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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

29.03.2019 um 16:36
Ich gehe davon aus dass es sich bei den Fotos um die Ablageposition handelt.
Wenn ihr anderer Meinung seid ist dies ja Ok, trotzdem darf ich meine Meinung behalten ja?


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29.03.2019 um 18:39
Wurde denn von Seiten der Ermittler nicht näheres zu den Fotos kommuniziert?


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Mord an Frauke Liebs

30.03.2019 um 07:42
Windsurfer1991 schrieb: Ich habe eher selten eine Frau, mit der ich aus war, nachts alleine über einen Kilometer laufen lassen. Bin oft mitgegangen und habe einen Umweg für mich in Kauf genommen
Das ist sicher ein edler schöner aufmerksamer Zug von dir, doch ob dies generell richtig wäre/ist, stelle ich schon schwer in Frage. Man(n) darf nicht nur immer in Angst verfallen, dass da was passieren wird, erst recht in einer Stadt und wenn man dazu bedenkt, wievielen Frauen passiert wirklich was und verschwinden spurlos, etwa in PB wenn sie allein Abends heim gehen? Ist doch eher unwahrscheinlich, oder?
Sicher, wenn mich eine Frau darum bitten würde sie zu begleiten, weil sie etwa Angst vor ihren Heimweg hätte, würde ich ihr diese Bitte nie abschlagen - aber ich sehe sehr wohl einen Unterschied darin, wenn ich mich aufdrängen würde, eben etwa weil ICH Angst (um sie) hätte und ich mir denken würde, da stösst ihr dann womöglich was zu?

Frauke dürfte also selbst wohl überhaupt keine Angst gehabt haben alleine da vom Pub nach Hause zu gehen? Ich finde es gut wenn man es total innerlich respektieren kann, was ein (erwachsener) Mensch für sich selbst beschließt und dabei vielleicht die eigene vorhandene Angst (es könnte nun der Person was passieren) muss/sollte hinten an gestellt werden.
Denn was ein Mensch für sich selbst beschließt (etwa auch Bergsteigen, Fallschirmspringen, Wildwasserfahrten...) kann auch immer was passieren, und man hat vielleicht Angst um diese Person dann? Aber ich finde es viel viel wichtiger, soetwas einer Person nicht auszureden sondern darauf voll zu vertrauen, was die Person tut/beschließt und vielleicht dabei auch Risiken eingeht, wirklich liebevoll und auch mit voller Unterstützung selbst mitzutragen.

Kurz um, im Leben kann immer und überall eben auch was schlechtes passieren, wichtig ist aber mMn auch, gestehe den Menschen zu, dass sie selbst bestimmen was in ihren Leben gefährlich werden könnte und was nicht. In diesem Gedankengang haben Fraukes Freunde vom Pub zu 100% alles total richtig gemacht, Frauke hat wohl beschlossen alleine heimzugehen, hatte keine Angst davor, bat wohl auch niemanden sie Heim zu begleiten, dies gilt es zu respektieren.

Ansonsten ist es wohl nicht mehr weit hin, dass man sagt/meint, eine Frau hat wenn es dunkel wird, alleine auf der Straße (ohne Begleitung) nichts mehr zu suchen? Solche Ansichten würde ich grauenhaft finden und der Selbstbestimmung der Frauen gleichzeitig einfach jede Freiheit nehmen. Brrrr... Horror..!


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30.03.2019 um 08:55
Der Tierfrass dürfte nur unwesentlich gewesen sein, da man von seiten der Gerichtsmediziner am Skelett keine Gewalteinwirkung feststellen konnte. Ansonsten hätte man Gewalteinwirkung nicht ausschließen dürfen, sondern darauf hinweisen, dass man diesbezüglich nicht ausschließen kann, da etliche Skletteile durch Tierfrass geschädigt waren.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass Wildschweine im Nadelbaumwald wühlen.


