@Trash43 Vielleicht war es aber so, dass der Täter recht gut über die polizeilichen Ermittlungen informiert war, und zwar nicht weil er irgend jemanden technisch ausspioniert hätte, sondern weil er in dem Krankenhaus, zu dem FL’s Krankenpflegeschule gehört, arbeitete.
Am Abend des 21. Juni 2006 (Donnerstag) verteilte Ihre Mutter Flugblätter. Zitat aus der “Stern Crime”-Reportage:
Mutter Liebs: “Wir haben am Donnerstagabend überall in der Stadt Flugblätter verteilt, die komplette Krankenpflegeschule war dabei, bestimmt 40 Leute.”
Genau in der Nacht des 21.06. erfolgte der erste Anruf, vermutlich um die Lage zu beruhigen, nachdem der Täter von dieser Aktion erfahren hatte und ihm also klar geworden war, dass nach seinem Opfer gesucht wurde.
Weitere Zitate aus der Reportage:
“Die Polizei sagte mir: "Was wollen Sie denn? Sie hat doch angerufen, sie lebt, und damit ist das für uns keine Aufgabe mehr." und
“Nur die Herkunft der ersten SMS war ermittelt worden. Es dauerte Tage, bis der Netzbetreiber weitere Informationen lieferte. Später musste ich erfahren, dass die Polizei die Daten nur für die ersten Anrufe bis Freitagnacht beantragt hatte.”
Der Fall war sicher ständiger Gesprächsstoff im Krankenhaus. Es ist daher möglich, dass der Täter am Montag oder Dienstag Wissen über die relativ geringen Aktivitäten der Polizei erlangte und in der Folge keine Ortung des langen Telefonats in der Nacht des Dienstags, 27.06., befürchtete.
Ein Arbeitskollege im Krankenhaus ohne offensichtliche Beziehung zu FL könnte auch erklären,
warum sie freiwillig ins Auto stieg (um den Heimweg deutlich abzukürzen), denn sie kannte ihn ja von der Arbeit, und
weshalb er bei den Ermittlungen zu wenig beachtet wurde, denn es gab keine klare Beziehung zwischen Täter und Opfer.