrscheinlich schon zwielichtig, wenn dort "Langhaarige" herumhingen.
Nunja, Du hast natürlich grundsätzlich mal recht. Es gibt keine "harten Fakten", die belegen, dass sich im Papillon zwielichtiges Publikum aufgehalten hat. Soweit ich es allerdings in Erinnerung habe, wurde hier nicht nur einmal angedeutet, dass im Papillon jetzt nicht nur Geisteswissenschaftsstudenten bei einem kleinen Wasser (oder wenn es ganz hart zuging, bei einer Apfelschorle) über philosophische Themen diskutierten. Mir ist da das Wort "Rockermilieu" erinnerlich. Wie belastbar das ist, weiß ich natürlich nicht.

Fakt ist aber doch folgendes: im Papillon war der erste nur schwer nachvollziehbare Vorfall. Stoll soll ohne jeden Grund vom Barhocker gefallen sein. Nicht nur das, er soll sich dabei im Gesicht verletzt haben. Mir ist jetzt nicht ganz klar, wie man sich im Gesicht verletzen kann, wenn man am Tresen sitzend vom Hocker fällt, aber bitte. Zeugen waren wohl nur wenige Gäste und der Barmann. Tatsache scheint wohl auch, dass Stoll zumindest vormals Kontakte ins Drogenmilieu hatte, also jetzt wohl auch nicht ausschließlich bei einem Kamillentee Entspannung suchte. Wäre es daher so ausgeschlossen, dass im Papillon etwas ganz anderes vorgefallen ist? Dass Stoll hier eine erste handfeste "Warnung" erteilt wurde, dass er in der Nacht zu liefern habe? War das der Vorbote bzw. Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf des Abends? Klar, wenn hier mehrere Gäste in völlig unabhängigen Gruppe vorhanden gewesen wären, hätte sich dieser Gedanke erledigt. Was aber, wenn hier nur eine zusammengehörige Kleingruppe (ich nenne diese jetzt mal provokativ die "Yogtze-Buben") als "Zeugen" anwesend waren und Stoll von dieser schon mal "bearbeitet" wurde. Wenn man dies mal unterstellt, ist aber auch klar, dass diese "Yogtze-Buben" (soweit man tatsächlich das vollständige Papillonpublikum ermitteln konnte) sicher nicht an der Überrollaktion beteiligt waren. Diese Burschen sind sicher wegen einem Alibi für die weitere Nacht überprüft worden.


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Der Yogtze-Fall

16.10.2018 um 17:00
Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich nicht alle 350 Seiten dieses Threads gelesen habe,
aber ich habe viele Posts gelesen und nebenher etwas recherchiert. Dabei kam mir spontan
folgender Gedanke:

Es wird ja hier u.A. spekuliert, er (Stoll) habe evtl. mit Drogen zu tun gehabt.

Stoll war, Zitat, stellungsloser Lebensmitteltechniker. Könnten diese Buchstaben und/oder sein Verschwinden nicht vielleicht auch etwas damit zu tun haben?
Als Lebensmitteltechniker kommt man ja an allerhand Drogen und anderen Zutaten in Berührung. Vielleicht sollte er aufgrund seines (ehemaligen) Jobs für jemanden etwas bestimmtes besorgen?

Auch wenn er arbeitslos war, muss das ja nicht bedeuten, dass er keinen Zugang mehr dazu und vor allem nicht das Wissen hatte. Das wird in den Berichten um diesen Fall ja nirgends erwähnt, so weit ich weiß. Es müssen nicht einmal Drogen gewesen sein, aber etwas, das man nicht im Laden an der Ecke bekommt. Die Möglichkeit, bestimmte Substanzen per Internet zu bestellen, gab es ja damals noch nicht. Hat man ihn damit vielleicht erpresst und als er am Stichtag nicht liefern konnte oder wollte... *schulterzuck*

Dies könnte vielleicht auch sein Auftauchen bei der [religiösen[/i], alten Dame erklären. Wollte er ihr gegenüber vielleicht sein Gewissen erleichtern, sie um Rat oder Hilfe fragen?
Ebenso könnte dies ggf. die fehlenden Zeiträume plausibel machen. Wollte/musste er etwas besorgen? Bekam er dies vielleicht nicht und wollte daher die Dame um Hilfe bitten? *wieder schuterzuck*

Lässt sein Verhalten vorher, gegenüber seiner Frau, vielleicht auf Zeitdruck schließen?
"Ich gen noch ein Bier trinken." könnte ja wohlmöglich ein Hinweis darauf sein.