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30.03.2019 um 10:59
Mrs.Columbo schrieb:Kann mir auch nicht vorstellen, dass Wildschweine im Nadelbaumwald wühlen.
Denkst du nicht, dass dies womöglich ein bisserl zu kurz gedacht wäre?
Was hat ein Nadelbaumboden damit zu tun, ob ein Wildschwein zu wühlen anfängt?
Es kann doch auch mit dem Aasgeruch (der Leiche) zu tun haben, wenn ein Wildschwein zu wühlen anfängt?
Deren "Saft & Geruch" der Boden aufnimmt, egal ob dieser Boden nun von Nadelbäumen bewachsen wurde oder nicht?
Gerade der Verwesungsgeruch (Aasgeruch) kann doch vielleicht ein Wildschwein total darauf ansprechen, dass es deshalb anfängt den Boden aufzuwühlen, oder nicht? Könnte dies auch der Grund dazu sein, dass ein Wildschwein eine Leiche bewegt (der Geruch)?

Darum ist es wichtig festzuhalten, es muss doch nicht unbediengt immer Tierfraß von Wildschweinen vorliegen (dies kann mögllicherweise auch überhaupt nicht passiert sein !!!), sondern rein nur die Bewegung der Leiche. Eben dies auseinander halten zu können, wenn eine Bewegung der Leiche von Wildschweinen vorliegt heisst dies nicht gleichzeitig und automatisch, dass durch die -> Wildschweine selbst auch unbediengt ein Tierfraß stattgefunden haben muss. Der Verwesungsgeruch, der sehr wohl auch in den Boden sich absetzt lässt diese den Boden dann aufwühlen wie auch dass sie die Leiche bewegen. Zu denken, das tun Wildschweine dann nicht in einem Nadelboden, glaube ich echt, dies kann nicht ganz richtig sein. Weil dann könnte ich ja behaupten, ein Hund etwa, dem ich im Nadelwald einen Knochen verstecke, der würde dort nie zu suchen anfangen, weil im Nadelwaldboden wittert und sucht der den Knochen nie, überall würde er ja suchen, aber dort nicht? Solche Ansichten wären doch völllig unsinnig, oder nicht?

Meine Einschätzung der Lage wäre diese: Wildschweine witterten die Verwesung der Leiche, durch den Verwesungsgeruch angelockt bewegten sie die Leiche und auch teilweise den Boden dort. Ob der Boden nun ein Acker wäre oder Fichten/Tanne/Birkenboden ist da vollkommen egal darin, es geht vielmehr rein um den Aasgeruch, dass sie von der Leiche und den Boden angezogen werden und den Leichenablageort deshalb auch aufsuchten!?
Muss also nicht deshalb sein, weil sie Hunger hatten, sondern der Aasgeruch sie anlockte.


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30.03.2019 um 11:22
Doverex schrieb:Muss also nicht deshalb sein, weil sie Hunger hatten, sondern der Aasgeruch sie anlockte.
Ins Blaue werden hier inzwischen die absurdesten ‚Wildschwein-Theorien‘ gestrickt:

Okay - Wildschweine am Ablageort können nicht ausgeschlossen werden. Quanti-Daten legen aber nahe, vermutlich nicht (siehe oben). Offizielle Quellen gibt es keine.

Okay - Wildschweine gelten als Aasfresser. Gefressen haben sie aber wohl nicht. Die Befunde an den Knochen geben das nicht her. Dann wurden sie eben durch den „Saft“ angelockt, hatten aber keinen „Hunger“ und wühlten nur - aber eben auch nur ein bisschen. Auf den Photos davon keine Spur.

Okay - vermutlich hatte sich der Täter keinerlei Gedanken über das (Nicht-)Vorkommen von Wildschweinen am Tatort gemacht. Auch wir hier wissen gar nichts darüber. Aber: Wichtig ist das alles dennoch - ‚um mal gründlich darüber nachzudenken‘.

Wen man den Punkt schon nicht wegen absoluter Sinnlosigkeit fallen lassen möchte, dann vielleicht wegen akuter Geschmacklosigkeit (nur ein Versuch!). Go on (aber besser: Come on!) ...


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31.03.2019 um 00:04
Ich würde das Wildschwein Ding auch nicht überbewerten, jeder Täter hat ein Restrisiko, dass das Opfer schnell gefunden wird und ich denke nicht, dass er vorher Erkundungen bezügl Füchsen, Schweinen, Pilzen etc gemacht hat. Er oder sie fand die Stelle halbwegs optimal, das dürfte es dann auch schon gewesen sein. Wenn der Täter Ortskenntnis besaß, was ich vermute, dann wird der Ablageort eher nicht gleich vor der Haustür sein. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass er oder sie stundenlang mit Frauke zu den Orten der Telefonate fuhr und eigentlich stieg das Risiko ja mit jedem Tag, dass es Kontrollen gab.


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31.03.2019 um 10:27
Mrs.Columbo schrieb:Der Tierfrass dürfte nur unwesentlich gewesen sein, da man von seiten der Gerichtsmediziner am Skelett keine Gewalteinwirkung feststellen konnte. Ansonsten hätte man Gewalteinwirkung nicht ausschließen dürfen, sondern darauf hinweisen, dass man diesbezüglich nicht ausschließen kann, da etliche Skletteile durch Tierfrass geschädigt waren.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass Wildschweine im Nadelbaumwald wühlen.
" ... Der Ermittler: ...Keine mechanische Gewalt gegen die Knochen. ... "
Stern Crime

Keine mechanische Gewalt gegen die Knochen bedeutet, dass man keine Gewalteinwirkung
durch Gegenstände an den Knochen gefunden hat, die auf eine Tatwaffe deuten könnten.

Bisse werden m. Wissens nach unter Stumpfer Gewalt aufgeführt.
Definition: stumpfe Gewalt
Der Ermittler: Mir war gleich klar, dass es kompliziert wird. Die Leiche war skelettiert.
Der warme Sommer, die Feuchtigkeit, dazu die Tiere
.
Stern Crime

Wozu sollte der Ermittler Tiere überhaupt erwähnen in diesem Zusammenhang, wenn keine Tiere an dem
Leichnam waren.
Wie soll man sich sonst erklären, dass die einzelnen Teile des Leichnams dort gelandet sind, wo sie gelandet sind?
Das war bestimmt nicht "der Wind". Schädel, Kiefer und (m.M. nach) die Rippe lagen eindeutig weiter weg vom restlichen Korpus.
Meiner Meinung nach müssen die Teile dorthin verschleppt worden sein und zwar durch Tierfraß. Mir ist es völlig unwichtig ob das ein Fuchs, ein Wildschwein oder "ein Vogel" war. Die ursprüngliche Auffindesituation ist dadurch m.M. nach verändert worden und somit kann auf den Bilden nicht die ursprüngliche Auffindesitutaiton zu sehen sein.


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31.03.2019 um 12:48
Sven1213 schrieb:Ich habe es nie verstanden, warum viele auf einmal eine Verbindung von dem Fall Liebs zum "Höxter-Pärchen" gezogen haben.
Es war bei der Pressekonferenz, die anlässlich der Verhaftung von Angelika und Wilfried W. abgehalten wurde. Es sprachen Ermittler Ralf Östermann und Staatsanwalt Ralf Meyer. Kaum war die Fragestunde für die Journalisten eröffnet, witterten schon die ersten einen Bezug zu Frauke Liebs. Auch wenn der sofort dementiert wurde, das Gerücht hat sich gehalten.