Wie schon in einigen Beiträgen erwähnt wurde, finde ich es auch etwas merkwürdig, dass diese ältere Dame sehr religiös war. Was hat diese Tatsache mit diesem Fall zu tun?
Oder wird es nur erwähnt, weil man sich dessen nicht sicher ist?

Was die Buchstabenfolge angeht, wurde vermutet, dass dies ein Funkrufzeichen sein könnte. Bei diesen gibt es zwar kein "´" in der Mitte, aber das wusste Stoll vllt. ja vermutlich nicht und es geriet daher vielleicht eher zufällig dort hinein.

Gucky.


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Der Yogtze-Fall

16.10.2018 um 20:10
@Gucky87
Als Lebensmitteltechniker kommt man ja an allerhand Drogen
Nicht unbedingt. Eigentlich gar nicht. Lebensmittel enthalten keine Drogen, sondern höchstens Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Geschmacksverstärker, Aromen.

Ein Lebensmitteltechniker überprüft u.a. die Zusammenstellung dieser Zusatzmittel, die gleichbleibende Qualität der Ware oder/und des Geschmacks.

Das alles hat mit Drogen herzlich wenig zu tun.
Es müssen nicht einmal Drogen gewesen sein, aber etwas, das man nicht im Laden an der Ecke bekommt
Diesen Handel kann jeder ausüben, der sich traut, dazu muss man kein Lebensmitteltechniker oder Chemiker sein. Stoll wäre somit keine Spur verdächtiger oder besser geeignet als jeder andere, der dealen würde.
Hat man ihn damit vielleicht erpresst und als er am Stichtag nicht liefern konnte oder wollte.
Schon zigmal argumentiert, was Du aber vermutlich nicht gelesen hast, dann wäre er doch wohl an dem Abend etwas nervöser/auffälliger gewesen und hätte sich eher in Sicherheit begeben statt seelenruhig raus zu gehen.
Wie schon in einigen Beiträgen erwähnt wurde, finde ich es auch etwas merkwürdig, dass diese ältere Dame sehr religiös war. Was hat diese Tatsache mit diesem Fall zu tun?
Vielleicht gar nichts?


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Der Yogtze-Fall

16.10.2018 um 23:35
off-peak schrieb:Schon zigmal argumentiert, was Du aber vermutlich nicht gelesen hast, dann wäre er doch wohl an dem Abend etwas nervöser/auffälliger gewesen und hätte sich eher in Sicherheit begeben statt seelenruhig raus zu gehen.
"Seelenruhig" ging er doch aber keineswegs raus, wenn wir das nehmen und glauben, was wir haben, dann war er alles andere als "seelenruhig", als er raus ging. Er war schon recht nervös, imho. Und, gab es den Zettel wirklich, von GS geschrieben, dann war auch der "Gedankenblitz" ( "Jetzt geht mir ein Licht auf."), den er da gerade hatte, auch der Auslöser, lieber "nochmal auf ein Bier zu gehen", als zu Hause hocken zu bleiben.

Und weiter gehe ich wieder spekulativ mit @mattschwarz' letztem Kommentar konform.

@Gucky87
Hallo! Willkommen hier.


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18.10.2018 um 01:38
IamSherlocked schrieb am 14.10.2018:Aber wie kommt sie dann 5 Monate später genau darauf? ;)
Bezüglich des Zeitpunktes, wann die Frau von GS den Yogtze-Zettel bei den Ermittlern ins Spiel brachte, hängen wir ja seit August in der Luft.