Und wer's immer noch nicht glaubt: Diskussion: Der Prüffall Frauke Liebs & das Höxter-Paar


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2019 um 13:02
emz schrieb:Es war bei der Pressekonferenz, die anlässlich der Verhaftung von Angelika und Wilfried W. abgehalten wurde. Es sprachen Ermittler Ralf Östermann und Staatsanwalt Ralf Meyer. Kaum war die Fragestunde für die Journalisten eröffnet, witterten schon die ersten einen Bezug zu Frauke Liebs. Auch wenn der sofort dementiert wurde, das Gerücht hat sich gehalten.
Aber ich führte Zitate von anderen Personen auf und da wunderte es mich, dass diese auf einmal einen Zusammenhang sahen.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2019 um 13:24
Sven1213 schrieb:Aber ich führte Zitate von anderen Personen auf und da wunderte es mich, dass diese auf einmal einen Zusammenhang sahen.
Man meinte halt, es würde so wunderbar passen. Wilfried hatte keinerlei Berufsausbildung, keinen Führerschein, einen IQ von unter 60 und hatte nie eine Werkstatt, und im Blaumann wurde er lediglich von der Betreiberin eines Imbiss' in Schlangen gesehen. Dass er sich im Bereich von Frauke aufgehalten hätte, das sagte nur einmal der Anwalt von Angelika, sonst nichts. Er hat wohl einige alte Autos gekauft und sie hat dann geschaut, diese wieder loszuwerden.

Aber jetzt Schluss in diesem Thread, sonst bekomme ich - zurecht - Haue vom wicht.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2019 um 13:46
Hallo in die Runde,

dieser Thread ist zwar schon so alt und lang wie der Fall traurig und mysteriös ist, dennoch möchte ich meine Gedanken noch mit einfließen lassen, wenn ich darf. Ich habe den ganzen Thread und auch die anderen hier bei allmy gelesen und auch so ziemlich alles, was ich sonst darüber finden konnte. Dennoch kann es angesichts der Komplexität sein dass nicht alles im Gedächtnis geblieben ist.

Ich bin lange davon ausgegangen, dass Frauke entführt wurde und die Telefonate unter unmittelbarer Gewaltandrohung so geführt hat. Es spricht sicherlich einiges dafür, wie aber auch dagegen.

Für mich ein springende Punkt dabei die allererste SMS. Die Polizei geht davon aus, dass diese Nachricht authentisch ist, von Frauke selbst verfasst. Ich denke das ebenfalls. Die Art zu schreiben, Groß-/Kleinschreibung, fehlende Satzzeichen, der Bezug zum Fußballspiel, das HDGDL (schrieb das damals wirklich jeder? In meinem Umfeld war/ist das so gar nicht geläufig, aber das mag ja verschieden sein).

Alles zusammen zeichnet für mich ein Bild von Frauke, die mit jemandem unterwegs war und Chris Bescheid geben wollte, dass sie „später“ kommt. Später als erwartet, später in der Nacht. Einige haben das hier im Thread als rücksichtslos gedeutet, das sehe ich anders. Und zwar weil Chris es zu dem Zeitpunkt nicht als rücksichtslos empfunden hat (siehe Stern Crime Artikel).

Er ging sowieso spät schlafen, lernte noch für Prüfungen. Er bekam die SMS und dachte sich nichts dabei. Erst später, als er schlafen gehen wollte, hat er sich geärgert dass Frauke da immer noch nicht zurück war, und da versuchte er sie anzurufen. Handy aus, klar, Akku leer. Alles nicht ungewöhnlich bzw nicht besorgniserregend für Chris.

Wieso mag Frauke sich, müde wie sie im Pub noch war, spontan umentschieden haben? Ich kann mir nur vorstellen, dass sie draußen auf jemanden traf, den sie kannte und mochte. Die frische Luft nach dem Pubmief tat sicherlich ihr Übriges, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass die Müdigkeit erstmal verflog. Solche Situationen kennt vermutlich jeder.

Bei der SMS an Chris wollte sie ihm offenbar nicht auf die Nase binden, mit wem sie unterwegs war. Aufgrund des Absendeortes komme ich in Gedanken tatsächlich immer wieder auf den „Schrauber aus Nieheim“. Dass die SMS örtlich rückverfolgt werden würde, konnte meiner Meinung nach zu dem Zeitpunkt niemand wissen, auch der spätere Täter konnte davon nicht ausgehen, weshalb ich auch nicht an eine absichtlich falsch gelegte Spur glaube.


Kurzer Einschub:

Ich finde übrigens, dass der Höxtertäter an sich sehr gut gepasst hätte, mir kommt es auch seltsam vor dass innerhalb derselben Umgebung zwei Täter mit ähnlichem Muster (Herumfahren mit dem Opfer, Telefonate/SMS) am Werk waren. Da die Spur aber ausermittelt ist, muss man das da acta legen. Er war es nicht. Punkt.

Weiter im Text:

Im Thread haben einige die Theorie vertreten, dass der Täter die erste SMS verschickt hat (unabhängig davon mal, wer sie verfasst hat) und Frauke nicht dabei war, er sie also vorher irgendwo in ein Versteck brachte und dann allein Richtung Nieheim fuhr, um örtlich von sich abzulenken.

Aus meiner Sicht gibt es dafür keinen Anhaltspunkt. Warum? Weil er es später auch nicht gemacht hat. Frauke schrieb die andere SMS, sie war am Telefon als direkt danach ihr Bruder anrief. Frauke führte die Telefonate. Sie war also - die Fernschaltungstheorie mal außen vorgelassen, da unwahrscheinlich- immer mit vor Ort. Aus welchem Grund also sollte ein Täter dies ausgerechnet und ausschließlich bei der ersten SMS anders „gehandhabt“ haben? Das ergibt für mich keinen Sinn, ich finde es unlogisch.

Ich gehe also davon aus, dass Frauke zunächst (!) freiwillig mit jemandem mitgefahren ist (ich stelle mir rein spekulativ zum Beispiel vor, dass ein flüchtig bekannter attraktiver Schrauber aus Nieheim sie vielleicht trotz der späten Stunde hätte für eine kleine Tour auf einem tollen oder besonderen Motorrad hätte gewinnen können) und dass sie vorhatte, noch in der Nacht in die WG zurückzukehren.

Was ist dann passiert? Irgendwie (und jetzt wird es nebulös) muss eine Zwangslage entstanden sein. Irgendetwas muss so schwer gewogen haben, dass Frauke bei „ihm“ blieb. Ich gehe dabei aber nicht von Gewalteinwirkung aus, sondern glaube, so wie Ihr Mutter und Chris es bei Stern Crime auch schildern, dass Frauke dachte, sie könne die Situation „noch drehen“. Ich glaube, dass Frauke sich bis zum Schluss nicht vorstellen konnte, dass „er“ ihr etwas antut.

Damit keine Missverständnisse entstehen: ich nenne Fraukes Verhalten keinesfalls freiwillig, ich glaube schon dass sie aus ihrer Sicht keine andere Möglichkeit sah als dazubleiben und mitzumachen (wobei - weiß ich leider nicht). Ich glaube dass sie bei jedem Telefonat außer beim letzten das dachte, was sie auch äußerte: dass sie nach Hause kommt. Dass er sie gehen lässt, dass die Situation sich löst.

Ich stelle mir die Telefonate nicht komplett gescriptet vor, bin aber überzeugt dass Frauke klar gemacht wurde, was sie NICHT sagen durfte, und dass es ein paar Dinge gab, die sie sagen sollte (Ich bin in Paderborn).

Psychologisch muss Frauke unter einem großen Druck gestanden haben. Sie konnte ihren späteren Mörder nicht verraten. Warum? Vielleicht, weil es einen Bezug zu ihrer Familie gab (Ich verdächtige definitiv kein Familienmitglied und auch nicht Chris!)? Wäre es für Fraukes Familie oder für Chris so schlimm zu erfahren, dass ER (wer auch immer es war) Frauke bei sich hatte?

Und warum wurde immer Chris angerufen? Ich könnte mir vorstellen, dass es irgendeine (alte?) Verbindung zu Chris gab, also dass der Täter sowohl Frauke als auch Chris kannte. Wobei das dann gegen den genannten Schrauber aus Nieheim sprechen würde und eher für jemanden aus der alten Lübbeker Clique oder entfernterem Bekanntenkreis.