Diese Info wurde zum Jahresende 2017 in den Thread getragen.

Als ich eben den entsprechenden Artikel verlinken wollte, musste ich jedoch feststellen das dieser in das Archiv der Zeitung verschoben wurde und nun hinter einer Bezahlschranke verborgen ist. Als der Artikel erschien war er für alle lesbar. Ich habe ihn seinerzeit gelesen, mitsamt der Info das der Zettel erst ein halbes Jahr nach dem Tatgeschehen, den Ermittlern offenbart wurde.


Die Mitschreiberin/der Mitschreiber @jada brachte aber vor kurzem einen ganz anderen Zeitablauf in die Diskussion ein:
jada schrieb am 07.08.2018:Stern-Crime Gruner + Jahr GmbH & Co KG Ausgabe Nr. 20S. 70"[…] Stoll hatte die Buchstaben kaum aufgeschrieben, als er sie schon wieder durchstrich und aufstand.[…]"S. 71"[...] Nachdem Stoll das Haus verlassen hat, betrachtet seine Frau den Zettel, auf dem ihr Mann die Buchstaben geschrieben hat. Sie merkt sich die Buchstaben und wirft den Zettel in den Müll. Als sie ZWEI Tage später von der Polizei vernommen wird, bringt sie einen vierseitigen Brief mit, geschrieben mit bleuem Kugelschreiber, datiert auf den 27. Oktober 1984. In dem Brief schreibt sie, wie ihr Mann in Depressionen verfiel, wie er von Tag zu Tag trauriger wurde. Dann, ganz am Ende, notiert sie die Buchstaben, die ihr Mann am Abend vor seinem Verschwinden aufgeschrieben hat: YOGTZE."


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Der Yogtze-Fall

18.10.2018 um 02:39
@EDGARallanPOE

Ja, auch deswegen habe ich mir die Stern Crime Nr.20 selbst auch gekauft. Trotzdem ist mir das wieder entfallen, was im Zitat steht.

War wahrscheinlich Selbstschutz von meinem Gehirn. :D


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18.10.2018 um 15:18
@IamSherlocked
"Seelenruhig" ging er doch aber keineswegs raus, wenn wir das nehmen und glauben, was wir haben, dann war er alles andere als "seelenruhig", als er raus ging.
Doch, war er.
1. Er hatte sich weider beruhigt.
2. Und seeleruhig raus gehen, heißt in dem Fall, dass er rausging, obwohl er nach Deiner Ansicht ja Schlimmes hätte befürchten müssen.
In so einem Fall verschanzt man sich oder flieht, aber präsentiert sich nicht öffentlich, quasi wie auf dem Tablet.


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Der Yogtze-Fall

18.10.2018 um 15:59
off-peak schrieb:Doch, war er.
1. Er hatte sich weider beruhigt.
2. Und seeleruhig raus gehen, heißt in dem Fall, dass er rausging, obwohl er nach Deiner Ansicht ja Schlimmes hätte befürchten müssen.
In so einem Fall verschanzt man sich oder flieht, aber präsentiert sich nicht öffentlich, quasi wie auf dem Tablet.
Komische Begründung deinerseits, aber ich kommentiere das nicht mehr. Oder doch: "Ich kann nicht ruhig sitzen bleiben!", "Ich halte das nicht mehr aus!" Ich muss nochmal raus!" ( Gedächtnisprotokoll meinerseits der uns zur Verfügung stehenden angeblichen Aussagen GS nach der "YOG'TZE"- Zettel Schreib- und Durchstreich- Aktion...... der genaue Wortlaut ist ja nachles- und auch schaubar)..... ist für mich nicht "beruhigt", auch wenn dazwischen einige Momente der Ruhe waren. Wie es genau war, woher sollen wir das denn wissen? Wir haben nur diese Aussagen von Fr. Stoll.


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