Zugegebenermaßen enthält der letzte Teil einige Widersprüche und viele offene Fragen. Ich bin mir unsicher, welche „Variante“ ich für wahrscheinlicher halten soll.

Einen sexuell motivierten Täter schließe ich für mich aus. Eine Woche mitten im Sommer in derselben Kleidung, die noch bekleidete Leiche...meine naive Vorstellungskraft übersteigt das jedenfalls.

Die größte Frage für mich ist: was mag es gewesen sein das so dringlich war, dass Frauke in der ersten Nacht nicht zurück kam? Welcher Umstand kann eine solche Zwangslage auslösen? Ich würde das gern weiterdenken, denn darauf habe ich im ganzen Thread noch keinen plausiblen Erklärungsansatz gefunden.

Ich schließe auch eine Entführung nicht kategorisch aus, eben wegen des fehlenden Erklärungsansatzes, was da zwischen zwei Menschen vorgefallen sein kann. Aber wenn ich mir dann wieder vorstelle, dass der Täter mit Frauke im Auto herumgefahren sein soll, sie unter vorgehaltener Waffe oder was auch immer zum Telefonieren gezwungen hat (wieso überhaupt?)...dann wird es in meinem Kopf wieder abwegig.

Soweit meine ersten Gedanken, ich habe bestimmt noch einiges vergessen, weil ich schon so lange darüber nachdenke und mir keine Notizen gemacht habe. :)

Bin gespannt auf einen Austausch.

Zu guter Letzt noch eine bescheidene Frage, nicht bös gemeint: ist das mit den Wildschweinen oder anderen Tieren tatsächlich für irgendwas von Relevanz? Im Wald gibt es Tiere unterschiedlichen Wühl- und Fressverhaltens, die Fotos vom Auffindeort sind uns (leider) bekannt und sprechen für sich, können wir es nicht dabei belassen?


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2019 um 15:06
InMemoriam schrieb:Ich finde übrigens, dass der Höxtertäter an sich sehr gut gepasst hätte, mir kommt es auch seltsam vor dass innerhalb derselben Umgebung zwei Täter mit ähnlichem Muster (Herumfahren mit dem Opfer, Telefonate/SMS) am Werk waren. Da die Spur aber ausermittelt ist, muss man das da acta legen. Er war es nicht. Punkt.
Dieses machte auch jemanden Kopfschmerzen, mit dem ich mich vor einiger Zeit über diesen Fall austauschte.
Ich bin überzeugt, die "Höxter" haben nichts mit diesem Fall zu tun, aber genau in diesem Einzugsgebiet habe ich es nicht für möglich gehalten, dass dort Verbrechen geschehen können, wie das Höxter-Pärchen es vollzogen haben.

Die Örtlichkeiten Bosseborn und Nieheim liegen schon deutlich (meine so etwas mehr als 20 KM) auseinander, aber ich war mir ganz sicher, da die Polizei in diesem Gebiet intensiv nach dem Täter und Zeugen gesucht hat, wären die Bewohner sensibilisiert gewesen.
InMemoriam schrieb:Bei der SMS an Chris wollte sie ihm offenbar nicht auf die Nase binden, mit wem sie unterwegs war.
Finde ich interessant.
Hätte Chris eventuell etwas dagegen gehabt?
InMemoriam schrieb:Einen sexuell motivierten Täter schließe ich für mich aus. Eine Woche mitten im Sommer in derselben Kleidung, die noch bekleidete Leiche...meine naive Vorstellungskraft übersteigt das jedenfalls.
Welche Erklärung hättest du dafür?
Eine sexuell motivierte Tat schließe ich auch eher aus.
Ich finde das sie bekleidet nach einer längeren Zeit aufgefunden wurde, auffallend und habe im Vergleich auch kein ähnlichen Fall vor Augen, wo das schon mal so war.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2019 um 15:25
InMemoriam schrieb:ine Woche mitten im Sommer in derselben Kleidung, die noch bekleidete Leiche...meine naive Vorstellungskraft übersteigt das jedenfalls.
Ich weiß nicht, ob ich das formuliert bekomme, was ich meine.
Mich irritiert es, dass sie in der vollständigen Bekleidung aufgefunden wurde.
Eigentlich denkt man doch, sie wurde irgendwo festgehalten (umschlossener Raum) und dort kam sie zu Tode.
Dann würden eventuell die Schuhe fehlen oder die Hose.
Der Täter wird in meinen Augen sie nicht angezogen haben nach der Tat!

Ich habe durch diese Auffindesituation den Eindruck, dass sie "unterwegs" zu Tode kam und finde das ungewöhnlich, wenn es so war.


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31.03.2019 um 16:24
Sven1213 schrieb:Ich habe durch diese Auffindesituation den Eindruck, dass sie "unterwegs" zu Tode kam und finde das ungewöhnlich, wenn es so war.
Wenn sie gefesselt oder gar geknebelt im Kofferraum lag, brauchte es doch nur eine Plastiktüte über den Kopf, fixiert mit einem Gummi oder dergleichen, und es erledigte sich von selbst während der Fahrt.
InMemoriam schrieb:Für mich ein springende Punkt dabei die allererste SMS. Die Polizei geht davon aus, dass diese Nachricht authentisch ist, von Frauke selbst verfasst. Ich denke das ebenfalls. Die Art zu schreiben, Groß-/Kleinschreibung, fehlende Satzzeichen, der Bezug zum Fußballspiel, das HDGDL (schrieb das damals wirklich jeder? In meinem Umfeld war/ist das so gar nicht geläufig, aber das mag ja verschieden sein).
Hdgdl stand auch am Ende der zweiten SMS, war die dann auch freiwillig von Frauke verfasst?
Diese nebulöse Zwangslage, die sie emotional abhängig vom Täter machte, weil etwas geschehen war, von dem aber niemand sonst Notiz genommen hat, und was das dann konkreter gewesen sein soll, kann nicht im Ansatz eruiert werden, weil es dann nicht mehr zu halten ist.


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31.03.2019 um 17:31
Sven1213 schrieb:Die Örtlichkeiten Bosseborn und Nieheim liegen schon deutlich ... auseinander, .
und erst recht die Jahre, denn der Einzug des Pärchens in Bosseborn war 2009 :D


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31.03.2019 um 17:40
Sven1213 schrieb:Finde ich interessant.
Hätte Chris eventuell etwas dagegen gehabt?
Das weiß ich nicht, ich kann mir aber vorstellen, dass ich in der wohnlichen Situation WG mit dem Ex diesem auch nicht zwingend auf die Nase binden würde, wenn ich mit einem Mann unterwegs wäre, den ich attraktiv finde.

Ist natürlich Spekulation, aber so könnte ich mir das vorstellen und erklären.
Sven1213 schrieb:Der Täter wird in meinen Augen sie nicht angezogen haben nach der Tat!

Ich habe durch diese Auffindesituation den Eindruck, dass sie "unterwegs" zu Tode kam und finde das ungewöhnlich, wenn es so war.
Dass er die Leiche bekleidet hat, glaube ich eben auch nicht. Unterwegs zu Tode gekommen könnte natürlich sein, ich halte es aber genau so für möglich, dass er sie irgendwann nach dem letzten Telefonat getötet hat. Weil er sie nicht nach Hause lassen konnte, selbst wenn er das vorher vorgehabt haben sollte.
rayden schrieb:Hdgdl stand auch am Ende der zweiten SMS, war die dann auch freiwillig von Frauke verfasst?
Freiwillig in dem Sinne nicht, die Zwangslage welcher Art auch immer war definitiv da schon eingetreten. Aber sie hat die SMS selbst verfasst, genau so wie sie selbst telefoniert hat. Sie durfte sogar ans Telefon gehen, als ihr Bruder anrief.

Den Anruf des Bruders halte ich übrigens für „Zufall“, ich glaube nicht daran, dass die SMS geschrieben wurde, damit Chris zurück ruft, das erscheint mir konstruiert. Dann hätte man Chris auch gleich direkt anrufen können.

Ich denke der eingehende Anruf war nicht geplant und Frauke hat, wie @Wozzeck es hier mal formulierte, sich in dem Moment erlaubt, den Anruf anzunehmen, und der (spätere) Täter hat dies zugelassen.

Selbst wenn es sich um eine Entführung gehandelt haben sollte, hat der Entführer Frauke offensichtlich nicht verboten, bei der SMS die gewohnte Grußformel zu verwenden (wäre auch eher widersinnig). Das Hdgdl sagt für mich an der Stelle ehrlich gesagt gar nichts aus. Nur bei der ersten SMS ergibt es zusammen mit dem restlichen Inhalt und Schreibstil für mich das Bild einer noch unbeschwerten Situation. Ein Bild, was sich bei der zweiten SMS und den Anrufen schon komplett verändert hatte.

Die zweite SMS hätte theoretisch auch vom Täter verfasst worden sein können. War sie aber nicht, Frauke war in unmittelbarer Nähe des Telefons und könnte dran gehen. Warum also hätte ausgerechnet die erste SMS gefälscht sein sollen? Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür.
rayden schrieb:Diese nebulöse Zwangslage, die sie emotional abhängig vom Täter machte, weil etwas geschehen war, von dem aber niemand sonst Notiz genommen hat, und was das dann konkreter gewesen sein soll, kann nicht im Ansatz eruiert werden, weil es dann nicht mehr zu halten ist.
Ich weiß, und das macht es so schwierig. Es ist nur so, dass mir alles andere noch unwahrscheinlicher erscheint, und deshalb würde ich den Gedanken gern einmal weiter „spinnen“, den einige andere hier ja auch schon hatten.


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31.03.2019 um 18:09
InMemoriam schrieb:und deshalb würde ich den Gedanken gern einmal weiter „spinnen“
Okay - dann leg‘ mal los. Woran z.B. denkst Du dabei?


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31.03.2019 um 18:26
Wozzeck schrieb:Okay - dann leg‘ mal los. Woran z.B. denkst Du dabei?
Ich hatte eigentlich auf Ideen von Euch gehofft. :D

Nein Spaß. Ich habe dafür kein fertiges Szenario im Kopf, eigentlich nicht mal ein unfertiges.

Rein hypothetisch und nur als Beispiel gedacht - was wenn ER sich in der ersten Nacht, eben als die Situation kippte, sich an Frauke vergangen hätte oder ihr zumindest näher gekommen war als sie das wollte?
Und wenn nun der Täter jemand wäre, den sie vor ihrer Familie, oder nein eigentlich eher vor Chris, auf keinen Fall bloßstellen konnte, weil dies Chris‘ Weltbild zerstört hätte oder irgendwas in der Art? Bloß dann müsste es jemand sein, der Chris sehr nahe stand, und ich möchte ausdrücklich niemanden spezielles verdächtigen.

Ich weiß...das klingt so noch nicht besonders realistisch. Vielleicht gibt es aber etwas, das als Grund plausibler wäre, woran einfach noch keiner gedacht hat. Deshalb dachte ich, man könnte Ideen dafür einfach mal zusammentragen.

Die Meisten hier gehen doch davon aus, dass Frauke den Täter kannte, oder? Also wie soll es Eurer Meinung nach abgelaufen sein? Eine geplante Entführung? Man hat Frauke in eine Falle gelockt? Um was genau zu tun? Wozu die Anrufe? Okay, Ablenkung von Nieheim wäre ja als Grund denkbar, aber setzt im Geunde voraus, dass bei der ersten SMS bei Frauke noch Ahnungslosigkeit vorgeherrscht hat. Was könnte also danach passiert sein?


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31.03.2019 um 18:33
Dann wären wir wieder bei der Aussage, dass sie "wegen einem Typen nicht so lange weg bleiben würde". Egal welches Szenario man durchspielt, irgendwas passt nicht oder stimmt nicht.


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